Flagge Thailand

Reisebericht Thailand 2012
Khao Lak

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Dienstag 28.02.2012

Thailand Karte mit Khaolak Khao Lak Country Side Resort Wir standen früh auf, packten unsere Sachen, frühstückten und fuhren um 8.30 Uhr ab. Freunde von uns hatten uns Khao Lak empfohlen und dort wollten wir nun hin und wussten, dass wir 450 km vor uns hatten. Wir folgten der Nationalstraße Nr. 4, kurz hinter Chumphong biegt diese dann an die Westküste ab und wird dann auch einspurig, also ging es nicht mehr so schnell voran. Vorbei an Ranong und vielen kleinen Städten und Städtchen, kamen wir schließlich nach Khao Lak, in einem geschäftig aussehenden Ortsteil bogen wir nach rechts zum Wasser ab.
Khao Lak ist eine Urlaubsregion (benannt nach einem Berg) an der Westküste Thailands an der Andamanensee in der Provinz Phang Nga etwa 60 Kilometer nördlich von Phuket.
Der wichtigste Wirtschaftszweig der Region ist der Tourismus, was seit Ende der 1980er Jahre zum Ausbau der touristischen Infrastruktur führte. Von Phuket bis nach Takua Pa ziehen sich scheinbar endlose Sandstrände. Größere Ortschaften gibt es nicht. Hauptort der Khao Lak Region ist die kleine Ortschaft La On. Hier liegt auch der bekannte Nang Thong Beach. Das Geisterhäuschen
In Deutschland erregte Khao Lak das Medieninteresse in Folge der schwersten Verwüstungen innerhalb Thailands, die der Tsunami vom 26. Dezember 2004 anrichtete. Die Region ist ein beliebtes Reiseziel für europäische Touristen (Anteil ca. 80 %). Es kamen mehrere hundert Touristen ums Leben. Die Schäden wurden bis zur beginnenden Reisesaison im Herbst 2006 beseitigt.
Wir merkten erst später dass wir in dem Ort La On zum Nang Thong Beach abgebogen waren. In einem der Hotels, das direkt am Wasser lag fragten wir nach einem Zimmer, aber es war leider alles "fully booked", also fragten wir schräg gegenüber im Khao Lak Country Side Resort, leider nicht direkt am Wasser, aber dort bekamen wir einen schönen Bungalow in einem großen Garten, der leider etwas ungepflegt wirkte, Aber der Bungalow war wirklich sehr schön und groß und so nahmen wir ihn.
Nach dem Auspacken ein kleiner Erkundungsgang am etwas enttäuschenden Strand entlang und dann nach oben zur Nationalstraße 4 in das kleine Ortszentrum. Dort gab es auch ein paar Geschäfte und viele Restaurants. Wir wollten aber direkt am Wasser etwas essen. Nach unserem Buch gab es dort nur ein paar Hotels. Dort war es auch überall ziemlich tot aber neben dem Hotel Suwan Palm Resort fanden wir doch noch ein nett aussehendes Restaurant - Khao Lak Friends. Es war dort auch ziemlich leer, aber wir blieben trotzdem und haben es auch essensmäßig nicht bereut. Khao Lak Friends vermietet auch Strandliegen, wir bezahlten und reservierten gleich 2 Liegen für den nächsten Tag. Nachdem wir gegessen hatten, verschwanden auch die letzten Gäste, das Restaurant wollte offensichtlich schließen, denn die Tische wurden alle abgeräumt, bevor sie die Stühle hochstellten wollten wir lieber gehen.
Noch mal in den Ort zu gehen hatten wir keine Lust und so verbrachten wir den Rest des Abends auf unserer Terrasse.

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Mittwoch 29.02.2012

Am Strand in Khao Lak Frühstück gegen 7.30 Uhr, für thailändische Verhältnisse ein sehr gutes Frühstück, es gab sogar etwas Wurst und Käse und das obligatorische Spiegelei. Nach dem Frühstück blieben wir noch etwas auf unserer Terrasse und gingen dann zum Strand, unser Wunschliegen waren für uns reserviert. Das Wasser war natürlich schön warm. Zum Mittagessen blieben wir in der Strandkneipe. Ich gönnte mir eine Öl-Massage, sehr angenehm. Alles in allem trotzdem ein ereignisloser Tag mit lesen, baden, faulenzen und rumsitzen.
Zum Abendessen machten wir uns dann doch auf den Weg in das kleine Zentrum an der Hauptstraße und fanden auch ein nettes Restaurant, das Essen war auch lecker. Wir schlenderten noch etwas an der Hauptstraße entlang, kauften ein paar Ansichtskarten und ließen uns in der "Froschkneipe" zu einem Abenddrink nieder.
Als wir uns an den Tisch gesetzt hatten machte es ganz in der Nähe "quak", zuerst maßen wir dem Geräusch keine Bedeutung bei, aber es wiederholte sich mehrmals. Schließlich entdeckten wir den kleinen Kerl auf dem Rand eines Blumentopfes, in dem eine Wasserpflanze stand. Beim genauen Hinsehen und Hinhören entdeckten wir dann noch weitere Blumentöpfe mit ihren Bewohnern. Lustig war es dann die anderen neuen Gäste zu beobachten, denen es genauso ging wie uns und schließlich auch die Frösche entdeckten, also nichts für Froschhasser.

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Donnerstag 01.03.2012

Tsunamischaden? Frühstück um kurz nach 8 Uhr und dann wieder zum Strand. Dieses Mal hatte die Liegenreservierung nicht geklappt und so bekamen wir die letzten beiden Liegen in der linken Ecke, wie sich später herausstellte viel besser, weil diese die ganze Zeit Schatten hatten ohne dass man sie verrücken musste. Gegen Mittag belegte ein total ekliger männlicher Mensch die Liege rechts von mir, der zudem noch fürchterlich gestunken hat.
So brachen wir zu einem kleinen Strandspaziergang auf, nach links den Strand entlang bis zu den Felsen um nachzuschauen, ob es da eventuell noch ein Restaurant gäbe. Es gab aber nur eine Hotelanlage neben der anderen und kein Restaurant am Strand. Wir brachen unseren Strandaufenthalt ab und wechselten an den Pool, auch dort war das Wasser sehr schön warm.
Zum Abendessen gingen wir wieder in das kleine Ortszentrum in ein Restaurant, wo man das Gefühl hatte, dass dort nur Kinder arbeiteten, sie sahen alle nicht älter aus als 10 oder 11. Auf dem Rückweg kehrten wir noch in einer Bar ein, es war überhaupt nichts los nur der Fernseher brüllte, wir dachten uns, das das noch wird, wir waren ja recht früh dran, aber es tat sich auch weiterhin außer einem Pärchen nichts und der Cocktail war auch nur mittelmäßig.

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Freitag 02.03.2012

Phuket: Blick auf Kata/Karon Abfahrt gegen 9.00 Uhr nach Phuket. Nach etwa 2 Stunden waren wir in Phuket Town und haben uns da wie immer verfahren, fanden aber schließlich doch noch den Weg nach Rawai. Dort kauften wir dann bei den Seezigeunern zwei schwarze Perlenketten für Monika und haben dann in einer netten kleinen Kneipe was getrunken. Wir fuhren dann weiter nach Kata / Karon, um zu sehen, wie es dort jetzt aussieht. Schon auf dem Aussichtspunkt auf dem Weg dorthin, konnten wir sehen, dass unheimlich gebaut worden war.
Der Strand von Kata / Karon war zwar ziemlich voll, es ging aber gerade noch. Bei Lamai aßen wir zu Mittag eine Nudelsuppe, nicht mehr so gut und mit sehr viel Glutamat. Es waren auch nicht mehr die gleichen Leute, sondern ein junges Pärchen. Der alte Lamai von 1998 sei in den Norden gegangen, aber wir haben nicht rausgekriegt in den Norden von was, Phuket, Thailand? Wir überlegten, ob wir noch ein paar Tage auf Phuket verbringen sollten und fragten im Phuket Island View nach einem Zimmer, aber 4500 Baht (etwa 110,- €) fürs Zimmer fanden wir doch etwas viel. Also schauten wir noch nach dem kleinen Hotel in den wir 2006 gewohnt hatten, aber das war völlig heruntergekommen. Weiterfahrt nach Patong, aber dort war es ganz schrecklich, voll und laut. Auch dort fragten wir mal spaßeshalber nach einem Zimmer, die wollten nun gleich 6000 Baht haben. Die zweite Reihe ist wohl preiswerter, wer möchte aber schon im Urlaub in lärmenden Großstadtstraßen wohnen. Patong hatte für uns überhaupt keinen Wiedererkennungswert, wir hatten das Gefühl dort noch nie gewesen zu sein.
Wir schauen uns dann noch Kamala Beach an, aber auch dort war es nur voll, am Strand standen die Liegen dicht an dicht, also dort gefiel es uns auch nicht, also verwarfen wir den Gedanken noch nach Phuket zu fahren.
Kurz hinter Phuket fing es dann an zu regnen und die ganze restliche Rückfahrt goss es in Strömen, dass der Scheibenwischer es teilweise nicht schaffte.
Gegen 17 Uhr waren wir wieder in Khao Lak und gingen dann trotz des Regens in den Ort um zu essen und erwischten ein Restaurant, das ziemlich kantinenmäßig wirkte und von mehreren skandinavischen Großfamilien bevölkert wurde, die ihre Kinder überhaupt nicht im Griff hatten, denn sie rannten laut schreiend im Lokal herum.

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Sonnabend 03.03.2012

Gegen 9 Uhr brachen wir zum Khao Sok Nationalpark auf, in der Provinz Surat Thani in Südthailand, 72 km nordöstlich von Khao Lak an der südlichen Westküste, 41 km östlich von Takua Pa, 109 km westlich von Surat Thani. Von der Hauptdurchgangsstraße biegt eine gut ausgeschilderte, 1,5 km lange Stichstraße zum Nationalpark ab.
Der Nationalpark Khao Sok wurde am 22. Dezember 1980 mit einer Größe von 645 km² eröffnet. Kurz danach wurde durch den Bau des Ratchaprapha-Staudamms (auch Chiao-Lan-Staudamm genannt) ein Teil des Parkes geflutet. Der so entstandene See ist 162 km² groß. Er ist heute Teil des Parks. Im Norden schließt sich das Khlong Saeng-Wildreservat an den Park an.
Der Nationalpark liegt zwischen 300 bis 600 Metern hoch und der höchste Berg ist Khao Mok mit 960 Metern.

Unterwegs zum Khao Sok Nationalpark im Khao Sok Nationalpark

Wir zahlten einen kleinen Eintritt, stellten unser Auto auf dem Parkplatz ab und wollten zu einem Spaziergang aufbrechen. Entgegen kamen uns nur Leute in Trekkingausrüstung und mit Bergschuhen bekleidet, wir hatten mal wieder die falschen Klamotten an. So schauten wir uns nur das für uns begehbare Gebiet in der Nähe das Parkplatzes an. Ein kleiner Weg führte zu einem 3 km entfernten Wasserfall, aber auch dort nur Leute mit berg oder Wanderschuhen und fester Kleidung, also gingen wir dort auch nur etwa 500 m und drehten dann um.

Am Ratchaprapha-Stausee Am Ratchaprapha-Stausee

Nun hatte ich im Buch gelesen, der Ratchaprapha-Staudamm und der dazugehörende See seien sehr schön und man könne dort schöne Bootsfahrten machen.
Also beschlossen wir uns diesen anzusehen, in der Annahme er sei nicht weit weg, weil er ja zum Nationalpark gehörte. Nach über 60 km kamen wir endlich an den Staudamm, viel kleiner als erwartet. Inzwischen war es schon Mittag und wir hatten auch Hunger. Zu essen gab es dort gar nichts, es wimmelte von asiatischen Reisegruppen. Wir fragten an einem "Fahrkartenhäuschen", ob man Boote mieten könnte, aber die Auskunft war nur, dass es hier nur Busfahrscheine gäbe. Auf unsere Frage, wo es dann die Tickets für die Boote gäbe, gab es nur ein unfreundliches Schulterzucken.
Wir irrten dann noch etwas herum, fanden aber keine Bootsvermietungen, außerdem sahen die Boote, die dort lagen nicht allzu Vertrauen erweckend aus, alles wirkte etwas vergammelt und ein bisschen eklig. Und fahren sah man überhaupt keine Boote.

Tankstelle beim Khao Sok Nationalpark Thai Herbs Restaurant


Also fuhren wir wieder zurück. Der Loose-Thailand empfiehlt das Thai Herbs Restaurant in der Stichstrasse zum Nationalparkeingang. Wir fanden es auch tatsächlich. Es liegt wunderhübsch in einem schönen Garten, viel bunte Blumen. Das Essen war wunderbar und dazu nicht mal teuer, also eine sehr gute Empfehlung.
Die Rückfahrt nach Khao Lak zog sich dann noch endlos in die Länge und wir waren erst gegen 16 Uhr wieder im Hotel. Nun wollten wir noch etwas am Pool entspannen, aber jetzt fing es mal wieder an zu regnen, also doch kein Pool..
Abendessen gegen 18.30 in der Hauptstrasse in einem sehr einfach wirkenden Restaurant, dass dann aber sehr schnell brechend voll wurde. Nun wollten wir es doch mal mit Fisch probieren und bestellten Red Snapper, aber wir fanden es nur mittelmäßig, liegt aber vielleicht mehr daran, dass wir nicht so die großen Fischesser sind.
In der Froschkneipe haben wir dann noch einen Absacker genommen, doch dann fing es wieder an zu regnen. Wir brachen schnell auf in der Hoffnung noch einigermaßen trocken nach Hause zu kommen, war aber nix, wir wurden bis auf die Haut patschnass.
Im Hotelrestaurant angekommen, boten sie uns sofort Handtücher zum Abtrocknen an, und so tranken wir dort noch ein Bier und gingen dann irgendwann zu unserem Bungalow, die Terrasse dort war wenigstens überdacht.

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Sonntag 04.03.2012

Frühstück gegen 8.30 Uhr und anschließend zum Strand. Wohlfühlprogramm: Pediküre, Maniküre und Fußmassage.
Im Restaurant der "Khao Lak Friends" hatten sich ca. 50 Schulkinder und jede Menge anderer Leute versammelt, darunter auch ein paar Deutsche. Es wurden Namen vorgelesen, das entsprechende Kind ging nach vorne an einen Tisch, bekam einen weißen Umschlag in die Hand gedrückt und wurde dann von einer blonden Frau fotografiert. Wie wir dann durch nachfragen erfuhren ist "Hilfe für Khao Lak Tsunamiopfer e.V". ein in Deutschland gegründeter Verein, von Leuten, die 2004 den Tsunami in Khao Lak miterlebt hatten. Der Verein ermöglicht Waisenkindern, die beim Tsunami ihre Eltern verloren haben eine gute Ausbildung, man kann auch eine Partnerschaft übernehmen. Mehr Informationen dazu auf der Webseite von Khao Lak Freinds: www.khaolakfriends.com. Bei dieser Veranstaltung wurden nun den Kindern die Stipendien für die nächsten drei Monate überreicht.

Weitere Informationen über das großartige Projekt finden Sie unter www.khaolakfriends.com.

Sehr erstaunlich fanden wir auch, das sich diese ungefähr 50 Kinder sehr ordentlich benahmen, kein unmotiviertes Gekreische oder Herumrennen im Restaurant. Sie saßen alle artig auf ihren Stühlen und warteten darauf aufgerufen zu werden.

Khao Lak Friends Khao Lak Friends


Ab 15.00 Uhr fing es fürchterlich an zu regnen, Rolf war gerade bei der Maniküre und ich versuchte unsere Handtücher vor dem Ertrinken zu retten. Die Kiddy-Veranstaltung war dann auch bald zu ende und wir hatten auch keine Lust mehr bei Regen am Strand zu bleiben. Also zurück zum Hotel, duschen und umziehen zum Abendessen. Wir hatten uns zum Essen das Nang Thong Beach Resort schräg gegenüber von unserem Hotel ausgeguckt, da es ein Restaurant direkt am Wasser hat und man auch direkt auf dem Strand an Tischen und Stühlen sitzen kann.
Strand war dann nicht wegen des Regens, aber immerhin im überdachten Bereich am Strand. Es regnete die ganze Zeit und leider war das Essen auch nur mittelmäßig. Der Regen hörte dann irgendwann auf und wir kamen einigermaßen trocken zurück zu unserem Bungalow und saßen dann noch etwas auf unserer Terrasse herum.

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letzte Änderung: 17.04.2016 · Copyright © 2003 - 2017 by Angelika Rosenzweig