Flagge Griechenland

Reisebericht Kykladen 2003
Santorin

Flagge Griechenland

Montag 16.06.2003

Griechenland Karte Blick auf Scirocco Appartements Santorin ist eine 89 km² große Inselgruppe vulkanischen Ursprungs. Die Reste des ehemaligen Vulkans, die drei Ringinseln Thira, Thirassia und Aspronisi fallen zum Krater steil ab und neigen sich sanft zu den Außenseiten und laufen stellenweise in ausgedehnten Sandstränden aus. Da die Erde auf Santorin sehr fruchtbar ist, wird an den Hängen Wein angebaut, früher spielte auch der Tomatenanbau eine große Rolle, dient aber heute nur noch zur Deckung des Eigenbedarfs. Bis 1990 wurde noch Bimsstein abgebaut. Inzwischen ist der Tourismus die größte Einnahmequelle der Insel und hat die Landwirtschaft weitgehendst verdrängt.
Geschichte: Im 3. Jt. V. Chr. ließen sich zum ersten Mal Menschen auf der Insel nieder, die aus Kleinasien kamen. Ab dem 2. Jt. Wurde sie von einer Kolonie der kretischen Minoer besiedelt. Um 1600 v. Chr. kam es dann zu der vernichtenden Naturkatastrophe, ein Vulkanausbruch von ungeheurer Stärke zeriss den Bergkegel und bedeckte die Reste mit einer 16 m dicken Schicht aus Bimsstein, die alles Leben unter sich begrub. Der nun offene Krater wurde vom Meer überflutet.
Erst im 12. Jh. v. Chr. wurde die Insel durch dorische Siedler vom Peloponnes wieder neu besiedelt. Ihr König Grinos gründete 630 v. Chr. die nordafrikanische Kolonie Kyrene. Beim Peloponnesischen Krieg mit Sparta verbunden, musste die Insel seit 426 Tribut an Athen zahlen. Als Stütze Ihrer Macht errichteten die ägyptischen Ptolemäer in Santorin eine Garnison, dann wurde die Insel römisch.
Im Jahr 1207, nach dem 4. Kreuzzug, eroberte Marco Sanudo, der Herr von Naxos, Santorin, das nun drei Jahrhunderte unter italienischer Herrschaft stand, 1539 wurde Santorin türkisch, 1830 griechisch.
1925/26 kam es zu kleinen Vulkanausbrüchen und es entstanden im Krater die Inselchen Palea Kameni und Nea Kameni. Im Jahr 1956 erschütterte ein gewaltiges Erbeben die Insel und zerstörte einen großen Teil der Orte auf dem Kraterrand, die Häuser wurden jedoch in modernerer Form, aber im alten Stil wieder aufgebaut.
Wir flogen pünktlich um 14;35 in Berlin/Tegel ab und kamen um 18:30 in Santorin an. Wir wurden von unserer Wirtin am Flughafen mit dem Auto abgeholt und sie fuhr uns in die Nähe des Hotels (noch etwa 10 Minuten zu Fuß), denn mit dem Wagen kann man nicht bis zum Hotel fahren.

Santorin Fira Auf dem Weg zu unserem Studio

Das Hotel Scirocco "klebt" an den Wänden der Caldera, fast direkt unterhalb der großen Kirche von Fira. Das Hotel ist nett, sauber und jedes Zimmer hat eine eigene Terrasse, von wo sich ein wunderbarer Blick bietet. Wir bekamen ein Zimmer ganz unten, fast neben dem Swimmingpool.
Nachdem wir uns umgezogen hatten, erklommen wir die 96 Stufen wieder nach oben, aber auch dann waren wir noch nicht im Zentrum von Fira, von dort geht es auch noch mal einen recht steilen Weg bis zur Hauptstrasse (Fira liegt schließlich in 250 m Höhe).
Wir sammelten erste Eindrücke von dem netten und sauberen Ort. In den Gassen parallel zum Kraterrand reihen sich die Läden aneinander, die vor allem auf den Geschmack und Geldbeutel der Kreuzfahrt-Touristen zugeschnitten ist. Aber man muss ja nichts kaufen und es ist sehr schön, die Gassen dort entlangzugehen, immer wieder bieten sich wunderbare Ausblick auf Fira und die Caldera, was besonders im warmen Abendlicht zu etlichen Fotos inspiriert.
Schließlich hatten wir Hunger, aber alle Restaurants mit "Blick" sind unverschämt teuer. Ich konnte mich an das Restaurant Naoussa erinnern, das ich bei meiner ersten Santorinreise kennen und schätzen gelernt hatte. Es bietet zwar keinen Ausblick auf den Krater, aber das Essen ist gut, die Bedienung freundlich und vor allem ist das Ganze noch bezahlbar.
Nach dem Essen machten wir uns wieder an den Abstieg zu unserem Zimmer und verbrachten den Abend bis nach Mitternacht auf unserer wunderbaren Terrasse.

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Dienstag 17.06.2003

Wir brachen gegen 9:30 auf und gingen den Weg am Kraterrand entlang. Irgendwo dort beschlossen wir zu frühstücken, was aber ein Fehler war, denn es war teuer und schlecht, nur der Blick war schön. Wir kamen auf unserem Spaziergang bis Imerovigli, dann machten wir kehrt, denn das nächste Stück was vor uns lag, war so weit man sehen konnte in der Sonne, und es war doch schon sehr heiß und ich hatte meine Kopfbedeckung nicht dabei.

Santorin Fira Santorin Fira

Auf dem Weg zurück kamen wir am Nomikos-Kongress-Zentrum vorbei und wurden auf eine Ausstellung aufmerksam: Die Wandmalereien von Thera. Petros M. Nomikos hatte eine Stiftung gegründet, die ermöglichte, dass die in Akrotiri ausgegrabenen Wandmalereien kopiert wurden und so einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden konnten.
Der Eintritt betrug 3,- € pro Person, aber es lohnte sich wirklich, die Ausstellung war sehr schön, und die Kopien sahen sehr echt aus.
Als nächstes sahen wir uns noch die Katholische Kathedrale von Fira an. Die Kirche stammt aus dem Jahr 1823, wurde bei dem Erdbeben von 1956 stark beschädigt, aber originalgetreu wieder aufgebaut. Gegen 13:00 aßen wir an einer Imbissbude mitten in Fira eine köstliche Pitta Gyros und beschlossen dann, einen faulen Nachmittag zu machen und gingen in unser Hotel und genossen unsere Terrasse.

Santorin Fira Santorin Fira

Um 19:30 brachen wir wieder auf, um etwas zu essen. Man hatte uns die Taverne Nikolas empfohlen, aber wir wurden sehr enttäuscht, das Essen war nur mittelmäßig, und bei der Bedienung hatte man das Gefühl, dass man ihm lästig war.
Nach dem Essen schlendert wir noch etwas in Fira herum und entdeckten dabei eine Ouzeri, wo wir dann auch einen Ouzo tranken. Dort gab es auch etwas zu essen und alles, was so an uns vorbeigetragen wurde, sah sehr lecker aus und so beschlossen wir, hier am nächsten Tag zu essen.

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Mittwoch 18.06.2003

Nach dem Aufstehen saßen wir zunächst mal wieder auf unserer schönen Terrasse herum, brachen dann um 10:00 auf und gingen in der Ouzeri vom Vorabend frühstücken: Feta, Tomaten, Oliven und Brot, der Wirt fand allerdings unser Frühstück merkwürdig. Anschließend gingen wir zum Busbahnhof und nahmen den Bus um 11:00 nach Perissa. Wir hatten uns überlegt die letzten zwei oder drei Tage unseres Urlaubs in Perissa zu verbringen, und so wollten wir schon mal sehen, ob wir eine nette Unterkunft entdecken könnten. Die Busfahrt dauerte eine halbe Stunde und wir schlenderten ein wenig herum, und kamen schließlich auch an einem kleinen Hotel, das sogar einen Swimmingpool hatte, vorbei und so fragten wir nach einem Zimmer und bekamen eine Karte, damit wir einen Tag vor unserer Ankunft anrufen könnten.

Am Strand von Perissa Abendstimmung in Fira

Anschließend gingen wir zum Strand, der in Perissa sehr lang und breit ist, aber dunklen Sand hat. In der Taverna Perissa aßen wir zu Mittag und verbrachten einen gemütlichen Strandtag. Mit dem Bus um 19:00 fuhren wir zurück. Nett war noch, wir fragten einen Schaffner eines anderen Busses, wann denn der Bus nach Fira käme und er meinte 18:30 "gmt", auf unsere Nachfrage, was denn "gmt" sei, meinte er freundlich grinsend "greek maybe time".
Zurück in Fira, schauten wir nach dem Busfahrplan zum Hafen, der Bus sollte um 9:00 fahren, unsere Fähre um halbzehn, wegen der "gmt" beschlossen wir, doch lieber ein Taxi zu nehmen. Wir liefen noch ein wenig durch Fira, aßen in der Ouzeri zu Abend und waren dann wieder auf unserer Terrasse.

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letzte Änderung: 17.04.2016 · Copyright © 2003 - 2017 by Angelika Rosenzweig