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Reisebericht Kreta 2017 Pitsidia - 1.Woche

Mittwoch 06.09.2017

Kreta Karte Wir flogen mit 20 Minuten Versptung um 10:15 in Tegel ab und kamen trotzdem pnktlich um 13.55 Uhr in Iraklion an. Aegean Airlines stellte sich als sehr angenehme Fluggesellschaft heraus, es gab sogar ein Frhstck, etwas staubiges Omelett mit einem Brtchen und gutem Kaffee. In Iraklion mussten wir nicht lange auf unser Gepck warten. Als wir aus dem Flughafengebude herauskamen, rechneten wir mit einem Mitarbeiter der Autovermietung mit einem Schild mit unseren Namen. Da war aber niemand.
Wir irrten etwas vor dem Flughafen herum und suchten zunchst die Autovermietung, bis wir merkten, dass es einen Shuttlebus geben sollte, dann suchten wir eben diesen. Nach einer halben Stunde war es uns gelungen, den kleinen Bus zu finden. Man bedeutete uns, das Gepck in den Kofferraum zu legen und einzusteigen. Wir warteten dann noch auf weitere Kunden, die dann auch irgendwann eintrudelten.

Flughafen Tegel Flughafen Tegel


Der Bus brachte uns dann zur eigentlichen Autovermietung, wir luden unser Gepck wieder aus. Leider waren wir etwas zu langsam und so waren vier Mietparteien vor uns an der Reihe.
Es wuselten etwa 10 Mitarbeiter von Goldcar herum, aber bedient wurde immer nur ein Kunde. Nach etwa einer Stunde waren wir endlich an der Reihe. Wir mussten fr 111,- Euro die volle Tankfllung kaufen und sollten das Auto leer zurckbringen. Wer traut sich schon auf dem letzten Tropfen zu fahren! Also gibt es fr den Vermieter eine Viertel Tankfllung geschenkt.
Dann wurde versucht, uns eine Vollkaskoversicherung zu verkaufen. Auf meinen Hinweis, dass der Wagen schon bei CardelMar Vollkasko versichert sei, behauptete die Dame doch glatt, dass das nicht stimmen wrde.
Nach mehreren Unterschriften und einer Kautionshinterlegung von 1200,- Euro per Kreditkarte bekamen wir endlich den Wagen. Unser Mietwagen war grer als bestellt, sehr neu, gepflegt und sauber und witziger weise ein Peugeot 208 in grau, er sah also genauso aus wie unser eigenes Auto. Nur hatte der Wagen ein Schaltgetriebe, was dazu fhrte, dass ich das Auto zweimal abwrgte.

Flughafen Iraklion unser Mietauto

Rolf war als Scout etwas ungebt, und so irrten wir eine Dreiviertelstunde durch Iraklion, bis wir endlich die Strae nach Mires fanden. Dann ging es zgig voran, wenig Verkehr und schnes Wetter. Um kurz vor 18 Uhr waren wir dann endlich in Pitsidia, Wir stellten nur schnell unser Gepck ab und gingen dann gleich zu Babis und Doxoula etwas essen, leckere grne Bohnen mit Lammfleisch, Anschlieend packten wir unseren Kram aus und gingen zur Platia von Pitsidia, um bei Leonidas noch einen Ankunfts- und Feierabendouzu zu trinken. Auf dem Platz war nicht viel los, so wechselten wir dann noch auf unseren Balkon.

Pension Acropol bei Babis und Doxia


Pitsidia ist ein sehr schnes Dorf im Sden von Kreta, wenige Kilometer nordstlich des bekannten Touristenortes Matala. Es gehrt zur Gemeinde Festos.

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Donnerstag 07.09.2017

Wir frhstckten erst um 9.30 Uhr und fuhren anschlieend nach Matala.
Matala ist ein Dorf an der Sdkste von Kreta. Nach dem griechischen Mythos war Matala der Ort, an dem Zeus in Stiergestalt mit der von ihm entfhrten phnizischen Prinzessin Europa an Land ging. In der Jungsteinzeit wurden in das weiche, porse Gestein der Bucht zahlreiche Wohnhhlen gegraben, die in der Zeit der rmischen Besetzung Kretas als Grabsttten genutzt wurden. Bis heute sind sie die berhmteste Attraktion von Matala geblieben. In den 1960er Jahren siedelten sich in den neolithischen Wohnhhlen Hippies aus aller Welt an (darunter viele junge US-Amerikaner, die ihre Teilnahme am Vietnamkrieg verweigerten), und grndeten dort eine groe Kommune.
In unserem Stammlokal Lions wurden wir freudig begr und tranken dort einen Kaffee. Von der Terrasse des Restaurants hat man einen wunderbaren Blick auf die Bucht von Matala. Am Strand war es sehr voll, das Wetter war auch ganz wunderbar, kein Wind und strahlender Sonnenschein. Dann kauften wir in dem wunderbaren Buchladen vier Ansichtskarten und begrten Christina in ihrem Kleiderladen.

Restaurant Lions in Matala Matala

Wir wollten noch ein wenig einkaufen, deshalb fuhren wir nach Timbaki. Der groe Supermarkt am Ortseingang ist gut sortiert und so fanden wir alles, was wir brauchten.
Timbaki liegt ebenfalls im Sden Kretas am nordwestlichen Ende der Messara-Ebene etwa zwei Kilometer von der Kste entfernt und hat ca. 5000 Einwohner. Zur Stadt gehrt der Hafenort Kokkinos Pyrgos. Die Haupteinnahmequelle der Region ist die Landwirtschaft. Gewchshuser, in denen Gemse angebaut wird, verschandeln die Landschaft rund um die Stadt.
Whrend der osmanischen Zeit war Timbaki Schauplatz blutiger Auseinandersetzungen zwischen Osmanen und griechischen Freiheitskmpfern. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Stadt von der Wehrmacht zerstrt und aus den Trmmern der Flugplatz Timbaki errichtet. Im Jahre 2005 begann man mit der Planungen eines groen Containerhafens an der Kste von Timbaki. Es kam zu Protesten der Bevlkerung und im Januar 2009 verkndete man schlielich, dass es keinen Containerhafen geben werde.

Timbaki Hauptstrasse Kafeneon in Timbaki

Im Caf am Markt machten wir noch eine Kaffeepause. Leider hat sich das Caf sehr verndert, die bequemen Korbsthle sind durch hssliche schwarze Kunstledersessel ersetzt worden, auf denen man sehr schwitzt.
Wir saen dort bis fast 16 Uhr herum und fuhren dann zurck nach Pitsidia.

bei Bodikos abends auf der Platia

Bei Bodikos tranken wir ein schnes gezapftes Bier. Der Besitzer des Restaurants hatte gewechselt und so erkannte uns auch niemand wieder und Mama Eleni sa auch nicht mehr auf ihrem Platz in der hinteren Ecke,
Zum Abendessen wieder bei Babis und Doxoula und danach wieder zu Leonidas an der Platia.
Dieses Mal war es sehr voll, denn es gab Livemusik, eine Rockband - Matala Project -, die flott aufspielte.

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Freitag 08.09.2017

Gegen 9 Uhr gingen wir nach unten auf die Terrasse frhstcken, leckeres Spiegelei und schnes frisches Brot. Anschlieend um 10 Uhr fuhren wir nach Timbaki.
Rolf ging zum Friseur und ich versuchte in einer Apotheke etwas gegen mein vllig zugeschwollenes Augen zu bekommen. In der Nacht hatte mich eine fiese kleine Mcke mal wieder ins Augenlid gestochen. Ich bekam zwar eine Creme, aber geholfen hat sie nicht wirklich.
Dann fuhren wir weiter nach Kalamaki, setzten uns dort beim Caf Kiknos auf die Sonnenliegen. Blderweise hatte ich die Sonnencreme vergessen und so zog ich dann doch lieber in den Schatten auf die bequemen Korbsofas um. Wir blieben dort bis 16.30 Uhr sitzen und lasen.

Kalamaki der Bcker in Pitsidia

Kalamaki ist ein kleiner Kstenort, vier Kilometer nrdlich von Matala. In den letzten Jahrzehnten ist der Ort zu einem kleinen Touristenzentrum herangewachsen und ist eine ruhige Alternative zu Matala.
Nach unserem Nach-dem-Strand-Feierabendbier aen wir bei Babis und Doxia zu Abend, und gingen dann wieder zur Platia, aber leider hatte Leonidas geschlossen. Also zurck zum Bodikos, weil es dort das gezapfte Bier gibt. Irgendwann wurden uns die griechischen Sthle zu unbequem und wir zogen auf unseren Balkon um.

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Sonnabend 09.09.2017

Frhstck wieder um 9.00 Uhr und anschlieend schrieben wir unsere paar Ansichtskarten und brachten sie dann auch gleich zur Post nach Timbaki, damit sie mglichst schnell nach Deutschland kommen. Hat aber nicht geklappt, die Karten kamen erst eine Woche nach uns an. Wir fuhren noch weiter nach Kokkinos Pirgos, weil wir hofften, dass sich der Strand dort etwas verbessert htte. Der Strand selber ist ja ganz schn, aber die Liegen und Sonnenschirme vllig vergammelt und das dazugehrende Restaurant schmuddelig und die Leute unfreundlich.

Kokkinos Pirgos Kalamaki

Kokkinos Pyrgos (Roter Turm) ist der Hafen von Timbaki. Der Name des Ortes geht auf einen roten Lehmturm zurck, von dem jedoch nichts weiter bekannt ist.
Also fuhren wir doch wieder nach Kalamaki und lieen uns dort am Strand nieder.
Weil ich ein wenig Hunger hatte, bestellte ich mir einen kleinen griechischen Salt und bekam eine groe Schssel voll, was zu Folge hatte, dass ich abends bei Doxia nur noch eine kleine Kohlroulade essen konnte.
Nach dem Abendessen machten wir uns wieder auf den Weg zur Platia, dieses Mal den langen Weg an der Kirche vorbei und die ganze Dorfstrae entlang. Leonidas hatte geffnet und so blieben wir dort bis etwa 23 Uhr. Dann war nichts mehr los und wir gingen zurck zum Acropol.

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Sonntag 10.09.2017

Sptes Frhstck um 9.30 Uhr. Auf dem Weg zum Strand machten wir noch einen kurzen Stopp in Kamilari.
Kamilari liegt auf den drei Hgeln Evgora, Goulas und Alevrota und berblickt die Messara-Ebene. Haupteinnahmequelle der etwa 400 Einwohner ist der Tourismus. Der Name des Ortes leitet sich von dem byzantinischen Wort Kamilaris (Kamelreiter, Kameltreiber) ab.

Kamilari Kamilari

Zur Ortschaft Kamilari gehren noch die Drfer Agios Ioannis mit 65 Einwohnern und Kalamaki mit 106 Einwohnern. Es wurde wieder ein geruhsamer Strandtag auch der Abend gestaltete sich wie immer: Bodikos, Restaurant Babis und Leonidas an der Platia.

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Montag 11.09.2017

Nach dem sehr spten Frhstck brachen wir um 11 Uhr auf und fuhren zunchst nach Mires.
Mires ist mit ca. 6.400 Einwohnern die grte Stadt der fruchtbaren Messara-Ebene. Der Wochenmarkt in Mires ist der grte der Region. Die Stadt liegt an einer vielbefahrenen Landstrae, die Kreta von Iraklion bis Timbaki an der Sdkste in Nordsd-Richtung durchquert.
Obwohl kein Markttag war, wimmelte es von Menschen und vor allem von Autos, fast ein Verkehrschaos. Nachdem in einem Telefonladen ein freundlicher Mensch mein Telefon fr das Telefonieren in Griechenland fit gemacht hatte (man musste den Anbieter manuell einstellen, warum auch immer), lieen wir uns zu einem Kaffee in einem der Kafeneons an der Taxihalte nieder und beobachteten das Treiben auf der Strae. Eine Bettlerin verkaufte Feuerzeuge. Einer der griechischen Gste hatte Mitleid mit ihr und kaufte ihr fnf Feuerzeuge ab. Er schaute sich die Feuerzeuge an, und fragte uns dann, ob wir lieber Katzen oder Hunde mgen, und so bekamen wir jeder ein Feuerzeug mit einem Katzenbild geschenkt.

Matala Matala

Gegen 14 Uhr brachen wir wieder auf, fuhren nach Matala in unser Stammlokal Lions, saen dort den Rest des Nachmittags herum und genossen den Blick auf die schne Bucht, allerdings gefllt mit vielen Menschen. Der Abend verlief fast wie immer, wobei ich auf Leonidas verzichtete und lieber auf dem Balkon lesen wollte. Die Livemusik vom Platz war bis auf unseren Balkon zu hren.

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Dienstag 12.09.2017

Nach dem Frhstck gegen 10.30 Uhr starteten wir zu einem Ausflug. Weil es sehr windig war, hatten wir keine Lust zum Strand zu gehen. Zunchst fuhren wir in den kleinen Ort Vori, denn es sollte dort ein altes Kloster geben, das wir uns ansehen wollten. Wir hielten nach einem Schild Ausschau, das uns den Weg zum Kloster zeigen sollte, umkreisten den kleinen Ort Vori, fuhren dreimal hindurch, irrten auf kleinen schmalen Wegen durch die Umgebung und kamen schlielich in Timbaki wieder auf die Hauptstrae. Wir hatten das Kloster nicht gefunden.

Kloster Kaliviani Kloster Kaliviani

Wir hatten uns noch ein zweites Kloster ausgesucht. Deshalb fuhren wir wieder in Richtung Vori und weiter in Richtung Mires, vorbei an der Abzweigung nach Phaistos. Das Kloster Kaliviani war wunderbar ausgeschildert und liegt fast direkt an der Hauptstrae. Die Anlage ist eines der wenigen noch bewohnten Klster Kretas und beherbergt ein Waisenhaus, ein Krankenhaus mit Altersheim und ein Mdchenpensionat. Auerdem klostereigene Werksttten fr Web- und sonstige Handarbeiten, in denen unterrichtet wird und deren Erzeugnisse man auch kaufen kann.

Kloster Kaliviani Kloster Kaliviani

Was jedoch gleich auffllt, ist die Pflanzenvielfalt und deren ausdrucksvolle Farben: riesige Palmen, groe Oleanderbsche in strahlendem Wei oder leuchtendem Rosa, Bougainvillea und Hibiskusbume stehen links und rechts des Hauptweges. Neben den Fresken der Kapelle ist besonders die Fassade der Hauptkirche mit ihren zahlreichen Ornamenten einen Blick wert. Wir hielten uns eine ganze Weile in dem schnen weitlufigen Kloster auf und genossen die friedliche Atmosphre. Auch gab es dort noch ein hbsches und interessantes kleines Museum.

hohe Wellen in Kalamaki hohe Wellen in Kalamaki

Schlielich fuhren wir doch noch nach Kalamaki zum Strand, blieben aber auf den gemtlichen Korbsofas.

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Mittwoch 13.09.2017

Nach dem wieder sehr spten Frhstck um 10.30 fuhren wir zunchst zum Kommos Strand zu dem Parkplatz neben den Ausgrabungen. Kommos bestand als minoische Hafenstadt bis 1200 v. Chr., und spter als griechische Siedlung bis in die Zeit des Rmischen Reiches. Um 200 n. Chr. wurde sie aufgegeben.

Komos Beach Komos Beach

Seit 1976 wurden in Kommos mit Genehmigung des Griechischen Archologischen Dienstes offizielle Ausgrabungen durchgefhrt. Nach Beendigung der eigentlichen Grabungen wurden von 2004 bis 2006 Arbeiten zum Schutz vor Erosion durchgefhrt. Eine ffnung des Gelndes zur Besichtigung durch die Allgemeinheit gibt es bis heute nicht. Wir stellten fest, dass sich einiges verndert hatte, obwohl wir noch nie gesehen hatten, dass dort jemand arbeitet.

Ausgrabungen am Komos Beach Ausgrabungen am Komos Beach

Wir fuhren weiter nach Kalamaki, verbrachten dort einen Strand- und Couchtag. Die Wellen waren sehr hoch und es war sehr windig, dass sogar zwei Kitesurfer ihre Runden drehten. Die Wellen hatten einen Teil des Strandes weggesplt, und die erste Reihe der Liegesthle war somit verschwunden.

Kalamaki Kalamaki

Um 16.30 machten wir uns wieder auf den Weg nach Matala. Nach einer kleinen Foto Runde waren wir wieder im Lions und beobachteten, wie sich die Badegste in den Wellen vergngten. Mir waren die Wellen entschieden zu hoch.

Matala Matala

Am Ortsausgang gabelten wir noch zwei deutsche Anhalter auf, die im Lions am Nebentisch gesessen hatten, und sich nach einer Wanderung von Sivas nach Matala dort gestrkt hatten. Wir brachten die beiden erschpften Wanderer nach Sivas, das ja nur ein paar Kilometer hinter Pitsidia liegt.

Matala Matala

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letzte Änderung: 20.11.2017 · Copyright © 2003 - 2018 by Angelika Rosenzweig