Flagge Frankreich

Reisebericht Südfrankreich 1999
Anreise / Paris

Flagge Italien

Mittwoch 22.09.1999 - Donnerstag 23.09.1999

Frankreich Karte mit Paris Wir fuhren am Mittwoch um 9:00 los, unsere Fahrt endete gegen Abend in Alzey, wo wir uns ein Zimmer suchten. Da wir uns in der Pfalz befanden, mussten wir natürlich Saumagen probieren. Das Hotel war sehr angenehm, aber auch nicht gerade billig.
der Eiffelturm Am Donnerstag brachen wir gegen 9:00 in Alzey auf, und erreichten gegen 14:00 in Paris, wir mussten nur noch unser Hotel finden, aber auch das gestaltete sich mit Hilfe des Stadtplanes sehr einfach, und so kamen wir gegen 15:00 dort an.
Nachdem wir unser Zimmer im Lux Hotel Picpus bezogen hatten, wollten wir auch gleich etwas von der Stadt sehen. Unser Auto hatten wir in der Hotelgarage untergebracht und hatten auch keine Lust, es in Paris zu benutzen. Da das Hotel ganz in der Nähe der Metro Station "Nation" liegt, fuhren wir also mit der Metro zum Eiffelturm.
Der Eiffelturm ist sicherlich das bekannteste Wahrzeichen von Paris. Er wurde zur Weltausstellung 1889 aus 15 000 Stahlteilen mit 2,5 Millionen Nieten erbaut, und nach seinem Architekten, Alexandre Auguste Eiffel benannt. Der Turm ist 307 m hoch, und wird durch eine Antenne noch auf 329,75 m verlängert.
Diana Denkmal in Paris Eigentlich wollten wir ja hinauf, aber die Schlange derer die das auch wollten, war endlos und so verzichteten wir darauf.
Wir gingen weiter über die Seinebrücke und dann am Wasser entlang. Wir kamen dann zu einer anderen Brücke, der Pont de l’Alma. Hier führt ein Tunnel unter der Strasse hindurch und was wir nicht wussten, dass dies der Tunnel ist, in dem Prinzessin Diana 1997 tödlich verunglückte. Am Tunnel steht ein Denkmal, das eine Nachbildung der Flamme der Freiheitsstatue sein soll und an diesem Denkmal gab es viele Bilder von Diana und viele Blumen. Das hat sich wohl zu einer Art Gedenkstätte entwickelt.
An der Place d’Alma wandten wir uns dann vom Wasser ab und bogen in die Avenue George V. ein, eine schöne ruhige Straße mit vielen edlen Geschäften. Schließlich kamen wir zur Avenue des Champs Elysées, wohl die bekannteste Strasse in Paris. Sie ist fast 2 km lang und erstreckt sich vom Place de la Concorde bis zum Arc de Triomphe. Auf beiden Seiten der Prachtstrasse gibt es zahlreiche (teure) Cafés, unzählige Geschäfte, Büros der Fluggesellschaften, Banken, Kinos und Theater.
Wir gingen noch bis zum Arc de Triomphe. Im Jahr 1806 wurde unter Napoléon der Bau dieses Denkmals begonnen und unter dem letzten französischen König, Louis-Philippe im Jahre 1836 beendet. Der Triumphbogen misst 50 m in der Höhe und 45 m in der Breite und wurde zu Ehren der siegreichen französischen Armeen der Revolution und des 1. Kaiserreiches erbaut. An der Außenseite befinden sich riesige Reliefs, die den Aufbruch der Freiwilligen von 1792, den Triumph Napoléons 1810, den Widerstand 1814 und den Frieden 1815 darstellen.
Von der dortigen Metrostation fuhren wir zurück zum Place de Nation, denn es wurde langsam dunkel und wir bekamen auch Hunger und dachten uns, dass die Restaurants in der Nähe des Hotels doch etwas günstiger seien als an der Champs des Elysées.

Seine mit Regenbogen Arc de Triomphe

In der Nähe unseres Hotels angekommen irrten wir noch eine ganze Weile herum, denn auch dort waren die meisten Restaurants sehr teuer. Schließlich fanden wir doch noch etwas, waren dann aber doch etwas enttäuscht von der französischen Küche.

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Freitag 24.09.1999

Wir frühstückten um 8:30, für französische Verhältnisse war es ein sehr üppiges Büffet, es gab sogar Wurst und Käse. Gegen halb 10 brachen wir dann auf zunächst wieder mit der Metro, dieses Mal in Richtung Cité zur Kathedrale Notre Dame de Paris. Der Bau der Kathedrale begann 1163 und dauerte insgesamt 150 Jahre. In den Jahren 1163-1200 wurden der Chor und das Langhaus im frühgotischen Stil errichtet. Der Übergang von der Früh- zur Hochgotik zeigt sich in der Westfassade (der Hauptfassade), die Querhäuser wurden im Stil der reinen Hochgotik 1250- 1260 erbaut, der Chor wurde 1265-1320 an den Stil der Hochgotik angeglichen.

Notre Dame de Paris Notre Dame de Paris

Die riesige Kathedrale ist schon sehr beeindruckend und nach der Besichtigung gingen wir weiter auf der Île de la Cité zur zweiten Seine-Insel , der Ile St. Louis, die beiden Inseln sind durch eine Brücke verbunden. Die Insel wurde erst am Anfang des 17. Jahrhunderts bebaut und hat sich mit seinen schönen Adelpalästen und vornehmen Häusern ihren Charakter bewahrt. Heute ist die Insel eine der teuersten Wohngegenden in Paris.

Île de la Cité Paris Île de la Cité Paris

Wir gingen wieder über eine Brücke über die Seine auf die andere Seite des Flusses und nicht weit entfernt steht das Hôtel de Ville, das Rathaus von Paris. Es stammt aus dem 19. Jh., denn das ursprüngliche Rathaus wurde 1871 durch einen Brand zerstört.
Unser nächstes Ziel war das Centre Pompidou, ein modernes Kulturzentrum, dessen gesamtes technisches Innenleben nach außen verlegt wurde, so wird das gesamte Gebäude von schrecklich bunten Röhren umgeben, Heizung, Belüftung und Elektrizität.
Vom Centre de Pompidou aus bogen wir nach rechts ab und kamen so in das Marais, ein vergleichbar ruhiges Viertel mit schönen Altbauten und engen Strassen. Auf unserem Weg kamen wir durch die Rue des Rosiers, das Zentrum des jüdischen Viertels in Paris, mit 400.000 Mitgliedern eine der größten jüdischen Gemeinden der Welt. In den Strassen gibt es viele schöne Delikatessenläden und Spezialitätenrestaurants, viele Buchhandlungen und Bäckereien.

Centre Pompidou Place des Vosges Paris

Schließlich kamen wir zum Place des Vosges, einer der schönsten Plätze von Paris. Der Platz wurde 1612 angelegt, die Gebäude um den Platz herum sind sich alle sehr ähnlich, alle aus roten Ziegeln erbaut mit Umrahmungen aus weißen Steinen, 36 Häuser umrahmen den Platz, 9 an jeder Seite, der Platz ist quadratisch. An diesem schönen und ruhigen Platz, wo man sich ins 17. Jh. zurückversetzt glaubt, legten wir ein Pause ein.
Nicht weit entfernt liegt der Platz de la Bastille, das genaue Gegenteil, laut hektisch mit viel Verkehr. Eigentlich wollten wir hier in die Metro steigen, aber die vom Platz abgehende Rue du Faubourg St. Antoine wirkte sehr lebendig und da dies die Strasse war, die letztendlich zum Place de la Nation führt, beschlossen wir "nach Hause" zu laufen. Irgendwann wurde die Strasse dann langweilig und auch etwas heruntergekommen und unser Weg zog sich dann doch furchtbar in die Länge, es war viel weiter, als es auf dem Stadtplan ausgesehen hatte.
Zu irgendeinem teuren Menü hatten wir keine Lust, so kauften wir uns Baguette und schönen Käse und aßen in unserem Zimmer zu Abend.

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Sonnabend 25.09.1999

Wir brachen gegen 10:00 auf, Sacré-Coeur war unser Ziel. Die Kirche thront hoch über der Stadt auf dem Hügel Montmartre, von den großen Treppen vor der Sacré-Coeur hat man einen herrlichen Blick.
Nach der Niederlage der Franzosen gegen die Preußen und der Niederwerfung der Pariser Commune (1871) hatten die französischen Katholiken ein Gelöbnis abgelegt. Sie wollten als Symbol der Besinnung und der Hoffnung auf dem Montmartre eine Kirche errichten. Der Bau der Basilika wurde 1876 begonnen, im Jahre 1910 waren die Bauarbeiten beendet und die Basilika des Herzen Jesu (Basilique du Sacré-Coeur de Montmartre) wurde 1919 eingeweiht.

Sacre-Coeur Place du Tertre Montmartre

Ganz in der Nähe der Kirche, ebenfalls auf dem Montmartre (er ist mit 128 Metern die höchste Erhebung der Stadt) liegt der Place du Tertre, der Platz der Maler und Künstler, die hier seit Beginn des 20.Jahrhunderts leben. Man kann sich porträtieren lassen oder einfach nur ein schönes Bild kaufen oder sich in eines der zahlreichen, aber touristisch teuren Cafés setzen und dem Treiben von dort aus zuschauen.

Moulin Rouge in Paris U-Bahn Station Montmartre

Wir gingen dann durch die kleinen Gassen wieder bergab, sobald man den lebhaften Platz verlassen hat, ist es auf dem Berg ruhig und beschaulich, mit immer wieder unerwartet schönen Ausblicken auf die Stadt.
Wieder unten angekommen, fanden wir das Moulin Rouge, der Inbegriff des Nachtlebens von Paris vor über hundert Jahren. 1889 wurde es gegründet, hier wurde der Can-Can geboren, der Maler Toulouse-Lautrec verbrachte seine Abende und Nächte hier.
Wir gingen dann weiter durch die Strassen und wollten doch noch einmal zum Champs des Ellysées, gaben zwischendrin auf und fuhren ein Stück mit der Metro bis zum Triumphbogen und schlenderten dann den gesamten Champs des Ellysées bis zum Place de la Concorde entlang.
Dieses Mal nahmen wir aber die Metro zurück zum Hotel. Zum Abendbrot gab es ein frisches Baguette und den Rest unseres Käses vom Vortag.

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letzte Änderung: 17.04.2016 · Copyright © 2003 - 2017 by Angelika Rosenzweig