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Reisebericht Kreta 2017 Pitsidia - 2.Woche

Donnerstag 14.09.2017

Gegen 11 Uhr machten wir uns auf den Weg nach Iraklion und kamen dort um 12.30 Uhr an. Auf halber Strecke in Agia Varvara war es sehr voll, groe Lastwagen machten die Durchfahrt durch den Ort fast unmglich und auch in Iraklion herrschte sehr dichter Verkehr. Als wir jedoch endlich die Strae am Meer erreicht hatten, wurde es besser. Wir fanden das Parkhaus City Parking problemlos wieder. Ein schner Service in Iraklion: vor dem Parkhaus bernimmt ein freundlicher Mensch das Auto und bringt es in das Parkhaus, wenn man zurck kommt und bezahlt hat, holt er es wieder heraus. Kein Herumirren in fremden dunklen Parkhusern!

Parkhaus in Iraklion venezianische Loggia

Iraklion ist mit fast 200.000 Einwohnern die grte Stadt Kretas und der Sitz der Verwaltungsregion Kreta. Der Name leitet sich etymologisch von Herakles ab.
Die gesamte Innenstadt innerhalb der Stadtmauer ist Fugngerzone, viele alte Huser sind restauriert, alles wirkt sehr gepflegt und es ist berhaupt nicht mehr hektisch, weil sich der Autoverkehr nicht mehr durch die engen Straen qulen muss. Wir hatten jetzt erstmal Kaffeedurst, und fanden das nette Caf direkt neben der venezianischen Loggia wieder.
Die zweigeschossige venezianische Loggia, 16261628 in italienischem Renaissancestil erbaut, war mit ihrem Arkadengang in venezianischer Zeit das Zentrum des gesellschaftlichen Lebens. Im rckwrtigen Teil befindet sich heute das Rathaus.

Morosinibrunnen Bembo Brunnen

Dann schlenderten wir zum Morosinibrunnen mit den vielen sehr touristischen und teuren Restaurants an dem Platz daneben. Der Morosinibrunnen - auch Lwenbrunnen genannt wurde 1628 erbaut. Auf der von zahlreichen Straencafs umgebenen Platia Venizelou ist er die Mitte der Stadt. Der aus acht reliefgeschmckten Wasserbecken mit einer von vier steinernen Lwen getragenen Wasserschale in der Mitte bestehende Brunnen wurde ber ein 15 km langes Aqudukt aus den Quellen von Archanes gespeist.

Marktstrasse Marktstrasse

Wir gingen weiter zu der alten Marktstrae, die sich allerdings sehr verndert hat, es gibt nur noch Geschfte mit touristischem Schnickschnack, die schnen alten Marktgeschfte mit frischem Fisch, Obst und Gemse wurden in ein paar kleine Nebenstraen verdrngt. Weiter ging es durch die sehr modernen und schicken Einkaufsstraen. Wir machten noch eine Trinkpause in einem kleinen Restaurant, das sich la Brasserie nannte, aber sehr franzsisch wirkte es nicht, doch die Sthle waren bequem und man sa im Schatten. Leider spielten sie ziemlich laute und schreckliche Musik, mein Tonic war lauwarm, das Bier auch nicht gerade erfrischend. Die Toiletten waren schmuddelig und irgendwie wirkten sie noch nicht ganz fertig. Dabei sah von auen alles sehr schick aus.

Einkaufsstrasse La Brasserie

Jetzt hatten wir endgltig genug von Iraklion und fuhren zurck und fanden dieses Mal die Strae nach Mires auf Anhieb, es war auch nicht mehr so voll auf den Straen und so brauchten wir fr die Fahrt nur etwas ber einen Stunde. Abends gab es wieder Livemusik mit der Rockband am Platz, beim ersten Mal hatte die Gruppe mir allerdings besser gefallen.

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Freitag 15.09.2017

Nach unserem spten Frhstck fuhren wir zum Markt nach Timbaki, um Kruter und Tee zu kaufen. Es war wie immer recht voll, viel Neues gab es jedoch nicht und so fuhren wir nach unseren Einkufen wieder nach Kalamaki. Auch hier war viel los, es gab keine freie Liege mehr, also blieben wir auf der Couch.

Timbaki Markt Timbaki Markt

Auch hier war viel los, es gab keine freie Liege mehr, also blieben wir auf der Couch.

Kalamaki Kalamaki

Nach dem Abendessen waren wir wieder auf der Platia, dort gab es irgendeine Geburtstagsfeier mit dem Popen und seiner Familie, sogar unser Wirt Georgios und sein Enkel Manolis waren dort.

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Sonnabend 16.09.2017

Eigentlich wollten wir nicht zum Samstagsmarkt nach Mires, aber immer nur Strand Auf dem Markt war es nicht sehr voll, dafr gab es in den Kafeneons keinen freien Platz und so fuhren wir doch noch nach Kalamaki und tranken unseren Kaffee dort.

Mires Mires

Auch dort war es nicht so voll wie am Vortag, die Wellen waren wieder normal und das Wasser war wunderbar warm.
Um 20 Uhr gingen wir zum Abendessen und anschlieend zum Platz zu Leonidas.

abends in Pitsidia abends in Pitsidia

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Sonntag 17.09.2017

Um doch mal wieder etwas Neues kennenzulernen, wollten wir einen Ausflug zum Kloster Odigitrias machen. Wir fuhren zunchst nach Sivas und dann weiter nach Listaros, dort war dann der Weg zum Kloster bereits ausgeschildert. Am Kloster endet die asphaltierte Strae, auf einer Schotterpiste kann man bis Kali Limenes weiterfahren. Aufgrund der einsamen Lage wurde Odigitrias mit wehrhaften Mauern erbaut und besitzt noch einen alten Fluchtturm. Er bot den Mnchen frher Schutz vor den nicht gerade seltenen Piraten-berfllen.

Kloster Odigitrias Kloster Odigitrias

ber dem Tor sind noch die Reste einer Pechnase zu erkennen, aus der die Angreifer mit heiem l bergossen wurden. Der Turm ist innen ber eine Holztreppe zu besteigen. Oben vom Fluchtturm htte man sicher einen schnen Rundblick ber das Kloster und die umliegenden Berge, aber die Tr zum Dach war leider geschlossen. Heute dient der Turm den noch im Kloster lebenden Mnchen teilweise noch als Lagerraum. In den traditionellen Pithoi wurden lange noch wie schon vor Jahrhunderten Wein, l, oder Getreide gelagert.

Kloster Odigitrias Kloster Odigitrias

Im Jahr 2005 wurden fast alle Gebude neu verputzt oder gestrichen und so macht das ganze Kloster einen sauberen und freundlichen Eindruck. Whrend der trkischen Besatzungszeit diente das Kloster auch immer wieder Freiheitskmpfern als Unterschlupf. Wie beispielweise dem legendren Mnch und Freiheitskmpfer Ioasaf, der sich angeblich im Turm verschanzt hatte und den trkischen Truppen buchstblich bis zur letzten Patrone Widerstand leistete. Erst danach sei es den Trken gelungen, ihn im Kampf Mann gegen Mann zu berwltigen.

Kloster Odigitrias Kloster Odigitrias

Heute ist das Kloster ein Ort der Ruhe und Beschaulichkeit, wird aber zunehmend auch von Touristen besucht. Ein Besuch wert ist auch die kleine Klosterkirche im Zentrum der Anlage.
Wir wollten zunchst um das Kloster herumgehen, aber irgendwie kam man nicht ganz herum, aber auf diesem Wege entdeckten wir zumindest einen alten gemauerten Backofen.

Kloster Odigitrias Kloster Odigitrias

Im Klostergelnde hatten wir eher den Eindruck es sei ein Kartzenkloster, berall lagen schlfrige Katzen herum und wirkten sehr ausgeruht und zufrieden, aber Mnche haben wir auch gesehen. Der eine Mnch war auffallend jung, wohl ein Nachwuchsmnch. In der Klosterkirche wurde gerade von einem Mnch und einem griechischen Paar ein sehr ernst wirkendes Gesprch gefhrt. Ich wollte nicht stren und habe deshalb kein Foto vom Inneren der schnen Kirche. Im Klosterladen erstand ich eine Salbe aus was wei ich (ganz altes Geheimrezept), die so gegen alles helfen soll.

Kloster Odigitrias Kloster Odigitrias

Nach unserem Klosterbesuch fuhren wir zum Kaffeetrinken nach Mires, der Ort wirkte am frhen Sonntagnachmittag eher verschlafen. Dann ging es weiter nach Matala. Es war recht schwierig einen Parkplatz zu finden, Matala war ein wenig berfllt am Sonntag. Wir saen ein wenig im Lions herum, dann im schnen Buchladen gestbert und Kalender gekauft und Christina besucht und ein wenig mit ihr geschwtzt.

Mires Matala

Gegen 17 Uhr waren wir wieder in Pitsidia, Bier bei Bodikos, Abendessen bei Babis und Doxia, wobei wir den letzten freien Tisch bekamen, eine sterreichische Reisegruppe nahm sehr viel Platz weg. Anschlieend noch zur Platia bei Leonidas.

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Montag 18.09.2017

Ein Tag ohne besondere Vorkommnisse, Strand und Baden in Kalamaki und abends wie immer, allerdings mal wieder Livemusik auf der Platia.

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Dienstag 19.09.2017

Nach dem Frhstck fuhren wir ausnahmsweise nicht direkt zum Strand, sondern zuerst zu den Ausgrabungen von Agia Triada.
Agia Triada ist eine archologische Ausgrabungssttte mit den berresten einer Palastanlage etwa zwei Kilometer nordwestlich der Ruinen von Phaistos. Agia Triada ist nach Phaistos die zweitgrte Siedlung der minoischen Kultur in der westlichen Messara. Der antike Name der villenhnlichen Palastanlage ist nicht berliefert. Die Palastanlage wurde nach der zweischiffigen Kirche der Heiligen Dreifaltigkeit aus dem 14. Jahrhundert auf einem Hgel sdwestlich der ehemaligen Palastanlage benannt.

Agia Triada Agia Triada

Agia Triada wurde erst um 1550 v. Chr. erbaut, also 350 Jahre nach dem ersten Palast von Phaistos. Im Gegensatz zu allen anderen minoischen Palsten besteht der Palast aus zwei Flgeln, die im rechten Winkel zueinander erbaut wurden. Nrdlich schliet sich die Wohn- und Marktsiedlung an. Auf einer kleinen Anhhe steht die kleine byzantinische Kapelle Agios Georgios Galatas aus dem 14. Jahrhundert, mit leider schlecht erhaltenen Fresken.

Agia Triada Agia Triada

Der Abstieg vom Parkplatz oberhalb des Ausgrabungsgelndes war etwas schweitreibend, da die steilen Treppen in der prallen Sonne lagen. Die Anlage ist viel kleiner als Phaistos und so hat man schneller die Besichtigung abgeschlossen. Wie immer bei solchen Ausgrabungen, wo mehr oder weniger nur die Grundmauern erhalten sind, kann ich nicht so richtig etwas damit anfangen. Wir durchquerten das Ausgrabungsgelnde und kamen zu der kleinen byzantinischen Kapelle, die wenigstens als gesamtes Gebude erhalten war. Der Aufstieg zurck zum Parkplatz war auch etwas anstrengend, aber weniger schlimm als erwartet.

Agia Triada Agia Triada

Die anschlieende Erholung in Kalamaki hatten wir uns verdient.

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Mittwoch 20.09.2017

Unser letzter Tag war eigentlich eine Abschiedsrunde. Zunchst Kalamaki, wo wir auch eine Weile blieben,

Kalamaki Kalamaki

anschlieend Matala, wo wir uns vom Lions verabschiedeten (See you next year) und natrlich auch von Christina.

The Lions in Matala Fashion Christina

Im Acropol bezahlten wir noch unser Frhstck, 93 Euro fr 14 Tage, also ca. 6.50 Euro pro Tag fr beide, das ist nicht viel. Doxia hatte mir meinen Abschiedsessenwunsch erfllt, es gab Reisnudeln mit Hhnchen.

Restaurant Babis Pitsidia der letzte Sonnenuntergang

Unsere Lieblingsbedienung bei Leonidas war leider nicht da.

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Donnerstag 21.09.2017

Wir fuhren um 7.45 Uhr ab und kamen um 9.15 in Iraklion bei Goldcar an. Die Abgabe war problemlos, obwohl so ein Goldcar Mensch noch am Schutzblech rttelte und meinte, das sei locker. Auf unser: das war schon so lie er davon ab, und der Goldcarbus brachte uns zum Flughafen. Er lie uns beim Ankunftsgebude aussteigen, den Rest durften wir dann laufen. Super Service.

Abschiedsfoto Abschiedsfoto

Der Flughafen war hoffnungslos berfllt, aber am Schalter von Aegean Airlines nach Athen ging es noch, nachdem wir ihn nach lngerem Suchen endlich gefunden hatten. Die Schlange am Sicherheitscheck war endlos und so stellten wir uns vorsichtshalber schon mal an, obwohl wir bis zum Abflug noch fast zwei Stunden Zeit hatten. Als wir endlich durch waren, war unser Flieger nach Athen bereits zum Einsteigen bereit.

Abflug von Iraklion in Athen angekommen

Wir flogen mit 5 Minuten Versptung um 11.25 Uhr ab und landeten pnktlich in Athen um 12.15 Uhr. Der Weg zu unserem Gate nach Berlin war recht weit, ich hatte den Flughafen gar nicht so gro in Erinnerung. Unterwegs trafen wir noch auf eine vergleichsweise gemtliche Raucherlounge.

Abflug von Athen in Tegel angekommen

Der Abflug war pnktlich um 13.30 und wir landeten ebenso pnktlich in Berlin um 15.20. Obwohl der Flug nur knapp zwei Stunden dauerte, gab es sogar noch eine warme Mahlzeit und so verging die Zeit wie im Fluge.

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letzte Änderung: 20.11.2017 · Copyright © 2003 - 2018 by Angelika Rosenzweig