Flagge Thailand

Reisebericht Südostasien 2013

Flagge Myanmar

Freitag 08.02.2013

Thailand Karte mit Ko Chang Ankunft in Ko Chang Eigentlich hatten wir noch einen Tag bleiben wollen, aber nach so viel angucken zog es uns jetzt ans Wasser und so verließen wir das nette Städtchen Chantaburi um kurz nach 8 Uhr. Zunächst folgten wir dem Wegweiser nach Trat. Der Weg zur Fähre nach Ko Chang war gut ausgeschildert, die Abzweigung kurz vor Trat fanden wir problemlos, nur die Zufahrt zum eigentlichen Pier war überhaupt nicht ausgeschildert, aber es war wenigstens als Pier zu erkennen.
Da wir nicht so richtig wussten, was zu tun ist, stellten wir uns mit dem Auto einfach in der Schlange an, wo sich fast alle anstellten und waren dann auch richtig. Am Kassenhäuschen kauften wir ein Ticket, zwei Personen mit Auto nur 140 Baht. Dann fuhren wir wieder den anderen hinterher, an einem anderen Häuschen wurden uns die gerade gekauften Tickets wieder abgenommen. Ein wichtiger Einweiser (Einweiser sind immer wichtig) zeigte in Richtung Fähre und so fuhren wir hinauf. Nach uns passte noch genau ein Auto auf das Schiff und dann ging es auch sofort los, Glück gehabt. Die Fahrt dauerte nur 30 Minuten. Nach Verlassen des Schiffs bogen wir nach rechts ab, ausgeschildert war auch wieder nichts richtig und nach kurzer Fahrt von 10 Minuten kamen wir in White Sand Beach an.
White Sand Beach Ko Chang Ko Chang im Golf von Thailand ist die zweitgrößte Insel Thailands (nach Phuket) und ein aufstrebender Touristenort. Die Insel ist etwa 30 Kilometer lang und maximal 13 Kilometer breit. Höchste Erhebung: 744 m der Berg "Khao Salak Phet" Ko Chang gehört mit 46 weiteren Inseln zum Mu Ko Chang Marine Nationalpark. Fast alle Sandstrände befinden sich auf der Westseite der Insel, die Ostseite bietet mehr Natur, Mangrovenwälder und einige kleinere Strände. Von hier aus besteht die Möglichkeit mehrere Wasserfälle im noch mit unberührtem Urwald bedeckten Inselinneren zu besuchen. Von Wanderungen auf eigene Faust durch den Dschungel ist abzuraten, die sollten nur mit einem ortskundigen Führer gemacht werden.
Größter Ort der Insel ist Haad Sai Khao (White Sand Beach) im Norden der Westküste. Hier befinden sich die meisten Hotels und Guest Houses. Von Vier-Sterne-Anlagen bis zu einfachsten Unterkünften ohne Klimaanlage ist alles vorhanden. Der Ort war, wie ganz Ko Chang bis vor ca. fünf Jahren, vom Massentourismus weitgehend unberührt. Inzwischen hat der Pauschaltourismus deutlich zugenommen.
Wir stellten das Auto ab und machten uns zu Fuß auf den Weg zur Zimmersuche. Alle Hotels hatten nur Zimmer für eine Nacht, nur das Lagoon Resort hatte ein Bungalow für 8 Tage, mit 2400 Baht eigentlich zu teuer. abends am White Sand Beach Ko Chang Wir versuchten noch etwas anderes zu finden, es war aber nichts weiter frei und so nahmen wir dann doch das Bungalow, das zwar schön, fast direkt am Strand lag, aber uns nicht so gut gefiel, denn es war total mit dunklem Holz verkleidet und innen so dunkel, dass man sogar am helllichten Tag Licht machen musste. Es war uns noch gelungen den Preis auf 2200 Baht runter zu handeln, aber es war trotzdem überteuert: ziemlich abgewohnt, keine Heißwasserbereiter, kein Föhn, keine Seife, die Klimaanlage konnte man entweder ausschalten oder sie erzeugte Kühlschranktemperatur, das ganze Bungalow war voller Mücken. Allerdings hatte das Zimmer einen schönen großen Balkon.
Wir mussten noch bis 14 Uhr auf das Zimmer warten, denn es wurde noch geputzt, also setzten wir uns solange in das Hotelrestaurant am Strand. Als wir endlich einziehen konnten, packten wir unsere Sachen aus und brachten fast alles in die Laundry, nach 14 Tagen hatten wir fast kein sauberes Kleidungsstück mehr. 70 Baht pro Kilo mit bügeln.
Ich ließ dann noch Pediküre und Maniküre machen und fand es für 600 Baht auch recht teuer. Kurz nach 18 Uhr wollten wir dann zum Abendessen gehen. Am White Sand Beach wird der Strand abends zu einer großen Essen und Ausgehmeile. Wenn die Sonnenanbeter des Tages verschwunden sind, stellen alle Hotels und Restaurants Tische und Stühle auf den Strand. Wir suchten uns eines der Restaurants aus, aber das Essen war sehr enttäuschend. Der Papayasalat schmeckte zwar ganz gut, enthielt aber viele rohe grüne Bohnen und merkwürdiges Meergetier (Crab), die Tom Yam Kung war eher süßlich als scharf, es fehlten Knoblauch und Pilze, dafür gab es Tomaten und sehr viel Ingwer.
Den Rest des Abends verbrachten wir auf unserem schönen Balkon.

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Sonnabend 09.02.2013

White Sand Beach Ko Chang Wir frühstückten schon um 7.30 Uhr, im Zimmer hielten wir es nicht mehr aus, denn das ganze Zimmer war voller Mücken und Strom gab es auch nicht.
Gegen 9 Uhr waren wir dann am Strand, suchten uns ein schattiges Plätzchen unter einem großen Baum. Das Wasser war wunderbar warm und klar, nur bei Ebbe muss man ziemlich weit laufen, bis das Wasser tief genug ist zum Schwimmen. Für Kinder ist es ideal, denn hohe Wellen gibt es nicht, also ein großes Planschbecken.
So verbrachten wir einen Faulenzertag am Strand.
Zum Abendessen gingen wir dieses Mal in die andere Richtung den Strand entlang und landeten um 19 Uhr im Restaurant Sea Bar, und hatten es besser getroffen, das Essen war gut. Um einen anderen Rückweg zu haben, gingen wir die Straße entlang, überall kleine Stände mir Essbarem, was sehr appetitlich aussah und lecker duftete, aber wir hatten ja schon gegessen. Leider konnte man sich auch nirgendwo hinsetzen und hätte sein Abendessen aus der Hand im Stehen essen müssen. Überwiegend Thais kauften dort ihr Abendessen und nahmen es, wie überall in kleinen Plastiktüten mit nach Hause.

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Sonntag 10.02.2013

Am Wasserfall Wir wollten uns die Ostseite der Insel ansehen und fuhren kurz nach 9 Uhr los, and der Fähranlegestelle vorbei und dann auf der Ostseite der Insel entlang. Auf Ko Chang gibt es mehrere Wasserfälle unterschiedlicher Größe und wir wollten uns einen davon ansehen.
Der Than Mayom Wasserfall besteht aus 3 Fällen unterschiedlicher Größe. Der erste sollte nach 300 Metern erreichbar sein. Wir bezahlten den Eintrittspreis von 200 Baht pro Person für die Besichtigung. Vor dem Pfad zum Wasserfall (ungefähr 300 Meter von der Straße entfernt) kamen wir zunächst zu einem kleinen schattigen Restaurant, dort bog dann ein schmaler Pfad ab, der zum Wasserfall führte, nach etwa wieder 300 m hörte der Pfad dann auf und wir kletterten über einen Felsen, überquerten einen Bach und waren dann an vielen unwegsamen Felsanhäufungen angelangt. Ein starkes Seil war über den Felsen gespannt und dort konnten wir uns entlang hangeln. Wäre das Seil nicht gewesen, hätten wir die erste Stufe des Wasserfalls sicher nicht erreicht, denn wir trugen mal wieder die falschen Schuhe, das Gelände war für Badelatschen nicht wirklich geeignet.
Der Weg führte dann weiter den Berg hinauf, aber wir sahen junge Leute, die auch richtige Schuhe anhatten, sich aber sehr mühsam neben dem Wasserfall hinunter quälten. Wir machten lieber wieder kehrt, zogen uns an dem Seil wieder über die Felsen und waren froh als wir wieder auf dem richtigen Weg angekommen waren.
The Road is broken Wie immer an Wasserfällen war es sehr warm und völlig durchgeschwitzt kamen wir wieder an dem kleinen Restaurant an, wo wir erst mal ein Getränk zu uns nahmen.
Wieder auf der "Ringstraße" wollten wir nun bis zum südlichsten Ende der Insel fahren, dort sollte es einen schönen Aussichtspunkt geben. Außer uns waren kaum Leute unterwegs, ausgeschildert war auch nichts, also entschlossen wir uns an einer Straßengabelung für den rechten Weg, der führte uns aber nur in eine Art Wald mit einem Haus und endete dort, also zurück und dann die linke Gabelung genommen.
Vor einer Kurve stand eine Schild: "Be Careful the Road is Broken (It's Dangerous, Please Drive Slowly)". Schnell konnte man auf den kleinen Strassen sowieso nicht fahren, aber in Erwartung größerer Schlaglöcher fuhren wir noch vorsichtiger weiter. Als wir um die Kurve herumkamen wurde uns die Bedeutung des Schildes erst deutlich, da war kein Schlagloch, sonder einfach keine Strasse mehr, sie war auf einem Stück von etwa 10 Metern einfach weg gebrochen. An der Bergseite war eine abenteuerlich aussehende Holzkonstruktion, die über das Loch in der Strasse hinwegführte. Die provisorische Brücke war so Vertrauen erweckend, dass ich nicht mal zu Fuß hinüber ging, geschweige denn mit unserem Mietauto. Selbst die einheimischen Motorradfahrer schoben ihr Motorrad vorsichtig hinüber. Also dann eben doch nicht Südzipfel der Insel und Aussichtspunkt.
Tempel in Salak Pet So machten wir also kehrt, und wählten eine andere Strasse, in der Hoffnung, die als nicht geschlossen beschrieben Ringverbindung sei inzwischen vielleicht doch fertig. Wir kamen in den kleinen Ort Salak Pet und die Strasse endete hier. Aber immerhin hatte jede Strasse des Ortes ein Schild mit dem Straßennamen. Im Ort gab es noch einen hübschen Tempel mit Kloster, den wir uns noch kurz ansahen.
So mussten wir den gleichen Weg wieder zurückfahren und kamen um 13 Uhr wieder in unserem Hotel an. Zunächst waren wir etwas trinken, kauften dann jede Menge Ansichtskarten und gingen dann zum Optiker, um für Rolf eine neue Brille auszusuchen, allerdings sind inzwischen die Brillen in Thailand nicht mehr viel billiger als bei uns. Nach dem Optiker zog es uns noch einmal ins Wasser und ich gönnte mir eine Massage. Ich wollte eine Rücken und eine Fußmassage, aber sie hatten mich wohl nicht verstanden, ich bekam das normale Programm, sehr zufrieden war ich aber nicht, denn die Massage war eher schmerzhaft als angenehm und mir taten noch zwei Tage die Schultern weh.
Zum Abendessen gingen wir wieder in die Sea Bar und entschieden uns für Spareribs, ist zwar nicht gerade thailändisch, es war aber sehr lecker und mal etwas anderes.

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Montag 11.02. - Mittwoch 13.02.2013

White Sand Beach Ko Chang An diesen drei Tagen passierte nichts Bedeutsames, wir faulenzten am Strand, das Wasser war wie immer wunderbar warm, wir schlenderten am Strand entlang, probierten mehrere Restaurants aus, unter anderem auch ein deutsches, das aber nicht zu empfehlen ist

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Donnerstag 14.02.2013

Fähre Ko Chang - Laem Ngop Vom Strand hatten wir nun genug und beschlossen spontan nach dem Frühstück nach Trat zu fahren und brachen um 10.30 Uhr auf. Am Fähranleger fuhr uns die Fähre vor der Nase weg, und so mussten wir auf die nächste warten, was allerdings nicht so schlimm war, weile die Fähren in der Saison jede halbe Stunde fahren.
Wir fuhren über Laem Ngop nach Trat, ca. 50 km.
Trat ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz in Thailand und liegt an der Mündung des Trat Flusses.
Die Kardamom-Berge im Osten der Provinz bilden die natürliche Grenze zu Kambodscha. Trat ist bekannt für die Gewinnung und den Handel mit Edelsteinen, den Obstanbau und die Gewinnung von Gummi in großen Gummiplantagen.
Den Ort Trat fanden wir problemlos, dann fuhren wir dem Schild Trat Municipality hinterher, in der Annahme, das Rathaus sei wie bei uns im Zentrum. War es aber nicht, nur ein riesiger freier Platz davor. Also fuhren wir weiter, da es keine Schilder gab, mehr so nach Gefühl, fanden einen freien Parkplatz und stellten nach dem Aussteigen fest, dass wir fast direkt bei der zentralen Markthalle parkten. In der Markthalle gab es alles, was man so zum Leben braucht, sogar Fernseher und Waschmaschinen, Haarspangen in riesiger Auswahl, Kosmetika, Klamotten und Schuhe.
in der Markthalle In der Lebensmittelabteilung lächelten uns viele Schweineköpfe freundlich an auch die toten Hühner wirkten ganz zufrieden. Es gab auch jede Menge Essenstände, aber es war zu früh und wir hatten noch keinen Hunger. Außerhalb der Markthalle gab es noch ein paar alte Holzhäuser, aber überwiegend waren es doch die üblichen Betonbauten.
Da wir nichts kaufen wollten und es uns eigentlich zu warm war, um noch weiter rum zu laufen, beschlossen wir zurück zu fahren. Wir kamen wieder am Rathaus vorbei, bogen zwei mal links ab und waren wie von Zauberhand auf der richtigen Straße nach Laem Ngop. Dort angekommen fuhren wir zum Pier und wollten sehen ob es von dort aus auch eine Fähre gab, aber der gesamte Pierbereich wirkte völlig ausgestorben, nur zwei hilflos wirkende Touristen mit Rucksäcken lungerten dort herum. Es gelang uns nicht herauszufinden, ob und wann eine Fähre fahren sollte.
Deshalb fuhren wir zurück zu der Anlegestelle, an der wir auch angekommen waren, wir wussten ja schließlich wo diese war. Denkste, als wir am Flughafen waren, wussten wir, dass wir zu weit gefahren waren. Des Rätsels Lösung war: nur von Bangkok kommend ist die Fähre nach Ko Chang in unserer Schrift ausgeschildert, von Trat kommen wohl keine Touristen, und meine Lesefähigkeiten sind noch nicht so gut, dass ich die Schilder im Vorbeifahren lesen kann.
eine Strasse in Trat Am Pier angekommen, wussten wir nun Bescheid, am ersten Häuschen die Tickets kaufen, am zweiten wieder abgeben und dann einfach auf die Fähre fahren. Sie war auch schon da und als alle ankommenden die Fähre verlassen hatten, fuhren wir rauf. Als sie voll war fuhr sie ab, inzwischen war es 15 Uhr geworden und eine halbe Stunde später waren wir wieder auf der Insel und die 6 km bis White Sand Beach waren dann kein Problem mehr.
Zuerst löschten wir unseren Durst und anschließend machten wir uns zum Abendessen frisch. Um 18 Uhr gingen wir los, zuerst beim Optiker die Brille abholen, dann unsere Wäsche aus der Wäscherei holen und sie ins Zimmer bringen.
Zum Abendessen gingen wir wieder mal in Richtung Norden den Strand entlang, aber es gefiel uns nichts so richtig, also aßen wir bei uns im Hotel, suchten uns am Grillstand Prawns und Squid aus, und bekamen das ganze gegrillt serviert mit viel Knoblauch, sehr lecker. Ganz in der Nähe unsere Tisches war ein Herzchen mit vielen rosa und hellblau leuchtenden Lämpchen aufgestellt, man konnte sich so stellen, dass man von dem Herz umrahmt war und die Ober fotografierten dann die glücklichen Paare, schließlich war ja Valentinstag. Nun ja, haben wir natürlich auch gemacht.

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Freitag 15.02.2013

Restaurant vom Lagoon Resort Frühstück gegen 8 Uhr, dann ein Strandtag ohne besondere Vorkommnisse, lesen, baden, essen, faulenzen. Abends packten wir unsere Koffer und gingen dann im Restaurant Tatawan, auch direkt am Strand gelegen, eine Pizza essen, irgendwie war uns nach Pizza, sie war auch gar nicht mal so schlecht. ends.com.

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letzte Änderung: 17.04.2016 · Copyright © 2003 - 2017 by Angelika Rosenzweig