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Reisebericht Thailand 2016 Lopburi

Mittwoch 10.02.2016

Thailand Karte mit Lopburi Bahnhof Hua Lamphong Frhstck kurz nach 9 Uhr, Abfahrt mit dem Taxi zum Bahnhof um 11 Uhr. Der Fahrer fuhr ganz anders als erwartet, aber offensichtlich sehr gut, denn die Straen waren nicht voll und so brauchten wir nur eine halbe Stunde und waren so natrlich viel zu frh dort. Wir schauten erst nach, wo unser Zug abfuhr und suchten uns dann in der Bahnhofshalle einen freien Platz und schlugen die Zeit mit Kartenschreiben tot. Als wir nochmal nach unserem Abfahrtgleis schauten, war unser Zug schon da und wir stiegen ein. Der Zug war so schmal, dass wir mit unseren Koffern kaum durch den Mittelgang passten. Wir fuhren pnktlich um 13.45 los. Im Stadtgebiet von Bangkok und auch noch in den nheren Auengebieten hielt der Zug noch an jeder Milchkanne, spter wurde er dann doch zum Expresszug und hielt nur noch in den greren Orten. Die Fahrt war recht kurzweilig und da wir die nicht klimatisierte 2. Klasse gewhlt hatten, war es auch nicht kalt. Wir kamen mit einer dreiviertel Stunde Versptung in Lopburi an, der Zug fuhr noch weiter nach Chiang Mai.
Als wir das kleine Bahnhofsgebude verlassen hatten, waren wir etwas verwundert, denn es gab weit und breit kein Taxi oder auch nur irgendein anderes Transportmittel, auer in einiger Entfernung einen gelangweilter Rikschafahrer, der uns aber nicht beachtete. Wir standen erst eine Weile unschlssig herum, gingen dann aber wild entschlossen auf den Rikschafahrer zu und siehe da, er kam uns sogar entgegen. Da es sich um eine kleine Ein-Personen-Rikscha handelte, winkte er noch einen Kumpel herbei, den wir erst gar nicht gesehen hatten. Sie wollten pro Person 30 Baht haben, also nicht mal einen Euro. Eine Frau + Koffer und die Rikscha war richtig voll.

unterwegs im Zug nach Lopburi der Bahnhof Lopburi

Wir hatten uns das Hotel Windsor Resort ausgeguckt und die Beiden fuhren los. Es kam uns richtig weit vor und als es ein wenig bergauf ging, mussten die Fahrer sogar absteigen und schieben, ein bisschen schlechtes Gewissen hatte ich ja wieder, wegen der menschlichen Zugtiere, andererseits verdienen sie damit ihren Lebensunterhalt. Als wir das Resort erreicht hatten, zeigte man uns zunchst ein hbsches Bungalow, allerdings gab es dort nur ein Doppeltbett. Als wir nach Einzelbetten fragten, brachte man uns zum Haupthaus und da bekamen wir ein Zimmer im 3. Stock fr 600 Baht mit Frhstck mit zwei Einzelbetten. Die restliche Mblierung bestand aus einer kntsch-blau-weissen Couch, einem klitzekleinen Toilettentischchen, zwei Hockern und einem groen Khlschrank. Auf dem Balkon waren die Klimaanlage und eine Kchensple. Das Zimmer sah aus, als ob vor uns dort noch nie einer gewohnt hatte, im Waschbecken klebte sogar noch der Aufkleber des Herstellers. Nur einen kleinen Teil unserer Sachen packten wir aus und benutzten die Couch als Kleiderschrank.

Fahrt mit Rikscha in Lopburi zum Hotel Windsor Resort Ankunft im Hotel Windsor Resort

Gegen 18.30 Uhr gingen wir nochmal los, wir wollten in der Stadt etwas essen, denn ein Restaurant hatte unser Hotel nicht, Wir gingen an der Bahn entlang bis zum Bahnbergang und bogen wir bei der nchsten Mglichkeit rechts ab, so waren wir auch mit den Rikschas gekommen. Die Strae war langweilig und es wurde auch langsam dunkel. Nach etwa 25 Minuten hatten wir den Bahnhof erreicht. Wir gingen daran vorbei, denn vor uns war es hell, weil an der Strae viele Garkchen zu einem Abend-Essenmarkt aufgebaut waren. An einem der Stnde setzten wir uns hin und bestellten etwas zu essen und es war auch erwartungsgem wohlschmeckend. Wir bogen dann etwas weiter von der Strae in Richtung Innenstadt ab und kamen zu dem kleinen Suan Rachanusorn Park. Alle Bume und Strucher waren ber und ber mit bunten Lmpchen verziert, so dicht, dass sie aussahen wie angewachsen.

Essensnachtmarkt in Lopburi fr das Narai-Festival geschmckter Park Suan Rachanusorn

Man erzhlte uns etwas von Affenfestival, was aber nicht stimmte, denn: "Von Samstag, 13. Februar bis Sonntag, 21. Februar wird in Lopburi zu Ehren des Geburtstags des beliebten Knig Narai ein buntes Volksfest veranstaltet. Die Besucher erhalten die Mglichkeit, kulturelle Auffhrungen zu genieen und an traditionellem Spielen teilzunehmen. Den Hhepunkt bilden die Licht- und Klangshows in den Abendstunden, mit denen die spannende Geschichte Lopburis erzhlt wird." (Zitat aus "Der Farang" vom 11.02.2016) Wir lieen den geschmckten Park noch eine Weile auf uns wirken, schlenderten noch ein wenig durch die Straen und gingen dann zurck zum Bahnhof. Unsere Hoffnung, dass "unsere" Rikschafahrer dort seien erfllte sich, und so mussten wir unseren Heimweg durch die inzwischen stockdunklen Straen nicht zu Fu zurcklegen. Wie immer saen wir dann noch auf unserem Balkon herum, allerdings ohne schnen Blick auf unbequemen Hockern, aber dafr mit Kchensple.
Lopburi ist die Hauptstadt des gleichnamigen Landkreises und der gleichnamigen Provinz etwa 160 km nrdlich von Bangkok. Lop Buri liegt am gleichnamigen Fluss und umfasst ein sehr groes Stadtgebiet inmitten der fruchtbaren Ebene des Maenam Lop Buri. Nrdlich der Stadt ragt der Khao Wong Phra Chan mit drei spitzen Zacken eindrucksvoll hervor. Mit seinen nur rund 20.000 Einwohnern wrde man Lopburi es nicht zutrauen, aber tatschlich ist die Stadt in der Zentralregion Thailands Regierungssitz oder Sommersitz diverser Regenten der thailndischen Geschichte gewesen. Davon zeugen zahlreiche Tempelruinen der Stadt, die inzwischen vor allem fr die Hunderten von Affen (Javaneraffen, oder Langschwanzmakaken), die auf den Straen Ihr Unwesen treiben, bekannt ist.

fr das Narai-Festival geschmckter Park Suan Rachanusorn Eingang zum Somdet Phra Narai National Museum

Eigentlich ist Lopburi, bis auf seine frechen, behaarten Bewohner, ein ruhiges rtchen, das ab und an von Touristen besucht wird. Aber Ende November strmen die Menschen von nah und fern zum Affen Fest, welches eine fast dreiigjhrige Tradition hat. Dann danken die Bewohner der Stadt den Affen fr den Reichtum des Tourismus, den Sie Ihnen beschert haben. Drei imposante Fruchtbuffets werden in der Stadt aufgebaut und den Makaken als Opfergabe dargebracht. Man sollte aber keinesfalls die Affen auerhalb ffentlicher Futterpltze fttern. Die von den Affen auch genervten Einwohner sehen es berhaupt nicht gerne. Man sollte auch auf Brillen und andere Kleinteile aufpassen, die Affen klauen gerne und sie haben keine Scheu vor Menschen.

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Donnerstag 11.02.2016

Das Frhstck um 9 Uhr war sehr asienlastig, aber es gab wenigstens ein Spiegelei. Auf dem Rckweg vom Frhstck entdeckte Sylvia auf "halber Treppe" jede Menge Sthle, wir nahmen uns einfach zwei davon und hatten somit auch Balkonsthle. Um 10 Uhr holte uns der alte Rikschafahrer ab und fuhr mit uns zum Bahnhof, dort wartete noch ein zweiter Fahrer, allerdings nicht der vom Vortag. Wir hatten uns mit den Rikschafahrern zu einer Stadtrundfahrt verabredet. Blick vom Balkon im Windsor Resort

Der erste Besichtigungspunkt war das King Narai Nationalmuseum und Palastruinen
Die Palastgebude des Phra Narai Ratchaniwet (Narayanas Kniglicher Palast) wurden zwischen den 17. Und 19. Jahrhundert errichtet. Knig Narai der Groe (1656-1688) lie ihn als seine zweite Residenz anlegen.
Das rechteckige, etwa sieben Hektar umfassende Gelnde ist von hohen Ziegelstein-Mauern umgeben, elf groe Portale bilden den Zugang zu dem weiter in einen ueren, zentralen und inneren Bereich gegliederten Palast. Die Bereiche sind ebenfalls von hohen Mauern eingefasst und durch hnliche Portale betretbar.

Lagerhuserim Phra Narai Ratchaniwet Lagerhuserim Phra Narai Ratchaniwet

Der uere Bereich befindet sich in der stlichen Hlfte des Palastgelndes. Er ist in zwei etwa gleich groe Hfe eingeteilt. Im ersten Hof befinden sich neben den Ruinen eines Wasserbeckens, von welchem aus durch Rhren alle Palastgebude mit Wasser versorgt wurden, zwlf Ziegelhuser in zwei parallelen Reihen angeordnet, die als Lagerhallen genutzt wurden. An der westlichen Mauer befanden sich die Stallungen der kniglichen Elefanten. Im zweiten Hof befand sich das "Gebude zum Empfang von Wrdentrgern", es ist in franzsischem Stil erbaut. An der Sdmauer des Gelndes liegt die Phra Chao Hao-Halle, sie ist zehn Meter breit und 20 Meter lang und in thailndischen Stil erbaut. Da sich in ihr wohl eine Buddha-Statue befunden hat, vermuteten franzsische Besucher, es handele sich hier um den Tempel des Palastes. Gegen Ende der Regierungszeit von Knig Narai empfing hier der sptere Knig Phetracha zusammen mit Khun Luang Sorasak (dem spteren Knig Phrachao Suea) Adlige und Soldaten, um einen Putsch zum Sturz des Knigs zu planen.

Dusit Sawan Thanya Mahaprasat Halle Dusit Sawan Thanya Mahaprasat Halle

Durch ein weiteres Portal gelangt man in den zentralen Bereich. in einem kleinen Hof befinden sich die Ruinen der Dusit Sawan Thanya Mahaprasat Halle, die zwei Baustile erkennen lassen: einen thailndischen und einen franzsischen Stil im vorderen Bereich. Hier empfing Knig Narai auslndische Wrdentrger, die sich im vorderen Bereich versammeln durften, whrend der Knig aus einem erhht angeordneten Fenster seine Audienzen gab.
Der innere Bereich befindet sich im westlichen Teil des Palastgelndes. Auch dieser Bereich ist durch hohe Mauern von den anderen Bereichen abgetrennt. In einem weitrumigen Hof im Sden befinden sich die Ruinen der Suttha Sawan Thronhalle, der persnlichen Residenz von Knig Narai. Hier verstarb der Knig nach langer Krankheit am 11. Juli 1688. Der Phra Narai Ratchaniwet diente Knig Narai als zweite Residenz neben dem Wang Luang in Ayutthaya, zeitweise verlegte er sogar seine Hauptstadt nach Lop Buri. Nach seinem Tod 1688 wurden die Gebude nicht mehr offiziell genutzt und fielen nach und nach zusammen, bis Knig Mongkut sich ihrer annahm und sie restaurieren lie.
Wir schauten uns die Ruinen an, da es uns aber an jeglicher Erklrung fehlte und man auch nicht mehr wirklich was erkennen konnte, waren wir relativ schnell damit fertig.

im Wat Sao Thong Thong im Wat Sao Thong Thong

Unsere Fahrer warteten am Eingang auf uns und brachten uns zu Punkt zwei der Tour. Die Tempelanlage Wat Sao Thong Thong liegt nrdlich des Knigspalastes. Ursprnglich von Knig Narai dem Groen als Kirche fr christliche Gesandte gebaut, wurde der Viharn spter in einen buddhistischen Tempel umgewandelt. Er enthlt eine groe 9 Meter hohe und 6 Meter breite sitzende Buddha Statue im Ayutthaya-Stil. Darber hinaus gibt es verschiedene Buddha-Statuen in Nischen an den inneren Wnden.
Um zu unserer nchsten Sehenswrdigkeit zu kommen fuhren wir durch einen etwas stinkenden Morning Market und kamen so zum Ban Vichayen.

Ruinen des Ban Wichayen Ruinen des Ban Wichayen

Das Vichayen Haus wurde auf kniglichen Befehl von Knig Narai dem Groen erbaut. Es diente zunchst als Residenz von Chevalier de Chaumont, dem ersten franzsischen Botschafter in Thailand whrend der Herrschaft von Knig Ludwig XIV. Spter wurde es von dem Griechen Constantine Phaulkon benutzt, der spter Knig Narais Berater wurde und dem die Position des kniglichen Ministers Chao Phraya Vichayen gewhrt wurde. Das Gelnde des Hauses weist viele interessante Ruinen auf, einschlielich der rmisch-katholischen Kapelle, einem Wohnheim fr Botschafts- und Missionsmitarbeiter und einem Wassertank aus Ziegelsteinen.
Die Ruinen waren recht beeindruckend, und man konnte sich die Pracht und den Wohlstand durchaus noch vorstellen. Auffllig war, dass sie viel mehr europisch als asiatisch wirkten. Sie wurden dann auch ausgiebig fotografiert.

mit Blumen geschmckter Prang Kaek mit Blumen geschmckter Prang Kaek

Danach ging es zgig weiter und wir kamen zu den berresten eines hinduistischen Tempels. Der Prang Khaek ist in seinem Ursprung ein hinduistischer Tempel. Die drei Prangs sind die ltesten Prangs im Khmer-Stil in Zentralthailand, wahrscheinlich gehen die Ursprnge bis ins 2. Jahrtausend vor Christus zurck. Der Schrein steht auf einer Insel zwischen drei Straen und besteht aus drei Pagoden im Khmer-Stil, die aus Backsteinen ohne die Verwendung von Mrtel erbaut wurden. Gegenber des zentralen und grten Prangs steht die Ruine eines Viharn.
Alle Zwischenrume zwischen den Bauwerken waren mit hunderten von wunderschnen Blumen gefllt, die Bltenpracht war unbeschreiblich. Wahrscheinlich waren auch das schon die Vorbereitungen auf das Knig Narai Festival.

Phra Prang Sam Yot Phra Prang Sam Yot

Dann fuhren wir weiter zum Phra Prang Sam Yod. Phra Prang Sam Yot (Drei Heilige Prangs) sind drei Prangs aus der Khmer-Zeit (11. Jahrhundert) auf einem kleinen Hgel im Zentrum der Altstadt an der Eisenbahnlinie.
Das Heiligtum wurde wahrscheinlich im 13. Jahrhundert vom Knig der Khmer gegrndet, der auch Angkor erbaut hat. Die ursprngliche Funktionalitt ist noch nicht endgltig geklrt. Wie auch viele Tempel in Angkor knnte Prang Sam Yot ursprnglich ein Hindu-Tempel gewesen sein, wobei die drei Trme die Hindu-Gtter Brahma, Vishnu und Shiva reprsentierten, die Symbole knnten auch buddhistisch interpretiert werden: der zentrale Prang steht fr den Buddha, der sdliche symbolisiert den zuknftigen Buddha, whrend der nrdliche Prang die Mahayana Gttin der Weisheit reprsentiert. Im Laufe der Geschichte ist der Prang Sam Yot jedoch auch ein hinduistisches Heiligtum gewesen, denn in jedem der drei Trme befindet sich ein Shiva-Lingam.

Affen vor dem Gelnde des Phra Prang Sam Yot Affen vor dem Gelnde des Phra Prang Sam Yot

Unter Knig Narai wurde der Schrein restauriert und in einen buddhistischen Tempel konvertiert. Der Knig baute einen Viharn aus Ziegeln an, der eine Buddha-Statue aus der Ayutthayazeit beherbergt.
Die drei Prangs aus Sandstein sind untereinander durch berdachte Durchgnge verbunden. Der mittlere Prang ist etwa 21,5 m hoch, die beiden anderen sind etwas niedriger. Im Jahr 1994 wurde das Heiligtum vom thailndischen Fine Arts Department restauriert. Heute ist der Prang Sam Yot eine der Haupt-Touristenattraktionen und das Wahrzeichen von Lop Buri. Allerdings nicht unbedingt wegen der Ruinen, sondern wegen der dort herumkletternden Affen. Das Gelnde ist von einem Zaun umgeben, Touristen mssen ein Eintrittsgeld bezahlen.

Affen im Gelnde des Phra Prang Sam Yot Affen im Gelnde des Phra Prang Sam Yot

Schon vor dem Zaum um den Tempel war jede Menge Affenvolk unterwegs und machten dort ihren Bldsinn und erinnerten in ihrem Benehmen doch sehr stark an alberne Kinder.
Wir zahlten unseren Eintritt und betraten das Gelnde. Weil wir gelesen hatten das die ffchen die Tollwut bertragen, falls man gebissen wird, hatten wir doch ziemlichen Respekt vor den Tieren. Wir liefen herum und fotografierten die Affen in allen Lebenslagen. Als ich gerade an gar nichts Bses dachte, hangelte sich einer der Affen an meinem Rock hoch und sa pltzlich auf meinen Schultern und suchte auf meinem Kopf nach Lusen. Ich schrie nach Sylvia, damit sie ein Foto macht, aber eigentlich wollte ich das Vieh nur wieder loswerden. Irgendwann hatte der Affe dann auch genug, das mit den Lusen und Flhen war ihm bei mir wohl zu unergiebig, und sprang wieder herunter.
Auch andere Touristen wurden von den Affen auserkoren und die Reaktionen waren sehr unterschiedlich, manche fanden es toll, aber die meisten schrien nur entsetzt und rannten zum Teil auch weg.

Affen mitten auf der Strasse Sufer im Sarn Phra Karn

Wir gingen dann noch ber den Bahnbergang zu einem anderen Tempel Der San Phra Kan liegt gegenber dem Prang Sam Yot. Dieses alte Khmer-Heiligtum wurde frher San Sung genannt. Es besteht aus einem Hgel aus groen, aufeinander geschichteten Laterit-Blcken. Auf dem Hgel stehen die berreste eines quadratischen Schreins aus dem 11. Jahrhundert mit einem ber Treppen erreichbaren Vorbau. Im Jahr 1951 wurde vor dem Heiligtum ein Pavillon errichtet. Er steht auf dem Fundament einer Versammlungshalle aus der Zeit von Knig Narai. Innen befindet sich eine von der einheimischen Bevlkerung hoch verehrte Statue mit vier Armen.
Das eingezunte Areal wird heute als "Affen-Schutzgebiet" genutzt. Hier ist der einzige Ort, an dem die Javaneraffen gefttert werden drfen, die in der ganzen Stadt sonst nur geduldet werden, da sie zahlreiche Touristen anlocken. Ausnahme bietet das alljhrlich stattfindende "Monkey Buffet Fair", im November bei dem die Affen mit einem opulenten Buffet bewirtet werden.
Zunchst gingen wir im Gelnde herum, schauten ein paar Schauspielern zu, die irgendetwas auffhrten, was wir natrlich berhaupt nicht verstanden, daher wurde es uns auch schnell zu langweilig. Oben in dem Tempel konnte man Affenfutter erwerben oder segnen lassen, das haben wir nicht so genau verstanden und im Gelnde tummelten sich die Affen. Jedesmal wenn ihnen jemand etwas zu essen hinwarf, ging ein Geschrei und Gezanke los. Irgendjemand spendierte ihnen dann irgendein Getrnk in kleinen Plastikflschchen, sah in etwa so aus wie eine Yoghurt Drink. In Windeseile polkten die Affen die Flschchen auf und setzten die Pulle an den Hals, eine Trinker-Affen Kolonie.
Irgendwann hatten wir dann doch genug von den Affen und verabschiedeten unsere Fahrer, denn wir wollten noch ein wenig in der Stadt bleiben und nicht schon zum Hotel zurck fahren.

im Ma Tini Guesthouse and Restaurant unterwegs auf der Rikscha und Blick auf Windsor Resort

Wir fanden um kurz nach 12 Uhr das nett aussehende Ma Tini Guesthouse und stillten zunchst unseren Durst. Man sa dort sehr schn unter Schatten spendenden Bumen, also blieben wir einfach da sitzen, obwohl die unerzogenen Gren einer Schweizer Familie etwas nervten. Irgendwann bekamen wir Hunger und bestellten uns Pad Thai, ein traditionelles Nudelgericht. Es besteht hauptschlich aus Reisbandnudeln mit verquirlten Eiern, Fischsauce, Tamarindenpaste, gehackte Knoblauchzehen, Chilipulver, Bohnensprossen, kleine getrocknete Krabben und wahlweise Fleisch oder Meeresfrchte. Zustzlich kann man mit verschiedenen Gewrzen (Chillipulver, sauer eingelegten Chillistcken, Fischsauce und Zucker), die in kleinen Schlchen auf jedem Tisch stehen, je nach Geschmack nachwrzen.
Nach dem Essen waren wir satt und zufrieden und blieben einfach noch weiter im Restaurant sitzen. Gegen 15.30 brachen wir dann aber doch auf, bummelten noch durch ein paar Supermrkte und kauften Kleinkram, Bier gab es allerdings noch nicht, es war noch nicht 17 Uhr.
Dann wollten wir in Richtung Bahnhof gehen wurden aber von einer Gruppe Schulmdels aufgehalten, die uns interviewen wollten, wohl eine Schulaufgabe, damit sie lernen ohne Scheu Englisch zu sprechen. Sie hatten ihre Fragen auf einem Zettel und ab und zu musste ich doch nachlesen, was sie fragen wollten, denn ihre Aussprache war noch nicht so richtig gut. Es gab so Fragen wie: wo kommen sie her, wir gefllt Ihnen Lopburi; sind Sie zum ersten Mal in Thailand usw. Das Ganze wurde auch jeweils von einer Schlerin mit dem Handy gefilmt und natrlich machten wir auch Fotos von dem Ereignis. Als wir zum Bahnhof kamen, waren erfreulicherweise unsere Rikschafahrer dort und brachten uns zum Hotel.
Weil wir nach dem groen Pad Thai noch berhaupt keinen Hunger versprten, blieben wir den restlichen Nachmittag und Abend im Hotel.

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Freitag 12.02.2016

Wir frhstckten um 8.30 Uhr und machten uns um kurz nach 9 Uhr auf den Weg; wir wollten uns den Affentempel noch einmal in Ruhe ansehen. Der Weg war viel krzer als wir gedacht hatten wir waren schon nach 20 Minuten dort. Mir waren die Affen an diesem Tag unheimlich, ich hab nicht einmal ein Foto gemacht. Auf den Straen am Tempel trieben sich jede Menge Affen herum, aber am Tempel selbst war fast garnichts los, keine Vergleich zu dem Getmmel am Vortag. Auch am Tempel, wo die Ftterungen stattfanden war es sehr ruhig. Vielleicht war es einfach noch zu frh.

morgens auf der Hauptstrae Thanon Na Sanprakan Affen mitten auf der Strasse

Gegen 10.30 waren wir wieder im Ma Tini Guesthouse, aber auch dort wirkte es noch zu frh. Wir versuchten dann, Ansichtskarten zu kaufen, aber es gab nirgendwo welche. Also gingen wir zurck ins Guesthouse und aen dort eine Kleinigkeit, es war aber nicht so lecker wie am Vortag. Fr den Nachmittag hatten wir die Bat-Tour gebucht und fanden uns um 14 Uhr in Noom's Guesthouse, dem Veranstalter der Tour ein. Ein junges italienisches Prchen waren die anderen Teilnehmer. Pnktlich um 14.30 fuhren wir los zu unserem ersten Besichtigungspunkt.

Essensstnde in Lopburi Nooms Guesthouse

Der Wat Phra Phutthabat liegt 18 Kilometer sdstlich von Lopburi. Die Fernstrae 1 fhrt direkt vor dem Tempel vorbei. Whrend der Regierungszeit des Knigs Songtham (1620-1628) entdeckte ein Jger namens Bun auf einem Hgel den Fuabdruck Buddhas, der als Zeichen gilt, dass der Gautama Buddha sich dort aufgehalten hat. Der Knig befahl daraufhin den Bau eines Tempels an dieser Stelle. Ein Mondop wurde 1765 ber dem Fuabdruck errichtet und reich verziert. Die Anlage wurde von den Birmanen nach der Eroberung Ayutthayas 1767 stark zerstrt und geplndert.
Der heute den Fuabdruck umgebende Mondop stammt aus dem ausgehenden 18. Jahrhundert. Neben dem Fuabdruck ist die zum Mondop auf den kleinen Hgel hinauffhrende Treppe interessant. Sie ist derjenigen Himmelsleiter nachempfunden, die Buddha bei seiner Rckkehr aus dem buddhistischen Paradies benutzt hat, eine dreilufige Treppe aus Gold, Silber und Kristall. Jeder Handlauf beginnt unten mit einer fnfkpfigen bronzenen Naga-Schlange, deren Krper sich bis nach oben emporschlngelt.

Wat Phra Phuttabad bei Saraburi der Fuabdruck im Wat Phra Phuttabad

Der Mondop selbst hat einen quadratischen Grundriss und ein siebengeschossiges Dach aus grnen Keramikziegeln. Der innen zentral angeordnete Fuabdruck ist etwa 52 cm breit, 180 cm lang und 27 cm tief.
Im Tempel waren eine Menge Leute, es waren berwiegend Einheimische, die den Tempel besuchten. Der Fuabdruck ist nicht unbedingt als solcher zu erkennen, sondern mehr ein lngliches Loch, das an den Enden abgerundet ist und auf dessen Boden viele Geldstcke liegen. Wahrscheinlich bringt es Glck dort Kleinegeld hineinzuwerfen, haben wir allerdings versumt. Vor dem Tempel gibt es eine Reihe Glocken, aber auch da haben wir uns nicht getraut sie anzuschlagen, vielleicht ist das nur fr Buddhisten gedacht.
Wir trafen uns wieder auf dem Parkplatz und fuhren zur zweiten Sehenswrdigkeit. Unterwegs kamen wir vorbei an groen, aber bereits fast verblhten Sonnenblumenfeldern, einen Monat frher sehen sie wahrscheinlich wunderschn aus.

der Weg zum Buddha auf dem Berg am Wat Khao Chin Lae Pfau im Wat Khao Chin Lae (Peacock Tempel)

Ganz in der Nhe beim Berg Khao Chin Lae liegt der Peacock Tempel, wie er wirklich heit, wei ich leider nicht. Es liefen tatschlich jede Menge Pfauen und auch anderes fremd aussehendes Federvieh dort herum. Von dort aus fhrt eine steile Treppe mit 400 Stufen auf den Berg hinauf, wo ebenfalls ein Tempel steht. Die jugendlichen Italiener machten sich an den Aufstieg, sie hatten dafr 20 Minuten Zeit, wir lieen es bleiben und erfuhren hinterher, dass es sich nicht gelohnt hatte, es war zu diesig und die Sicht nicht besonders gut. Alles richtig gemacht. Wir schauten uns unterdessen die Pfauen an und warteten darauf, dass sie ein Rad schlugen und zwei Pfauen taten uns dann auch den Gefallen. In einem kleinen Tempelgebude sa eine Mnchsstatue, bei der wir wirklich berlegten, ob das eine Statue oder ein echter Mnch sei, und ich bin mir heute noch nicht sicher. Nun dachten wir, dass es zu unserem eigentlichen Ziel, der Fledermaus Hhle ginge, aber weit gefehlt. Der Fahrer setzte uns an einem See ab, dem Ang Sub Lek. Wir hatten nicht wirklich verstanden, was er gemeint hatte, konnten wir von hier aus die Fledermuse sehen oder sollten wir uns hier nur etwas vergngen.

am Khao Wongkhot Tempel (Fledermaus Hhle) Fledermuse fliegen aus am Khao Wongkhot Tempel

Der See ist wohl ein einheimisches Vergngungsgebiet, aber es wirkte wie ausgestorben, alles war etwas vergammelt, das Wasser des Sees wirkte schmutzig. Angeblich sollte man darin baden knnen, aber wer will das schon in so einer trben Brhe. Kurz, wir wussten nicht, was wir dort sollten und die Italienerin rief im Noom's Guesthouse an, damit uns der verschollene Fahrer dort wieder abholte. Es dauerte noch eine ganze Weile, bis er wieder auftauchte und mit uns zum Wat Khao Wongkot fuhr. Der Tempel ist an drei Seiten von Felsen umgeben und wir sollten dort nicht hinein gehen, wir hatten verstanden, dass dort ein besonders heiliger Mnch lebte, und deshalb ist der Besuch nicht gestattet. An der Bergseite ber dem Kloster sollte sich die Fledermaushhle befinden, aus der jeden Abend nach Sonnenuntergang Millionen von Fledermusen ausfliegen.
Also warteten wir auf den Sonnenuntergang und tatschlich begann das Spektakel kurz danach. Wir waren etwas enttuscht, aus der Entfernung hatte man eher den Eindruck eines groen Mckenschwarms.
Um 19 Uhr waren wir wieder in Noom's Guesthouse und aen dort auch zu Abend. Am Bahnhof standen wieder unsere Rikschas bereit und brachten uns zum Hotel.

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letzte Änderung: 20.11.2017 · Copyright © 2003 - 2018 by Angelika Rosenzweig