Flagge Sri Lanka

Reisebericht Sri Lanka 2002
Pinnawela

Flagge Sri Lanka

Sonntag 17.11.2002

Sri Lanka Karte mit Pinnawela Um 9:00 klingelte das Telefon, unser Reiseleiter sei da. Wir gingen also zur Rezeption. Unser Reiseleiter war ein netter Mensch, der auch ganz gut Deutsch sprach und Susil heißt. Wir wunderten uns etwas, dass wir einen Reiseleiter und einen Fahrer haben sollten, aber nahmen das erst mal so hin. Um 10:00 kam dann auch unser Auto mit dem Fahrer, der Jayalath heißt. Es ging dann auch gleich los. Wir fuhren auf kleinen Straßen in Richtung Dambulla, das sollte unser Ausgangspunkt für die Sehenswürdigkeiten Anuradhapura, Polonnaruwa und Sigiriya sein.
Elefantenmutter und Kind in Pinnawela Wir machten einen kurzen Stop an einem Kautschuk-Touristen-Vorzeigebaum. Der Kautschukbaum ist in Südamerika beheimatet. 1876 gelang es dem Engländer Wickham trotz des Ausfuhrverbotes der brasilianischen Regierung, 70000 Samen nach England zu bringen, und ca. 1600 junge Pflanzen erreichten Indien und etwas später auch Sri Lanka.
Der Kautschukbaum erreicht eine Höhe von 30 m bei einem Stammdurchmesser von rund einem Meter. Das Anzapfen des Baumes zur Gewinnung des Milchsaftes (Latex) geschieht erstmalig im Alter von 5 bis 7 Jahren. Die Schnittflächen werden je nach Schnittführung jeden zweiten oder jeden 4 Tag neu angelegt. Der in den Auffanggefäßen gesammelte Milchsaft enthält 30 bis 35 % Kautschuk. Nach Abschluss der täglichen Zapfarbeit gegen 9:00 wird der Milchsaft sofort zu Fabrik gebracht. Dort wird der Milchsaft durch Zusatz von Säuren (1%ige Essigsäure oder 0,5%ige Ameisensäure) zum Gerinnen gebracht. Der ausgefällte Rohkautschuk läuft über Walzwerke, wird anschließend getrocknet und dann entweder in Form dickerer oder dünnerer Bänder verpackt und der Weiterverarbeitung zugeführt.
Alter Elefant in Pinnawela Schon auf der Strecke nach Dambulla sollte es unsere erste Sehenswürdigkeit geben, das Elefanten-Waisenhaus in Pinnwela , ca. 35 km westlich von Kandy. Hier werden von ihren Müttern verstoßene Jungtiere aufgenommen, sie werden aufgepäppelt und gepflegt. Außerdem kümmert man sich um alte oder verletzte Elefanten.
Wir kamen genau um 13:00 bei dem Elefantenwaisenhaus an und eilten dann zu der Stelle, wo die Kinder gefüttert jeden Tag um 13:15 gefüttert werden. Eine Elefantenmutter und ihr Kind waren schon da, es war wirklich noch ein ganz kleines Baby.
Kurz danach wurden noch mehrere kleine Elefanten herangeführt, die schon gar nicht mehr so klein wirkten, es waren aber trotzdem noch Flaschenkinder. Die etwas groß geratenen "Fläschchen" gab es dann auch gleich, die kleinen Elefanten nahmen den Rüssel hoch und sperrten den Mund auf und die Pfleger schütteten ihnen den Inhalt der Flaschen in den Hals.

Elefantenbad in Pinnawela Nach der Fütterung gingen wir zu einem Restaurant am Fluss, von dort hatten wir einen schönen Blick auf den Fluss und gar nicht so viel später kamen alle Elefanten um im Fluss zu baden. Bis auf einige wenige, die sich wirklich hinlegten, blieben die Elefanten etwas blöde glotzend einfach im Wasser stehen. Ich hatte mir das ganze etwas spektakulärer vorgestellt.
Kurz nach 15:00 brachen wir dann auf, hielten noch kurz bei einem Stand wo es Wassebüffeljoghurt und Honig gab, was wir jedoch nicht probierten, denn uns schmeckt weder Joghurt noch Honig, und fuhren dann direkt zum Hotel Eden Garden bei Dambulla.
Die Anlage des Hotels machte zuerst mal einen netten Eindruck, aber die Zimmer und vor allem das Bad waren sehr dreckig. Es war auch weit und breit nichts weiter, das Hotelgelände sollte man auch nicht verlassen, weil draußen die wilden Elefanten frei herumlaufen. Wir aßen dann im Hotel zu Abend, irgend etwas völlig nichtssagendes und saßen dann noch mit unserem Reiseleiter zusammen.
Als wir dann eine Weile im Bett lagen, kamen plötzlich Hunderte von gelben Fliegen durch die Türritzen ins Zimmer und waren überall. Wir verkrochen uns unter dem Moskitonetz und verbrachten die Nacht mehr schlecht als recht.

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letzte Änderung: 17.04.2016 · Copyright © 2003 - 2017 by Angelika Rosenzweig