Flagge Griechenland

Reisebericht Kykladen / Kreta 2007
Ios

Flagge Griechenland

Dienstag 04.09.2007

Griechenland Karte Nach dem Frühstück packten wir unsere Sachen und brachen gegen 10 Uhr auf und fuhren zum Hafen. Rolf setzte uns in einem Café dort ab, wir blieben beim Gepäck, während er das Auto wieder abgab.
Fähre nach Mykonos Die Wartezeit bis zur Abfahrt der Fähre verbrachten wir in der Taverne mit Kaffeetrinken und rumsitzen und etwas lesen. Die Fähre sollte um 12 Uhr kommen, tatsächlich war sie erst 20 Minuten später da. Wider Erwarten war es kein doofes Schnellboot, sondern eine richtige große Fähre. Die Fahrt nach Mykonos dauerte leider nur eine halbe Stunde.
Leider gibt es die Taverne, die in Mykonos direkt am Hafen lag, nicht mehr und so mussten wir mit unserem Gepäck doch ein ganzes Stück laufen, um etwas zu finden, wo wir auf unsere Fähre nach Ios warten konnten. Wir nahmen gleich das erste Lokal, Taverne konnte man das nicht nennen, eher ein Kombination aus Internetcafé und Restaurant, wo sich recht merkwürdiges Jungvolk herumtrieb und unbequem waren die Sitzgelegenheiten auch noch, auch der Preis war nicht sehr überzeugend: 2 kleine Bier und ein Wasser waren für schlappe 10 Euro zu haben.
Unser Schnellboot nach Ios hatte fast 30 Minuten Verspätung und so kamen wir erst um kurz nach 16 Uhr dort an. Wir hatten uns schon telefonisch im Brother Hotel angemeldet und so stand Niki schon am Hafen und erwartete uns und brachte uns zum Hotel. Wir bekamen wieder unser altes Zimmer mit Blick nach vorne, Brigitte das Nachbarzimmer mit dem Blick zu Seite. :

Abfahrt von Tinos Zwischenstopp in Mykonos

Die gebirgige Insel Ios liegt fast genau in der Mitte zwischen Paros und Santorin. Es wird behauptet, die Insel sei der Geburtsort von Homer, aber das behaupten noch sieben weitere Orte in Griechenland, doch Ios kann sogar das Grab des Dichters vorweisen. Genauere Untersuchungen des Grabes haben jedoch ergeben, dass es aus späterer Zeit stammt.
Ios ist erwiesenermaßen seit dem 3. Jahrtausend v. Chr. besiedelt, in der Nähe der Manganari Bucht im Süden hat man ein Gräberfeld aus der Bronzezeit gefunden. Später bevölkerten die Ionier die Insel, woher sie auch ihren Namen hat. Während der Unabhängigkeitskämpfe war Ios eine Basis der Befreiungsflotte, da sie den besten Naturhafen der Ägäis besitzt.

Hotel Brothers in Ios Hotel Brothers in Ios

Wir bewunderten den schönen neuen Pool, tranken ein Begrüßungsbier und packten dann unseren Krempel aus. Gegen 18:00 Uhr gingen wir dann in Richtung Hafen, um dort etwas zu essen. Der kleine Naturhafen von Ios ist wirklich nett und dort gibt es dann auch ein paar Restaurants und wir entschieden uns für die Taverne Susanna. Wir hatten eine gute Wahl getroffen, das Essen war vorzüglich, die Wirtin sprach sogar sehr gut Deutsch, was natürlich mal wieder die Bestellung deutlich erleichterte. Da das Essen so gut war, hatten wir natürlich mal wieder viel zu viel gegessen und waren ganz zufrieden, dass es bis zu unserem Hotel noch ein ganzes Stück zu laufen war, das bisschen Bewegung tat gut.
Den Rest des Abends verbrachten wir gemütlich auf unserem Balkon.

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Mittwoch 05.09.2007

Die Nacht war nicht so erbaulich, die Mücken wollten uns fast auffressen, außerdem war es im Zimmer etwas warm und stickig und so saßen wir um 6:30 schon wieder auf unserem Balkon herum.
Gegen halb 9 war dann durch Geräusche zu erkennen, dass es Frühstück geben könnte und so gingen wir nach unten. Das Frühstück war eher einfach: Butter, Brot und Marmelade, aber der Kaffee war ok und wir hatten ja auch am Abend vorher genug gegessen.

am Strand von Gialos am Strand von Gialos

Diesen Tag wollten wir faul sein und einen Strandtag machen. Der Strand von Gialos, dem Hafenort liegt einige hundert Meter westlich vom Hafen, also für uns auf dem Weg zum Hafen. Der etwa 500 Meter lange Sandstrand war viel schöner, als ich ihn in Erinnerung hatte. Leider waren die dort vorhandenen Liegen sehr unbequem und durch aufkommenden Wind und Wolken wurde es fast ein wenig kühl.
Da man für die Liegen nicht bezahlen muss, wenn man beim Vermieter etwas verzehrt, nahmen wir dann im "Baywatch" einen kleinen Imbiss zu uns. Gegen 14 Uhr hatten wir vom Wind genug und beschlossen auf die bequemeren Liegen an unserem Pool umzuziehen, verbrachten dort den Rest des Nachmittags mit Lesen und waren sogar im Pool im Wasser, obwohl er uns doch sehr kühl vorkam.

Abendstimmung in der Chora Abendstimmung in der Chora

Gegen 17 Uhr brachen wir wieder auf, gingen zum Hafen und fuhren von dort aus mit dem Bus in die Chora. Ein wirklich sehr schöner Ort, oben auf dem Berg, ein weißes Häusermeer, schmale zum Teil sehr winzige und verwinkelte malerische Gassen, jede Menge kleiner Läden und Restaurants, in der Hauptsaison soll es hier reichlich überfüllt sein, aber in der Nebensaison ist es einfach nur schön. Wir bummelten durch den Ort bis zum obersten Teil und kamen so auch durch Gassen, wo die Läden aufhören und einfach nur Leute wohnen.
Zurück in den verwinkelten Gassen fanden wir das Restaurant wieder, in dem wir 2003 sehr gut gegessen hatten. Das "Nest" gab es immer noch und das Essen war auch immer noch sehr gut und preislich auch in Ordnung.
Nach dem Essen gingen wir zurück zum Ortseingang an der großen Kirche und beschlossen dann nicht mit dem Bus zurückzufahren, sondern zu laufen. Es führen Treppen, die sich sehr gut laufen lassen den Berg hinunter nach Gialos und man kommt direkt am Hafen raus.
Wieder im Hotel, wollten wir noch etwas auf dem Balkon sitzen, aber es war zu windig und dadurch auch zu kalt.

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Donnerstag 06.09.2007

Wir beschlossen, Santorin auszulassen und von Ios aus direkt nach Kreta zu fahren, weil es in Santorin bestimmt genauso windig ist wie in Ios, gehört ja schließlich auch noch zu den Kykladen.
Also kauften wir Tickets für die Fähre nach Heraklion am Sonnabend. Unsere Badesachen hatten wir schon dabei und fuhren dann anschließend mit dem Bus zum Milopotas-Strand, der ja sehr schön ist (soll der schönste der Kykladen sein), aber doch deutlich voller als der Strand von Gialos.
So voll war es dann doch nicht, gleich am Anfang des Strandes nahmen wir drei Liegen und 2 Sonnenschirme, aber hier war anders als in Gialos, man konnte die Liegen nicht "abessen" sondern musste bezahlen, alles zusammen 10 Euro, was wir schon als recht heftig empfanden.

Blick von unserem Balkon Milopotas-Strand

Den Tag verbummelten wir gemütlich am Strand, in einer der Tavernen haben wir auch eine Kleinigkeit gegessen, war aber auch nicht bemerkenswert. Gegen 17 Uhr hatten wir genug "gestrandlebt" und fuhren mit dem Bus zurück. Auf dem Weg zum Brother Hotel sind wir noch an der Straße zu einem Bier/Kaffee eingekehrt, im Hotel dann nur schnell duschen und umziehen und dann wieder zurück zum Hafen und bei Susanna essen. Sie empfahl und die Bifteki, die die besten von Ios sein sollten, aber wir hatten schon mal bessere gegessen.
Da nicht ganz so viel Wind war, konnten wir noch etwas auf dem Balkon sitzen, aber irgendwann wurde es empfindlich kühl, die Nacht empfanden wir dann sogar als richtig kalt.

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Freitag 07.09.2007

Da wieder ein recht heftiger Wind wehte, beschlossen wir nicht an irgendeinen Strand zu gehen, sondern machten einen Spaziergang zu Kirche Agia Irini an der anderen Seite des Hafenbeckens. Merkwürdigerweise ist die Kirche viel kleiner als sie von der Entfernung her aussieht, außerdem sieht es von der gegenüberliegenden Seite aus, als ob der Anstieg zur Kirche sehr steil und anstrengend ist, ist aber wohl alles eine optische Täuschung, die Kirche ist nicht sehr weit oben und der Weg hinauf ist äußerst bequem. Am Kirchlein selbst saßen drei Frauen, was sie dort machten, blieb unklar, aber sie zeigten uns freundlich den Weg zum Eingang zum Kirchengelände, das Kirchlein selbst war geschlossen.

Homer Denkmal in Gialos Blick auf den Hafen von Gialos

Der Blick von der Kirche auf den Hafen ist sehr nett, leider kam gerade keine Fähre, denn bei diesem kleinen Hafen sieht es dann immer aus, als passte sie nie dort hinein.
Unser Mittagessen am Hafen war auch eher nichtssagend, es war immer noch windig und so dachten wir unser Pool läge etwas geschützter, aber auch da war es windig und zum rumliegen zu kühl, sich in den Pool zu stürzen hatten wir deshalb auch keine Lust. Zum letzten Abendessen wollten wir nun keine Experimente mehr machen und so fanden wir uns dann auch wieder bei Susanna ein, aßen keine Bifteki, sondern irgendwelche Topfgerichte und so war es auch wieder sehr lecker.

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letzte Änderung: 17.04.2016 · Copyright © 2003 - 2017 by Angelika Rosenzweig