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Reisebericht Thailand 2016 Bangkok

Donnerstag 04.02. - Freitag 05.02.2016

Thailand Karte mit Bangkok Um 20 Uhr trafen Sylvia und ich uns im Flughafen Tegel an unserem Abflugsteig. Wir flogen pünktlich um 21.50 Uhr mit einem Airbus A330 von Air Berlin in Tegel ab und kamen ebenfalls pünktlich um 6.50 Uhr morgens in Abu Dhabi an. Wir saßen in der Mitte ziemlich weit hinten, wo der Flieger schmaler wird und es deshalb in der Mitte nur noch drei Sitze gibt. Ganz wunderbarer Nebeneffekt, diese Reihe hatte wesentlich mehr Beinfreiheit als die anderen, und so vergingen die sechs Stunden doch recht bequem.
Wir kamen in Abu Dhabi im Terminal 1 an und anders als es in unserem Flugplan stand, sollten wir auch wieder im Terminal 1 abfliegen, also nichts mit einem Spaziergang zum Terminal 3.
Terminal 1 im Flughafen Abu Dhabi Das Terminal 1 ist der älteste Teil des Flughafens, er wurde 1982 in Betrieb genommen und wirkt durchaus orientalisch- Terminal 2 entstand im Jahr 2005 und Terminal 3 im Jahr 2008 und wird hauptsächlich von Etihad Airways genutzt.
Wir schlenderten etwas müde und gelangweilt im Duty Free Bereich herum und tranken dann einen gut schmeckenden, aber sehr teuren Kaffee und versuchten die Zeit totzuschlagen. Aus lauter Langeweile waren wir dann sehr früh an unserem Abfluggate Nr. 8. Merkwürdigerweise ging es auch nicht mit Etihad weiter, sondern mit Jet Airways, deshalb auch Terminal 1. Jet Airways ist die größte private indische Fluggesellschaft mit Sitz in Mumbai. Diesmal war es eine Boeing 777, ein recht großer Flieger für ca. 350 Passagiere. Trotz der Größe war es wesentlich enger als im Airbus.
Der zweite Flug zog sich etwas mehr in die Länge, obwohl wir nur 15 Minuten länger in der Luft waren. Auch in Bangkok Suvarnabhumi kamen wir pünktlich um 19.30 Uhr Ortszeit an.
Der Weg zur Passkontrolle war endlos. Außer uns wollten noch gefühlte Hunderttausend durch, und so dauerte die ganze Ansteherei fast eine Stunde, dafür warteten unsere Koffer schon auf dem Gepäckband auf uns. Dann erstmal raus an die frische Luft, die nicht wirklich frisch war, aber schön warm. Nach der Ankunftszigarette gingen wir wieder in die Ankunftshalle, suchten den Telefonanbieter True Move und erstanden für 399 Baht eine Telefonkarte, die auch gleich von den Mitarbeitern in das Telefon eingesetzt wurden. Die ganze Aktion dauerte 20 Minuten und am Taxistand noch mal genauso lange. Irgendwie war es überall auf diesem Flughafen wahnsinnig voll.

Rezeption und Neujahrsschmuck im Royal River Nudelsuppenstand in der Thanon Ratchwithi

Der Taxifahrer wußte zunächst überhaupt nicht, wo er hinfahren sollte, aber anhand meiner thailändischen Wegbeschreibung schaffte er es dann problemlos. Wegen des vielen Verkehrs, erstaunlich um diese Uhrzeit, waren wir dann endlich kurz vor 23 Uhr im Hotel Royal River. Wir bekamen Zimmer Nr. 715 - River Front.
Wir packten nur insoweit unsere Sachen aus, dass wir an die Sandalen rankamen und gingen dann vor zur Hauptstraße, der Thanon (Straße) Ratchwithi. Da mein Lieblingsrestaurant Adang schon geschlossen war, wählten wir einen Nudelsuppenstand an der Straße, der nur Nudelsuppe mit Schwein anbot. Wir konnten immerhin zwischen zwei verschiedenen Nudelsorten wählen. Die Suppe war lecker. Dann ging es noch schnell in den 7-eleven Laden an der Ecke, um uns mit Getränken zu versorgen (Sang Som und Bier Chang). Danach saßen wir auf unserem Balkon herum und genossen die Aussicht und die Wärme, obwohl es mit 24 Grad für Bangkoker Verhältnisse kühl war.
Um 2.30 Uhr gaben wir auf und gingen ins Bett,

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Sonnabend 06.02.2016

Aufwachen kurz nach 8.00 Uhr, Kaffee trinken auf dem Balkon. Wir packten dann noch ein paar Sachen aus und waren dann kurz vor 10 Uhr beim Frühstück. Viel war nicht mehr da, aber das Frühstück im Royal River Hotel ist sowieso für europäische Menschen nicht gerade bemerkenswert. Als wir noch nicht ganz fertig waren, wurde schon begonnen das Büffet abzubauen und die Tische für das Mittagessen zu decken.

Hochbahnbaustelle in der Thanon Charansanitwong Hochbahnbaustelle in der Thanon Charansanitwong

Nach dem Frühstück Aufbruch zum Tesco Kaufhaus in der Thanon Charansanitwong. Der Weg dorthin war ein abenteuerlicher Gang über die Baustelle der neuen Sky-Train Strecke. Da wo einmal ein Bürgersteig war, wurden dicke Pfeiler errichtet, auf denen, wie es aussieht, später einmal ein Bahnhof entsteht. Wir schlängelten uns also zwischen Baggern, großen Kränen, Baumaterialien und tiefen Löchern hindurch, mussten zum Teil auf den Fahrdamm ausweichen und kamen dennoch unbeschadet beim Tesco an. Kurz vorm Tesco hatte auch wieder ein Bürgersteig begonnen. Wie hätten uns eigentlich nicht getraut durch die Baustelle zu laufen, folgten dann aber vertrauensvoll den einheimischen Fußgängern, die das Ganze eher gelassen hinnahmen - unsere Berliner Bürgersteige sind eigentlich recht prächtig..
Unsere Einkäufe im Tesco hielten sich in Grenzen, nur ein paar Tops wurden gekauft, denn alles hätten wir ja auf der Weiterreise mit uns rumschleppen müssen.

Expressboothaltestelle Krung Thon Bridge Expressboothaltestelle Phra Athit

Wir schlängelten uns wieder zurück durch die Baustelle, brachten unsere Einkäufe ins Zimmer und gingen dann weiter zur Chao Phraya Expressboot Haltestelle Krung Thon Bridge.
Die Passagierschiffe auf dem Chao-Phraya-Fluss haben den Vorteil, nicht straßengebunden zu sein und sind daher die besten Nord-Süd-Verbindungen zwischen Orten in der Nähe des Flussufers. Zentrale Station mit Übergangsmöglichkeit zum Skytrain ist der Anleger an der Saphan Taksin. Es gibt eine Linie, die an allen Haltestellen hält (keine Flagge; nur zu Mo-Fr 6.45-7.30 und 16.00-16.30 Uhr) und drei Linien, die Stationen überspringen (gelbe, grüne bzw. orange Flaggen auf dem Boot) an der Saphan Krung Thon hält Orange und Grün. An den Haltestellen Piers hängen jeweils die Fahnen der dort haltenden Linien. Der Fahrpreis ist sehr niedrig (Orange 13, Grün 18 Baht) und wird direkt auf dem Boot bezahlt.
Das Ein- und Aussteigen ist etwas gewöhnungsbedürftig, wenn das Boot ankommt springt ein Mitarbeiter vom Boot und macht eine Leine fest. Der Rückwärtsgang wird eingelegt, wodurch sich das Boot an den Steg drückt, wobei der Bootsmitarbeiter - kein Ahnung wie man den nennen könnte - laut und unüberhörbar auf einer Pfeife unterschiedliche Geräusche macht und damit dem Bootsfahrer ansagt, wie er das Boot an den Pier zu steuern hat. So wie der sich aufführt der wichtigste Mann an Bord.
Wir hüpften also vom schwankenden Pier in das schwankende Boot, wobei sich Sylvia als Anfänger erstaunlich gut hielt. Wir fuhren nur zwei Stationen bis Phra Athit oder auch Banglamphoo und sprangen dort wieder vom Boot.

Chana Songram Alley Thanon Khaosan

Wir gingen durch den schmalen Durchgang beim Anleger bis zur Thanon Phra Athit, danach rechts und bogen nach links in die kleine Chana Songram Alley und kamen direkt zum Eingang des Tempelgeländes des Wat Chana Songkhram Rachawora Mahawiharn, der aus dem 18. Jahrhundert stammt. Leider war der Tempel innen nur eine Baustelle. Der Ausgang auf der anderen Seite führt auf die Thanon Chakrabong, die wir ein wenig rechts vom Eingang überquerten. So kamen wir in die bekannte Khao San Road. Khao San bedeutet "geschliffener Reis" und wurde während der Regierungszeit von König Chulalongkorn gebaut. Auf einer Postkarte aus dem Jahr 1921 kann man bereits einige hölzerne Geschäftshäuser an beiden Seiten der Straße sehen. Der Name Khaosan stammt von der Ware, die hier früher hauptsächlich verkauft wurde: ungekochter, weißer (das heißt geschliffener und polierter) Reis. Die kleine Straße ist nur 400 Meter lang und bekannt wurde sie Mitte der 1980er Jahre durch ihre Popularität bei Rucksacktouristen. In der Straße ist gibt es jede Menge Übernachtungsmöglichkeiten, Kneipen, Restaurants, Antiquariate, Maßschneidereien, Straßenhändler und Reisebüros. In den letzten Jahren wurde die Straße nun auch häufiger von anderen Touristen besucht und hat sich sehr verändert. Größere Handelsketten haben sich angesiedelt, die einfachen Gästehäuser wurden renoviert und zu Mittelklassehotels umgebaut. Von der Khaosan Road ab führen Gassen zu weiteren Bars und Hotels. Die kleine Straße steht als Synonym für das komplette Touristenviertel, welches drumherum entstanden ist und bildet fast eine eigene Welt. Man ist zwar in Thailand, ist es aber irgendwie doch nicht. Viele Touristen aus aller Welt drängen in die kleinen Straßen, das komplette Angebot ist auf westliche Ansprüche ausgerichtet. Thais kommen hier nur zum Arbeiten her, oder mit westlichen Freunden zum billigen Feiern.

Essensstand in der Soi Rambuttri Tuk Tuks in der Soi Rambuttri

Wir gingen die ganze Straße hinauf und bogen am Ende nach links in die Thanon Tanao ein und die nächste Möglichkeit wieder nach links in die Soi Rambuttri, die parallel zur Khao San verläuft. In den letzten Jahren hat sich auch diese kleine Straße zu einer Touristenmeile entwickelt, aber alles ist wesentlich ruhiger und es gibt noch kleine Garküchen, in denen das Essen noch thailändisch schmeckt. In einer davon aßen wir eine Kleinigkeit und gingen zurück zur Thanon Chakrabong, bogen nach rechts ein, und dann war es auch nicht mehr weit zu meinem Lieblingskaufhaus, dem Tang Hua Seng Departement Store. Dieses kleine und übersichtliche Kaufhaus ist deshalb so schön, weil es noch ein richtiges Kaufhaus ist, wo es alles gibt, im Gegensatz zu den großen Shopping Malls. Die Preise sind moderat und Touristen trifft man dort eher nicht. Wir kauften auch nicht viel, jeder nur zwei Blusen, die wir noch für die Reise brauchten, alles andere sollte am Ende unseres Thailandaufenthaltes erstanden werden. Wir schlenderten wieder zurück Richtung Wassertaxi-Anleger.

Thanon Chakrabong Tang Hua Seng Kaufhaus in der Thanon Chakrabong

Kurz davor entdeckten wir ein kleines Reisebüro und wollten uns eigentlich nur nach unseren Zügen und Flügen erkundigen, mussten dann aber erfahren, dass schon fast alles ausgebucht war, und haben dann doch schon für die gesamte Reise alles gebucht. Wir sollten am nächsten Tag wiederkommen und unsere Tickets abholen. Wir mussten uns dann beeilen, denn das letzte Express-Boot fährt um 19 Uhr. Als wir ins Boot stiegen, wurden wir vom Schaffner gefragt, wo wir hin wollten, denn es passiert öfter, dass die Touristen in das Boot mit der falschen Richtung einsteigen, denn die meisten Hotels liegen in der anderen Richtung zum Zentrum hin. Wir fuhren zurück, machten eine Trinkpause im Café Phorn. Als Café "gut" zu erkennen, da im Schaufenster Handtaschen zum Verkauf angeboten werden. Wir gönnten unseren müden Füßen dann noch eine halbe Stunde Fußmassage und brachten unsere Einkäufe ins Hotel. Anschließend gingen wir zurück zum Café Phorn, denn Adang hatte geschlossen. Den Rest des Abends verbrachten wir wieder auf unserem schönen Balkon und konnten uns von dem Ausblick und dem angenehm warmem Wetter erst um zwei Uhr nachts trennen.

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Sonntag 07.02.2016

Durch das späte Schlafengehen haben wir ganz schön verschlafen und wurden erst um halb zehn wach. Wir brachen erst um 11 Uhr auf. Wir fuhren wieder mit dem Expressboot, dieses Mal allerdings weiter bis zur Station Saphan Taksin, wo man Anschluss zum Sky Train (Bangkok Mass Transit System kurz: BTS) hat. Die Strecken des Skytrains sind zusammen rund 28 Kilometer lang und durchgehend auf Stelzen geführt. Das Skytrain-Projekt entstand auf Basis von Siemens-Technik. Seine beiden Strecken - die Silom-Linie und die Sukhumvit-Linie - wurden am 5. Dezember 1999 eröffnet.

Ausblick auf die Memorial Bridge vom Expressboot Ausblick vom Expressboot


Wir stiegen die vielen Treppen zum Skytrain-Bahnhof hinauf und lösten unsere Fahrkarten. In der Station Siam mussten wir umsteigen und fuhren bis zur Endhaltestelle Mo Chit, denn wir wollten zum Chatuchak Wochenend Markt.
Der Chatuchak Weekend Market in Bangkok ist wohl der größte Open-Air Markt der Welt. Die weit mehr als 10.000 Stände auf einer Fläche von 1,13 Quadratkilometern sind ein Paradies für alle, die gerne einkaufen. Selbst, wenn man nichts kaufen möchte, ist der Markt wirklich sehenswert.
Der Chatuchak Markt ist äußerst unübersichtlich und groß. Während man sich auf den äußeren Gassen um den Markt herum noch relativ gut zurechtfindet, so verliert man im Inneren bzw. zwischen den etlichen kleinen Ständen garantiert die Orientierung. Der Clock Tower in der Mitte des Marktes ist das Zentrum und ein Orientierungspunkt.

Skytrain an der Haltestelle Saphan Taksin Chatuchak Markt

Wir liefen zwei Stunden auf dem Markt herum und fuhren dann mit dem Skytrain wieder zurück, stiegen bereits an der Station Ratchathewi aus, weil wir noch die Idee hatten zum Baiyoke Tower zu laufen. Ein Blick auf die Uhr zeigte uns dann aber, dass das alles nicht zu schaffen war, denn wir mussten vor 18 Uhr im Reisebüro sein. Also fuhren wir mit dem nächsten Zug weiter, stiegen an der Saphan Taksin wieder auf das Boot und fuhren durch bis zu uns, um bei Adang eine Kleinigkeit zu essen und die Einkäufe ins Hotel zu bringen. Anschließend ging es mit dem Boot wieder zurück nach Banglampoo und wir holten unsere Tickets ab.

Steves Café Steves Café

Um 20 Uhr waren wir in Steve's Café mit Freunden zum Essen verabredet, also hatten wir noch etwas Zeit. Gelaufen waren wir genug, also suchten wir uns in der Thanon Rambuttri ein Restaurant aus, um etwas zu trinken. Wir nahmen uns dann ein Tuk Tuk, um in das Restaurant zu kommen, das am Anlieger Thewet liegt, allerdings hinter einem kleinen Kanal. Der Tuk Tuk Fahrer musste auch erst nachfragen und fuhr dann zurück, bis wir zu einer Brücke kamen. Dann bog er nach links ab und ließ uns an einem Platz hinter dem Tempel aussteigen, den Rest mussten wir laufen, es war aber nicht mehr weit. Vor dem Restaurant mussten wir die Schuhe ausziehen und obwohl alles draußen war, war es ein Nichtraucher-Restaurant. Unsere Freunde kamen dann auch bald und der einzige Thai von uns bestellte das Essen, ein Gericht mit Krebsen, was mir überhaupt nicht schmeckte, ein Fischcurry, ein Gericht mit Krabben und Omelett (Daem Som) - sehr lecker, einen köstlichen Green Mango Salat und so was Ähnliches wie Sashimi mit Lachs.
Wir waren dann alle sehr satt, und es war ein schöner Abend. Um 22 Uhr löste sich die Gesellschaft auf, und da kein Boot mehr fuhr, gönnten wir uns ein Taxi, das uns für umgerechnet einen Euro zurück zum Hotel brachte. Um 22.30 waren wir auf unserem Balkon.

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Montag 08.02.2016

Frühstück um 9.00 Uhr, Aufbruch um 9.50 Uhr und Fahrt mit dem Expressboot bis zum Pier Ta Chang. Wir wollten uns den Königspalast und den Tempel Wat Phra Kaeo ansehen. Nachdem wir das Boot verlassen hatten, mussten wir nur den Menschenmassen hinterherlaufen, um zum Eingang zu kommen. Wat Phra Kaeo (wörtl.: Tempel des Smaragd-Buddha), offizieller Name Wat Phra Sri Rattana Satsadaram, ist der Tempel des Königs im alten Königspalast in Bangkok.

auf dem Weg zum Wat Phra Kaeo Getümmel am Eingang Wat Phra Kaeo

Als Chao Phraya Chakri, der zukünftige König Phuttayodfa Chulalok (Rama I.) die neue siamesische Hauptstadt auf die östliche Seite des Maenam Chao Phraya verlegen wollte, gab es dort bereits seit mehr als 100 Jahren die Tempel Wat Potharam (heute Wat Phra Jetuphon, Wat Pho) und nördlich davon Wat Salak (heute Wat Mahathat). Das Gelände dazwischen war sehr sumpfig und musste erst trockengelegt werden, bevor mit dem Bau des Palastes und des Tempels im Jahr 1782 begonnen werden konnte.

Blick auf den Goldenen Chedi - Wat Phra Kaeo Phra Si Ratana Chedi und Phra Mondop (Bibliothek)

Der Wat Phra Kaeo beherbergt den "Emerald Buddha" oder "smaragdenen Buddha", der aber wahrscheinlich aus Jade besteht. Im Jahre 1434 schlug der Blitz in die Pagode des Wat Phra Kaeo in Chiang Rai ein und hat einen Gipsbuddha zerstört. Unter dem gebrochenen Gips kam plötzlich ein grün leuchtender Buddha zum Vorschein. Der Herrscher von Chiang Mai brachte die Statue 1486 in sein Reich, und in einer Kette von Ereignissen landete der Buddha schließlich in Thonburi.

Tor mit (3?) Dämonenwächtern Wiharn Yod (Gebetshalle)

König Rama I. baute im östlichen Teil seines neuen Palastes einen neuen Tempel für den Smaragd-Buddha. Er nannte diesen Tempel "Wat Phra Si Rattana Satsadaram", auf Deutsch etwa "Der Tempel des heiligen Juwels (des Gottes) Indra", von den Einheimischen wird er heute kurz "Wat Phra Kaeo" genannt, also "Tempel des Smaragd-Buddha". Trotz seiner unscheinbaren Größe (66 cm hoch und 45 cm breit) gilt der "Emerald Buddha" als d a s religiöse Symbol Thailands. In einer königlichen Zeremonie wird dreimal im Jahr das Gewand des Buddhas gewechselt. In der Regenzeit legt man ihm eine goldene Mönchsrobe an, in der folgenden kühlen Jahreszeit ein ihn von Kopf bis Fuß bedeckendes goldenes Gewand und zur heißen Vormonsunzeit schließlich einen mit Diamanten und Edelsteinen besetzten Umhang aus Gold. Der Emerald Buddha wird heute in einem gewaltigen Altarkomplex aufbewahrt, vor dem die Thais in tiefer Ehrfurcht sitzen und beten.

Chedi mit Dämonen am Royal Pantheon Dämonen am Chedi

Ein weiteres hervorstechendes Merkmal des Wat Phra Kaeo ist der goldene Chedi, der weithin sichtbar ist und ein wundervolles, millionenfach geknipstes Fotomotiv darstellt. Der Chedi wurde erst 1885 erbaut. Im gesamten Tempelgelände ist die hervorstechendste Farbe Gold, es glitzert und funkelt im Sonnenlicht, die Intarsienarbeiten aus Edelsteinen verstärken noch den Eindruck von Prunk und Pracht.

Vergoldete Statue eines mythologischen Wesens  Überblick mit Getümmel

Am Wat Phra Kaeo angekommen trafen wir dort auf gefühlte eine Million Menschen, wahrscheinlich wegen "Chinese New Year", alles was Beine hatte und in Bangkok zu Besuch war, war zum Tempel gekommen, dazu noch die Mengen von Touristen aus aller Welt.. Auf dem Gelände selbst war es rappelvoll, es wurden sogar Männer in Latschen und Frauen in Hosen rein gelassen. Eigentlich wollte ich bei meinem Rundgang durch das Tempelgelände nicht mehr fotografieren, denn schließlich war es mein siebenter Besuch des Tempels, aber ich konnte es nicht sein lassen.
Im Anschluss an den Tempel kamen wir dann noch auf das Gelände des Royal Palace, des Königspalastes.
Nachdem man den Tempel durchquert hat, kommt man zu einem Ausgang, der zum Palastgelände führt. Der Große Palast, (im engl. Sprachgebrauch: "Grand Palace") war die offizielle Residenz der Könige von Siam (heute Thailand) in Bangkok seit dem Ende des 18. Jahrhunderts bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts. Nach dem Tod seines Vorgängers 1946 beschloss König Bhumibol Adulyadej (Rama IX.) die Verlegung der Residenz in den Chitralada-Palast.

Phra Thinang Chakri Maha Prasat Dusit Maha Prasat Halle

Der 10. Juni 1782 wurde als verheißungsvolles Datum bestimmt, an dem der König aus dem alten Palast von König Taksin, dem Phra Radscha Wang Derm, welcher in Thonburi direkt neben dem heutigen Wat Arun lag, zeremoniell den Fluss überquerte um seine neue Bleibe zu übernehmen. Das gesamte Areal war zunächst von einer stark befestigten hölzernen Palisade umgeben. Später wurde sie durch eine 1,9 km lange, hohe Backsteinmauer ersetzt, die den Palast nach außen abschirmen sollte. Die dringend benötigten Baumaterialien, wie zum Beispiel Ziegelsteine, wurden per Schiff aus dem zerstörten Palast in Ayutthaya geholt. Der erste Bauabschnitt konnte 1785 fertig gestellt werden, so dass der Palast in einer großartigen Zeremonie offiziell eingeweiht werden konnte.
Der Komplex besteht aus einem etwa 2,6 km² großen Gelände am Ostufer des Chao Phraya nahe dem Königsplatz, dem Sanam Luang. Die heutigen Bauwerke auf dem Gelände sind das Ergebnis einer seit 1782 andauernden Bautätigkeit, seit dieser Zeit wurden Gebäude neu errichtet, erweitert, umgebaut, renoviert oder niedergerissen, um neuen Anlagen Platz zu machen. Am 13. Juni 2006 wurde das neueste Gebäude eingeweiht, die Borommaratchasathit Maholan Thronhalle.

auf dem Weg zum Wat Po Denkmal Na Phra Lan / Ecke Sanam Chai auf dem Weg zum Wat Po Museum Rama 6, Sanam Chai / Ecke Charoen Krung

Im Palastgelände war es nur halb so voll wie im Tempel und im angeschlossenen Museum war es dann fast leer. Das Museum zeigt in einer interessanten Ausstellung die Restaurierungsarbeiten am Tempel Wat Phra Kaeo in den 1980er Jahren, er muss wohl damals ziemlich verfallen gewesen sein. Der Königspalast wird heute nicht mehr als Residenz für die königliche Familie genutzt, sondern nur für einige zeremonielle Ereignisse.
Wir verließen das Gelände des Königspalastes nach über zwei Stunden und machten uns zu Fuß auf zum nahe gelegenen Wat Po. So nahe gelegen war er dann doch nicht, wir liefen etwa 500 m an der Außenmauer des königlichen Palastgeländes die Sanam Chai Road entlang, kein bisschen Schatten und eben nur langweilige Mauer neben uns. Auch am Wat Po war ein recht großer Andrang, aber nun waren wir schon mal da und gingen auch hinein.

der liegende Buddha im Viharn von Wat Po der liegende Buddha im Viharn von Wat Po


Wat Pho wird von Touristen meist Tempel des liegenden Buddha genannt. Sein offizieller Name ist Wat Phra Chetuphon Vimolmangkalaram Rajaworamahaviharn, wird aber zu Wat Phra Chetuphon abgekürzt, Einheimische nennen ihn aber noch immer Wat Pho nach seinem historischen Namen Wat Potharam. Der Wat wurde bereits im 17. Jahrhundert gegründet, zur Gründung seiner neuen Hauptstadt Bangkok restaurierte und erweiterte König Rama I. den Tempel (das dauerte von 1789-1801) und gab ihm den neuen Namen. Auch alle weiteren Könige der Chakri-Dynastie erweiterten und restaurierten ebenfalls den Tempel. Eine schmale Gasse, die Soi Chetuphon, trennt die eigentliche Tempelanlage vom Kloster. Mehr als 300 Mönche leben hier.

Chinese New Year im Wat Po Chinese New Year im Wat Po

Den Hauptanziehungspunkt für die meisten Besucher bildet der große liegende Buddha mit einer Länge von 49 m und einer Höhe von 12 m, aus Ziegeln und Zement hergestellt und mit Blattgold überzogen. Auf seinen überdimensionalen Fußsohlen mit den gleich langen Zehen sind 108 Perlmuttplättchen angebracht, deren Inschriften die Zeichen und Qualitäten Buddhas schildern. Die um den liegenden Buddha gebaute Wandelhalle ist leider recht knapp bemessen, so dass man keine gute Perspektive von der Dimension der Figur erhält.
Aber das Schöne an diesem Tempel ist auch nicht der große Buddha, sondern die Weitläufigkeit des Tempelgeländes, wo man, wenn man sich vom Strom der Touristen, die sich alle nur den großen Buddha ansehen wollten, entfernt viele Oasen der Ruhe finden kann, wohin sich nur ganz vereinzelt Leute hin "verlaufen".

ein Tor im Wat Po Einige der insgesamt 71 Chedis im Wat Po

Auf dem Tempelgelände befinden sich weitere 400 Buddha-Figuren aus den verschiedenen Epochen, sowie mit Porzellanstücken bedeckte Chedis.
In der Halle des liegenden Buddha herrschte ebenfalls ein fürchterliches Gedränge, aber Sylvia als Bangkok Neuling musste ihn natürlich sehen, denn er ist schon recht beeindruckend. Also drängelten wir und durch die Massen, versuchten auch mehr oder weniger vergeblich den riesigen Kerl zu fotografieren. Außerhalb des Tempels war in der näheren Umgebung auch jede Menge los, alles war mit roten Lampions und allem möglichen anderen roten Zierrat geschmückt, Mönche wurden um irgendeinen Segen gebeten und auch hier war es recht voll. Wir bewegten uns dann noch weiter in das Tempelgelände hinein und zwischen den vielen Chedis war es dann doch deutlich ruhiger und wie immer sehr schön.

ein der Thanon Ratchawong rechte Nebenstrasse Phalit Phon Alley

Wir verließen Wat Po und wollten nun noch zum Wat Trimit. Auf meinem Stadtplan war am Pier "Ta Tien" eine U-Bahn Station eingezeichnet, also liefen wir dorthin, aber eine U-Bahn Station war dort nicht. Später stellte sich heraus, dass in meinem Plan schon die geplanten Stationen eingezeichnet sind. Wir starrten etwas ratlos in den Plan, ein freundlicher Polizist wollte uns helfen und meinte dann, dass es eine U-Bahn hier nicht gäbe, wir sollten mit dem Expressboot bis zu Station Ratchawong fahren und von dort aus laufen, das sei dann nicht weit. Ich war die Strecke schon einmal gelaufen und wusste, dass es ziemlich weit ist, aber wir versuchten es trotzdem.

Chinese New Year in der Soi Isara Nuphap in der Soi Isara Nuphap

Am Pier herrschte ein ebensolches Gedränge wie überall an diesem Tag, auf das erste Boot kamen wir garnicht hinauf, weil es schon überfüllt war, das zweite Boot war ein Touristboot und uns zu teuer. Dann kam eine ganze Weile überhaupt kein Boot der Orange Line, und das Gedränge wurde immer schlimmer. Schließlich kam ein Boot mit einem gelben Fähnchen, das eigentlich am Ratachwong Anleger nicht hält, aber es hieß wir sollten einsteigen und tatsächlich hielt das Boot dann auch an und wir stiegen aus.

in der Thanon Yaowarat am Wat Pathuma Kongha nach dem Weg fragen

Die ganze Aktion hatte eine Stunde gedauert. Wir gingen zunächst die Thanon Ratchawong entlang und bogen irgendwann nach rechts in das Gewirr der kleinen Marktgassen ab. Schon auf der Ratchawong Road waren viele Menschen unterwegs, in den kleinen Gassen wurden es noch mehr. Schließlich kamen wir durch die Soi (Gasse) Yaowarat auf die Thanon Yaowarat, die Haupt-Geschäftsstraße von Chinatown. Diese war für den Autoverkehr gesperrt, auf beiden Seiten der Straße gab es Unmengen von kleinen Ständen, die überwiegend Essen, aber viele auch allen möglichen Krimskrams anboten. Das Gedränge war unbeschreiblich, man konnte sich nur zentimeterweise durch die Massen schieben, die Fanmeile auf dem 17. Juni ist nix dagegen. Nach einer halben Stunde, in der wir ungefähr 200 m weit gekommen waren, hatten wir genug vom Gedränge und bogen einfach in eine der kleinen Straßen nach rechts ab, und sofort war es vollkommen ruhig. Um die Richtung zu behalten bogen wir dann die nächste Möglichkeit nach links ab und kamen so über die Thanon Pat Sai und Soi Klong Thom zu einem Tempel namens Wat Pathuma Kongha, der allerdings geschlossen hatte.

am Chinatown Ceremonial Gate Wat Trimit

Wir fragten nach dem Weg, und eine Frau wies uns die Richtung die Thanon Traimit entlang, die führte uns dann direkt zum Chinatown Ceremonial Gate, wo schon wieder alles abgesperrt war und auch wieder eine riesige Menschenmenge am Straßenrand stand. Dann kam eine Polizeieskorte die Straße entlang und schließlich ein offener Wagen, in dem die Tochter des Königs (Maha Chakri Sirindhorn) saß. Als ich das mitkriegte, wollte ich schnell fotografieren, aber es war zu spät, ich habe nur Sylvias Hinterkopf neben vielen anderen Hinterköpfen drauf. Nachdem die königliche Hoheit vorbei war, durften die Fußgänger wieder auf die Fahrbahn und am Ceremonial Gate konnten wir sehen, dass es dort irgendeine Veranstaltung gegeben hatte. Abends im Fernsehen haben wir es noch gesehen, aber was es wirklich war, können wir nur vermuten: eine Feierlichkeit anlässlich Chinese New Year.
Wir umrundeten den Platz und kamen zu der Straße, die zum Wat Trimit führt, aber auch dieser war wegen des Feiertages geschlossen und so schauten wir uns nur das Gebäude an, machten ein Foto und gingen weiter in Richtung Bahnhof, denn dort ist eine U-Bahn Station.
Nachdem wir die Security am U-Bahn Eingang passiert hatten, fuhren wir mit einem "Elder" - Ticket mit der U-Bahn bis Silom und stiegen dort in den Skytrain um, was aber auch noch einen längeren Spaziergang bedeutete, denn die beiden Bahnhöfe liegen etwa 200 Meter auseinander. An der Saphan Taksin ging es wieder aufs Boot und gegen 19.30 waren wir wieder "zuhause". Wir aßen wieder bei Adang noch einen Happen und ließen uns nochmal in einem anderen Salon die Füße massieren, das war aber nicht so besonders gut. Anschließend wieder Balkon und die müden Füße ausruhen.

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Dienstag 09.02.2016

Wir waren ziemlich früh aufgestanden und verließen das Hotel bereits um kurz nach 10 Uhr. Und wieder das Expressboot bis Phra Athit, dann wieder durch das Tempelgelände und die gesamte Khao San entlang. Am Ende der Khao San bogen wie jetzt nach rechts ab und kamen auf den Ratchadamnoen Klang oder auch Thanon Ratchadamnoen, eine Prachtstraße im Zentrum Bangkoks. Sie ist 3,3 Kilometer lang und verbindet den Großen Palast mit dem neueren Dusit-Palast, in dem die Monarchen seit 1901 zumeist residiert haben.

auf der Thanon Ratchdamnoen Klang Losverkäufer auf der Thanon Ratchadamnoen Klang

Der Name der Straße bedeutet etwa "Königlicher Weg". Die Anlage der Prachtstraße ist beeinflusst von König Chulalongkorns Europareise im Jahr 1897. Als Vorbilder dienten eventuell Unter den Linden in Berlin und die Avenue des Champs-Élysées. Die Errichtung des Ratchadamnoen-Boulevards war Teil der ersten großen, planmäßigen Umgestaltung Bangkoks seit seiner Gründung 1782. Die Prachtstraße wurde mit drei parallelen Fahrbahnen gebaut, die voneinander mit doppelten Baumreihen getrennt und mit schattigen Fußwegen gesäumt waren. Nach dem Staatsstreich 1932, der die absolute Monarchie beendete, wurde der mittlere Ratchadamnoen-Boulevard verbreitert. In dieser Zeit entstanden auch die charakteristischen, vierstöckigen Geschäftshäuser. 1939 ließ der damalige Ministerpräsident auf der Mitte des Ratchadamnoen-Klang-Boulevards das Demokratiedenkmal errichten, das an den Übergang Thailands zum Konstitutionalismus und das Inkrafttreten der ersten Verfassung im Jahr 1932 erinnern soll. Anlässlich der Geburtstagsfeier des Königs wird die Thanon Ratchadamnoen alljährlich mit Lichtern, Bannern und Porträts des Monarchen verziert.
Die Straße ist eigentlich recht langweilig entlang zu laufen, ein wenig Abwechslung wird nur durch die vielen Losverkäufer geboten, die sich vor den Häusern aus den 1930er Jahren angesiedelt haben.

Demokratie Denkmal (Anusawari Prachathippatai) auf der Thanon Ratchadamnoen Klang

Hinter dem Demokratie Denkmal liegt der Wat Ratchanatdaram etwas zurückgesetzt hinter dem Denkmal von König Rama III. Er wird als einer der außergewöhnlichsten Tempel Bangkok angesehen. Mit dem Bau des Tempels wurde während der Regierungszeit des König Rama III begonnen, fertiggestellt wurde er erst vor kurzem vom Department der Schönen Künste. Er hat einen pyramidenförmigen rosafarbenen Loha Prasat (eine Pagode mit einer Metallspitze), der von einer Pagode in Sri Lanka inspiriert wurde. Dieser Loha Prasat ragt 36 Meter in die Höhe und ist umringt von 37 weiteren Spitzen, die einen burmesischen Schirm tragen. Es ist weltweit das einzige noch verbliebene Exemplar dieser Art. Vor dem Tempel befinden sich eine Gedenkstätte für König Rama III und ein Pavillon namens Maha Chetsadabodin, der für Willkommenszeremonien für Staatsoberhäupter genutzt wird.
Zunächst dachten wir der Tempel sei geschlossen, weil der Loha Praset eingerüstet war, aber das war nur äußerlich, denn wir konnten hineingehen. Im obersten und neunten Stockwerk steht ein Schrein mit einem dunklen Gefäß, in dem sich eine Reliquie des Buddha befinden soll. In der Mitte des Gebäudes befindet sich eine spiralförmigen Wendeltreppe, über die die einzelnen Stockwerke erreicht werden können. In den Etagen befinden sich zahlreiche Meditationszellen.

Loha Prasat Wat Ratchanadaram Worawihan im Ubosot des Wat Ratchanadaram Worawihan

Wir arbeiteten uns die Stockwerke nach oben, leider habe ich die Stufen nicht gezählt. Wär das Gerüst nicht gewesen, hätten wir sicherlich von ganz oben einen schönen Ausblick gehabt. Wie schauten uns auch noch den dazu gehörigen Tempel an und verließen das Gelände, um uns die Mahakan Festung anzusehen, die ein Teil der alten Stadtmauer ist. Vorher fotografierten wir den Ratchadamnon Klang noch in alle Richtungen, mit dem Demokratie Denkmal und vielen Bildern der königlichen Familie. Die kleine Festung ist schön weiß gestrichen aber drumherum ist alles ein wenig vergammelt. Wir umrundeten das kleine Gemäuer, konnten aber keinen Eingang finden, eine wirklich uneinnehmbare Festung.

das Mahakan Fort Klong Boot auf dem Klong Bang Lam Phu

Die Festung liegt direkt am Ufer eines Khlong, an der Stelle, wo der Klong Maha Nak in den Klong Banglampoo mündet. Eine kleine steile Brücke führt über den Klong Maha Nak und dort liegt auch die Haltestelle der Khlong Saen Saep Expressboote. Der Khlong verläuft Richtung Osten parallel zu der staugeplagten Phetchaburi Road und weiter bis in den Stadtteil Bang Kapi. Die westliche und östliche Teillinie haben ihren Umsteigepunkt in Pratu Nam nahe Central World. Mit der Fahrt vom Anleger Phan Fa Lilat an der Brücke nach Pratu Nam (12 Baht) haben wir dieses etwas abenteuerliche öffentliche Verkehrsmittel einmal erlebt. Der östliche Abschnitt ab Pratu Nam (Preis bis 20 Baht) wird vor allem von Pendlern genutzt. Der Fahrpreis wurde beim "Schaffner" bezahlt, der während der Fahrt auf der Reling balancierte. Es kann leicht passieren, dass man von der Gischt etwas nassgespritzt wird. Die Plastikplanen, die das verhindern sollen, müssen von den Passagieren selbst hoch- und runtergezogen werden.

Haltestelle des Klongbootes: Panfa Leelard Haltestelle des Klong Bootes: Pratunam

Die Fahrt dauerte eine halbe Stunde. Wir stiegen am Pratu Nam Pier aus und gingen in Richtung der Kreuzung Thanon Ratchadamri - Ratchaprarop Ecke Petchaburi Road, die wir unter Einsatz unseres Lebens überquerten, nach dem Motto: wenn die Thais über die Straße gehen, gehen wir auch, die werden schon wissen, was sie tun, hat auch geklappt, wir kamen heil auf die andere Seite.
An der Thanon Ratchaprarop liegt der bekannte Pratunam Market, der größte Markt für Textilien in Thailand. Hier findet man die größte Auswahl an Textilien, Stoffen, Kleidung und Accessoires in Bangkok. Beim Pratunam Market handelt es sich um einen Großhandelsmarkt, bei dem neben ausländischen Großhändlern und Exporteuren auch Thailänder einkaufen, welche die hier gekaufte Ware an anderen Märkten in Bangkok und ganz Thailand wieder verkaufen. Man bekommt die auf dem Pratunam Markt angebotene Ware auch in kleinen Mengen als Einzelverkauf zu extrem günstigen Preisen, schon die Stände, die den gesamten Bürgersteig der Ratchaprarop Road einnehmen, bieten eine große Auswahl an Klamotten. Hier gehen nicht nur die Touristen, sondern auch die Thailänder einkaufen.

Thanon Ratchaprarop mit Baiyoke Tower 2 Ausblick vom Baiyoke 2 Tower nach Südosten

Wir schlängelten uns durch das Gedränge bis zum Indra Regent Hotel und bogen dann ab, weil wir zum Baiyoke II Tower wollten. Der Baiyoke Tower 2 ist das höchste Gebäude Thailands. Ohne Antenne ist das Gebäude 304 Meter, mit Antenne 328 Meter hoch. Mit Hilfe von Bohrpfählen in einer Tiefe von 65 Metern soll die Stabilität des Gebäudes gewährleistet sein. In unmittelbarer Nachbarschaft (170 Meter Entfernung) steht der kleinere, 151 m hohe Baiyoke Tower 1. Nach siebenjähriger Bauzeit wurde der Baiyoke Tower 2 im Jahr 1997 fertiggestellt. Neben Restaurants, Geschäften und wenigen Büros ist dort das Baiyoke Sky Hotel. Der Baiyoke Tower 2 zählt zu den höchsten Hotelgebäuden der Welt und befand sich im Jahr 2007 auf Rang 4.

Ausblick vom Baiyoke 2 Tower nach Osten Ausblick vom Baiyoke 2 Tower nach Norden

Der Eintritt war mit 350 Baht pro Person nicht gerade billig, aber es sollte noch ein Frucht Büffet im Preis enthalten sein. Zuerst fuhren wir jedoch mit dem Fahrstuhl in den 78. Stock zur Aussichtsetage. Leider war es etwas diesig, aber die Aussicht war trotzdem beeindruckend und sehr fotointensiv. Dann konnte man noch bis zur 84. Etage fahren, bis zur 85. musste man dann laufen. Jedoch war die Aussicht nicht viel anders, allerdings nicht durch spiegelnde Scheiben beeinträchtigt. Wir fuhren dann noch zum 18. Stockwerk zu unserem Fruchtbüffet, was sehr enttäuschend war. Keine Ahnung, wo die das Obst her hatten, aber es war alles fade und etwas wässerig. Wir mussten dann noch vor unserem langen Rückweg zum Klo und fanden dabei ein richtig gemütliches Restaurant in dem man rauchen durfte, ebenfalls im 18. Stock mit einer großen Terrasse zum Golf spielen und deshalb im Freien nur mit einem Netz gesichert, damit die Golfbälle nicht durch halb Bangkok flogen.
Wir machten uns dann auf den Rückweg, zunächst wieder die Thanon Ratchaprorop entlang, wieder über die große Kreuzung, dann die Ratchadamri am Central World Plaza vorbei bis zur Sky Train Station Chit Lom.

Erawan Schrein Thanon Phloen-Chit / Ecke Thanon Ratchadamri Kreuzung Thanon Rama 1 / Ecke Phaya Thai

Auf dem Skywalk zur Station Chit Lom hatten wir an der Kreuzung der Strassen Ratchadamri und Phloen Chit einen guten Ausblick auf den Erawan Schrein, der täglich von unzähligen Thais und Touristen besucht wird, da er die Erfüllung von Wünschen verspricht. Während der Bauarbeiten des Erawan-Hotels im Jahre 1956 ereigneten sich zahlreiche Unglücksfälle, Arbeiter starben auf der Baustelle und ein Schiff, das Marmor für das Hotel transportierte, sank auf hoher See. Die abergläubischen Arbeiter weigerten sich, weiter zu arbeiten, sie fürchteten durch die Bauarbeiten erboste Geister. Ein Experte für Astrologie, wurde um Rat gefragt und um eine Lösung für das Problem gebeten. Er stellte fest, dass die Grundsteinlegung des Hotels an einem nicht verheißungsvollen Tag geschehen sei. Er entschied, da auch der Name des neuen Hotels bereits feststand, einen Schrein zu erbauen und ihn der Gottheit Brahma zu weihen sowie zusätzlich ein Geisterhäuschen auf dem Gelände des Hotels. Als Standort wurde die nordwestlichen Ecke des Grundstücks gewählt. Als der Schrein fertiggestellt und am 9. November 1956 eingeweiht worden war, hörte die Unfallserie auf, und das Hotel konnte in kurzer Zeit fertiggestellt werden. Im Jahre 1987 wurde das Erawan-Hotel abgerissen, an seiner Stelle 1991 das Grand Hyatt Erawan Hotel errichtet. Es waren sehr viele Menschen dort um zu beten.
Wir fuhren bis zur Station National Stadium, um noch im MBK Center nach einem Kabel für den Fotoapperat zu fragen, aber erfolglos: "mai mie" oder auch "no have". Also machten wir uns auf den Heimweg. Am Saphan Taksin stiegen wir um 18 Uhr wieder ins Expressboot, dieses Mal mit grüner Flagge, etwas teurer aber dafür nicht so voll, da die grüne Flagge nicht am Phra Athit hält. Die Fahrt dauerte trotzdem 40 Minuten.

River Side Hotel und Schiff der Menam Evening Cruise zwei Mönche auf dem Expressboot an der Krung Thon Bridge

An der Krung Thon Brücke stieg ich aus und wähnte Sylvia direkt hinter mir, aber weit gefehlt, sie hatte das Aussteigen verpasst, weil sie noch dringend zwei Mönche fotografieren wollte. Ich habe wohl ziemlich blöd geguckt, denn über den Gesichtern der Leute am Anleger breitete sich ein Lächeln aus. Gott sei Dank war es nicht das allerletzte Boot, das letzte aus der Gegenrichtung brachte Sylvia zurück zur Krung Thon Brücke und bei Adang trafen wir uns wieder.
Nach dem Essen gönnten wir uns wieder eine Fußmassage, direkt gegenüber vom Hotel. Kurz nach 21 Uhr waren wir wieder auf unserem Balkon.

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letzte Änderung: 20.11.2017 · Copyright © 2003 - 2017 by Angelika Rosenzweig