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Reisebericht Frankreich 2010 St. Jean de Monts

Sonntag 05.09.2010

Frankreich Karte mit ST. Jean de Monts Wir frhstckten wieder um 8 Uhr, packten anschlieend unsere Sachen und verlieen St. Pierre und die Insel um 9:45 Uhr.
Im Reisefhrer hatten wir gelesen, dass der Ort Les Sables d'Olonne ein sehr lebendiger Badeort mit einem schnen Strand sein sollte, deshalb machten wir uns nach dort auf den Weg. Wir blieben auf kleinen Nebenstraen, immer mglichst nahe am Wasser entlang, in der Hoffnung unterwegs noch einen anderen schnen Ort zu finden. Irgendwann nderte sich die Landschaft, der Wein verschwand, es gab mehr Landwirtschaft und viele Nadelholzwlder. St. Jean de Monts Einen besonders schnen Ort fanden wir nicht und die Strecke war auch nicht besonders schn, wir brauchten nur unheimlich lange um nach Les Sables zu kommen und erreichten den Ort kurz vor 13.00 Uhr. Les Sables-d'Olonne ist eine franzsische Hafen-, Fischer- und Badestadt im Departement Vende in der Region Pays de la Loire am Atlantik, 37 km sdwestlich von La Roche-sur-Yon.
Die Strandpromenade - Le Remblai - wurde im 18. Jh. angelegt. Wir fanden diese Strandpromenade und dachten dort ein schnes Hotel mit Blick aufs Wasser zu finden, aber es gab nur Wohnhuser, Restaurants und Cafs, auerdem wirkte alles viel grostdtischer als wir uns es vorgestellt hatten.
Wir fuhren also weiter kamen zu einem groen Platz, wo wir auch das Auto parken konnten und gingen zu Fu in Richtung Hafen.
Die Gegend dort hatte irgendwie was von "Bahnhofsviertel", etwas heruntergekommen, merkwrdige Leute und alles sah etwas schbig aus. In einer Brasserie tranken wir zunchst mal ein Bier und kamen dann zu dem Entschluss, dass uns der Ort nicht gefiel. Also zurck zum Platz und wieder ins Auto. Wir blieben weiter auf der Strae, die an der Kste entlang fhrte, denn auf der Karte waren dort auch einige Orte eingezeichnet und wir hofften einen zu finden, der uns gefiel. Sie wirkten jedoch alle etwas ausgestorben bis wir schlielich nach St. Jean de Monts kamen. Hotel in St. Jean de Monts Dort gab es einen herrlichen Strand, jede Menge Leute, der Ort wirkte tatschlich lebendig, war aber nicht so grostdtisch wie Les Sables. In einer der Straen, die vom Strand wegfhrten, aber noch ganz in der Nhe des Strandes, fanden wir auch ein hbsches Logis de France Hotel und sie hatten auch ein Zimmer mit einem schnen Balkon.
Inzwischen war es schon 16.00 Uhr geworden und so machten wir zunchst einen kleinen Erkundungsgang und packten anschlieend unsere Sachen aus. Zum Abendessen gingen wir in das Restaurant "Le Boef Plage" neben unserem Hotel, es war zwar nicht billig, aber dafr sehr kstlich: Garnelen mit viel Knoblauch und einer wunderbaren Aiouli.
Nach dem Abendessen saen wir noch auf unserem Balkon herum und genossen das warme Wetter und freuten uns schon auf den nchsten Tag, der ein Strandtag werden sollte.
Saint-Jean-de-Monts liegt im Westen des Dpartments der Vende zwischen Notre-Dame-de-Monts und Saint-Hilaire-de-Riez, am Beginn der Cte de Lumire. Saint-Jean-de-Monts ist durch eine mit Pinien bepflanzte Dnenlandschaft in zwei Teile geteilt, welche die Stadt von Norden nach Sden durchluft. Das Herz der Stadt liegt stlich der Dnenlandschaft, whrend das Meeresufer westlich davon liegt; beide Teile sind durch den mindestens 200 Meter breiten Wald getrennt und lediglich durch Wanderpfade und einige Alleen miteinander verbunden.
Der Strand ist der Magnet der Stadt und geniet aufgrund seiner Lnge von acht Kilometern, seiner freien Zugnglichkeit und der niedrigen Wellenhhe einen hervorragenden Ruf. Tatschlich verhlt sich das Meer meist ruhig und steigt nur langsam aufgrund der nur sehr schwach steigenden Sanddnen, die im seichten Wasser beginnen. Bei einer starken Ebbe zieht sich das Meer sehr weit zurck und bietet fr Sportler aller Art und fr Fischer zu Fu einen idealen Platz. Die Smpfe (Marais) und der Wald gehren zu den kologischen Sehenswrdigkeiten, nicht zuletzt auch als Kontrast zu den Husern, die seit den 1960er und 1970er Jahren entstanden.

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Montag 06.09.2010

Regen in St. Jean de Monts Das Frhstck lieen wir ausfallen und machten uns gegen 9.30 Uhr auf den Weg, um etwas zum Frhstck einzukaufen. Das Wetter lie sehr zu wnschen brig, es war wolkig und khl, also kein Strandwetter.
Ganz in der Nhe des Hotels sollte es laut Reisefhrer eine kleine Markthalle geben, aber leider hatte diese geschlossen wie alle anderen Geschfte auch, bis auf einen kleinen Supermarkt und eine Bckerei. Also wanderten wir weiter ins Zentrum, dort war dann auch etwas mehr Leben. Auch dort gab es eine kleine Markthalle mit vielen Leckereien. Im Zeitungsladen konnten wir dann ein paar Postkarten kaufen. Wir schlenderten noch ein wenig durch den Ort, gingen dann aber bald zurck ins Hotel, denn es wurde immer klter und ich musste mir etwas Wrmeres anziehen.
Zum Mittagessen gingen wir in eine kleine Crperie, es war aber eher mittelmig. Da es zu allem berfluss nun auch noch anfing zu regnen, gingen wir in unser Hotelzimmer zum Lesen und Karten schreiben.
Da es nicht aufhrte zu regnen, der Ort auch sehr ausgestorben wirkte, hatten wir auch keine Lust mehr noch weiter im Ort herumzulaufen und nahmen unser Abendessen im noblen Hotelrestaurant ein, es war zwar etwas teuerer, aber meine kleine Ente war sehr lecker.

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Dienstag 07.09.2010

Wir frhstckten auf unserem Balkon, es war zwar immer noch etwas frisch, aber es regnete wenigstens nicht mehr. Also machen wir einen Ausflug zur le de Noirmoutier, und kamen gegen 12 Uhr dort an.
Die le de Noirmoutier ist eine franzsische Atlantikinsel (Flche: 49 qkm - Lnge 25 km x 500 m - 15 km Breite), die zur Region Pays de la Loire in Westfrankreich gehrt, sdlich der Loiremndung nahe Fromentine liegt und knapp 10.000 Bewohner hat.

Passage du Gois Passage du Gois

Eine geografische Besonderheit der 5454 ha groen und 20 km lang gestreckten Insel ist die Tatsache, dass ein Groteil ihrer Flche unter dem Meeresspiegel liegt. Sie ist ziemlich flach, hat aber im Norden eine sehr reizvolle Felsenkste. Bei Ebbe kann die Insel bzw. Halbinsel zu Fu oder mit dem Auto erreicht werden. Die 4,5 km lange Pflasterstrae Passage du Gois, an deren Rndern in der Saison Muscheln gesucht werden, ist eine Touristenattraktion. Warnschilder geben die Zeiten an, zu denen sie passierbar ist. Auerdem befinden sich am Straenrand in dichten Abstnden Rettungs- bzw. Aussichtstrme, von denen aus die Gegend betrachtet werden kann. Bedeutend fr den Naturschutz sind die ausgedehnten Salzsmpfe mit zahlreichen seltenen und geschtzten Pflanzen in den Tieflagen.

Passage du Gois Passage du Gois

Neben dem Tourismus, der mit rund 120.000 Besuchern pro Jahr die wirtschaftliche Grundlage fr die meisten Bewohner bildet, spielen noch Fischerei, Austernzucht und Salzgewinnung eine Rolle. Insbesondere die Salzgrten haben eine lange Tradition. Sie bedecken fast ein Drittel der Insel und wurden teilweise bereits von Benediktinermnchen im 5. und 6. Jahrhundert durch Drnage der Smpfe angelegt.
Seit 1971 verbindet eine fast 600 m lange Straenbrcke die Insel mit der Festlandskste. Die Siedlungen der Insel werden in vier Gemeindebezirken verwaltet: Barbtre, La Gurinire, L'pine und Noirmoutier-en-l'le.
Wir fuhren zuerst zur Passage du Gois, eine straenbauliche Kuriositt mit einer Lnge von 4,5 km.
Die Piste befindet sich zwischen der le de Noirmoutier und Beauvoir-sur-Mer auf dem Festland. Die Passage ist nur gezeitenabhngig nutzbar. Bei Niedrigwasser ist Autoverkehr mglich, bei Hochwasser ist die Fahrbahn vollstndig berflutet.

Passage du Gois Passage du Gois

Bis ins 18. Jahrhundert bewerkstelligten die Anlieger den gefhrlichen bergang zur Insel fulufig ber Sandbnke. Dann wurden Fundamente gegrndet, um Bewegungen der Sandbnke zu verhindern. Sie sind die Grundlage fr den heutigen Fahrbahndamm. Entlang der Strecke gibt es seit 1924 drei Dalben mit Rettungskrben, in die sich Passanten flchten knnen, wenn sie von der Flut berrascht werden. Obwohl die Zeiten fr Hoch- und Niedrigwasser an der Passage angezeigt werden, kommt es immer wieder zu Zwischenfllen mit Fugngern und Fahrzeugen, die aber meist glimpflich ausgehen.
Die Passage du Gois ist ein Teil der alten Nationalstrae 148, zwischen Noirmoutier-en-l'le und Limoges, heute ist sie Teil der D 948.

auf der le de Noirmoutier auf der le de Noirmoutier

Wir blieben zunchst vor der Abfahrt ins Meer stehen und versuchten rauszukriegen, wann das Wasser wieder kommt, denn ausgerechnet dann wollten wir nicht mit unserem Auto mitten im Meer stehen. Aber so richtig gut ausgeschildert war es nicht. Wir beobachten das Geschen noch ein bisschen, als sich dann noch Fugnger und Fahrradfahrer auf den Weg machten, beschlossen wir auch loszufahren, so gefhrlich schien es nicht zu sein.
Es war schon ein merkwrdiges Gefhl mitten durch das gerade nicht vorhandene Meer zu fahren.
An der Meeresstrae parkten jede Menge Autos, hunderte von Fugngern mit Krben waren unterwegs und sammelten auf dem Meeresgrund allerlei Getier. Wir stiegen auch kurz aus, konnten aber trotzdem nicht erkennen, welcher Art Getier dort gesammelt wurde. Die Fugnger waren zum Teil noch sehr weit weg von der Strae mitten im Watt, es sah nicht so aus, als ob das Wasser jeden Moment zurckkme, was uns auch ein wenig beruhigte. Ein bisschen unheimlich fand ich es dort schon. Es gibt zwar diese Rettungstrme, aber auf so einer kleinen Plattform mehrer Stunden zu verbringen, ist auch keine angenehme Vorstellung.

auf der le de Noirmoutier auf der le de Noirmoutier

Wir fuhren dann weiter in den Hauptort der Insel. Auch dort gab es wieder einen kleinen Markt, die Attraktion am Markt war ein kleines, altes und sehr schn restauriertes Karussell. Wir schlenderten noch etwas durch die Fugngerzone, aber es war nun schon wieder Mittagszeit und die Geschfte rumten wieder gerade alles ein und machten zu. In einer netten Bar aen wir eine Kleinigkeit und bekommen dort auch ein leckeres Pression.
Anschlieend wollten wir die Salinen besichtigen, aber sie waren alle eingezunt und die Tore abgeschlossen, sie wollten offensichtlich nicht, dass man sie besichtigt. Wir fuhren dann noch etwas auf der Insel herum, kamen auch noch zu einem kleinen Hafen, der aber auch wieder etwas ausgestorben wirkte und beschlossen wieder abzufahren, jedoch nicht ohne die Passage du Gois noch mal zu besuchen. Dieses Mal war die Strae vllig berflutet, nur ein paar Verkehrsschilder guckten noch aus dem Wasser, es war berhaupt nicht mehr vorstellbar, dass wir dort vor ein paar Stunden durchs Meer gefahren waren.

Passage du Gois bei Flut Passage du Gois bei Flut


Wir verlieen die Insel ber die Brcke. Auf der Karte hatte ich noch ein Freilichtmuseum entdeckt und weil wir noch Zeit hatten, wollten wir es besuchen. Irgendwie hatten wir die Strae dorthin verpasst, es war auch nichts ausgeschildert, fast schon wieder in St. Jean entdeckten wir endlich einen Wegweiser und fanden das Museum dann auch auf Anhieb.
Zwischen Meer und Land, wo die Vergangenheit wieder lebendig wird, liegt das Heimatmuseum Le Daviaud. Das Museum wurde 1982 erffnet und bietet den Besuchern Einblicke in die Entwicklungen des Marschlandes. Die Ausstellungsflche betrgt 60 ha und liegt in der ebenen Region der Vende. Seit dem 17. Jahrhundert wurde das Marschland von den Mnchen und Hollndern genutzt. Sie bauten ein Kanalnetz und regelten den Verlauf der Bche. Schritt fr Schritt rang man dem Meer das Land ab.
Die Gebude des Museums sind typisch fr die Region. Manche wurden hier gebaut und mittlerweile renoviert. Andere stammen aus de Nhe. Sie wurden abgetragen und im Museum wieder aufgebaut.

Heimatmuseum Le Daviaud Heimatmuseum Le Daviaud

Leider waren im Museum alle Erklrungen nur auf franzsisch, auch die Beschreibungen der Salzgewinnung, so verstanden wir nicht wirklich viel davon. Alles in allem wirkte das ganze Gelnde etwas vernachlssigt und eher lieblos zusammengestellt. Inzwischen waren wieder viele dunkle Wolken aufgezogen und es begann zu regnen. Also beendeten wir unseren Museumsrundgang und kamen noch einigermaen trocken zum Auto und fuhren zurck nach St. Jean de Mont in unser Hotel.
Inzwischen schttete es wieder wie aus Eimern und so warteten wir auf die ffnung des Restaurants in unserem Zimmer.
Wir aen wieder in dem Restaurant vom ersten Abend, kstlich Garnelen in Knoblauchsoe. Wegen des grsslichen Wetters blieben wir dann den Rest des Abends im Hotel.

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letzte Änderung: 20.11.2017 · Copyright © 2003 - 2018 by Angelika Rosenzweig