Flagge Sri Lanka

Reisebericht Sri Lanka 2002
Hikkaduwa

Flagge Sri Lanka

Dienstag 26.11.2002

Sri Lanka Karte mit Hikkaduwa Tempel in Weligama Abfahrt von Tissamaharama um 8:30. Unsere heutige letzte Fahrt sollte uns an unser Badeziel nach Hikkaduwa bringen. Laut Reiseführer ein völlig überlaufener Ort, ich hatte so die Vorstellung von Patong, und hatte mir eigentlich Unawatuna ausgeguckt.
Die Fahrt führte die ganze Zeit an der Küste entlang. Wir machten noch einen kurzen Halt in Dikwella, mal wieder ein Tempel. Zwei Kilometer ins Landesinnere steht der Wewurukannala Vihara, ein achtstöckiger Tempel aus dem Jahre 1970, ausgestattet mit der höchsten Buddha-Statue Sri Lankas (50m). Die umliegenden Gebäude sind mit zahlreichen bunten Figuren und Wandgemälden verziert, die der religiösen Unterweisung dienen, z.B. Teufel, die die Sünder kopfüber in siedendes Wasser tauchen, es erinnerte stark an den Tiger Balm Garden in Hongkong.

Strand bei Unawatuna Wir fuhren weiter über Matara, Weligama nach Unawatuna, wo wir kurz anhielten und uns den Strand ansahen, der wirklich sehr schön ist, aber Susil hatte recht, ansonsten war da eine große Hotelanlage und sonst garnichts.
Dann ging es weiter über Galle nach Hikkaduwa, wo wir gegen 14:00 ankamen. Wir schauten uns ein Hotel an, das uns nicht so 100%ig gefiel. Vom Balkon aus, bei der Zimmerbesichtigung konnten wir einen Blick auf das Nachbarhotel werfen, was einen netten Eindruck machte und das war auch das Hotel, was uns Susil als nächstes zeigte, das Coral Sands Hotel. Das zweite Zimmer, das uns gezeigt wurde fand auch unseren Beifall, der Preis war auch in Ordnung, 36 USD mit Frühstück und so beschlossen wir zu bleiben. Wir machten noch ein Abschiedsfoto mit Susil und Jayalath und unser Fahrer und Reiseleiter verabschiedeten sich.

Abschiedsfoto unserer kleinen Reisegruppe Hikkaduwa liegt 99 km südlich von Colombo und soll das touristische Zentrum der Süd- und Südwestküste sein. Früher war Hikkaduwa ein reines Hippie- und Traveller-Paradies, es dauerte jedoch nicht lange, bis auch die großen Reisegesellschaften und Pauschaltouristen den Ort entdeckten. Heute ist hier eine bunte Mischung von Touristen - vom wohlsituierten Pensionär auf Überwinterungsurlaub bis zum Low-Budget-Freak auf Asien Trip ist alles vorhanden. Hikkaduwa ist eine gut 3 km in die Länge gezogene Strandstadt mit unzähligen Hotels, Restaurants, und Bars. Trotz des ungezügelten Wachstums, das der vormals winzige Fischerort in den letzten Jahrzehnten verzeichnen musste, hat er sich einen beachtlichen Teil seines alten Charmes bewahrt, das Hinterland ist immer noch satt bewachsen, still und malerisch und die Strände sind recht attraktiv.
Nach Duschen und Auspacken machten wir einen Spaziergang in südlicher Richtung die Galle Road entlang. In einem kleinen Restaurant aßen wir ein verspätetes Mittagessen. Irgendwie war die Saison noch nicht so richtig ausgebrochen, es war fast nichts los, was Touristen anbetrifft, der Verkehr auf der Galle Road, natürlich ohne Bürgersteig, war jedoch recht heftig. Den Abend verbrachten wir rumsitzenderweise auf dem Balkon.

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Mittwoch 27.11.2002

Unser Hotel in Hikkaduwa Um 7:30 fanden wir uns zum Frühstück ein, Spiegelei mit Toast (was sonst). Dann lungerten wir auf Stühlen, Liegen herum und lasen. Wir machten eigentlich nichts außer lesen, essen und baden. Das Wasser war wunderbar warm, durch das vorgelagerte Korallenriff auch sehr schön ruhig und ohne die für Sri Lanka so typischen gefährlichen Strömungen. Um 18:30 kam uns Susil besuchen und wir schrieben für ihn ein Empfehlungsschreiben für seinen Neckermann-Chef.
Schon am Nachmittag hatte uns der Deutsch sprechende Hotelangestellte einen Fisch gezeigt und uns überredet, den am Abend zu verspeisen. Wir hatten den Fisch zu 20:00 Uhr bestellt, er war auch lecker, aber für uns beide viel zu groß. Anschließend machten wir noch einen kleinen Verdauungsspaziergang, aber es war alles ziemlich tot, die Geschäfte räumten auch schon ein.

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Donnerstag 28.11.2002

Blick von Balkon in Hikkaduwa Dieser Tag verlief genauso wie der vorige: Rumsitzen, Lesen, Essen, Baden. Abends wieder ein kleiner Spaziergang, ca. 1 km, wieder in Richtung Süden. Da es dieses Mal etwas früher war, hatte auch noch alles offen. Wir wollten auch irgend etwas essen und setzten uns in ein Restaurant mit Hotel, wo ein Fernseher brüllte und wir uns einen Action Film auf Englisch reinzogen. Der Film war so flach, dass wir auch mit unseren doch sehr geringen Englischkenntnissen den Tathergang verfolgen konnten. Wir aßen dann dort auch etwas, aber es war geschmacklos, überhaupt war das Ganze ein wenig schmuddelig.

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Freitag 29.11.2002

Strassenendruck in Hikkaduwa Auch dieser Tag verlief wie die letzten zwei.
Abends machten wir nun einen Spaziergang in die andere Richtung zum Bahnhof, denn wir wollten rauskriegen, wann die Züge nach Galle fuhren. Mit Hilfe eines Einheimischen, der auch etwas Deutsch sprach ist es uns auch gelungen, denn der Fahrplan an der Wand im Bahnhof war etwas unübersichtlich. Es sollte einen Zug um 9:32 geben, den wollten wir dann auch nehmen. Um den Bahnhof herum ist so eine Art Stadtmitte, mit Geschäften für die Einheimischen und es treiben sich dort recht wenig Touristen herum.

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Sonnabend 30.11.2002

Sri Lanka Karte mit Galle Unser Zug nach Galle Pünktlich, kurz vor Abfahrt des Zuges fanden wir uns am Bahnhof ein. Wir wollten Fahrkarten kaufen, aber der Fahrkartenschalter hatte noch geschlossen. Um 9:32 (scheint nicht die Abfahrtszeit, sondern die Öffnungszeit des Schalters zu sein) wurde dann geöffnet und wir konnten unsere Fahrkarten für umgerechnet 12 Cent erwerben. Der Zug war sehr unpünktlich, er kam gegen 9:50. Die Fahrt dauerte nur 20 Minuten. Wir liefen durch die Straßen Galles, aber es gab eigentlich nichts Interessantes zu sehen.

Galle liegt 116 km südlich von Colombo und war aufgrund seiner geographischen Lage am Südwestzipfel der Insel schon vor über zwei Jahrtausenden ein bedeutender Handelsposten. Später drückten die Portugiesen, Holländer und Briten dem Ort ihren Stempel auf.
Leuchtturm in Galle Der Name Galle stammt vom singhalesischen Gala (Felsen), das die Portugiesen an ihr Gallo (Hahn) erinnerte. Der Hahn wurde später sowohl unter den Portugiesen als auch Holländern zum Wappentier der Stadt.
Mit dem Ausbau des Hafens von Colombo und durch dessen Nähe zu den Zimt- und anderen Plantagen verlor Galle als Umschlagplatz an Bedeutung. Statt vom Handel lebt Galle heute von Landwirtschaft, Fischfang und der Produktion zahlreicher Waren und Handwerksartikel. Hergestellt wurden Arrack, Kokosöl, Melasse, Lackfarbe, Töpferwaren, Schnitzereien aus Holz und Elfenbein, Essbesteck, Möbel, Matten, Jutesäcke, Klöppelarbeiten und Stoffe. Dazu werden Edelsteine geschliffen und zu Schmuck verarbeitet, ein Handwerk, das traditionell von Moslems ausgeübt wird.
In einem etwas finster aussehenden Lokal tranken wir ein Bier und machten uns dann auf den Weg zum alten Fort.
Moschee in Galle Das Fort nimmt eine Fläche von über 35 Hektar ein, die Schutzwälle haben eine Länge von 2,5 km. Im Fort selber sieht man viele verschlafen wirkende alte Bürger Häuser, die wohl damals nicht anders ausgesehen haben als heute. An der Church Street erreichten wir die Dutch Reformed Church oder Groote Kerk (errichtet 1755), die, glaubt man der Überlieferung, von der Frau des holländischen Kommandanten Gasparus de Jong in Auftrag gegeben wurde, um sich für die Geburt einer Tochter zu bedanken. Das Paar war zuvor lange kinderlos geblieben.
Von dort aus sieht man eine alte Kirche, die nachdem sie von Christen aufgegeben worden war, von Moslems übernommen wurde und heute als Moschee dient. Alle christlichen Symbole wurde durch muslimische Symbole ersetzt. Es ist ein seltsamer Anblick, auf den beiden Türmen jeweils einen großen Halbmond zu sehen.
Schließlich suchten wir ein Lokal, um etwas zu trinken und fanden es auch in einer kleinen Nebenstraße. Nett und sauber und so blieben wir 2 Stunden dort sitzen, denn zum Herumlaufen hatten wir keine Lust mehr, denn das Fort war alles in allem ziemlich langweilig. Mit einem Tuk Tuk fuhren wir zum Bahnhof zurück und mit dem Zug um 14:45 (pünktlich) zurück nach Hikkaduwa. Der Zug war, wie auch schon auf der Hinfahrt sehr voll und sehr schmutzig, ein reines Vergnügen war die Zugfahrt nicht. Besonders schlimm wurde es, wenn jemand die Klotür öffnete, der daraus entströmende Gestank war unbeschreiblich.
Durchgeschwitzt wie wir waren, galt unser erster Gang dem Meer. Zum Abendessen hatten wir Reis und Curry bestellt, es war sauscharf, aber lecker und wieder viel zu viel.

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Sonntag 01.12.2002

Sri Lanka Karte mit Kosgoda Madu Ganga Lake Weil Susil glaubt, wenn er den ersten Tag eines Monats Geld verdient, wird der gesamte Monat ein guter Monat, hatten wir uns mit ihm verabredet, dass er uns die Sehenswürdigkeiten der Umgebung von Hikkaduwa zeigt. Er holte uns mit einem Auto um 9:00 ab. Unser erstes Ziel war der Madu Ganga Lake in der Nähe von Ambalangoda, auf dem wir ab 10:00 eine Bootsfahrt starteten. Der See war wirklich sehr hübsch. Das Wasser war im wahrsten Sinne spiegelglatt. Teilweise geht es durch so enge Seitenarme in den Mangroven, dass man ganz schön den Kopf einziehen muss. Überall auf dem See waren merkwürdige Strohwände, hinter denen sich Hummerreusen verbergen. Unter dem kleinen Dach hängt eine Petroleumlampe, die nachts angezündet wird. Durch das Licht über der Wasseroberfläche werden die Hummer angelockt und schon sitzen sie in der Falle.
Zimtherstellung An einer kleinen Insel auf der eine Familie lebte, hielten wir an. Hier wurde uns gezeigt, wie Zimt gewonnen wird. Die Zimtbäume werden heute in Plantagen gehalten. In der freien Natur wird der Zimtbaum bis zu 20 m hoch, in Kultur werden die Bäume kurz gehalten, damit man die bis zu 2 m langen Schösslinge alle 1-2 Jahre leicht abschneiden kann. Aus ihnen werden die Zimtstangen gewonnen, indem ihnen die Rinde abgezogen wird. Diese bündelt man und fermentiert sie unter Matten 1-2 Tage. Danach werden die äußere und innere Rindenschicht entfernt, die verbleibende gereinigte Rinde trocknet in der Sonne. Dabei rollt sich die Rinde ein. Mehrere dieser Stücke werden ineinander geschoben und bilden eine Zimtstange. Die beste Qualität sieht hell aus und macht den Eindruck von aufgerolltem, trockenen Papier. Dann wurde uns noch gezeigt, wie aus den Kokosnussfasern eine Seil gedreht wird und wie man aus Palmenblättern "Dachziegel" flechtet.
Gegen 11:30 endete unsere schöne Bootsfahrt und der nächste Besichtigungspunkt war die Schildkrötenfarm von Kosgoda ca. 20 km nördlich von Hikkaduwa. Mitarbeiter der Farm, die unter der Führung des Wild Life Department steht, sammeln die Eier an den Stränden und bringen Sie in die Farm, wo Sie wieder eingegraben werden bis sie schlüpfen. Wenn sie dann drei Tage alt sind, werden sie frei gelassen. So konnten laut Wild Life Department jährlich viele tausend winzige Lederschildkröten dem Meer übergeben werden. Wie viele von ihnen die ersten Stunden überleben und zu stattlichen Exemplaren heran wachsen ist nicht bekannt.
Insel im Madu Ganga Lake Angeblich aber ist für die drei Tage alten Schildkröten, die Chance zu überleben so deutlich höher, als bei den ein Tag alten, dass sich der ganze Aufwand doch lohnt, um die Art zu erhalten.
Die klitzekleinen Schildkröten durften wir in die Hand nehmen, es ist noch nicht mal eine Handvoll. Ein paar große Schildkröten leben auch auf der Farm, wahrscheinlich um den Touristen auch die großen Exemplar zeigen zu können.
Die die ich anhob wog so etwa 5 kg, aber das hochheben schien ihr nicht zu gefallen, sie zappelte ganz schön herum und platschte mit ihrem Bein ständig auf meiner Brust herum. Zusätzlich gibt es auch noch ein paar Albinos, die in der freien Wildbahn keine Chance haben, da sie sehr anfällig für Krankheiten sind.
Als nächstes sollte es eine Mondsteinmine sein, wir fuhren nach Meetiyagoda, ca. 12 km südöstlich von Ambalangoda, also auch nicht mehr am Meer, das ein Fundort für Mondsteine sein sollte. Irgendwie stand aber alles unter Wasser und man konnte den Abbau nur erahnen. Der Mondstein wird aus 30 m tiefen Schächten zu Tage gefördert. Am Boden dieser Gruben werden oft noch Seitenschächte in die Erde getrieben, in denen die Arbeit alles andere als leicht vonstatten geht. Es war aber kein Betrieb in den Minen, vielleicht auch weil Sonntag war. Aber der Verkaufsraum hatte geöffnet, was zu einem Armband, Ohrringen und einem Ring führte.

Zimtölfabrik Der nächste Programmpunkt war eine "Zimtölfabrik", eigentlich nur ein Schuppen. Hier lagen ringsum an den Wänden getrocknete und trocknende Zimtblätter. Etwa 60 kg davon werden in großen Bottichen ausgekocht und anschließend destilliert. Danach kommt das Öl-Wasser-Gemisch in einen weiteren kellerartigen Raum in dem es gekühlt wird. Das Öl ist schwerer als Wasser und setzt sich in den Behältnissen unten ab. Vorsichtig wird dann das Wasser abgegossen. Das Öl wird dann zum Verkauf in kleine Fläschchen abgefüllt.
Der touristische Höhepunkt des Tages war der Rohbau von Susils Haus, das doch wesentlich größer war, als wir seiner Beschreibung entnommen hatten, allerdings liegt es wirklich am Ende der Welt, so mehr ein Vorort von Hikkaduwa.
Anschließend fuhren wir in ein Restaurant an einem See, von dem ich leider nicht weiß wie er heißt. Dort aßen wir sehr lecker und es saß sich dort auch sehr schön auf einem Ponton, der bei Bedarf auch auf den See hinausgezogen werden kann. Auf dem Rückweg fuhren wir noch zum Haus von Dagmar Wöhrl, eine Bundestagsabgeordnete der CSU, also aus Bayern. Es ist ein wunderschönes großes Haus, mit einem gepflegten Garten, man kann dort auch Zimmer mieten. Allerdings liegt es auch meilenweit vom Meer entfernt. Dann fuhren wir wieder zu unserem Hotel direkt am Meer und nahmen noch einen Drink mit Susil.

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Montag 02.12.2002 - Dienstag 03.12.2002

Abendstimmung in Hikkaduwa Beide Tage waren dem Faulenzergott gewidmet und es passierte nichts als Lesen Baden und herumlungern. Der Dienstag wurde noch durch eine Massage bereichert, die etwa eine Stunde dauerte und in dem Gebäude gegenüber vom Hotel stattfand, das noch irgendwie zu unserem Hotel dazugehört. Die Räume waren jedoch etwas heruntergekommen, außerdem liegt das Haus direkt an der Bahn und ich hatte bei jedem Zug das Gefühl, er fährt mitten durch den Raum. Die Massage selbst war nicht sehr beeindruckend, in Thailand hatte mir das alles besser gefallen. Dienstagabend fand im Hotel ein BBQ Abend statt und da wir keine Lust hatten, noch herumzulaufen, nahmen wir daran teil, es war auch ganz lecker.

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Mittwoch 04.12.2002

Strand in HikkaduwaSchon gestern hatte uns so ein Glasbodenbootbesitzer angesprochen, wir sollten doch unbedingt mit seinen Boot fahren. Nachdem wir erst eine Weile rumgesessen hatten, machten wir uns auf den Weg, der Bootsmensch lauerte schon auf uns.
Der Boden des Bootes war auf eine Länge von ca. 1m Breite und ca. 2m Länge aufgeschnitten und in dieser Ausnehmung war eine Glasscheibe montiert, natürlich abgedichtet. Da das Wasser sehr klar war und auch nicht sehr tief konnten wir sehr gut auf den sandigen Grund sehen. Nachdem der Fahrer ein Stück hinausgefahren war, änderte sich die Beschaffenheit des Bodens und es wurden Korallen sichtbar. Allerdings waren sie nicht so farbenprächtig wie ich das mir eigentlich vorgestellt hatte. Eigentlich hatten sie nur eine Farbe und zwar so grünlichbraun. Wahrscheinlich sind diese Korallen durch die Strandnähe und die vielen Touristen schon längst tot.
Aber die Fische waren ziemlich bunt. Meist sah man die Tigerfische. Gelbschwarz gestreifte, ca. 10 cm lange, den Barschen ähnliche Fische in relativ großen Schwärmen. Der Bootsmensch gab uns eine Stück Brot, das wir ins Wasser zum Fische füttern halten sollten, was ein ordentliches Gerangel zur Folge hatte, denn die Fische waren richtig gierig. Die Fahrt dauerte etwa eine halbe Stunde, und es war recht nett. Dann widmeten wir uns wieder unser Lieblingsbeschäftigung, rumlungern und lesen.
Da es am Abend schon wieder regnete, hatten wir keine Lust außerhalb zu essen, der deutsch Sprechende empfahl uns Krabben mit Käse überbacken, aber so richtig war das nicht mein Fall.

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Donnerstag 05.12.2002

Strand in Hikkaduwa mit Ballfamilie Auch dieser Tag brachte nicht Neues, wir mussten ja noch unsere Bücher zuende lesen. Als wir im Wasser mit unserem kleinen Quietscheball spielten, war ein kleiner Junge, der mit begehrlichen Augen auf unseren Ball schaute, ebenfalls im Wasser. Wir ließen ihn mitspielen, und als wir aus dem Wasser gingen, bedeuteten wir ihm, er könne den Ball behalten. Sofort beschäftigte sich die gesamte Familie mit dem Ball. Wir saßen auf der Terrasse am Pool und schauten zu. Irgendwann kam dann der Junge und wollte uns den Ball wiedergeben. Als er dann begriff, dass er den Ball ganz behalten konnte, war die Freude groß. Der hatte sich durch seine bescheidene Art den Ball wirklich verdient.
Diesen Abend regnete es nicht, und so machten wir noch einen Spaziergang die Galle Road entlang und aßen in dem Restaurant, in dem wir am ersten Tag gewesen waren. Dieses Mal waren wir aber enttäuscht, das Essen war nicht besonders. Wir saßen dann noch eine ganze Weile auf der Terrasse des Restaurants und konnten beobachten, wie sich auf den Bäumen auf der anderen Straßenseite hundert von Krähen und auf einem anderen Hunderte von Papageien zum Schlafen niederließen und auch reichlich Krach machten, bevor sie endlich zu Ruhe kamen.

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Freitag 06.12.2002

zu Gast bei Susil Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg um ein paar Gastgeschenke zu kaufen. Wie auch in Indien ist es verpönt, Blumen mitzubringen, das tut man nur bei einem Trauerfall. Wir kauften also jede Menge Süßkram. Um 12:00 kam Susil mit einem Tuk Tuk und wir fuhren zu seinem Haus. Das Haus war zwar aus Stein, aber schon sehr alt und auch sehr klein, eine bessere Hütte. Es erwartete uns die gesamte Familie, denn heute war Dachdeck-Beginn-Fest.
Der Astrologe hatte den Termin als günstig zum Beginn der Dacharbeiten bestimmt, also wurde genau an diesem Tag auch damit begonnen, sogar zu einer bestimmten Uhrzeit. Es war jede Menge Familie. Wir bekamen ein reichlich süßes Kokosnussgetränk zur Begrüßung und würgten es aus Höflichkeit auch runter, freiwillig hätte ich sonst so was nicht getrunken.
Die Kinder von Susil waren sehr scheu, vor allem der kleinere fing jedes mal an zu weinen, wenn wir ihn ansprachen, er hatte offensichtlich Angst vor uns (wer hat Angst vor dem weißen Mann?).

zu Gast bei Susil Irgendwann wurden wir zum Essen gebeten, es war kalt und ziemlich trocken, aber wir aßen tapfer unsere Portion, während die gesamte Familie unser Essen mit Spannung verfolgte. Es war schon eine etwas merkwürdige Situation. Irgendwann waren wir dann fertig und konnten wieder auf die Terrasse gehen.
Bald danach war dann die peinliche Veranstaltung vorbei, wir machten noch ein Familienfoto und brachen dann auf zum neuen Haus, um uns die Fortschritte anzusehen.
Gegen 16:00 waren wir wieder im Hotel, um 18:00 kam Susil noch mal vorbei, um uns die gekauften Gewürze zu geben. Ich hatte so die Vorstellung von ein paar kleinen Tütchen, aber es waren mehrere Kilo. Susil schwatzte Rolf noch seine Taschenlampe als Geschenk ab, und dann verabschiedeten wir uns nach einem Abschiedstrunk. Am Abend packten wir unsere Sachen, hatten auch erst große Bedenken, aber wir brachten alles unter.

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letzte Änderung: 17.04.2016 · Copyright © 2003 - 2017 by Angelika Rosenzweig