Flagge Griechenland

Reisebericht Kreta 2012
Pitsidia

Flagge Griechenland

Sonntag 17.06.2012

Kreta Karte Wir frühstückten nachdem wir gepackt hatten gegen 9.00 Uhr und fuhren um 11 Uhr ab. Dieses Mal fanden wir die Abfahrt nach Georgiopolis, tranken dort einen Kaffe und machten noch einen kleinen Rundgang, der Ort gefiel uns recht gut, vielleicht für unseren nächsten Kretaaufenthalt auch noch eine Möglichkeit. Weiterfahrt auf der Schnellstraße bis Rethymnon, dort bogen wir nach Süden ab und fuhren über Spili und Timbaki nach Pitsidia.
Pitsidia liegt im Süden Kretas in der Messara-Ebene, links neben der Straße nach Matala, etwa 6 km davor. Im Gegensatz zu Matala ist Pitsidia noch vergleichsweise ruhig und verschlafen, keine großen Hotels. Auch ist es den „Pitsidianern“ gelungen, den alten Ortscharakter trotz mehrerer neuer Tavernen zu erhalten, es ist zum Teil sogar noch schöner geworden.
Alte fast verfallene Häuschen werden von diversen Ausländern erworben und liebevoll restauriert. Im Vergleich zu 1982, als ich das erste Mal dort war, ist Pitsidia richtig groß geworden, aber der alte Ort wurde nicht zerstört, sondern neue Häuser drumherum gebaut.
Wir wohnen seit Jahren immer bei Georgio und Souboulia im Akropol, einem Restaurant direkt an der Bushaltestelle, das aufgestockt wurde und so auch ein paar einfache und saubere Zimmer anbietet. Georgio und Souboulia freuten sich, uns zu sehen und wir bekamen wieder das Zimmer Nr. 3, oben im ersten Stock.

Blick von unserem Balkon in Pitsidia Am Markt in Pitsidia

Wir richteten uns ein und verstauten unsere Sachen. Danach machten wir einen Spaziergang durch Pitsidia, um zu sehen, was sich alles verändert hat. Ein paar neue Häuser sind dazu gekommen, ein paar andere sind schön restauriert, aber allzu viel hat sich nicht verändert. Wir kehrten auf einen Kaffe in einer der Tavernen am Markt ein, es war absolut nichts los, der Platz wirkte wie ausgestorben.
Zum Abendessen kehrten wir bei Babis und Douxoula ein, auch sie freuten sich uns zu sehen. Um 22 Uhr wollten wir das Deutschlandspiel sehen und gingen dazu zu Bodikos, der Pizzeria schräg gegenüber vom Akropol. Wir fanden gerade noch ein Plätzchen ganz hinten, konnten schlecht sehen und es war auch eine blöde Stimmung. Die Leute interessierten sich nicht wirklich für Fußball, aßen nur und quatschten und standen im Weg. Nach dem Spiel gingen wir noch zum Markt, aber dort war wieder nichts los, also gingen wir in unser Zimmer und auf den Balkon.

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Montag 18.06.2012

Spätes Frühstück um 9 Uhr, schöne fettige Spiegeleier (wie können Spiegeleier nur so blass sein und dazu so gut schmecken?). Gegen 10 Uhr fuhren wir nach Mires.
Mires ist mit knapp 6.000 Einwohnern die größte Stadt der Messara-Ebene. Der Wochenmarkt der Agrarstadt Mires ist der größte der Region. Die Stadt liegt an einer viel befahrenen Landstraße, die Kreta von Iraklio bis Tymbaki an der Südküste in Nordsüd-Richtung durchquert.

Mires Hauptstrasse Mires Hauptstrasse


Mires war unverändert, ein paar neue Geschäfte gab es, ansonsten war es wie immer geschäftig, laut und heiß. Wir liefen ein wenig die Hauptstraße entlang und ließen uns dann zu einem Kaffee in der Kneipe am Taxistand nieder und genossen das bunte Treiben und die Leute. Nun wollten wir noch wissen was sich in Matala getan hat und fuhren über Petrokefali und Pitsidia nach Matala.
Matala liegt eingebettet zwischen mächtigen Sandsteinschollen in einer breiten Bucht. An den nördlichen etwa 40 Meter hohen Felshängen sind die berühmten Höhlenwohnungen der Jungsteinzeit zu finden.
In den 60’er Jahren wurden die Höhlen von Hippies entdeckt, die sich dort einquartierten, von den Bewohnern Matalas gerade so geduldet, ihnen folgten in den Siebzigern Scharen von Rucksacktouristen, die auch alle in den Höhlen und am Strand schliefen, aber auch ihren Müll und Dreck überall herumliegen ließen. Nun entstanden die ersten Tavernen und Pensionen, denn es folgten die Individualtouristen, die ein Bett dem Strand vorzogen.

Matala Matala

Inzwischen wurden dann die Höhlen eingezäunt und durften nicht mehr betreten werden, um eine völlig Verwahrlosung und auch Zerstörung zu verhindern. In den Neunzigern wurden die Höhlen gesäubert, restauriert und sind heute gegen Eintritt zu besichtigen. Die kleine Bucht wurde nach und nach ziemlich zugebaut, in den frühen Achtzigern wurden sogar die Bäume gefällt um mehr Platz zu gewinnen. Dann folgten die Pauschaltouristen und Matala platzte aus allen Nähten und zieht sich heute schon das ganze Tal hinter der Bucht entlang.
Auch Matala ist im Wesentlichen unverändert, der Postwagen ist weg, manches ist renoviert.

Buchhandlung in Matala Blick auf Pitsidia

In einer der Strandtavernen haben wir etwas getrunken und dann schauten wir in den Buchladen, gleich rechts, wenn man in Matala reinkommt, etwas zurückgesetzt neben dem Hotel Zafira. Dieser Laden ist wirklich gut sortiert, es gibt Reiseführer über Kreta, Kochbücher, Bücher über Pflanzen und Tierwelt, Romane und vieles mehr und alles in Deutsch, Englisch, Französisch und tatsächlich auch Griechisch. Außerdem gibt es Zeitungen aus aller Welt und Ansichtskarten. Auf dem Rückweg nach Pitsidia machten wir noch einen Abstecher zum Kommos Beach. Die Ausgrabungen am Strand wirken für einen Laien in den ganzen Jahren unverändert, aber es ist sicher schon weiter gegangen, dort soll ja eine große minoische Stadt gelegen haben. Wir fuhren zurück nach Pitsidia, faulenzten ein wenig und gingen um 19 Uhr zu Babis und Doxia zum Abendessen. Um 22 Uhr mal wieder Fußball, dieses Mal gegenüber vom Akropol im Aretoussa.

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Dienstag 19.06.2012

Nach dem späten Frühstück fuhren wir nach Kalamaki und wollten mal wieder einen Strandtag machen Kalamaki ist eigentlich kein Dorf, sondern eine Ansiedlung am Meer. Inzwischen ist die Strandpromenade mit kleinen Hotels und Pensionen fertig, und jede Menge Tavernen mit Tischen und Stühlen auf der Promenade. Man sitzt dort direkt am Strand wirklich sehr nett, der Strand ist schön, es ist noch nicht überlaufen, eine gute Alternative zu Matala oder Agia Galini, wenn man es etwas ruhiger mag. Der Ort ist mächtig gewachsen, aber auch hier werden die Fehler des Nordens nicht wiederholt, die Hotels und Pensionen sind alle klein und nett.

Kalamaki Kalamaki


Auch Kalamaki war völlig menschenleer, einmal wohl wegen des immer noch starken Windes und außerdem sind wohl auch jede Menge Touristen, wie überall auf Kreta wegen der Griechenlandkrise weggeblieben. Die in der deutschen Presse verbreitet Deutschfeindlichkeit der Griechen haben wohl doch mehr Leute geglaubt. Sehr schade, denn die ganze Zeit gab es keine Spur von Feindlichkeit, eher das Gegenteil.
Auf der Strandliege war es wegen des Windes nicht auszuhalten, wir brachen unseren Strandliegeversuch nach einer halben Stunde ab und setzten uns lieber beim Hotel Café Kiknos auf die bequemen Couchen und haben eben dort gelesen. Wir bestellten nur einen Kaffee und bekamen dazu jede Menge frisches Obst.
Nach etwa 2 Stunden brachen wir unser Faulenzerdasein ab und fuhren nach Kokkinos Pirgos. Auch dort war überhaupt nichts los und wir fuhren weiter nach Agia Galini, eines der touristischen Zentren an der Südküste am westlichen Ende der Messara-Ebene.
Wir fuhren über Timbaki, dann Richtung Rethymnon den Berg hinauf und dann ging es wieder steil den Berg hinunter. Oben am Hang gibt es viele der größeren Hotels der Pauschalurlauber, etwas weiter unten dann die kleineren Hotels und Pensionen und jede Menge Tavernen und Andenkenläden. Alles wirkt sehr verschachtelt, man hat den Eindruck jeder hat da gebaut, wo es ihm gefiel, gerade diese Enge macht den ganzen Ort recht malerisch. Auch hier wurden keine Hochhäuser gebaut und alles wirkt nett und sauber. Unten angekommen liegt der malerische Hafen, kleine Fischerboote liegen dort und der Blick von unten auf den Ort ist wirklich sehr schön.

Agia Galini Agia Galini


Wir wunderten uns schon, dass der Parkplatz, wo man sonst Mühe hatte ein Plätzchen zu finden, fast leer war, die hübschen kleinen Gassen wirkten auch wie ausgestorben, das alles war sehr traurig und verlassen. Auf einer der schönen Dachterrassen tranken wir ein Bier und waren außer zwei griechischen Mädels auch hier die einzigen Gäste.
Auf dem Rückweg hielten wir noch am Supermarkt in Timbaki, der jetzt offensichtlich zu Carrefour-Kette gehört.

Abends in Pitsidia Abends in Pitsidia

Zum Abendessen fanden wir uns wieder bei Babis in Pitsidia ein. Nach dem Abendessen gingen wir mal wieder zum Platz und setzten uns in das Café, wo man oben sitzen und den ganzen Platz überblicken kann. Der Platz war diesen Abend ziemlich gut besucht, das lag sicher an der Livemusik, die dort dargeboten wurde. Sicher waren die Musiker nicht schlecht, aber für unsere Ohren hörten sich die kretischen Musikstücke alle gleich an.
Rolf ging dann noch Fußball gucken, aber ich machte lieber mal einen Fußball freien Abend auf dem Balkon.

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Mittwoch 20.06.2012

Da wieder keine Strandwetter war, wollten wir wieder einen Ausflug machen und fuhren kurz vor 11 Uhr ab Richtung Osten.
Wir fuhren über Mires und Agia Deka und kamen schließlich nach Ano Viannos. Ano Viannos ist ein Dorf im Süden der Insel Kreta mit etwa 880 Einwohnern und liegt an der südlichen Seite des Dikti-Gebirges in einer Höhe von 560 m.
In byzantinisch-venezianischer Zeit war das heutige Ano Viannos eine bedeutende Stadt mit zwei Kastellen. Im Kampf gegen die Türken wurde es 1822 und 1866 zerstört; im 19. Jahrhundert war es zeitweise Bischofssitz. Im September 1943 wurde der Ortsteil im Rahmen des "Massakers von Viannos" durch deutsche Truppen weitgehend zerstört und nach dem Krieg wieder aufgebaut.
Irgendwie ging es dort in den engen Straßen nicht weiter, zwei Lastwagen versuchten aneinender vorbeizukommen und hatten sich dazu die engste Stelle in der Ortsdurchfahrt ausgesucht. Wir nahmen die Zwangspause an, parkten unser Auto und tranken in einem Kafeneion einen wirklich guten Kaffee. Bis wir mit dem Kaffee fertig waren, hatten sich die Lastwagenfahrer geeinigt, wer zurücksetzen sollte und so wurde die Straße zu Weiterfahrt wieder frei.

Ano Viannos Ano Viannos

Unsere nächste Kaffeepause machten wir in dem kleinen Ort Mirtos. Mirtos liegt 15 km westlich von Ierapetra im Regionalbezirk Lasithi. Myrtos hat ca. 500 Einwohner und gehört zur Gemeinde Ierapetra. In Mirtos hat sich im Gegensatz zu den agrarisch orientierten Nachbardörfern seit Ende der 80er Jahre etwas Tourismus entwickelt, der heute die Haupteinnahmequelle der kleinen Gemeinde darstellt. Das Dorf liegt in einer Klimazone, die als die wärmste Kretas gilt (In der Umgebung werden Bananen auch außerhalb von Gewächshäusern angebaut).

Mirtos Mirtos

Mirtos liegt direkt am Wasser, inzwischen gibt es eine hübsch ausgebaute Strandpromenade mit vielen Tavernen und Restaurants, der Strand ist zwar schmal und kieselig, aber dafür war es windstill.
Wir stellten fest, dass man es auch hier ein paar Tage aushalten könnte. Im Gegensatz zu vielen anderen Orten, war es nicht ausgestorben und wir trafen ein paar andere Touristen. Nach dem Kaffe fuhren wir weiter nach Ierapetra, dessen Ausläufer schon kurz hinter Mirtos beginnen.
Ierapetra ist eine Stadt im Südosten von Kreta. Sie ist die südlichste Stadt Europas (ohne Zypern, das geographisch zu Asien gehört). Ierapetra liegt an der schmalsten Stelle Kretas: Von der Süd- bis zur Nordküste sind es hier nur 12 Kilometer Luftlinie. Mit 11.877 Einwohnern im Stadtzentrum und 15.543 zusammen mit den angeschlossenen Vororten ist Ierapetra die viertgrößte Stadt der Insel.
Sehenswert sind in Ierapetra das venezianische Kastell von 1626 (am Hafen), die Agios-Georgios-Kirche im Stadtzentrum (1856) und eine teils verfallene türkische Moschee mit dem restaurierten Minarett und Brunnenhaus.
Ierapetra hat einen Hafen, der für Sportboote und Fischerei genutzt wird. In der Umgebung von Ierapetra ist Gemüseanbau (Tomaten, Paprika, Gurken, Bohnen), meist in Folienzelten der Haupterwerb. Für das benötigte Wasser sorgt ein nordwestlich von Ierapetra gelegener Stausee.
Tourismusunternehmen stellen hier noch den kleineren, aber wachsenden Anteil an Gewerbebetrieben. Die für Touristen eingerichtete Strand-/Uferpromenade ist der erste Schritt der Entwicklung des Tourismus, der bisher in der südöstlichen Region Kretas sehr zaghaft und damit umweltverträglich wuchs.

Strandpromenade in Ierapetra Moschee in Ierapetra

Von Ierapetra aus fahren im Sommer Touristenboote zur unbewohnten Kalksandinsel Chrysi, die verwaltungsmäßig ebenfalls zur Gemeinde Ierapetra gehört
Wir fanden einen schattigen Parkplatz in einer Parallelstraße zur Strandpromenade, die heute eine Fußgängerzone mit vielen Restaurants und Geschäften ist, bei meinem letzten Besuch der Stadt war es noch eine ganz normale Uferstraße, es hat sich alles so stark verändert dass ich das Gefühl hatte in einer völlig fremden Stadt zu sein.
Von der Promenade aus gingen wir vorbei am Stadtstrand zum alten venezianischen Kastell. Vor einigen Jahren wurde es restauriert und für Besucher zugänglich gemacht. Viel zu sehen gibt es allerdings nicht, die Räume sind leer, man kann aber zur Mauer und zum nordwestlichen Eckturm hinaufsteigen. Neben der Burg liegt der recht große Fischerhafen von Ierapetra. Es kostete keinen Eintritt und von der Festungsmauer hatten wir einen schönen Blick auf den Hafen und die türkische Altstadt. Nach dem Besuch der Burg, schlenderten wir durch diese Altstadt, die im Gegensatz zu Chania und Rethymnon eine reines Wohnviertel ist, es gib keine Geschäfte mit Touristenkrempel.

Blick vom Kastell in Ierapetra die Kirche von Afentis Christos in Ierapetra

In den kleinen Gassen und Straßen war es sehr ruhig, entweder hatten die dort wohnenden Menschen Mittagspause oder waren nicht zuhause. Auf einem freien Platz mitten in der Altstadt fanden wir eine große Moschee mit einem schlanken Minarett. Die Moschee war jedoch geschlossen und wirkte stark renovierungsbedürftig, schön restauriert ist allerdings das kleine türkische Brunnenhaus.
Bevor wir abfuhren setzten wir uns noch in eine der Tavernen an der Strandpromenade um etwas zu trinken.
Wir fuhren zurück über Agios Nikolaos und Heraklion um zu testen, wie lange wir vom Flughafen nach Pitsidia brauchten. Es war nur etwas über eine Stunde Fahrzeit. Gegen 17.30 waren wir wieder in Pitsidia, tranken bei Bodikos ein schönes frisch gezapftes Bier und fanden uns gegen 19 Uhr pünktlich bei Babis und Doxia zum Abendessen ein. Anschließend gingen wir wieder zum Platz in die Kneipe mit dem Überblick. Leider gab es nicht so viel zu sehen, keine Livemusik, kaum Leute.

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Donnerstag 21.06.2012

Der Wind hatte deutlich nachgelassen und so beschlossen wir doch noch einen Strandtag einzulegen. Wir fuhren also in Richtung Matala, bogen am Campingplatz rechts ab, folgten dem Verlauf der Straße und kamen zu dem kleinen Kirchlein, wo man früher nicht mehr weiterfahren konnte, weil die Straße hier endete. Eigentlich endet die Straße hier immer noch, aber der Weg nach unten wurde deutlich verbreitert und wir kamen auch heil unten an, was aber doch recht abenteuerlich war, denn auf der Sandpiste gerät man sehr leicht ins rutschen und es ist auch sehr steil. Also nicht unbedingt zur Nachahmung empfohlen. Ich selbst würde dort niemals hinunterfahren.

Komos Beach Komos Beach


Wir nahmen uns zwei Liegen unter einem Schirm (kostete zusammen 6 Euro) direkt vor der Taverne Kommos. Ich machte einen kleinen Rundgang in "Elias Ecke". Dort haben 3 junge Männer eine richtig nette Strandbar eröffnet, alles ist schön restauriert und es gibt sogar eine richtige, sehr saubere Toilette. Auf den Absätzen hinter dem großen Xendros Baum ist es eingeebnet und auf den so entstandenen Terrassen stehen Tische und Stühle und gezapftes Bier haben sie auch. Wir blieben den ganzen Tag bis etwa 17 Uhr am Strand. Wir waren ganz froh, dass wir in der Hitze der Nachmittagssonne nicht bis zu Kirche kraxeln mussten, sondern mit unserem Auto hochfahren konnten.
Zum Abendessen gingen wir dieses Mal in Mikes Restaurant, in der Straße die gegenüber vom Akropol aufwärts nach Pitsidia führt. Der Wirt war sehr nett, das Essen war zum Aussuchen ausgestellt, es war sehr lecker. Merkwürdigerweise waren wir die einzigen Gäste, obwohl an den anderen Tagen das Lokal immer gut besucht war.
Zum Fußball gucken gingen wir wieder ins Aretoussa, aber auch dort war nichts los und das Spiel Portugal gegen Tschechien war furchtbar langweilig und so gab ich nach der ersten Halbzeit auf und ging lieber zum Lesen auf unseren Balkon.

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Freitag 22.06.2012

Markt in Timbaki Nach dem Frühstück fuhren wir nach Timbaki, denn dort ist freitags immer Wochenmarkt, zwar kleiner als in Mires, aber dafür noch ursprünglicher.
Timbaki ist der zweitgrößte Ort der Messara-Ebene. Besonders interessant ist der Ort nicht, man hat den Eindruck Timbaki besteht nur aus einer langen staubigen und heißen Durchgangsstraße. Der Name soll sich von Tymvos herleiten, was Grabhügel bedeutet und daran erinnern soll, dass die ersten Siedler aus Agios Andreas, einem Ort auf einem Hügel kamen. Eines der Hauptgeschäftsfelder der Region bildet der Landbau, deshalb bestimmen auch Gewächshäuser, in denen Gemüse angebaut wird, das Landschaftsbild rund um die Stadt.
Wir fanden etwas mühsam einen Parkplatz und mussten ein ganzes Stück laufen, um zum Markt zu kommen. Es war richtig voll auf dem Markt, leider konnten wir nichts von dem leckeren Gemüse kaufen, so erstanden wir nur etwas Honig und ein paar Badelatschen.
Nach dem Marktbesuch gingen wir zu dem kleinen Platz südlich der Durchgangsstrasse, wo unter Eukalyptusbäumen mehrere Cafés zum Verweilen einladen.
Wir tranken unseren Kaffee und wunderten uns über die vielen jungen Menschen, die auch dort saßen, müssen die alle nicht arbeiten?
Wir fuhren dann noch nach Mires in unser Stammcafé am Taxistand, kauften vorher eine Zeitung, etwas peinlich, eine Bildzeitung, aber das war die einzige aktuelle deutschsprachige Zeitung, aber so waren wir anschließend wenigstens über die Promis informiert, die wir gar nicht kennen.
Matala Wir wollten noch Raki zum Mitnehmen kaufen, den alten Raki und Weinladen gibt es nicht mehr, aber gegenüber war auch noch ein solcher Laden nur wesentlich kleiner. Wir fragten nach dem anderen Laden, aber leider haben wir nicht verstanden, warum es den Laden nicht mehr gibt. Aber unseren Raki bekamen wir auch hier und wie wir dann zu Hause feststellten war er auch sehr gut und mild.
Nun fuhren wir noch nach Matala, haben im Buchladen ein paar Bücher gekauft und uns dann in einer der Strandkneipen niedergelassen, um unseren Durst zu löschen (keinen Kaffee mehr) und ein bisschen zu lesen. Wir wurden allerdings etwas abgelenkt, sehr merkwürdige dicke Touristinnen, (Herkunftsland unbekannt, irgendwas osteuropäisches) rissen sich mitten im Lokal die Kleider vom Leibe und standen dann mit wabbelnden Fett im Bikini da, gingen ins Wasser, kamen zurück und setzten sich triefend und wabbelnd in ihren nassen Sachen auf die Stühle. Später benutzten sie das Lokal dann wieder als Unkleidekabine und zogen sich wieder an.
Nach dem Abendessen bei Babis und Doxia, gab es mal wieder Fußball im Aretoussa. Deutschland gegen Griechenland 4 : 2. Wir konnten uns über den Sieg der deutschen Mannschaft gar nicht so richtig freuen, denn die anwesenden Griechen waren alle furchtbar traurig und taten uns leid. Trotzdem gab uns der Wirt nach dem Spiel einen Raki für die Gewinner aus.

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Sonnabend 23.06.2012

Komos Beach Komos Beach

An unserem letzten Tag wollten wir es noch mal mit dem Strand probieren. Wir waren gegen 11 Uhr am Kommos Beach, merkwürdigerweise waren wieder kaum Menschen da. Allerdings wurde es dann im Laufe des Tages immer voller und irgendwann war keine Liege mehr frei. Die Strandbesucher waren zu 90% Griechen, es war ja Wochenende. Das Lokal in Elias Ecke war ebenfalls gut besucht. Gegen 17 Uhr verließen wir den Strand, zum Abendessen wieder bei Babis und Doxia und abands mal wieder Fußball.

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Sonntag 24.06.2012

Abschiedsblick aufs Nilpferd Acropol

Um 6 Uhr aufstehen und packen, Frühstück um 7.45 Uhr um 8.50 fuhren wir von Pitsidia ab. Die Fahrt dauerte wieder nur etwas über eine Stunde, wir gaben unser Auto ab, indem wir es auf dem Parkplatz abstellten und den Schlüssel in den Briefkasten der Autovermietung einwarfen. Wir gaben unser Gepäck auf und flogen pünktlich um 12.30 Uhr ab und landeten ebenso pünktlich um 14.35 in Schönefeld.

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letzte Änderung: 17.04.2016 · Copyright © 2003 - 2017 by Angelika Rosenzweig