Flagge Indien

Reisebericht Indien 2000
Goa

Flagge Indien

Mittwoch 08.03.2000

Indienkarte Karte mit Colva/Goa Frühstück gab's um halb sieben eine Stunde später fuhren wir los zum Flughafen und waren schon um kurz nach acht Uhr dort. Wir verabschiedeten uns von unserem Fahrer und flogen dann pünktlich um 9:25 in Udaipur ab, landeten ebenso pünktlich in Bombay, flogen um 12:30 weiter und kamen eine Stunde später in Goa an.
Sonnenuntergang von unserem Zimmer aus gesehen Dort nahmen wir uns ein Taxi nach Colva zum Hotel Longuinhos Beach Resort wo wir gegen 15:00 ankamen. Nach Besichtigung mehrerer Zimmer, entschlossen wir uns doch die deluxe Zimmer zu nehmen, packten endlich mal alles aus unseren Taschen aus und machten dann noch einen kleinen Erkundungsgang zum Strand. Zum Abendessen blieben wir im Hotel und saßen dann noch auf unserer Terrasse und bewunderten die etwas kitschige Beleuchtung des Restaurants, was aber irgendwie gut passte.
Die kleine ehemalige Enklave Goa ist noch immer Indiens bedeutendstes Touristenziel. Es erhielt sich bis heute neben der alten portugiesischen Architektur auch das Flair des portugiesischen Lebensstils. Dies ist um so erstaunlicher, als Goa mittlerweile bereits seit 1961 zu Indien gehört. Der wichtigste Grund für die vielen Touristen, nach Goa zu kommen, sind die traumhaften Strände. Offiziell wird Goa zusammen mit zwei anderen portugiesischen Enklaven regiert, nämlich mit Daman und Diu. Die wurden zur gleichen Zeit wie Goa von Indien übernommen. Beide liegen im Staat Gujarat. Insgesamt macht Goa im Verhältnis zum übrigen Indien einen geradezu wohlhabenden Eindruck; Slums und Bettler auf den Straßen sind eine Seltenheit, und weit über 70% der Bevölkerung sind des Lesens und Schreibens mächtig.

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Donnerstag 09.03.2000

Der Strand von Colva Die sich südlich des Mandovi-Flusses erstreckende Colva Beach setzt sich genaugenommen aus mehreren Strandabschnitten zusammen, die sich jeweils benannt nach dem nächst gelegenen Dorf, über 30 Kilometer nach Süden bis zur Grenze Karnatakas erstrecken. Je weiter südlich man gelangt, desto menschenleerer und friedvoller wird es. Über eine touristische Infrastruktur verfügen nur die beiden nördlichen Strandabschnitte Colva und Benaulim. Colva wurde bereits in den siebziger Jahren vom Tourismus entdeckt.
Den Vormittag verbachten wir mit faulem Herumlungern im Hotelgarten, zum Mittagessen wollten wir dann mal woanders hin und machten uns auf den Weg in den Ort, wo wir dann ziemlich schlecht und sauscharf zu Mittag aßen. Zurück liefen wir dann am Strand entlang.

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Freitag 10.03.2000

Unsere Strandbude von Colva Dieser Tag sollte ein Strandtag werden und so packten wir unsere Badesachen und lagerten vor einer der Strandbuden unter einem Sonnendach auf den zur Bude gehörenden Liegen. Sie kosteten nichts, die Liegenbesitzer wollen nur, dass man dann bei ihnen etwas verzehrt. Das Wasser war wunderbar warm und es gab auch mittlere Wellen. Zu Mittag aßen wir in der Strandbude und es war auch ganz lecker und sehr billig. Zur Bude gehörte ein kleiner Hund - Bobby - mit kleinen spitzen Zähnen, die immer in die Beine aller Gäste wollten. Er war noch sehr jung und so verziehen wir ihm seine Unarten.. Die Besitzer der Bude oder Pächter waren sehr nette freundliche junge Leute und so blieben wir unserer Strandbude auch in den folgenden Tagen treu.
Abends aßen wir wieder im Hotel, eine kleine Musikband mühte sich ab, um Stimmung aufkommen zu lassen, aber alle saßen nur herum, obwohl sie wirklich gute Musik machten. Wir glaubten dann, wenn erst einer anfängt zu tanzen, würden sich auch noch andere überzeugen lassen. Also fingen wir an, aber alle blieben auf ihren Plätzen und glotzten, aber immerhin bekamen wir Beifall von unseren Tischnachbarn.

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Sonnabend 11.03.2000

Margao Da wir wieder Karten geschrieben hatten, wollten wir nach Margao fahren und sie dort zur Post bringen. Vor dem Hotel standen Taxis, kleine Busse, herum und wir entschlossen uns nicht den Linienbus zu nehmen, sondern uns doch lieber ein Taxi zu gönnen, denn es war doch sehr warm. Die Distrikthauptstadt Margao (ca. 70.000 Einwohner) ist der bedeutendste Handels- und Verkehrsknotenpunkt des Südens und nach Panaji die zweitgrößte Stadt Goas. Von Colva aus ist sie die nächstgelegene größere Stadt, die per Bus und Zug mit allen Orten innerhalb Goas sowie den größeren Städten der benachbarten Bundesstaaten verbunden ist.
Unser Fahrer brachte uns zum zentralen Platz des Ortes an dem auch die Post ist, und wollte uns dort nach zwei Stunden wieder abholen. Wir umrundeten den Platz, fanden auch die Post und wollten unsere Karten wieder stempeln lassen, aber die Frau am Schalter meinte, wir sollten die Karten in den Briefkasten vor der Tür werfen. Wir trauten dem Frieden nicht, aber es blieb uns ja nichts anderes übrig. So warfen wir die Karten mit einem unguten Gefühl ein, aber es sind alle angekommen, die Unsitte des Briefmarkenablösens scheint wohl in Goa nicht zu herrschen.
Hütten am Strand von Colva Dann suchten und fanden wir den Markt. Er war so ganz nett, aber es war ziemlich heiß und so waren wir dann nach einer Stunde durch und hatten auch weiter keine Lust durch den Ort zu laufen, denn er war wirklich sehr uninteressant.
Wir setzten uns in der Nähe der Verabredungsstelle mit unserem Fahrer in ein Restaurant, das nur einen Tisch draußen hatte, aber der lag im Schatten und so tranken wir dort ein Wasser und schlugen die Zeit tot. Unser Fahrer war pünktlich zu Stelle und wir ließen uns auf dem Rückweg schon im Ort raussetzen um dort auch gleich Mittag zu essen. Das eine der Restaurants war gut besucht und so dachten wir das Essen dort müsste gut sein, aber die Pizza war teuer und schlecht. Den Rest des Nachmittags verbrachten wir am Pool, Strand und auf unserer Terrasse und mussten nachmittags erst mal eine kleine getigerte Katze, die unseren Schrank besichtigte, aus dem Zimmer werfen. Da in unserem Hotel eine Hochzeitsfeier geplant war, wollten wir dort nicht essen, sondern zogen unsere Strandbude vor.

Gäste im Schrank Nach dem Essen saßen wir dann auf der Terrasse und beobachteten das Geschehen auf der Hochzeitsfeier, offensichtlich eine Europäerin mit einem Inder. Die Feier wirkte eher langweilig, war aber trotzdem recht laut. Die kleine Katze vom Nachmittag eilte über die Tanzfläche und trug irgendetwas im Maul, und kam sehr zielstrebig auf uns zu. Als sie bei uns war, sahen wir, dass sie ein Junges im Maul hatte, das sie dann ohne zu zögern in unser Zimmer trug. Als sie nun feststellte, dass der Schrank geschlossen war, legte sie das Kleine erst mal unter Rolfs Nachtisch ab und verschwand wieder um kurz darauf mit einem zweiten Kind über die Tanzfläche zu eilen und in unser Zimmer zu bringen, das dritte folgte dann sofort, und wir hatten schon Angst, dass es noch mehr werden könnten, aber es blieb bei drei. Sie stellte sich immer wieder vor den Schrank und konnte uns so überzeugen, dort einziehen zu dürfen. Wir spendierten den ollen Abtreter vor unserem Bad als Unterlage und unser Gast verbrachte die Nacht im Schrank.

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Sonntag 12.03.2000

Katzen-Gäste Als erstes ließen wir morgens die Katze raus, dann gingen wir frühstücken, brachten unserer jungen Mutter Milch mit und machten uns dann auf die Suche nach einer geeigneten Unterkunft. Rolf fand einen Steinhaufen in der Nähe des Swimmingpools und wir betten die Katzenkinder dorthin um. Mutter kam kurz gucken, schüttelte sozusagen den Kopf und griff sich ein Kind. Rolf ging hinter ihr her, um zu sehen, wo sie hinwollte und siehe da ganz zielstrebig wieder in unser Zimmer. So ging es wohl nicht, also brachte ich die anderen beiden auch wieder zu uns zurück. Unsere Katzenmutter hatte das nicht mitgekriegt und suchte dann ihre Kinder und so musste sie Rolf dann wieder zu uns tragen. Im Zimmer konnte die Familie nicht bleiben, also bauten wir aus einem Stapelstuhl und den Handtüchern vom Pool eine Höhle auf unserer Terrasse und betteten die Kinder dorthin um. Diesmal war Mutter zufrieden. Jetzt konnten wir endlich zum Strand gehen und verbrachten dann dort den Rest des Tages.
Zum Abendessen wollten wir nun auch mal was anderes und gingen in der Nähe des Ortskerns in das vom Reiseführer empfohlenen Falcon, was aber sehr enttäuschend war.

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Montag 13.03.2000

jetzt sind die Augen schon geöffnet Blonder Hundefreund Dieser Tag brachte keine besonderen Ereignisse. Brigitte ging es leider sehr schlecht und so gingen wir alleine zum Strand, verbrachten dort den Tag und aßen abends bei uns im Hotel. Unserer Familie auf der Terrasse ging es gut, sie wurde von unserem anderen Kumpel, dem blonden Hund bewacht.

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Dienstag 14.03.2000

Fischerboot am Strand in Colva Gleich früh nach dem Frühstück machten Rolf und ich einen Einkaufsbummel in Colva. Viel zu kaufen gab es nicht, aber wir fanden ein nettes Hemd und für unsere Kranke Tee und Bananen. Anschließend waren wir wieder am Strand. Am Nachmittag sprachen wir unsere neuen Nachbarn an, ein englisches Ehepaar mit einer kleinen Tochter, ob sie die Patenschaft für unsere Katzen übernehmen wollten. Sie wollten es gerne tun. Zu Abend aßen wir in dem Lokal Belo neben unserem Hotel, was von außen etwas unscheinbar wirkte, aber sich dann als sehr nett herausstellte und das Essen schmeckte auch sehr gut.

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letzte Änderung: 17.04.2016 · Copyright © 2003 - 2017 by Angelika Rosenzweig