Flagge Türkei

Reisebericht Türkei 2007
Alanya

Flagge Türkei

Sonnabend 03.03.2007

Türkei Karte mit Alanya Hotel Sultan Sipahi Der Abflug sollte um 8:15 sein, aber wirklich los ging es erst um kurz vor 9:00 Uhr. Zunächst flogen wir nach Hamburg, dort wurden die ankommenden raus und neue Flugäaste reingelassen und flogen um 10:40 Uhr wieder ab. Um 14:30 Ortszeit landeten wir in Antalya. Das Wetter war bewölkt, aber doch etwas wärmer als in Berlin.
Mit dem Bus Nr. 177 ging es dann auch bald los, wir stoppten an noch 3 Hotels irgendwo mitten in der Pampa, machten noch eine kleine Pinkelpause und waren dann um 17:30 Uhr in unserem Hotel Sultan Sipahi.
Wir bekamen ziemlich dunkle, kleine Zimmer im Altbau und wir fanden es eigentlich nur schrecklich. Zum Trost tranken wir erst mal einen Raki an der Bar und bekamen dann ein einigermaßen brauchbares Abendessen.
Danach machten wir noch einen kleinen Spaziergang in der Hotelumgebung, es gab nichts Besonderes aber es war wenigstens in der Stadt und nicht an irgendeinem einsamen Strand. Den Rest des Abends verbrachten wir an der Lobby -Bar, das Bier schmeckte einfach grauenvoll, so blieben wir bei Raki mit Wasser.
Alanya liegt im Osten des gleichnamigen Golfs am Fuß eines 250 m hohen Burgfelsens. Von der Küste steigt das Land fast unmittelbar zum 2647 m hohen, zum Taurus-Gebirge gehörenden Ak Dag auf. Auf dem schmalen Küstenstreifen gedeihen unter Bewässerung Zitrusfrüchte und Baumwolle.

Strandstrasse am Kleopatra Strand Strandstrasse am Kleopatra Strand


Die ungeschützte Lage am Meer und der bescheidene Küstenstreifen ließen keine besondere wirtschaftliche Entfaltung zu. Industrie gibt es so gut wie keine, stattdessen hat sich der Tourismus seit den 50er Jahren besonders gut entwickelt. Die Vorzüge Alanyas - sein Klima und seine Strände - haben dazu beigetragen. So gehört die Stadt heute neben Antalya und Side zu den Tourismuszentren der Südküste.
Die Stadt hieß in der Antike Korakesion und war eine Grenzbefestigung and der Grenze zu Pamphylien. Im 2. Jh. v. Chr. errichteten Piraten auf dem Berg der Halbinsel eine Burg, die später von den Römern zerstört wurde. Marcus Antonius, der 42 v. Chr. die östliche Hälfte des römischen Reiches erhielt, schenkte seiner Geliebten, der ägyptischen Königin Cleopatra, das damals von Zedernwald bestandene Gebiet um Alanya. Doch erst unter der Herrschaft der Seldschuken erlangte die Stadt eine gewisse Bedeutung. Schließlich wurde sie im 13. Jh. zu einem Flottenstützpunkt ausgebaut. In diesem Rahmen entstand die Burganlage, und zwar so, wie man sie heute sieht.

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Sonntag 04.03.2007

Um 8:00 trafen wir uns zum Frühstück, das Büffet war wirklich recht gut. Nach dem Frühstück riefen wir erstmal unseren Freund Felix an, der immer in Alanya überwintert und verabredeten uns um 14:00 Uhr. Dann erkundeten wir unsere Hotelumgebung im Hellen und gingen weiter bis zum Hafen und zum roten Turm. Das Wetter war ganz schön in der Sonne sogar sehr angenehm.

der Hafen von Alanya Blick auf Alanya

Das Mittagessen nahmen wir dann wieder in unserem Hotel ein, aber es war eher schlecht als gut.
Um halb zwei brachen wir wieder auf zur Bushaltestelle, nur ein paar Schritte von unserem Hotel entfernt. Wir standen dort eine Weile herum, dann sprach uns ein Taxifahrer an, dass der Bus heute nicht fährt. Wir glaubten ihm natürlich zunächst nicht, weil wir dachten er wolle nur eine Tour ergattern. Schließlich ließen wir uns doch überreden und mit noch einer Frau, die zur Burg wollte nahmen wir das Taxi, es war auch nicht teuer, pro Person 2 YTL.
Der Fahrer ließ uns am Jamal-Café raus und nach Felix Beschreibung fanden wir sein Haus auf Anhieb.
Auf seinem schönen Balkon tranken wir Kaffee mit einem wunderschönen Blick auf die Hafenbucht von Alanya. Es war zwar etwas kühl und windig auf dem Balkon, aber besser als drinnen, da war es glaube ich noch kälter.

der rote Turm in Alanya Blick auf Alanya

Nach Bewunderung des Blicks vom Dach des Hauses, machten wir einen Spaziergang in die Altstadt am Berghang. Zum Teil gab es dort wunderschön restaurierte alte Häuser, aber auch völlig verfallenen Gebäude und Ruinen. Es war dort überhaupt nichts los, wir waren die einzigen die dort herumliefen, es war auch streckenweise etwas unwegsam. Auf dem Rückweg zu unserem Hotel führte uns Felix zu einem Lederladen und ich konnte einer weißen Lederjacke nicht widerstehen.
Zum Abendessen waren wir dann wieder im Hotel, es war nicht besonders gut, aber essbar und viel mehr erwarteten wir für den Preis auch nicht. Bis gegen halbzehn saßen wir noch etwas lustlos in der ungemütlichen Bar herum und zogen uns dann auf unsere Zimmer zurück.

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Montag 05.03.2007

Gewürz und Teeladen Als wir um 7 Uhr aufstanden regnete es und war sehr windig, aber nach dem Frühstück um 8:30 schien dann doch die Sonne. Die Luft war zwar kalt, aber an einem windgschützten Plätzchen in der Sonne war es gut auszuhalten.
Gegen halbelf kam uns Felix abholen und wir gingen zur Markthalle, in der es überwiegend Fisch, Gewürze und Tee gab.
Nach dem Besuch der Markthalle haben wir uns zwei Supermärkte angesehen und gingen anschließend zum Mittagessen in eine kleines türkisches Restaurant mit wirklich einheimischem Essen. Auf Felix' Anraten bestellten wir Manti, in Joghurt schwimmende kleine Nudeltaschen mit was undefinierbarem gefüllt, was mir überhaupt nicht schmeckte, ich hatte das Gefühl die pur Milch zu essen.
Zum Kaffeetrinken gingen wir dann zu Süleyman, auch ein Kumpel von Felix und Besitzer eines Imbisses und dann noch in einen Taschenladenkumpel und noch mal Kaffee trinken. Wir schlenderten dann noch ein wenig durch die Stadt, holten meine Jacke ab, denn der Kragen war noch geändert worden und gingen dann in ein Lokal, um noch ein Bier zu trinken.
Da die Sonne noch schien, konnten wir auch gut draußen sitzen. Das Lokal heißt heute irgendetwas mit "Hasir", früher hieß es "Bastmatte", weil es ein Bastdach hatte.
Den Abend verbrachten wir wieder im Hotel, denn um draußen herumzulaufen, war es abends zu kühl, außerdem hätten wir ja woanders unsere Getränke bezahlen müssen.

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Dienstag 06.03.2007

Gegen zehn Uhr gingen wir zum Hafen und machten eine vielgepriesene "Grottenfahrt" mit einem Boot. Es war lausig kalt und sehr windig. Wir fuhren aus dem Hafen heraus, um den Burgberg herum. In irgendwelche Höhlen sind wir nicht hineingefahren, sie wirkten überhaupt viel zu klein, als dass da jemals ein Boot hineinfahren könnte, Das Ganz war also ein ziemlicher Reinfall und wir waren nur furchtbar durchgefroren.

Ausblick vom Schiff Ausblick vom Schiff


Um 11:30 trafen wir uns wieder mit Felix im Lokal am roten Turm und gingen dann wieder zu Süleyman, um dort Mittag zu essen. Das Essen war aber auch nicht wirklich gut, Bis 14 Uhr saßen wir noch dort herum und dann fuhren wir mit Süleymans Sohn in irgendeinen Vorort von ALanya, woe es riesege Neubausiedlungen (und sonst nichts) gibt, wir sollten uns ein paar Wohnungen ansehen. Keine Ahnung, ob er dachte, dass wir etwas kaufen. Bei den ersten zwei Wohnungen, die auch recht schön waren, war es noch interessant, aber danach war es doch immer das Gleiche, nur wieder in anderen Häusern.
Danach waren wir noch bei einem Uhrenfritzen und einem Lampenladen. Alles Kumpels von Felix. Der Lampenladen bot wunderhübsche, aus Kürbissen hergestellte Lampen an. Wir hatten dann genug geschlendert, an der Kreuzung, wo es zu unserem Hotel ging, verabschiedeten wir uns von Felix, der zu seiner Wohnung auf dem Berg aufstieg, wir tranken dann bei Hasir noch ein Bier.
Der Abend wie immer, essen im Hotel und rumsitzen an der Bar.

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Mittwoch 07.03.2007

Frühstück wie immer um 8 Uhr. Mit dem Bus um kurz nach 10 fuhren wir zur Burg von Alanya. Wir erkundeten das Gelände, das Wetter war wunderbar, herrlich warm und tolle Ausblicke auf die Stadt. Von dort oben sahen wir auch noch einen anderen Hügel mit einer Moschee, was sehr malerisch wirkte, also wollten wir dort hin: Zuerst tranken wir noch Tee in einem kleinen Restaurant, dort zeigten sie uns auch den Weg und wir fanden die Straße, die zur Moschee führte. Wegen der Gebetstunde durften wir nicht in die Moschee, aber wenigstens einen Blick hineinwerfen.
Nun wollten wir wieder nach Alanya hinabsteigen, die Straße erschien uns langweilig und so nahmen wir einen Fußweg, der aussah, als ob er auch sehr bequem nach unten führte. Nachdem wir nun schon ein gutes Stück zurückgelegt hatten, wurde es teilweise doch sehr unwegsam, steinig und steil, aber wir kamen heil unten an.

Kleopatra Strand Ausblick von der Burg

Kurz vor der Stadtmauer kamen wir wieder auf die Straße. Im Yamal Kaffee stärkten wir uns mit Köfte, aber die Besitzer waren wohl zu lange in Deutschland gewesen, die Köfte war zwar lecker, aber eher wie eine deutsche Boulette.
Etwas müde und lustlos schlenderten wir noch durch die Einkaufsstraßen, tranken irgendwo einen teuren und schlechten Kaffee.
Abendbier bei Hasir, Abendessen und Bar wie immer. Etwas später gab es noch eine Modenschau mit Ledersachen, war aber ziemlich blöd und so gingen wir dann doch lieber aufs Zimmer fernsehen.

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Donnerstag 08.03.2007

Frühstück schon wieder um 8 Uhr. Anschließend gingen wir in die andere Richtung die Strandstraße entlang, ich wollte wissen, ob das Hotel, das in einiger Entfernung auf dem Strand zu sehen was, das Kont Hotel ist, in dem ich 1988 gewohnt hatte. Das Hotel war es auch, aber es hatte noch Winterferien.
Parallel zur Strandstraße verläuft die Atatürk-Straße, die direkt zum Atatürk Denkmal führt, ein richtig breiter Boulevard, aber am Anfang doch eher langweilig. Erst zum Denkmal hin wurde die Straße etwas lebendiger.
Unterwegs, kurz vor dem Platz mit dem Denkmal tranken wir einen wirklich guten türkischen Kaffee, der auch nicht teuer war, aber es war auch nicht die Touristenecke.

Hafen und Roter Turm Ausblick von Tebe

Um halb zwölf trafen wir Felix am Denkmal und fuhren dann mit dem Linienbus nach Tebe, einem kleinen Ort auf einem Berg. Von der Busendhaltestelle gingen wir noch ein ganzes Stück den Berg hinauf, der Aufstieg war zwar anstrengend, aber wir wurden mit einem wunderbaren Blick auf die beiden Buchten und die Burg von Alanya belohnt.
Wir gingen zurück zur Bushaltestelle, dort gab es ein Restaurant, von dem wir auch einen wunderbaren Ausblick hatten, leider war es zum draußen sitzen zu kalt. Wir bekamen dort auch ein sehr gutes Mittagessen.
Um 15 Uhr fuhr der Bus nach Alanya zurück. Der Busfahrer ließ uns irgendwo aussteigen und wir gingen zurück in die Richtung unseres Hotels.
Abendessen und Abendraki wie immer im Hotel. Da es an der Bar völlig überfüllt war, nahmen wir unseren Raki mit in den Essraum, aber auch dort war es ungemütlich und so gingen wir doch lieber auf unsere Zimmer.

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Freitag 09.03.2007 - Sonnabend 10.03.07

Gegen 10 Uhr trafen wir uns wieder mit Felix bei seinem Taschenladenkumpel und wir gingen zusammen zum Freitagsmarkt, ein sehr lebendiger, hauptsächlich Obst und Gemüsemarkt, aber auch allerlei Krimskrams, jedoch keine Touristenveranstaltung. Ein netter Obsthändler quatschte uns an, er war ziemlich lange in Deutschland und dort sei er immer der Kümmeltürke gewesen. Dann kicherte er vor sich hin, zeigte auf Felix und sagte: und das ist jetzt unser Kümmeldeutscher….

Markt in ALanya Markt in ALanya

Felix führte uns dann zum Mittagessen in ein Restaurant in der Nähe des Hafens, Atmosphäre war die Mischung aus Kantine und Bahnhofswartehalle, aber das Essen war vorzüglich und nicht teuer. Nur zu empfehlen!
Den Rest des Nachmittags vertrödelten wir, gingen zu einem Abschiedsbier zu Hasir, aßen zu Abend, packten unseren Krempel und versuchten dann noch ein wenig vorzuschlafen, was nicht wirklich gelang.

Um 1:00 am Sonnabend früh sollten wir in der Lobby sein, wo uns dann ein Bus abholte und zum Flughafen fuhr.
Wir kamen 2,5 Stunden später dort an, saßen lustlos und müde in dem noch nicht aufgewachten Flughafen herum.
Unser Flieger startete um 6 Uhr und wir kamen um 8:25 in Berlin an.

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letzte Änderung: 17.04.2016 · Copyright © 2003 - 2017 by Angelika Rosenzweig