Flagge Thailand

Reisebericht Südostasien 2013

Flagge Myanmar

Sonntag 03.02.2013

Blick aus dem Hotelfenster in Yangon Wir standen bereits um 7 Uhr auf, packten unsere Sachen, frühstückten und fuhren um 9 Uhr ab. Eine endlos erscheinende langweilige Fahrt mit ebenso endlos erscheinenden Gummi-Plantagen Gegen 12 Uhr kurze Mittagspause in einer Raststätte, sehr voll, sehr schmuddelig und das Essen sehr merkwürdig. Wie Knabberzeug schmeckendes Huhn, sehr trocken und dazu auch noch trockenen Reis, aber man hatte was gegessen. Das Klo war wieder unbeschreiblich. Die Fahrt ging dann weiter und blieb langweilig bis Bago, von dort aus waren es nur noch 80 km bis Yangon, aber bis wir wieder in unserem Hotel Central waren dauerte es noch fast zwei Stunden, bis wir um 16 Uhr dort ankamen. Wir verabschiedeten uns von unseren netten Reisbegleitern. Irgendwo hatten wir etwas über das Trinkgeld gelesen, dass der Reiseleiter mehr bekommt als der Fahrer, das fanden wir nicht gerecht, der Fahrer macht genauso seine Arbeit, also bekamen von uns beide den gleichen Betrag.
Unser Zimmer war etwas schöner, als bei unserem ersten Aufenthalt, wir packten unseren Krempel aus, suchten eine halbe Stunde unsere internationalen Führerscheine, fanden sie dann schließlich auch und gingen in das Lokal zum Essen, wo wir schon zwei mal abends gesessen hatten, neben dem Stand mit der Salatfrau. Das Essen schmeckte auch ganz gut, aber Rolf hat die Küche und das Klo gesehen….
Gegen 20 Uhr waren wir wieder im Hotel und da in Yangon um 21 Uhr die Bürgersteige hochgeklappt werden, verbrachten wir den Rest des Abends im Hotel mit Lesen.

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Montag 04.02.2013

St. Mary's Cathedral Wir frühstückten gegen halb 9, ich habe sogar ein weich gekochtes Ei erwischt. Dann schrieben wir die auf unserer Rundreise erworbenen Karten und wollten sie dann auch gleich zur Post bringen.
Wir gingen bis zur St. Mary's Cathedral die Bogyoke Aung San Road entlang. Die St. Mary's Kathedrale ist eine sehr beeindruckende große katholische Kirche. Die Kirche ist aus rotem Backstein erbaut und innen eigentlich schlicht, aber durch ihre Größe und Helligkeit wirkt sie sehr prachtvoll.
Wann sie erbaut wurde, weiß ich nicht so genau, das englische wikipedia beschreibt, dass der Bau im Jahre 1895 begonnen und 1899 fertig gestellt wurde, der Loose Reiseführer spricht von der Fertigstellung 1911 von einem holländischen Architekten. Seit 1955 ist Yangon Erzbistum.
Die Kirche wirkte zunächst geschlossen, aber neben der Einfahrt in der Bo Aung Kyaw Road ließ sich eine kleine Tür für Fußgänger öffnen. Als wir die Kirche betraten, waren wir sehr beeindruckt, sie ist innen sehr schön und hat wunderschöne Fenster, die erst nach der Beschädigung durch die Japaner im 2. Weltkrieg, eingesetzt wurden.
Wir gingen weiter die Bo Aung Kyaw Road und kamen so zur Strand Road, wo die Post sein sollte, sie war auch dort und wir warfen unsere Postkarten in den Briefkasten. St. Mary's Cathedral Das stellte sich aber als Fehler heraus, denn unsere Karten aus Burma sind nicht angekommen, wir hätten sie doch im 1. Stock der Post abstempeln lassen sollen.
Wir liefen noch ein Stück die Strand Road entlang, die ich mir schöner vorgestellt hatte, aufgrund des Namens dachte ich sie ginge direkt am Fluss entlang, aber man konnte den Rangon-Fluss nicht mal sehen. Also bogen wir nach rechts ab, auf der Suchen nach schönen Fotomotiven mit kleinen bunten Läden, wir hatten wohl die falschen Straßen erwischt, denn es gab weder kleine Läden noch schöne Fotomotive, sondern nur verkommene Wohn- oder Bürohäuser in engen schmutzigen Straßen.
Zu Mittag aßen wir im gepflegten Zawgyi Restaurant, schräg gegenüber von unserem Hotel, neben der Markthalle.
Die Nachmittagshitze überstanden wir in unserem Hotelzimmer, wir hatten keine Lust mehr auf dreckige Straßen oder auf Pagoden oder Tempel. Das Abendessen gab es wieder im Zawgyi und dort blieben wir noch eine Weile, denn man sitzt dort wirklich sehr nett, das Essen ist gut, vor allem auch die Toiletten nicht nur benutzbar, sondern auch vorbildlich sauber. Als wir gegen 21.30 Uhr das Restaurant verließen, war Yangon schon wieder wie ausgestorben und die Bürgersteige hochgeklappt.

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Dienstag 05.02.2013

Frühstück um 8.30, Aufbruch um 9.15 Uhr zum Bahnhof. Wir gingen wieder die Bogyoke Aung San Road entlang bis zu der Brücke der Pansodan Street, weil wir vermuteten, dass wir so zum Bahnhof kämen. Das war auch richtig schon von der Brücke aus kommt man zu den Bahnsteigen und muss nicht erst zum Bahnhofsgebäude. An der Treppe zu den Bahnsteigen saß ein wichtig aussehender Mensch, wir fragten ihn nach dem Circular Train und er zeigte auf einen Bahnsteig.

Bahnsteig in Yangon Der Circular Train kommt

Also stiegen wir hinab zu Gleis 5/6 und fanden dort tatsachlich ein kleines Häuschen, in dem Fahrkarten für Touristen verkauft wurden, nicht etwa am Schalter, sondern drinnen im Häuschen. Die Fahrkarte kostete 1 USD pro Person, der Zug sollte um 10.10 Uhr abfahren.
Da es noch viel zu früh war, war der Bahnsteig noch leer, bis zur Abfahrt des Zuges war es noch 40 Minuten Zeit, wir blieben aber trotzdem dort. Zwei Gleise weiter saß neben dem Gleis eine Frau und kochte irgendetwas, die Leute spazierten seelenruhig über die Gleise von Bahnsteig zu Bahnsteig. Nach und nach füllte sich auch unser Bahnsteig, es kamen noch erstaunlich viele Touristen dazu, aber auch jede Menge Einheimische.

Blick aus dem Zug Bahnhof Danyingon

Der Circular Train fährt in drei Stunden einmal im Uhrzeigersinn um Yangon herum und erreicht so die Außenbezirke, aber auch den Flughafen. Der Zug kam sogar etwas früher und wir konnten auch schon einsteigen. Im Inneren gab es Plastikbänke zu beiden Seiten, die längs entlang der Fensterreihe verliefen, aus dem Fenster zu schauen war auf diese Weise etwas unbequem, denn wir saßen ja mit dem Rücken zum Fenster. Es war schön luftig, denn Fensterscheiben und Türen gab es nicht. Der Zug fuhr pünktlich ab. Zunächst gab es nicht viel zu sehen nur unbeschreiblich viel Müll am Bahndamm, aber nach einer Weile wurde es ländlicher, die Mauern am Bahndamm hörten auf und wir konnten die Hütten sehen, in denen offensichtlich sehr viele Menschen wohnten. Dann gab es Felder, bei denen die Pflanzen wie beim Reis in Wasser standen, wir vermuten Wasserspinat und die Bauern standen zum Teil bis zur Taille in der trüben Brühe um zu ernten.

Der Zug ist voller Gemüse Der Zug ist voller Gemüse


Nach etwas über einer Stunde, es fing gerade an etwas langweilig zu werden, hielten wir an einem etwas größeren Bahnhof, Danyingon und der ganze Bahnsteig war völlig überfüllt mit riesigen Körben und Säcken voller Gemüse und hunderten von Marktfrauen, ein paar Marktmänner waren auch dabei. Ich überlegte noch, ob die alle in unseren Zug wollten… sie wollten.
In Windeseile wurden die Körbe durch Türen und Fenster gereicht und die Menschen steigen auch noch ein und plötzlich war der Zug rappelvoll, der Platz zum Sitzen für uns paar übrig gebliebene Touristen, war nur noch auf ein Minimum beschränkt. Der Zug fuhr nach etwa einer Minute wieder ab und tatsächlich waren alle Gemüseleute im Zug. Das Gemüse wurde jetzt sortiert, in kleinere Bündel gebunden, welke Blätter wurden entfernt, was nicht mehr ganz frisch war oder nicht gebraucht wurde, flog einfach aus dem Fenster.
Wir vermuten, dass es sich bei der Haltestelle um einen zentralen Markt handelt, wo die Marktleute ihre Waren einkaufen, um sie dann auf den Märkten in Yangon und den Vorstädten weiter zu verkaufen. Nach etwa einer Stunde wurde der Zug allmählich etwas leerer, denn an jedem Bahnhof stiegen ein paar Marktleute wieder aus und warfen zum Teil ihr Gemüsepakete schon aus den Fenstern, wenn der Zug in den Bahnhof einrollte, denn die Stoppzeiten waren sehr knapp und es war sehr viel Gemüse. Kurz vor Yangon Central stieg dann auch das letzte Gemüse wieder aus.

Blick von der Bahnhofüberführung Blick von der Bahnhofüberführung


Kurz nach 13 Uhr waren wir wieder am Bahnhof in Yangon und gingen direkt ins Zwagyi Restaurant zum Essen, leckeres Schweinefleisch mit Kokossoße, natürlich spicy. Gegen 16 Uhr waren wir wieder im Hotel, packten schon mal unsere Sachen ein, die wir nicht mehr brauchten. Wir gingen dann früh schlafen, denn am nächsten Tag war frühes Aufstehen angesagt.

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letzte Änderung: 17.04.2016 · Copyright © 2003 - 2017 by Angelika Rosenzweig