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Reisebericht Kreta 2001 Arkadi, Rethimnon

Montag 03.9.2001

Kreta Karte Wir brachen um 9:30 auf, fuhren zunächst Richtung Iraklion, dann auf die Schnellstraße Richtung Rethimnon, bogen bei Panormos von dieser ab, tranken in Perama einen Kaffee und kamen gegen 11:30 am Kloster Arkadi an.
Auf den ersten Blick macht das Kloster eher den Eindruck einer Festung. Der erste Klosterbau entstand vermutlich zwischen 610 und 640 n. Chr. Die heutigen Bauten stammen hauptsächlich aus dem 16. Jahrhundert, wie die Fassade der Klosterkirche, die 1587 in einem Stilgemisch erbaut wurde. Gotische Bögen, Girlanden der Frührenaissance, korinthische Säulen des Klassizismus und schließlich Barockelemente bilden durch geschickte Kombination einen harmonischen Gesamteindruck.

Kloster Arkadi Kloster Arkadi

Der 8. November 1866 war der Schicksalstag des Klosters. Am 1. Mai 1866 versammelten sich im Kloster Freiheitskämpfer um gegen die Steuererhöhungen der türkischen Besatzer zu protestieren und wählten als Führer des Widerstandes den Abt des Klosters Gabriel. Der Pascha von Rethimnon drohte dem Abt mehrmals, das Kloster niederzubrennen, wenn er weiter Rebellen Unterschlupf gewähre. Am 7. November befanden sich 964 Menschen im Kloster, davon 639 Frauen und Kinder die vor der Willkür der Türken ins Kloster geflohen waren. An diesem Tag marschierten 15.000 Türken auf um das Kloster zu belagern. Zwei Tage wehrten sich die Eingeschlossenen verbissen, als dann die Niederlage deutlich abzusehen war, beschlossen sie, sich selbst mit dem Pulvermagazin in die Luft zu sprengen, um nicht in die Hände der Türken zu fallen und noch möglichst viele mit in den Tod zu nehmen.

Strasse in Rethimnon Strasse in Rethimnon

Am 9. November früh durchbrachen die Türken das Eingangstor des Klosters und die Überlebenden des Kampfes verbarrikadierten sich im Pulvermagazin. Als die Türken dort die Tür aufbrachen, schoss der Kommandant der Kreter in die Pulverfässer und mit einer gewaltigen Stichflamme flog das Arsenal in die Luft, 36 überleben, wurden aber von den Türken niedergemetzelt, weitere 114 Überlebende wurden von den Türken gefangen genommen, 1800 Türken fanden bei der Explosion den Tod.
Durch dieses Ereignis wurde die Weltöffentlichkeit auf das Leiden der Kreter unter der türkischen Besatzung aufmerksam, es dauerte aber noch 30 Jahre bis Russland, Italien, Frankreich und Großbritannien eingriffen und die Türken von Kreta vertrieben. Am 8. November wird alljährlich der Nationalfeiertag der Kreter gefeiert, eine große Prozession zieht zum Kloster und es werden feierliche Messen gelesen.
Wir besichtigten das Kloster in aller Ruhe, wir hatten Glück, es war gerade kein Reisebus mit Touristen dort und so waren wir fast alleine.
Nach der Besichtigung wollten wir etwas essen und beschlossen ans Wasser zu fahren. In Perivolia, kurz vor Rethimnon fanden wir ein nettes Restaurant direkt am Strand, aßen dort auch ganz gut und machten Pause am Strand, das Wasser war schön warm. Um 16:00 brachen wir auf, um uns noch ein wenig in Rethimnon umzusehen. Irgendwie fehlte uns die rechte Lust zum Herumschlendern und so machten wir uns gegen 17:00 wieder auf den Heimweg. Zuerst fanden wir die richtige Straße nicht, kamen auf eine Nebenstraße, von der man noch mal einen schönen Blick auf Rethimnon hatte und diese führte uns dann doch noch auf die richtige Straße nach Süden über Galos, Spili, Agia Galini, Timbaki zurück nach Pitsidia. Das Abendessen fand dann im Akropol statt.

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Dienstag 04.9.2001

Um halb zehn fuhren wir nach Mires, Rolf ging dort zum Frisör. Dort gab es ein kleines Missverständnis, wir zeigten dem Frisör mit den Fingern, wie viel er abschneiden sollte, aber er hatte verstanden, dass soviel übrigbleiben sollte und fing an zu schneiden. Als wir das Missverständnis bemerkten, war es zu spät, also blieben nicht so viele Haare übrig, es war dann wirklich sehr kurz. Wir liefen noch in Mires herum und fuhren dann mit dem Auto noch ein wenig spazieren.

Platia von Pitsidia Restaurant Acropol

Zurück in Pitsidia passierte dann auch nicht mehr viel, also mehr ein geruhsamer Tag.

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letzte Änderung: 20.11.2017 · Copyright © 2003 - 2017 by Angelika Rosenzweig