Flagge Thailand

Reisebericht Südostasien 2014

Flagge Vietnam

Montag 14.04.2014

Flughafen Ko Samui Aufstehen 6 Uhr, dann Kaffee trinken und den Rest einpacken. Fahrt zum Flughafen um 8.30, der Abflug war pünktlich um 10.15, die Ankunft in Bangkok sogar etwas zu früh um 11.05. Mit Taxi ins Royal River "best driver in town", er hat es auf dem kürzesten Weg in 40 Minuten geschafft. Punkt 13 Uhr saßen wir schon auf dem Balkon.
Wir packten nur die paar Sachen aus, die wir noch für Bangkok brauchten und fuhren dann mit dem Chao Phraya Expressboot zum Phra Athit und aßen dort im teuren Restaurant des Navalai River Resort direkt an der Anlegstelle eine Kleinigkeit.
Schon auf dem Boot waren uns die vielen schwer bewaffneten Menschen aufgefallen, eine Pump Gun größer als die nächste. Alle Leute, die in Phra Athit in die Boote stiegen waren patschnass.
Nun ja, es war Songkran.
Songkran (in Thai Wan Songkran) ist das traditionelle Neujahrsfest nach dem thailändischen Mondkalender. Es ist heute auf den 13. bis 15. April datiert. Früher hatte es kein festes Datum und fand ursprünglich zur Frühlingstagundnachtgleiche statt (zwischen 19. und 21. März). Im Unterschied zum heutigen Neujahrsfest des Gregorianischen Kalenders setzt das thailändische Neujahrsfest die Monatszählung nicht wieder auf eins zurück. Diese beginnt immer Ende November, Anfang Dezember. Songkran findet also etwa im vierten oder fünften Monat des thailändischen Kalenders statt.
Songkran Das Wort "Songkran" stammt aus dem Sanskrit und bezeichnet den Übergang der Sonne von einem Tierkreiszeichen zum nächsten.
Am Abend des 12. April werden Häuser und Wohnungen geputzt. Morgens am 13. April begeben sich die Familien in die Wats und opfern dort Reis, Früchte und andere Speisen. Anschließend werden am Nachmittag die dortigen Buddha-Figuren und der Vorsteher des Wat "gebadet", indem sie mit Wasser begossen werden. In vielen Städten, wie z. B. in Chiang Mai werden dann die Buddha-Statuen in einem Umzug durch die Stadt gefahren, um anderen Gläubigen die Gelegenheit zu geben, die Statuen ebenfalls mit Wasser zu begießen. Andere traditionelle Elemente dieses Feiertages:
Junge Leute besuchen Familienmitglieder der älteren Generation, um ihnen Respekt zu erweisen, indem kleine Mengen von Wasser über ihre Hände gegossen werden. Das Wasser wurde vorher mit Jasmin-Blüten versetzt, um es wohlriechend zu machen.
Die Gläubigen tragen kleine Mengen von Sand in die Tempel, um ihn dort im Vorhof zu chedi-artigen Pyramiden aufzuhäufen. Die Sand-Chedis werden oft mit bunten Fähnchen dekoriert. Der Sand soll den Staub wieder an den Ursprungsort zurückbringen, den die Gläubigen im Laufe des Jahres an ihren Schuhen haftend von dort weggetragen haben. Generell gesehen ist Songkran die Zeit der Säuberung und Erneuerung. Viele Thais unterziehen aus diesem Anlass ihre Wohnungen einer General-Reinigung.
Blick vom Balkon des Royal River Die rituellen Waschungen haben sich im Laufe der Geschichte dahingehend entwickelt, dass zu Songkran sich alle Personen gegenseitig mit Wasser übergießen. Dieser Brauch, der bereits vor dem eigentlichen Fest beginnt und auch über es hinausgeht, wird vor allem in größeren Städten exzessiv betrieben, auch als unbeteiligter Tourist kann man leicht nass werden. Es entstehen auf den Straßen spontan regelrechte Umzüge von offenen Wagen, auf denen die Feiernden gefüllte Wassertonnen (häufig auch mit Eisblöcken) transportieren, um Wasserpistolen, Eimer und Flaschen immer wieder nachzufüllen. Außerdem wird man mit (Baby-)Puder oder Talcum bestäubt, bzw. im Gesicht damit bemalt.
Zuerst wollten wir uns nicht ins Getümmel stürzen, das offensichtlich in der Khao San und Umgebung herrschte, aber dann entschlossen wir uns doch, es zu wagen. Schließlich war es 35 Grad warm und wir nicht aus Zucker. Im 7-eleven bekam ich eine Plastiktüte für meine Handtasche und Rolf erwarb ein kleine Plastikumhängetasche für Portemonnaie und Handy. Es dauerte auch nicht lange bis wir bis auf die Haut nass waren, manche waren auch gemein und begossen die Leute mit Eiswasser. Andere schmierten uns eine Puder oder Mehlpampe ins Gesicht.
Leider waren wir nicht ausgerüstet, ich hätte gerne "zurückgeschossen". An einer Ecke Stand einer mit einem großen Bottich und einer Schöpfkelle, für 5 Baht durfte man diese einmal benutzen.
Irgendwann wurde es uns dann doch zu voll, so großes Gedrängel kann ich nicht lange ertragen und so gingen wir zur Anlegestelle und fuhren zurück ins Royal River und hängten dort unsere Klamotten auf den Balkon und uns unter die Dusche, um die Pampe loszuwerden.

nach oben

Dienstag 15.04.2014

Das Frühstück im Royal River war fast nicht zu genießen, kaum Gäste da und somit war die Butter wohl etwas älter, sie war ranzig, die Toast und das Gebäck vom Vortag oder noch älter.
Somit ging das Frühstück auch sehr schnell und so waren wir schon um 9 Uhr im Tesco Lotus und hatten bis 12 Uhr unsere Einkäufe erledigt.

Hochbahnbaustelle in Bang Phlat im Tesco Lotus


Da Adang wegen Songkran geschlossen hatte, mussten wir ausweichen und gingen in der Hauptstrasse ins Restaurant Porn, wo wir dann später auch zu Abend aßen. Das Essen ist auch lecker, nur leider haben sie nur einen klimatisierten Raum, der natürlich fast Kühlschranktemperatur hat, draußen gibt es nur drei ungemütliche Tische auf der Straße, aber immer noch besser als Kühlschrank.

nach oben

Mittwoch 16.04.2014

Frühstück um 8.30, die Butter war immer noch ranzig. Gegen 11 Uhr machten wir uns auf den Weg zum Tang Hua Seng Kaufhaus, also wieder bis Phra Athit mit dem Boot und den Rest zu Fuß, dieses Mal eine andere Strecke durch eine kleine Gasse und eine enge Wohnsiedlung mit kleinen Häusern, man hatte mehr das Gefühl einer Kleinstadt und nicht Bangkok. So richtig packte uns im Tang Hua Seng nicht der Kaufrausch, auch das anschließende Bummeln in der Rambuttri und Khao San Road war recht ergebnislos.
Also fuhren wir zurück zum Hotel und packten unsere Sache ein.

gemütliches Mittagessen Straßenschmuck in Bang Phlat


Um 19 Uhr holten wir Jürgen an der Bootshaltestelle ab und gingen zu Adang, die glücklicherweise wieder geöffnet hatte und es wurde noch ein sehr netter Abend, bis kurz vor 22 Uhr, dann fingen sie an aufzuräumen, wohl ein deutliches Zeichen, dass wir gehen sollten.

nach oben

Donnerstag 17.04.2014

letzter Blick auf den Baiyoke Wieder frühes Aufstehen und Abfahrt mit dem Taxi zum Flughafen um 7.30 Uhr. Da ich am Vortag noch Online eingecheckt hatte, durften wir uns am Business Schalter anstellen und waren dort die einzigen, wodurch wir wieder endlos viel Zeit hatten. Unser Flug startete pünktlich um 11 Uhr und wir kamen auch pünktlich um 17 Uhr in Istanbul an. Der Flug war etwas nervig, weil wir nach dem Essen die Fensterläden schließen sollten und das Licht ausgemacht wurde. Blöde Idee am helllichten Tag schlafen zu sollen. Aber es ging dann Dank Filmen und Computerspielen doch einigermaßen schnell vorbei.
In Istanbul herrschte das absolute Chaos, wahrscheinlich wegen Gründonnerstag waren Himmel und Menschen unterwegs, es war auch wieder eine ziemliche Hetzerei, etwas über eine Stunde ist zum Umsteigen doch ein bisschen knapp.
Unser Flieger nach Berlin flog etwas zu spät los, aber die Flugzeit war nur 2 ½ Stunden und so kamen wir doch pünktlich um 21 Uhr in Tegel an. Die Bangkok Koffer kamen als letzte und so waren wir auch die letzten, die das Gepäckband verließen.
Unsere Abholer standen bereit und so waren wir um 22 Uhr beim Bierchen im Jonas.

nach oben

letzte Änderung: 17.04.2016 · Copyright © 2003 - 2017 by Angelika Rosenzweig