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Reisebericht Kreta 2016 Ausflge von Pitsidia

Sonntag 12.06.2016 - Ausflug Festos, Gortys und Agii Deka

Kurz nach 9 Uhr Frhstck. Es gab keinen Strom, aber Souboulia kocht mit Gas, also gab es Kaffee und Spiegeleier.
Um 10 Uhr brachen wir auf nach Festos, nur ein paar Kilometer von Pitsidia entfernt.

Der Eingang zu den Ausgrabungen von Festos die Ausgrabungen von Festos

Festos oder auch Phaistos ist der Name einer minoischen Ausgrabung auf einem Berg ber der Messara-Ebene. Die Ruinen des Palastes von Phaistos sind mit 8.400 m der zweitgrte minoische Palast Kretas. Man nimmt an, dass die Messara-Ebene und der Hhenrcken Festos schon in der spten Jungsteinzeit ab etwa 4000 v. Chr. besiedelt war. Die ltesten historischen Fundstcke der Gegend stammen aus der frhminoischen Zeit um 3000 v. Chr. Der Sage nach wurde die Stadt Phaistos von Knig Minos gegrndet und nach einem Sohn oder Enkel des Herakles (Heros Phaistos) benannt. Erster Herrscher ber Phaistos soll Rhadamanthys, der Bruder des Minos, gewesen sein. Nach dem altgriechischen Dichter Homer habe die Stadt unter Knig Idomeneus am Trojanischen Krieg teilgenommen.

die Ausgrabungen von Festos

Mit dem Aufblhen der minoischen Kultur in der "Altpalastzeit" (1900-1700 v. Chr.) entstand auch in Phaistos im Zeitraum von 1900 bis 1850 v. Chr. der erste Palast, der in dieser Zeit mindestens die gleiche Bedeutung wie Knossos hatte. Er wurde bei dem groen Erdbeben um das Jahr 1700 v. Chr. zerstrt. Erst um das Jahr 1600 v. Chr. wurde ein aufwndiger Neubau des Palastes begonnen, der jedoch nie vollendet wurde. Gleichzeitig entstand der Palast von Agia Triada, der unweit von Phaistos reichhaltiger ausgestattet war, so dass angenommen wird, dass es sich bei Agia Triada um den neuen Herrscher-Palast handelte, whrend sich in Phaistos das kultische und wirtschaftliche Zentrum befand.

die Ausgrabungen von Festos die Ausgrabungen von Festos

Die "Neupalastzeit" auf Kreta bestand von 1700 v. Chr. bis etwa 1430 v. Chr. Das Ende dieser Epoche fllt mit der Eroberung der Insel durch die mykenischen Griechen (Achaier) 1450 bis 1425 v. Chr. zusammen. Da die Zerstrung des Palastes von Phaistos durch eine Brandkatastrophe um das Jahr 1450 v. Chr. wie auch der Untergang anderer Palastanlagen auf Kreta in diese Zeit fllt, wird ein Zusammenhang mit den Kriegen angenommen werden. Auf jeden Fall wurde der Palast von Phaistos nach dem Brand um 1450 v. Chr. nicht wieder aufgebaut.
Erste Ausgrabungen begannen im Jahre 1900 durch die Italienische Archologische Mission auf Kreta. Fr die Ausgrabungen in den minoischen Schichten mussten berbauungen aus spteren Epochen abgerissen werden. Freigelegt wurden sowohl Teile des alten wie auch des neuen Palastes von Phaistos, wobei die meisten der erhaltenen Gebudereste zum neuen Palast gehrten. Einige der Bauten aus nachminoischer Zeit blieben erhalten, wie der griechische Rhea-Tempel und Gebude des oberen Hofes.

die Ausgrabungen von Festos die Ausgrabungen von Festos

Wir zahlten weniger Eintritt als normal. Schwerbeschdigte zahlen nichts und Rentner nur die Hlfte, also waren es statt 16 nur 4 , bei 16 Euro htte ich mich gergert. Es gibt ein paar Mauern und Treppen zu sehen und ein paar alte Tontpfe, allerdings ist der Ausblick von dem Hgel wirklich schn.
Wir hielten uns nur etwa eine Stunde dort auf und fuhren dann zum Kaffeetrinken nach Mires. Hier war nicht viel los, wir merkten deutlich, dass es Sonntag war. Wir beschlossen den Tag der "ollen Gemuer" fortzusetzen und fuhren nach Gortys.

Hauptstrasse in Mires Gemseladen in Mires

Gortys war eine antike Stadt im zentralen Sdkreta, etwa 40 Kilometer sdlich von Iraklio bei Agii Deka in der Messara-Ebene.
Bekannt ist die Ausgrabungssttte von Gortys fr die "Groe Inschrift", den bislang ltesten aufgefundenen Gesetzestext Europas.
Geschichte: Die unterschiedlichen Grndungsmythen verweisen alle auf den legendren Knig Minos. Tatschlich reichen Spuren erster Besiedlung bis zur Jungsteinzeit; eine minoische Siedlung befand sich im sdwestlichen Bereich der Flche. In der von Homer berlieferten Ilias wird Gortys erwhnt.
Zur Zeit der Dorischen Einwanderung um 1200 wurde Gortys die wichtigste Stadt der Messara-Ebene, eine ummauerte Akropolis stammt aus dieser Phase. Seit dem 8. Jahrhundert dehnte sich die Stadt auf die Gebiete in der Ebene vor dem Hgel der Akropolis aus. Der Stadtkern befand sich dort mit einer Agora (Marktplatz) und einem Tempel des Apollon Pythios. Whrend der Bltezeit der Stadtstaaten in Klassik gehrte Gortys zu den wichtigsten und mit 40.000 bis 80.000 Einwohnern bevlkerungsreichsten Stdten der Insel.

uralte Platane in Gortys das Odeon in Gortys

Im 3. Jahrhundert v. Chr. beherrschte die Stadt das sdliche Zentralkreta uneingeschrnkt. Nach der rmischen Besetzung der Insel (69 v.Chr.) wurde Gortys zur Hauptstadt der rmischen Provinz Creta. Die Stadt war frh ein Zentrum der Christianisierung: 59 n. Chr. predigte hier der Apostel Paulus. 250 n. Chr. sollen in der Nhe die sogenannten Zehn Heiligen Bischfe den Mrtyrertod gefunden haben. Der Name der Stadt Agii Deka geht auf dieses Ereignis zurck. In einer mittelalterlichen Quelle wurde Gortys bereits fr das 2. Jahrhundert neben Knossos als Bischofssitz bezeichnet, erster Bischof soll der heilige Titus, ein Schler des Apostels Paulus, gewesen sein.

griechische Gesetzestexte in Gortys griechische Gesetzestexte in Gortys

Nach der Teilung des Rmischen Reiches im Jahre 395 wurde Gortys Byzanz zugeschlagen und fristete in der Folgezeit eher ein Schattendasein. Es wurde ein Freibeuternest, denn von Kreta aus lie es sich mehr oder weniger unbehelligt operieren. Gortys verfgte ber mehrere frhbyzantinische Kirchen und blieb nach der Eroberung durch die aus Spanien geflohenen Araber im 9. Jahrhundet von seinen Bewohnern verlassen noch eine Weile als einziger Bischofssitz Kretas in kirchlicher Hinsicht bedeutend. Erst 961 konnte der byzantinische Feldherr Nikephoros Phokas die Pirateninsel und damit Gortys zurckerobern. Auf den ehemaligen Bischofssitz geht das heutige Titularerzbistum Gortyna zurck. Seit 1884 wurde die antike Stadt von italienischen Archologen ausgegraben.

Titusbasilika in Gortys rmische Statuen in Gortys

Sehenswert waren besonders das alte Amphitheater, recht gut erhalten. Hinter dem rmischen Theater kann man die so genannte "Knigin der Inschriften" sehen. Diese Inschriften sind die Gesetze der Stadt Gortys (6. - 5. Jahrhundert v.Chr.) und bilden die Basis der modernen griechischen Gesetzgebung. Die Gesetze sind in dem dorischen Dialekt in groe Steinblcke gemeielt und wurden von den Rmern zum Bau einer Mauer benutzt. Erstaunlicherweise sind diese Inschriften auch heute noch gut zu lesen.
Sehenswert sind auch die berreste der Titus-Basilika, einer frhchristlichen Basilika aus dem 6. Jahrhundert. Es steht allerdings nur noch der Altarbereich der Basilika, drei Lngsschiffe sind ebenfalls noch zu erkennen. Leider war das ganze Gelnder der Basilika umzunt, und man konnte nicht hinein.

Grabkapelle in Agii Deka Agios Nektarios Kirche in Agii Deka

Wir hatten immer noch nicht genug und fuhren noch in den nahe gelegenen Ort Agii Deka. Der kleine Ort liegt nur wenige hundert Meter von der Ausgrabungssttte von Gortys entfernt. Seinen Namen "Die Heiligen Zehn" erhielt er von zehn kretischen Christen, die hier durch Verrat an die Rmer den Mrtyrertod starben. Am Ort ihrer Enthauptung erhebt sich heute eine sehenswerte byzantinische Kirche. Die leider geschlossen war. Dem Schild "Tombs of Deka" folgend, erreicht man wenige hundert Meter weiter, unterhalb einer kleinen Kapelle, die Grber der ermordeten Mrtyrer. Trotz der unbersichtlichen Beschilderung fanden wir die kleine Kapelle, sie hatte geffnet. Der gesamte Ort wirkte vllig verschlafen, irgendwelche Menschen haben wir nicht getroffen.

Straenmalereien in Matala Straenmalereien in Matala

Jetzt hatten wir genug von den Sehenswrdigkeiten und fuhren zurck und dann weiter nach Matala. Dort war wirklich viel Betrieb, wir mussten ziemlich weit auerhalb parken. In Matala war "Street Painting Festival", d.h. alle Straen wurden bemalt berwiegend von Jugendlichen und Kindern, denen das offensichtlich richtig Spa machte. Dieses Festival findet jedes Jahr eine Woche vor dem Matala Festival statt.

Hhlen in Matala altes Dorf von Matala

In unserem Stammlokal "The Lion" war es jedoch noch leer und wir fanden problemlos einen Platz auf der schnen Terrasse mit wunderbarem Blick auf die Bucht von Matala. Wir nahmen einen kleinen Mittagsimbiss, bestehend aus Zaziki, Taramasalat und Knoblauchbrot, Bis 17 Uhr genossen wir die schne Terrasse und macht dann noch einen Spaziergang durch Matala, denn die Maler waren inzwischen fertig und wir konnten die Kunstwerke bewundern.
Abendessen wir immer bei Babis und Doxia und um 22 Uhr gab es dann Fuball gegenber im Aretoussa, Deutschland gegen Ukraine 2:0.

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Dienstag 14.06.2016 - Ausflug nach Melambes, Agios Pavlos, Triopetra und Agia Galini

Nach dem Frhstck gegen 10.30 Uhr starteten wir zu einem Ausflug, an der Sdkste westlich von Agia Galini sollte es noch andere schne Strnde geben.
Wir fuhren zunchst nach Agi Galini, auf der Karte sah es so aus, als ob in Agia Galini die Strae nach Melambes abginge, aber wir fanden die Abzweigung nicht, und es stellte sich heraus, dass die Strae vor dem Ort abzweigte.

Blick auf Agia Galini Kaffeepause in Melambes

Nach ca. 8 km kamen wir nach einer schnen Fahrt mit malerischen Ausblicken in den kleinen Bergort Melambes. Der 550 m hoch gelegene Ort hat etwa 1000 Einwohner. Wir fanden eine kleine Taverne mit Dachterrasse mit einem wunderbaren Ausblick. Nach der Kaffeepause ging es weiter, nun weitgehendst bergab nach Agios Pavlos, einer schnen Badebucht.

Ziegen unterwegs nach Agios Pavlos der Strand von Agios Pavlos

Agios Pavlos (Heiliger Paul) gehrt zur Ortsgemeinschaft Saktouria und hatte 2011 27 gemeldete Einwohner. Es ist ein ruhiger Ort mit einigen Tavernen, die auch Zimmer vermieten. Die Bucht von Agios Pavlos wird in der Saison tglich von Ausflugsschiffen aus Agia Galini angelaufen. Der Strand der Bucht besteht aus dunklem Sand mit dnenartigen Verwehungen. Der Einstieg ins Wasser ist allerdings wegen rutschiger Felsplatten nicht ungefhrlich. Der Strand war zwar hbsch, aber zu weit um tglich dort hinzufahren.

der Strand von Trio Petra der Strand von Trio Petra

Trotzdem fuhren wir noch ein paar Kilometer weiter zum Strand von Triopetra. Seinen Namen (drei Felsen) erhielt er wegen drei markanter Felsblcke, die vom Kap am Ostende des Strandes aus ins Wasser ragen. Auch dieser Strand ist wunderschn und einsam, aber irgendwie hatten wir keine Lust, dort zu lageren. Wir wollten nicht den gleichen Weg zurck fahren und whlten deshalb die Strae nach Akoumia, das direkt an der Hauptstrae nach Rethimnon liegt.

Agia Galini Agia Galini

Agia Galini ist zwar sehr touristisch, aber auch sehr malerisch und so wollten wir dort eine Pause machen und fanden direkt am Hafen ein hbsch aussehendes Restaurant mit bequemen Sthlen, es gab auch gezapftes Bier, aber das Essen war teuer und schlecht.
Nach kurzem Abstecher nach Kokkinos Pirgos, tranken wir in Timbaki am Platz noch einen Kaffee und schrieben endlich unsere Ansichtskarten und fanden auf dem Weg nach Hause auch die Post in Timbaki mit einem Briefkasten. Der war eine gute Wahl, die Karten waren 3 Tage spter schon in Berlin.
Um 19.30 UhrAbendessen wir immer bei Doxia und Babis (kstliche Dorade) und anschlieend ein Spaziergang zur Platia. Diesmal gab es keine griechische Livemusik und es war recht khl und windig, also blieben wir nicht lange.

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Mittwoch 15.06.2016 - Ausflug zu den Klstern bei Zaros

Da es wieder ziemlich windig war, wollten wir nicht zum Strand, sondern uns ein paar Klster ansehen. Zunchst zogen wir jedoch in ein anderes Zimmer um, denn an unserem Balkon war ein zwar sehr schner Strauch mir rosa Blten, aber leider wohnten da auch Vgel, die immer auf unseren Balkon machten. Wir hatten jetzt das Eckzimmer, das ein wenig grer war und auch einen greren Balkon hatte.

Kloster Valsomonero bei Kamares Ausblick vom Kloster Valsomonero bei Kamares

Um 11.30 Uhr fuhren wir ab in Richtung Timbaki. Dann ging es witer auf der Strae nach Agial Galini, aber bevor wir das erreichten, bogen wir nach rechts ab in Richtun Forfournia und als sich die Strasse nochmals gabelte in Richtung Platanos. Wir fuhren durch Platanos und Kamares und nach drei Kilomatern erreichten wir das Dorf Vorizia. Am westlichen Ortsende zweigte eine kleine Strae zum Kloster Valsamonero ab, der wir folgten. Das Kloster wurde im 18. Jahrhundert aufgegeben, aber die die kleine Klosterkirche Agios Fanourios aus dem 14. Jahrhundert mit alten Fresken aus dieser Zeit soll sehr sehenswert sein. Die Kirche sollte eigentlich dienstags bis sonntags geffnet sein, aber leider war die Kirche von einem Zaun umgeben, dessen Tor abgeschlossen war.

Kloster Agios Antonios Vrondisi bei Vorizia Kloster Agios Antonios Vrondisi bei Vorizia

So fuhren wir wieder zurck zur Hauptstrae. Nach etwa 4 Kilometern zweigte eine Strae nach links ab, die uns steil nach oben zum Kloster Agios Antonios Vrondisi fhrte. Es ist in einer einfachen Vierecksform angelegt, im Hof steht die Klosterkirche mit zwei verschieden hohen Schiffen. Das niedrige Schiff ist mit Fresken in Dunkelrot Trkis und Wei ausgemalt, und wurde in den 90er Jahren restauriert. Ein Mnch fhrte gerade zwei Leute durch die kleine Kirche und erklrte die Gemlde, allerdings auf Griechisch und so verstanden wir leider nichts. Wir warteten darauf, dass die Leute die Kirche verlieen, denn fotografieren war verboten. Als sie dann endlich weg waren, machte ich die verbotenen Bilder und wir verlieen dann das Kloster, auer der schnen Kirche gab es nicht viel zu sehen.

Kloster Agios Nikolaos bei Zaros Kloster Agios Nikolaos bei Zaros

Dann ging es weiter Richtung Zaros zum Kloster Agios Nikolaos, etwa 500 Meter vor dem Ortseingang fhrt eine schmale Strae die zur zwei Kilometer entfernten Klosteranlage. Schon von weitem sahen wir eine wirklich groe, prchtig aussehende Kirche in Wei und Hellblau und wir waren schon gespannt auf das prchtige Innere, aber das Ganze war noch eine riesige Baustelle. Versteck dahinter liegt das eigentliche Kloster mit einer winzigen alten historischen Bruchsteinkirche. Auch hier gab es alte Fresken zu sehen. Rolf musste sich einen langen Rock ber die kurze Hose ziehen, ein ziemlich ungepflegter, etwas schlecht riechender dicker Mnch zeigte uns das Innere. Als wir wieder hinaus kamen, war dort noch eine anderer dicker Mnche, der uns ein paar staubige Kekse anbot.

Limni See bei Zaros Limni See bei Zaros

Das wir nun schon fast in Zaros waren, wollten wir uns noch den See ansehen, der kurz hinter Zaros bei Limni liegt und auf dem Bild in unserem Reisefhrer sehr malerisch aussah.
Es war auch ganz hbsch dort du so tranken wir in einem der beiden Restaurant einen Kaffee und genossen den Blick auf den kleinen See.

Klamottenladen von Christina in Matala Tischdeckenladen in Matala

Wir fuhren dann zurck ber Mires nach Matala, schwtzten ein wenig mit Christina, die eigentlich Kerstin heit, gingen dann noch in unser Stammlokal Lions mit dem schnen Blick auf die Bucht.
Kurz vor 18 Uhr waren wir wieder in Pitsidia, Abendessen gab es um 20 Uhr.

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Freitag 17.06.2016 - Ausflug nach Plakias und Frangokastello

Wir fuhren um 9.30 Uhr los, erst mal wieder die gleich Strecke Richtung Rethimnon, aber wir blieben noch etwas weiter auf der Hauptstrae, machten in dem schnen Ort Spili eine Kaffeepaause, bogen bald hinter Spili nach links ab und fuhren ber Asomatos nach Plakias.
Hier machten wir auch eine kurze Pause, suchten und fanden die Strae nach Sellia, das in den Bergen ber Plakias liegt. Zwar hatten wir wunderschne Ausblicke, aber die Strae war eine Katastrophe, sehr steil und teilweise nicht befestigt.

Der Strand in Plakias Blick auf Plakias

Von Sellia ging es weiter durch die Berge ber Rodakino bis nach Frangokastello. Hier waren wir vor vielen Jahren schon einmal und es war vllig einsam. Inzwischen gibt es am Kastell einen groen Parkplatz und vor dem Kastell ein groes Lokal am Strand. Aber viele Menschen gab es immer noch nicht.
Frangokastello ist eine Streusiedlung mit etwa 150 Einwohnern etwa 10 Kilometer stlich von Chora Sfakion. Die Siedlung ist nach dem gleichnamigen venezianischen Kastell benannt. Es liegt am Sdrand einer sprlich bewachsenen Ebene vor der Kulisse der Kryoneritis-Berge. Der Strand von Frangokastello liegt unterhalb der Festung auf einer vorgelagerten Halbinsel. Die westlich anschlieende Lagune bildet ein natrliches Hafenbecken fr die dort liegenden Fischerboote. Der Strand aus feinem hellen Sand fllt flach ins Meer ab.

Der Strand in Frangokastello Der Strand in Frangokastello

Das venezianische Kastell wurde im Jahre 1371 erbaut, heute stehen nur noch die zinnenbewehrten Auenmauern. Im Inneren des Bauwerkes sind hingegen nur noch die Grundmauern der Anlage erkennbar. Im Mai 1828 war Frangokastello Schauplatz eines Kampfes zwischen aufstndischen Griechen und osmanischen Soldaten. Die Aufstndischen, 600 Infanteristen und 100 Kavalleristen, besetzten Anfang Mrz 1828 das Kastell, wurden aber in der Schlacht vom 18. Mai 1828 von den Osmanen besiegt. 385 Griechen wurden gettet. Von den 8000 Infanteristen und 300 Kavalleristen der Osmanen unter Moustafa Pascha, dem Gouverneur von Kreta, die Frangokastello angriffen, starben etwa 800 Soldaten. Whrend des Rckzugs nach Chania verloren die Osmanen weitere 1000 Mann durch Hinterhalte der Sfakioten. Nach lokaler berlieferung kehren in der Zeit um den Jahrestag der Schlacht, im Morgengrauen, die Schatten der im Kastell getteter Kreter zum Ort des Ereignisses zurck. Sie werden Drosoulites genannt ("Tau-Schatten") und knnen eventuell als spezielles meteorologisches Phnomen erklrt werden, das vorzugsweise im spten Frhling, von Ende Mai bis Anfang Juni, in der Ebene von Frangokastello auftritt.

Frangokastello

Auch dieser Strand ist wirklich sehr schn, aber auch als Tagesstrandausflug viel zu weit von Pitsidia entfernt. In der netten Taverne strkten wir uns mit einem Getrnk, fuhren dann die endlos weite Strecke wieder zurck. Wir whlten den etwas weiteren Weg, aber durch die deutlich bessere Strae kamen wir besser voran. Um 15.30 waren wir wieder in Timbaki und tranken an der Platia noch einen Kaffee. Es kam uns wahnsinnig hei vor, und als wir wieder in Pitsidia waren, mussten wir feststellen, dass unser Thermometer 38 anzeigte.

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Mittwoch 22.06.2016 - Ausflug nach Tsoutsouros

In unserem Michael Mller Kreta Buch hatten wir von einem Schnen Strand in Tsoutsouros an der Sdkste gelegen. Wir fuhren zunchst nach Pirgos und machten dort eine Kaffeepause. Pirgos ist der Hauptort der stlichen Messara-Ebenne, von Touristen so gut wie garnicht besucht, ein gemtlicher Ort.

Der Strand in Tsoutsouros Die Strandpromenade in Tsoutsouros

Von Pirgos fuhren wir weiter auf der Strae nach Ano Viannos, bogen aber bereits in Kato Kastiliana nach Sden ab. Die Strae fhrt zunchst auf den Kamm der Kstenberge und dann in steilen Serpentinen nach Tsoutsouros. Der Ort ist vor allem bei Griechen als Urlaubsort beliebt, als wir dort ankamen, war allerdings berhaupt nichts los. Die schne Promenade war menschenleer. Wir hatten zwar unsere Badesachen dabei, es gibt dort auch zwei schne Strnde, die zusammen fast einen Kilometer lang sind, aber es war sehr windig und damit trotz der Wrme sehr ungemtlich.

der Hafen von Tsoutsouros Blick auf Tsoutsouros

Also blieb es bei einer Kaffeepause ohne Strandleben. Wir fuhren dann auf dem direkten Weg zurck, wir hatten keine Lust auf noch einen windigen Strand. Also wieder nach Matala ins Lions. Am Nebentisch wurde gegessen und es sah aller sehr lecker aus und es roch auch sehr appetitlich.

Blick auf die Bucht von Messara vom Mystical View Blick auf die Bucht von Messara vom Mystical View

Auf dem Rckweg machten wir noch einen Abstecher zum "Mystcal View" einem Restaurant oberhalb vom Kommos Strand. Von dort aus bietet sich tatschlich eine wunderbare Aussicht auf die Bucht von Messara. Zu unserem Abendessen bei Babis hatte ich mit Speck ummantelte Garnelen, was nicht wirklich mein Fall war, die Speck Garnelen Kombination fand ich nicht so gelungen, aber die Katze an unserem Tisch hat sich gefreut.

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letzte Änderung: 20.11.2017 · Copyright © 2003 - 2018 by Angelika Rosenzweig