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Reisebericht Polen 2008 Wrozlaw

Donnerstag 26.06.2008

Polen Karte mit Wrozlaw Frhstck gegen 8 Uhr. Dann packten wir unsere Sachen. Wir wollten noch weiter nach Wroclaw, Gabi und Hannes wollten nach Hause. Da wir die ganze Zeit Autobahn fahren konnten, waren wir nur etwas ber 3 Stunden unterwegs. Wroclaw (Breslau) ist mit ber 630.000 Einwohnern die viertgrte Stadt Polens, Hauptstadt der Woiwodschaft Niederschlesien. Sie ist Sitz eines rmisch-katholischen Erzbischofs, eines evangelischen Dizesanbischofs, zahlreicher Hochschulen und Forschungsinstitute sowie Theater und Museen und ist damit das kulturelle und wissenschaftliche Zentrum Schlesiens. Breslau liegt an der Oder inmitten einer ertragreichen Landwirtschafts- und Bergbauregion und ist auch im Bereich des Maschinenbaus und der Metallindustrie ein bedeutender Standort.
Breslau liegt sdlich des Katzengebirges an der Einmndung der Ohle (Olawa) in die Oder (Odra). Gebaut zwischen zahlreichen Nebenflssen und Kanlen, liegt die Stadt einzigartig auf 12 Inseln, verbunden durch 112 Brcken. Aufgrund der zahlreichen Brcken und Stege wird die Stadt auch als Venedig Polens bezeichnet. Breslau ist die Grostadt mit den meisten Grnflchen in Polen.
Da der Besuch Breslaus nicht geplant war, hatte ich auch vorher kein Hotel ausgesucht, aber im Reise-Know-How Reisefhrer war in der Innenstadt eine Strae eingezeichnet, in der es mehrere Hotels geben sollte und so fuhren wir dorthin, fanden die Strae auf Anhieb und dann sogar noch einen Parkplatz und fragten zunchst im Hotel Patio nach einem Zimmer, konnten noch ein bisschen handeln und bekamen ein wunderschnes Zimmer, zwar etwas teurer, aber wir wollten es uns gnnen zumal das Hotel wirklich sehr zentral mitten in der Altstadt liegt.

Hotel Patio in Breslau unser Zimmer im Hotel Patio

Unser Auto wurde in der Hotelgarage untergebracht und wir bezogen unser schnes Zimmer, brachen dann aber sofort wieder auf, wir wollten ja etwas von der Stadt sehen und hatten ja nur noch 2 Tage Zeit. Die Breslauer Altstadt bildet ein groes, von einem Grngrtel eingefasstes Oval, das von schachbrettartig angelegten Straen durchzogen ist. Mittendrin liegt der altstdtische Rin (poln. Rynek), an dem wir auch direkt wohnten.

Rathaus am Rynek in Breslau Durchgang zu Elisabet-Kirche am Rynek

Der Ring ist der "Salon" der Stadt, in seiner Mitte stehen das Alte und das Neue Rathaus, sowie die ehemaligen Tuchhallen, ringsherum stehen wunderschn restaurierte barocke Brgerhuser. Aus allen Himmelsrichtungen mnden kleine Strassen ein und man hat das Gefhl, es herrscht ein stndiges Kommen und Gehen. Das Schne an diesem Platz ist auch, dass hier im Gegensatz zu Krakau, sich nicht nur Touristen tummeln, sondern es hat den Anschein, dass auch die Breslauer ihren Platz lieben. Wir fanden auch die Touristinformation, bekamen einen Stadtplan und erkundeten den ganzen restlichen Tag das Altstadtgebiet, schauten uns ein paar Kirchen an, machten einen groen Spaziergang bis zur Universitt und zu Oder.

am Rynek in Breslau am Rynek in Breslau

Wir hatten auch von den sehr schnen und sehenswerten Museen der Stadt gelesen, aber wegen des schnen Wetters hatten wir keine Lust zu einem Museumsbesuch und lieen die Stadt auf uns wirken, kehrten zwischendurch auch mal ein. So verbrachten wir den gesamten Tag und waren dann am Abend doch etwas "fulahm"

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Freitag 27.06.2008

Wir frhstckten und brachen gegen 9 Uhr auf zur Dominsel, ein schner Spaziergang durch das noch etwas verschlafen wirkende Breslau.
Die Dominsel erreicht man ber die Dombrcke (Most Tumski), die in den Jahren von 1888 bis 1892 gebaut wurde. Die Statuen der Heiligen Hedwig und Johannes des Tufers, die links und rechts von der Brcke stehen, scheinen den Zugang zur Insel zu bewachen. Die Bezeichnung Insel trifft aber nicht mehr zu. Im 19. Jahrhundert lieen die Breslauer Brger den nrdlichen Arm der Oder zuschtten.

Blick auf die Dominsel in Breslau Blick von dem fast hundert Meter hohen Turm

Die Dominsel ist wahrscheinlich der Geburtsort Breslaus. Als sich das politische Machtzentrum auf das linke Oderufer verlagerte, blieb die Dominsel dennoch das geistliche Zentrum der Stadt. Den architektonischen Mittelpunkt bildet die Johanniskathedrale, die im II. Weltkrieg zu zwei Dritteln zerstrt und nach 1945 wieder aufgebaut wurde. Wie viele Kirchen ist auch die Johanniskathedrale ein Sammelsurium der verschiedensten architektonischen Stilrichtungen.
Wir erreichten den Dom und stellten mit Freude fest, dass man auch auf den einen Turm durfte und es sogar einen Fahrstuhl gab. Der Blick von dem fast hundert Meter hohen Turm war groartig, wir hatten auch Glck mit dem Wetter, die Sicht war gut.
Die Kirche selbst ist sehr dster, man konnte fast nichts erkennen, aber dafr kamen die bunten Glasfenster besonders gut zur Geltung. Nach der Besichtigung des Doms verlieen wir die Insel wieder, es gab zwar auch noch jede Menge andere Kirchen zu sehen, aber wir hatten uns vorgenommen, uns das heutige Breslau anzusehen und machten uns auf den Weg.

Markthalle in Breslau Bahnhof in Breslau

Am Rande der Altstadt kamen wir zu einer wunderbaren alten Markthalle, wo es alles zu kaufen gibt, was man so braucht und offensichtlich keine Markthalle fr Touristen, von Andenkenkrimskrams blieb man verschont. Wir liefen am Rande der Altstadt in Richtung Sden, aber die Straen auerhalb des sehr schn restaurierten Altstadtkerns waren bei weitem nicht so schn anzusehen, die Neubauten waren hssliche Plattenbauten, die Altbauten doch schon recht verkommen. Schlielich kamen wir zum Hauptbahnhof, ein eigenwilliger Bau, der eher wie ein Schloss als wie ein Bahnhof aussieht, innen war er allerdings eher uninteressant. Wir machten uns dann auf den Rckweg, whlten eine andere Strae, aber auch hier waren die Huser noch nicht restauriert. Am Abend wollten wir dann auf dem Marktplatz in einem der zahlreichen Cafs wieder Fuball gucken, aber wir waren zu spt dran, die guten Pltze waren alle schon weg und so konnten wir fast gar nichts sehen und zogen uns dann zu unseren Privatfernseher im Hotelzimmer zurck.

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Sonnabend 28.06.2008

Aufbruch und Abfahrt nach Berlin gegen 10.00 Uhr, mit einem Abstecher in Tesco-Kaufhaus um noch ein paar Lebensmittel und polnischen Wodka zu kaufen. Die Rckfahrt nach Berlin verlief ereignislos, nach drei Stunden Fahrzeit waren wir schon zuhause.

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letzte Änderung: 20.11.2017 · Copyright © 2003 - 2018 by Angelika Rosenzweig