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Reisebericht Südfrankreich 1999
Moustiers Ste. Marie

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Mittwoch 06.10.1999

Frankreich Karte mit Moustiers Ste. Marie Moustiers Sainte Marie Unser Woche in der Camargue war nun zu Ende und wir fuhren nun gemütlich über kleine Strassen nach Nordosten, wir wollten nach Moustiers Sainte-Marie. Auf einer anderen Reise vor vielen Jahren war ich auf der Heimfahrt von der Cotes d’Azur durch Moustiers gekommen und hatte mir vorgenommen, dort unbedingt noch einmal hinzufahren, weil dieser Ort sehr malerisch ist und außerdem ein guter Ausgangspunkt, sich die Schluchten des Verdon anzusehen. Hinter dem Ort erhebt sich ein markanter, kahler Fels, geteilt durch eine tiefe Spalte.
In Moustiers fanden wir ein schönes Hotel, und machten uns dann gleich auf den Weg, den Ort zu erkunden. Ein malerischer steiler Kreuzweg führt über sehr glatte Steinstufen zur Wallfahrtskapelle Notre-Dame-de-Beauvoir hoch oben auf dem Felsen über der Stadt. Von dort oben hat man einen wunderbaren Blick über den Ort und der Aufstieg lohnt sich auf jeden Fall.

Wallfahrtskapelle Notre-Dame-de-Beauvoir Blick auf Moustiers

Der Abstieg gestaltet sich wegen der glatten Steine als sehr mühsam, aber es gibt ein Geländer an dem man sich festhalten kann, und so kamen wir auch heil wieder nach unten. Unweit der Kapelle hängt eine geheimnisvoller Stern an einer Kette zwischen den Felsen. Gemäß einer Legende soll es sich dabei um eine Votivtafel handeln, die der Ritter Blacas d’Auls der Jungfrau um 1250 geweiht haben soll, weil er nach einem Kreuzzug wieder heil die Heimat erreichte.

Moustiers Sainte Marie Moustiers Sainte Marie

In Wahrheit wusste schon im 16. Jh. in Moustiers niemand mehr, wer die Kette aufgehängt hatte. Er wird sogar regelmäßig ersetzt oder wieder aufgehängt, wenn er vom Wind abgerissen wurde. In dem kleinen Ort war eine Menge los, vorstellbar, dass er im Sommer völlig überlaufen ist.
Wir fanden dann eine kleine Pizzeria, wo wir zu Abend aßen, denn uns stand der Sinn nicht nach einem Menü, und dort durften wir auch nur eine Pizza essen, die aber fast so groß war, wie ein ganzes Menü.

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Donnerstag 07.10.1999

Den heutigen Tag wollten wir damit verbringen den Grand Canyon du Verdon zu sehen. Der Fluss Verdon entspringt in 2150 m Höhe im Massiv von Sestrière und mündet nach 170 km bei Cadarache in die Durance. Seinen Weg hat er sich durch den weichen Kalkstein der Hochebene von Canjuers gebahnt. Die dabei entstandene gewaltige, bis 700 m tiefe und rund 20km lange Schlucht zählt zu den größten Naturwundern Europas.

Grand Canyon du Verdon Grand Canyon du Verdon

Auf beiden Seiten des Canyon führen erst seit 1947 angelegte Straßen mit phantastischen Ausblicken entlang und wir brauchten für die Umrundung der Schlucht (ca. 100 km) fast den ganzen Tag. Wir begannen mit der Straße am Nordufer. Dort wurde 1973 extra für den Tourismus die Route des Crêtes angelagt. Das schmale Sträßchen über einer Biegung des Flusses scheint fast nur aus Aussichtspunkten zu bestehen. Nach jeder Kurve öffnen sich neue Perspektiven, tauchen andere gewaltige Felswände auf und bieten immer wieder spektakuläre Ausblicke in die Schlucht.
Zurück fuhren wir auf der Südseite der Schlucht. Das Ergebnis der Rundfahrt waren sehr viele Fotos, denn immer wieder war es noch schöner und eindrucksvoller als beim vorherigen Ausblick.
Am späten Nachmittag waren wir zurück in Moustiers und konnten im Café gegenüber des Hotels noch ein wenig in der Sonne sitzen. Als diese dann hinter den Bergen verschwand, wurde es sehr schnell kalt. Nach dem Abendessen verbrachten wir den Abend im Hotel, denn irgendwie war der Ort plötzlich wie ausgestorben, und die meisten Restaurants schlossen gegen 22:00.

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letzte Änderung: 17.04.2016 · Copyright © 2003 - 2017 by Angelika Rosenzweig