Tempel in Phimai angelikasreisen.de

Reisebericht Thailand 2017 Nakhon Rachasima

Donnerstag 09.03.2017

Thailand Karte mit Nakhon Rachasima Bahnhof Bangkok Hualomphong Fr�hst�ck um 7.30 Uhr, Abfahrt mit dem Taxi zum Bahnhof um 8.30 Uhr. Die Stra�en waren nicht voll und so brauchten wir nur eine halbe Stunde und waren viel zu fr�h dort. Wir schauten erst nach, wo unser Zug abfuhr und suchten uns dann in der Bahnhofshalle einen freien Platz, einer blieb immer beim Gep�ck, ich machte ein paar Fotos vom Bahnhof und Petra kaufte sich was zu essen. Der Zug kam p�nktlich, wir stiegen ein. Kein schicker Expresszug, sondern ein eher einfaches Modell, ziemlich schmuddelig, unbequeme Sitze, die Fenster waren so dreckig, dass man nicht hinausschauen konnte. Wenigstens war es nicht so kalt wie im Expresszug. Wir hatten keine Chance, das Gep�ck in die vorgesehenen Gep�ckablagen hochzuhieven, also lie�en wir es unten. Das gefiel dem Schaffner nicht, er wirtschaftet also Petras Tasche ins Gep�cknetz, bei meinem Koffer gab er auf und stellte ihn nur an die Seite. Schw�chling, der Koffer wog schlie�lich nur 14 Kilo. Wir fuhren p�nktlich um 10.05 los. Im Stadtgebiet von Bangkok und auch noch in den n�heren Au�engebieten hielt der Zug noch an jeder Milchkanne, bis Don Mueang brauchten wir eine Stunde, sp�ter hielt er nur noch in den gr��eren Orten. Die Fahrt war langweilig, weil wir durch die schmutzigen Scheiben �berhaupt nichts sehen konnten. Wir kamen mit 20 Minuten Versp�tung um 14.45 Uhr in Nakhon Ratchasima an, der Zug fuhr weiter nach Ubon Ratchathani.

im Bahnhof Hua Lamphong im Bahnhof Hua Lamphong

Nakhon Ratchasima (Korat) liegt auf einer Ebene am westlichen Rand des Isan, der so genannten Khorat-Hochebene und ist die gr��te Stadt des Isan, der strukturschw�chsten Region Thailands. Die Entfernung zur Hauptstadt Bangkok betr�gt etwa 260 Kilometer. Heute leben etwa 10 % der Bev�lkerung des Isan in der Provinz Nakhon Ratchasima. Hierunter fallen auch viele ehemalige Fl�chtlinge und Einwanderer aus Laos und Kambodscha. Ein wichtiger Wirtschaftszweig ist die Seidenproduktion. Nakhon Ratchasima ist ein wichtiger Knotenpunkt im Netz der Thail�ndischen Staatsbahn. Im Bahnhof Nakhon Ratchasima treffen die Nordostbahn aus Bangkok, die Bahnstrecke aus Laos und die Bahnstrecke nach Ubon Ratchathani aufeinander.

am Bahnhof Nakhon Rachasima am Bahnhof Nakhon Rachasima

Wir verlie�en das Bahnhofsgeb�ude und schauten uns um, die Tuk Tuk Fahrer lauerten schon auf uns, ich wollte nur noch ein paar Fotos machen. Die Fahrt zum Hotel kostete 80 Baht und dauerte nur 10 Minuten. Wir hatten das Hotel Romyen Garden Place gebucht, es liegt ruhig, etwas zur�ckgesetzt an einer gro�en Hauptstra�e. Wir bekamen ein h�bsches Zimmer nach hinten raus mit einem kleinen Balkon, auch mal wieder mit Sp�le. Es gab nur einen Balkonstuhl, aber auf unser Nachfragen bekamen wir einen zweiten. Wir packten nur das notwendigste aus und wollten danach etwas essen gehen. Der Loose Reisef�hrer empfiehlt das Restaurant Rabiang Pa in der Thanon Yommarat Nr 284. Das wollten wir nun ausprobieren.

Hotel Romyen Garden Place Hotel Romyen Garden Place

Auf unserem Stadtplan fanden wir diese Stra�e und gingen zun�chst die Thanon Jomsurangyard entlang und bogen dann nach links in die Thanon Chumphon ein, kamen am alten Stadttor, dem Chumphon Gate vorbei und bogen von dort nach rechts in die Thanon Yommarat ein, die richtige Stra�e hatten wir somit gefunden. Nun galt es noch die richtige Hausnummer zu finden. Zuerst dachten wir sie z�hlen die Hausnummern rauf und runter, dann erschien uns rechts gerade und links ungerade doch besser, oder links gerade und rechts ungerade. Schlie�lich kamen wir zu dem Schluss, dass nach �berhaupt keinem System gez�hlt wird, die Hausnummern erschienen eher in willk�rlicher Reihenfolge. Die Stra�e wurde immer ruhiger, es gab keine Gesch�fte mehr, nur noch Wohnh�user. Wir wollten schon aufgeben, denn wir waren inzwischen eine Stunde unterwegs. Dann entdeckten wir in einiger Entfernung vor uns einen Reisebus, bis dahin wollten wir noch gehen und pl�tzlich standen wir vor dem Restaurant, nur hie� es jetzt Rabiang Kaeo, aber nach der Beschreibung musste es das richtige sein. Das war uns allerdings inzwischen egal, wir wollten nicht mehr weiterlaufen, das Restaurant sah gut aus und wir hatten Hunger. Der weite Weg hatte sich gelohnt, das Essen war vorz�glich. Bei Petra wollte eine kleine Katze mitessen, sie setzte sich auf die Bank neben sie und wollte eigentlich noch viel lieber auf den Tisch, wurde aber durch permanentes Niederhalten mit dem Arm daran gehindert und irgendwann gab sie es auf.

Restaurant  in der Thanon Jomsurangyard Restaurant Rabiang Kaeo

Inzwischen hatte es angefangen zu regnen, lie� dann wieder etwas nach und weil wir dachten es h�rt gleich auf, machten wir uns mit leichtem Grausen vor dem langen Marsch auf den R�ckweg. Der Regen wurde immer schlimmer, die Stra�e war wie ausgestorben. Wie von Zauberhand tauchte ein Tuk Tuk auf und brachte uns zum Hotel. Eigentlich sollte er am 7-eleven halten, verstand aber �berhaupt nicht, was wir wollten, also lie�en wir uns zum Hotel fahren, die Fahrt kostete wieder 80 Baht. Da es inzwischen wie aus Eimern sch�ttete, borgten wir uns an der Rezeption einen Schirm und gingen dann im 7-eleven einkaufen.
Wir versuchten noch an der Rezeption uns nach eine Fahrm�glichkeit nach Phimai zu erkundigen, aber irgendwie klappte das gar nicht, denn die Abendschicht konnte nicht wirklich Englisch und so vertagten wir das Problem auf den n�chsten Morgen. Unser Balkon war trocken geblieben und so konnten wir uns noch etwas nach drau�en setzen und uns von der Anstrengung erholen.

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Freitag 10.03.2017

Das Fr�hst�ck um 8.30 Uhr bestand aus Toast und Salat und einem einigerma�en brauchbaren Kaffee, und wir konnten wunderbar drau�en sitzen. Wir fragten nochmal an der Rezeption nach einer M�glichkeit nach Phimai zu kommen, dieses Mal war eine gut englisch sprechende junge Dame da, es gab �no problem�, sie bestellte uns einfach ein Taxi. Wir fuhren um kurz nach 9 Uhr los und waren eine Stunde sp�ter in Phimai.

auf der Naga Br�cke in Phimai Durchgang zum inneren Bereich des Tempels

Phimai ist eine kleine, alte Stadt etwa 60 km n�rdlich von Nakhon Ratchasima. Bekannt ist das verschlafene St�dtchen vor allem aufgrund der Tempelanlage Prasat Hin Phimai, die w�hrend der Khmer-Zeit im 11. Jahrhundert entstand und zur Bl�tezeit Angkors in Kambodscha als religi�ses Zentrum eine wichtige Rolle spielte.
Phimai liegt mehr oder weniger auf einer kleinen Insel, die damals f�r die Verteidigung der Stadt von gro�em Vorteil war. Zum einen umschlie�t der Fluss Mae Nam Mun die Stadt auf zwei Seiten. In ihn m�ndet der Kanal Khlong Chakrai, der eine dritte Seite von Phimai mit Wasser umgibt. Innerhalb dieses Bereichs liegen die Stadt sowie die Tempelanlage.

Prang Brahmadat Haupt-Prang (Zentralheiligtum)

Die Khmer-Tempelruinenstadt ist eines der sch�nsten Heiligt�mer der Khmer-Baukunst der klassischen Epoche (11. Jahrhundert) au�erhalb Kambodschas. Phimai war einst durch eine direkte Stra�e mit der Metropole Angkor verbunden. Wir bezahlten unseren Eintritt, aber dann wollte der am Eingang stehende Kontrolleur Petra nicht hineinlassen, da es sich um einen Tempel handelt, und somit geht Tr�gerhemdchen gar nicht.
Petra ging also nochmal los, um sich einen Schal zu kaufen, kam dann aber mit einem Leihschal zur�ck, f�rchterlich kratzend und m�ffelnd und sch�n warm (bei 42 Grad im Schatten sehr wichtig). Nun stand der Besichtigung nichts mehr im Wege.
Wir betraten das Gel�nde von S�den und kamen zuerst zur Naga Br�cke, die direkt zum �u�eren s�dlichen Gopuram (Tor) f�hrt. Das Tor ist zwar eine Ruine, aber durchaus noch als Tor erkennbar, und f�hrt direkt auf den Durchgang zum inneren Gopuram. Schon von hier aus kann man gut das gr��te Heiligtum, die fast 30 Meter hohe Hauptpagode erkennen. Vom Durchgang sind jedoch nur noch die Fu�bodenplatten erhalten, also mehr ein Weg als ein Durchgang. Dann kamen wir zum inneren s�dlichen Tor, auch hier ist nur noch eine Ruine, aber ebenfalls noch als Tor zu erkennen. Nach diesem Tor standen wir vor der beeindruckenden Hauptpagode, die das Zentrum der Anlage darstellt und komplett aus wei�em Sandstein gefertigt ist. Durch jahrelange, sorgf�ltige Restaurierungsarbeiten sind die Ruinen des seit 1989 bestehenden Historischen Parks in einem sehr guten Zustand. In den 1950er Jahren wurde mit der Restaurierung begonnen. Am 12. April 1989 konnte Prinzessin Maha Chakri Sirindhorn den �Phimai Historical Park� schlie�lich er�ffnen.
Nachdem wir uns den Tempel und seine Nebengeb�ude angeschaut hatten, schlenderten wir noch eine Weile durch den sch�nen Park. Au�er ein paar Schulklassen war auch nicht viel los, streckenweise trafen wir keine Menschenseele. Nach etwas �ber einer Stunde hatten wir genug gesehen, Petra gab ihren Leihschal zur�ck, und das Taxi brachte uns zur�ck ins Hotel.

Haupt-Prang (Zentralheiligtum) n�rdlicher Bogengang und Galerie

Nach einem sch�nen Nescaf� machten wir uns wieder auf den Weg, um etwas zu essen. Im nahe gelegenen Kaufhaus gab es im Keller einen Foodcourt, es sah alles ganz appetitlich aus und so a�en wir dort leckere gebratene Nudeln. Nun waren wir satt und konnten uns noch in aller Ruhe das Kaufhaus anschauen, es gab aber nichts, was unsere Kauflust weckte und so gingen wir zur�ck ins Hotel und g�nnten uns eine kleine Pause.
Gegen 18 Uhr brachen wir wieder auf, aber so richtigen Hunger hatten wir nicht, denn der Nudelberg vom Mittag machte uns immer noch satt. Also liefen wir nur etwas herum, dieses Mal regnete es auch nicht.

Abendstimmung in der Thanon Jomsurangyard chinesischer Tempel in der Thanon Jomsurangyard

Zun�chst wollte ich ein paar Briefmarken kaufen, da ich die Pause genutzt hatte, Ansichtskarten zu schreiben. An unserer Stra�e hatten wir auch eine Post gesehen und sie hatte auch ge�ffnet. Es war sehr voll und wir wollten schon wieder gehen, aber in einem Nebenraum, gab es einen Schalter, der leer war und so fragten wir nach Briefmarken. Sie hatten auch welche und eine junge Frau kam mit uns mit und wollte uns zeigen, wo der Klebstoff stand, ich hatte jedoch schon durch Anlecken die Marken auf der Karte befestigt, aber um unsere Dankbarkeit zu zeigen, hantierten wir noch etwas mit dem Klebstoff. Nun wollten wir noch wissen, wo denn der Briefkasten sei, die junge Dame nahm uns die Karten aus der Hand, dr�ngelte sich vor und gab sie einem Schalterbeamten. Irgendwie ist Ansichtskarten verschicken bei uns einfacher. Wir gingen dann weiter, schauten in das eine oder andere kleine Gesch�ft und kamen schlie�lich in der Thanon Rachdamnoen zum Denkmal der Thao Suranaree (Khunying Mo). Mit einer List soll es der Volksheldin als Frau des Vize-Gouverneurs von Korat im 19. Jahrhundert gelungen sein, die Stadt vor laotischen Truppen zu retten. Wir versuchten das Denkmal zu fotografieren, aber leider war es schon zu dunkel. Langsam wurde es ruhiger auf den Stra�en, einige Gesch�fte schlossen schon und so gingen wir zur�ck zum Hotel.

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letzte Änderung: 27.11.2019 · Copyright © 2003 - 2025 by Angelika Rosenzweig

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