Strand von Kata/Karon angelikasreisen.de

Reisebericht Thailand 1998 Phuket

Montag 21.12.1998 - Dienstag 22.12.1998

Thailand Karte mit Phuket Wir fuhren sehr früh zum Flughafen, weil wir dachten frühes Kommen sichert gute Plätze, und waren so schon gegen 15:00 in Schönefeld. Kurz vor vier konnten wir dann einchecken und erfuhren dann gleich, dass der Flug Verspätung hatte und wir auf die Lautsprecherdurchsagen achten sollten. Der zweite Flop war, dass wir die Plätze für die Langstrecke von Schönefeld aus nicht reservieren konnten, die Dame am Schalter faselte etwas von "Computer nicht kompatibel". Also machten wir uns auf den Weg ins Restaurant, aßen dort etwas und gönnten uns ein Bier. Statt um 17:50 ging es dann um 19:20 los. Der Flieger war schon das erste Entsetzen, ziemlich dreckig und vergammelt und die Stewardessen reichlich unfreundlich.
Wir landeten in Sofia um 22:20, nach Ankunft im Flughafengebäude liefen wir durch unbeleuchtete Gänge bis zum sogenannten Transferschalter, ein dreckiger düsterer Raum, wo sich nun alle Fluggäste um einen Tresen scharten, an dem sich zunächst überhaupt nichts tat. Nach etwa einer halben Stunde erschienen drei Mädels und begannen mit der Abfertigung. Wir bekamen wie durch ein Wunder noch drei zusammen liegende Plätze in der ersten Raucherreihe, allerdings in der Mitte. Dann ging's wieder durch recht schwach erleuchtete Gänge in die Abflughalle, die auch nicht gerade unsere Begeisterung hervorrief, selbst Schönefeld zu Ostzeiten war dagegen todschick. Es gab sogar eine Bar. Eigentlich wollten wir etwas trinken, aber in der Bar des International Sofia Airport konnte man nur mit Lewa bezahlen und wer hat schon Lewa?! Also tranken wir nichts.
Flughafen Don Muang in Bangkok An einer der nach draußen führenden Türen war tatsächlich unsere Flugnummer angeschrieben, jedoch keinerlei Abflugzeit. Aber irgendwann entstand Gewusel, die Tür wurde geöffnet und da es keinen weiteren Abflug gab, mußte es wohl unserer sein. Wir steigen ein, der Langstreckenflieger war etwas größer als der Zubringer, aber genauso dreckig, vergammelt und eng. Wir hatten in unserer Reihe noch Glück, denn wir hatten wenigstens genug Beinfreiheit, aber die Sitze waren dafür sehr eng, dass wir gerade so hineinpaßten. Die Stewardessen waren ein wenig ansehnlicher und freundlicher und um 0:20 ging es endlich los. Das Essen war schrecklich, die Toiletten unbeschreiblich, der Film für kleinere Menschen leider unsichtbar, da es keine Seitenmonitore gab.
Die neun Stunden vergingen keinesfalls im Fluge, aber irgendwann gab es ein ekliges Frühstück und wir landeten um 15:30 in Bangkok. Die Paßabfertigung war ausnahmsweise sehr zügig, wir erreichten den Shuttle Bus zum Domestic Airport, kamen eine halbe Stunde vor unserem Weiterflug dort an, und konnten gleich einchecken und in den Bus einsteigen, der mit uns zum International Airport zurückfuhr. Dort stand dann unser Jumbo nach Phuket, blitzsauber, freundliches Personal und wir flogen pünktlich um 17:05 ab und kamen ebenso pünktlich um 18:20 in Phuket an. Das Gepäck kam sehr zügig, wir nahmen uns ein Taxi. Etwas erstaunt waren wir, dass die Fahrt kein Ende nehmen wollte, es war auch schon dunkel und nicht mehr so recht was zu erkennen. Nach 40 Minuten kamen wir in unserem Hotel an. Dort erwarteten uns Monika und Jürgen, wir bezogen unser Bungalow (erster Eindruck: schrecklich), Brigitte ihr Zimmer (sehr schön). Wir machten uns kurz frisch und zogen uns sommerlich an und erfrischten uns dann erst mal an der Hotelbar mit einem Bier. Anschließend führten uns die Insider in die Strandbaude zum Essen. Da wir im Flieger das unappetitliche Essen verschmäht hatten, war der Hunger gewaltig und wir langten tüchtig zu. Anschließend war dann nur noch Schlafen angesagt.
Phuket Karte mit Kata Karon Phuket: Schon Ptolemäus hat die Insel erwähnt, die er Junk Ceylon nannte. Dieses war eine Verfälschung des malaiischen Ujung Silang. Ujung bedeutet Halbinsel und Silang war ein Stamm Polynesier, der die Gegend in grauer Vorzeit bewohnte. Aus Silang wurde später Thalang, wie die Insel noch im letzten Jahrhundert hieß. Der heutige Name Phuket stammt von dem malayischen Wort "bukit" ("Hügel") ab.
Phuket ist mit 539 qkm die größte Insel des Landes (aber heute durch eine Brücke mit dem Festland verbunden) und die reichste der 73 thailändischen Provinzen. Die Einwohnerzahl beträgt ca. 140.000, davon 25% moslemische Malaien, 55% buddhistische Thai und der Rest überwiegend Chinesen. Der Wohlstand beruht in erster Linie auf den großen Vorkommen von Zinnerz, die im Süden und Osten abgebaut werden. Das durchschnittliche Monatseinkommen ist auf Phuket etwa doppelt so hoch wie das gesamt-thailändische Durchschnittseinkommen.
Unter dem Gouverneur Phraya Ratsada (1901-1913) wurde die Stadt Phuket erneuert, und man imitierte den sino-portugiesischen Baustil, den man aus Penang her kannte. Zu jener Zeit bestanden bessere Verkehrsmöglichkeiten nach Penang (wohin viele Schiffe fuhren) als nach Bangkok, zu dem kaum befahrbare Straßen führten.
Kleine und größere Buchten mit weißen Sandstränden, phantastische Tauchgründe und einmalige Segelreviere, Luxushotels und Seafood-Restaurants machen Phuket zu einem Fernweh-Ziel für die entsprechende Gesellschaftsschicht. Unter Travellern allgemein heißt es: Phuket kannst Du vergessen.. Und das stimmt gewiß für all diejenigen, die Phuket aus früheren paradiesischen Zeiten kennen. Die meisten Touristen aber fühlen sich wohl. Sie suchen kein ruhiges Paradies, sondern brauchen zu ihrem Vergnügen ein bißchen Remmidemmi, Einkaufspassagen, Restaurants und Bars. Zwar gibt es auch auf Phuket noch ein Paar beschauliche Plätzchen an kleinen Stränden, aber entweder sind sie sehr teuer oder sehr abgelegen.
An den bekanntesten Stränden wird ein Hotel nach dem anderen gebaut, je höher desto besser. - die immens gestiegenen Grundstückspreise müssen sich amortisieren.
Der Strand von Kata/Karon Kata Beach/Karon Beach: Katas Hauptstrand ist einer der für den Tourismus am weitesten entwickelten Strände Phukets, mit zahlreichen Unterkünften aller Preisklassen, Shopping Centern und sogar Nachtleben. Im kommerziellen Zentrum des Strandortes gibt es Tourunternehmen, Tauchschulen, Wechselstuben und jede Menge Restaurants. Das Angebot an Speisen ist riesig, und von hervorragendem Thailändischem Seafood bis hin zu indischen Curries gibt es alles was der Bauch begehrt.
Der Strand von Kata wird in der Mitte von einem ins Meer ragenden Felsen in zwei Hälften geteilt. Die südliche Hälfte wird von dem gigantischen Bau des Club Mediterrane dominiert, der mehr als 2/3 des gesamten Kata Strandes für sich beansprucht. Die Bucht hier weist eine sanfte Wölbung auf. Nördlich des Felsvorsprungs liegt das andere Stück des Kata Strandes, das noch weiter nördlich nahtlos in den Karon Beach übergeht. Da der Übergang fließend ist, wird der Strand der Einfachheit halber oft "Kata/Karon Beach" genannt.
Der Strand von Karon erstreckt sich über eine Strecke von ca. 3 km und wird an seiner Landseite von leichten Dünen gesäumt. An seiner Nordseite befindet sich eine Art Tümpel, in dem Wasserbüffel schläfrige Badezeremonien abhalten. Nicht vorhanden sind allerdings Bäume oder Palmen, und der Strand wirkt so ein wenig kahl. Als Ausgleich bietet sich den Sonnenbadenden hier jede Menge Platz, denn - egal wie viele Touristen Karon auch bevölkern mögen - auf dem langen Strand verteilen sie sich sehr gut. So richtig "voll" wirkt der Strand dementsprechend nicht einmal zur Hauptsaison. Den Strand entlang führt eine Uferstraße, an der dicht an dicht die Unterkünfte, Restaurants und anderen touristischen Einrichtungen liegen. Wer hier wohnt, braucht also nur die Straße zu überqueren und befindet sich sofort am Strand.
Die obige Beschreibung von Phuket und Kata/Karon ist mit freundlicher Genehmigung des Verlages Reise Know How einem Reisebuch dieses Verlages entnommen: Phuket und Umgebung von Rainer Krack, erschienen 1996 im Peter Rump Verlag.
siehe auch www.reise-know.de

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Mittwoch 23.12.1998

Hotel Phuket Island View Um kurz vor 6 waren wir schon wach und warteten darauf, dass es endlich hell wurde. Im Zimmer wurde es eigentlich überhaupt nicht hell und es war vielleicht auch besser so, die Kakerlaken fielen dann nicht so auf. Um 7:00 waren wir schon im Pool, um 8:00 trafen wir uns zum Frühstück. Das Büffet war so ganz nett. Anschließend erkundigten wir uns, ob wir nicht das Zimmer wechseln könnten, aber es hieß, alles sei "fully booked" und so ließen wir es erst mal dabei bewenden und beschlossen einen kleinen Erkundungsgang zu machen, Viel gab es noch nicht zu erkunden, denn es war noch alles geschlossen, also machten wir uns auf zum Strand. . Moni und Jürgen waren schon da und wir richteten uns unter einem Sonnenschirm häuslich ein. Das Wasser war ein Traum, der Strand auch nicht zu voll und so verbrachten wir den ersten Tag sehr geruhsam. Das Mittagessen nahmen wir wieder in der Strandbaude ein, eine köstliche "Noodle Soup". Nachdem unser Strandleben beendet war, duschten wir und machten uns stadtfein und auf den Weg nach Kata zu Moni und Jürgen. Wir besichtigten ihre Unterkunft und konnten nur feststellen, dass zwischen ihrem und unserem Bungalow doch ein gewaltiger Unterschied bestand, hell sauber und kakerlaken-unverseucht. Wir schlenderten durch Kata und aßen in einem einfachen Fischrestaurant, bei Kwong zu Abend. Nach dem Essen bummelten wir noch ein wenig durch Kata und machten uns dann auf den Heimweg nach Karon zu unserem Hotel. Nachdem wir einen Blick in unseren finsteren Bungalow geworfen hatten, war uns noch gar nicht so richtig nach schlafen. Also wurde nochmals Karon erkundet, diesmal das Nachtleben. In der Amüsiermeile war nicht so richtig was los und eigentlich wollten wir auch nur noch ein frisches Bier trinken. Dies fanden wir schließlich in der "Nebenamüsiermeile" mit nicht ganz so hübschen und jungen Mädels, aber dafür Bier vom Faß. Nachdem wir nun unser Feierabend Bier getrunken hatten, wollten wir es noch mal mit Schlafen versuchen, aber von der Amüsiermeile schallte ein dermaßener Lärm herüber, dass an Schlafen nicht zu denken war und das Zimmer war auch nicht so verlockend. Also lungerten wir noch bis kurz vor 3 Uhr auf unserer Terrasse herum.

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Donnerstag 24.12.1998

Weihnachten im Phuket Island View Leider hatten wir verschlafen und so mußte das Geburtstagskind uns wecken. So wurde das Aufstehen etwas hektisch, aber die Kakerlaken standen mit uns auf. Nach dem Frühstück lief dann unser Klo über, was wir sofort an der Rezeption bemängelten und man wollte uns sofort jemanden vorbeischicken. Es kamen auch dauernd irgendwelche Leute vorbei, aber keiner der sich für unser Bad zuständig fühlte. Nach einer Stunde warten auf irgendwelche Handwerker, fragten wir noch mal nach und schließlich kamen auch zwei Menschen, die wohl zuständig waren. Es kamen dann noch welche, hantierten fürchterlich herum, bekamen die Sache aber wohl nicht so richtig hin, dann schauten mal wieder andere vorbei, aber ein deutlicher Fortschritt war nicht zu erkennen. Inzwischen kamen auch Moni und Jürgen zum Gratulieren und begutachteten auch noch unser Klo-Dilemma. Mit Moni's Unterstützung der erneute Vorstoß in die Rezeption mit dem Anliegen das Zimmer zu tauschen, aber immer noch war alles "fully booked". Die Badarbeiten machten nicht so den rechten Fortschritt und gegen 12:00 Uhr endlich die gute Nachricht, dass wir umziehen könnten ins Haupthaus, Zimmer 109, nur zwei Zimmer vor Brigitte.
Der Umzug war schnell vollbracht, weil wir noch nicht so richtig ausgepackt hatten. Dann endlich war alles erledigt und wir gingen zum Strand. Das Mittagessen war wieder bei Lamai, in der Strandbude.
Nach Strand und Duschen trafen wir uns alle wieder in unserem Hotel zur Weihnachts/Geburtstagsfeier. Das Büffet war sehr gut und reichhaltig und ab 20:00 Uhr wurde dann vom Hotel ein Unterhaltungs und Showprogramm geboten. Zuerst ein Thai Tanz, dann eine Zauberin, dann ein Auszug aus der Travestie Show von Simons, ein Chinese der Kunststücke mit dem Schwert zeigte, und eine Trommlertruppe. Das Programm war recht vielseitig und so war es doch recht schnell Mitternacht, was auch das Ende der Veranstaltung bedeutete.
Wir machten noch einen kleinen Spaziergang und überall schallte uns an diesem beschaulichen Weihnachtsabend ein fröhliches "Happy New Year" entgegen.

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Freitag 25.12.1998

Nach der ausschweifenden Geburtstagsfeier wurde nun erst um 9:00 gefrühstückt.. Anschließend machten wir uns auf den Weg nach Kata, und trafen uns dort mit Moni und Jürgen beim Schneider, wo dann ein Anzug für Rolf in Auftrag gegeben wurde. Wir schlenderten noch weiter herum, schauten in alle Geschäfte, aber der richtige Kaufrausch wollte nicht aufkommen. Um 13:00 aßen wir dann bei Lamai zu Mittag. Um 15:30 fuhren wir mit einem Tuk Tuk nach Patong um dort weiter unserem Konsumverhalten nachzukommen. Es gab ziemlich viele nette Stände und Geschäfte, aber nur ausgerichtet auf die männliche Kundschaft, die dort doch wohl doch in der Überzahl ist.
Phuket Karte mit Patong Patong Beach: Als in den vorangegangenen Jahrhunderten europäische Seeleute die Bucht von Patong ansteuerten, die ein begehrter Ankerplatz war, ahnten sie nicht, wie viele ihrer Nachfahren hier später einkehren sollten.
Patong ist heute der am meisten mit Touristen bevölkerte Ort Phukets, eine Strandstadt, die binnen 15 Jahren eine Entwicklung vom Fischerdorf zum weltbekannten Urlaubsmekka durchlebt hat. Somit ist der Vergleich mit Pattaya nicht ganz abwegig, dem ebenso populären Badeort am Golf von Siam, der aber in den letzten Jahren eine weitaus ungesündere Entwicklung durchgemacht hat. Pattayas chronische Probleme wie Kriminalität, Meerverseuchung, Trinkwassermangel und das ungeliebte Image vom dekadenten Sexparadies sind Patong glücklicherweise noch fremd. Kein Wunder, dass ehemalige Pattaya-Urlauber vermehrt nach Patong strömen.
Strasse in Karon Patong ist eine dynamische kleine Ferienstadt, deren Infrastruktur voll auf die Bedürfnisse von Touristen ausgerichtet ist. So gibt es ca. 5000 Hotelzimmer, Hunderte von Restaurants mit internationaler Küche, zahllose Geschäfte und eine reges Nachtleben. Etwa 200 Bars buhlen um Kunden, und in diesen verdingen sich über 2000 Bargirls, die dazu beigetragen haben, Abertausende von alleinreisenden Männern in den Ort zu locken. Die meisten dieser Mädchen stammen aus den armen Distrikten des Norden und Nordostens Thailands und kamen über den Umweg Hat Yai nach Patong. Hat Yai, nahe der malayischen Grenze ist seit Jahren als Sexreiseziel für die malaische Herrenwelt bekannt. Wenn in Patong die kundenarme Off Season ausgebrochen ist, driften viele der Mädchen kurzzeitig zurück nach Hat Yai. Zu den Bargirls gesellen sich zahlreich gatheoys oder Transvestiten - Uneingeweihte können oft beide nicht voneinander unterscheiden.
Patong ist eine moderne kleine Stadt, die vom 26-stöckigen Gebäude des Paradise Hotels überragt wird, das 1990 bezugsfertig wurde. Bei den Bauarbeiten starben 39 Arbeiter durch Unfälle - statistisch gesehen bedeutet das 1,5 Arbeiter pro Stockwerk, was etwa im thailändischen Durchschnitt bei der Errichtung von Hochhäusern liegt. - Das futuristisch wirkende Gebäude ist häßlich, und die ihm zugehörenden, umliegenden Bauten vermitteln den Eindruck einer mittelalterlichen Zwingburg. Die meiste Patong Besucher hoffen wohl, dass in Zukunft nicht ebenbürtig abstoßendes mehr in die Landschaft gesetzt wird.
Patong Beach wird noch auf Jahre hinaus eine Dauerbaustelle bleiben, sogar mitten in der Hauptsaison. Die Wasserqualität ist nicht mehr die allerbeste, an der Strandstraße wird über großen Lärm und Geruchsbelästigung geklagt. Vielleicht wird den westlichen Touristen irgendwann der Gestank auf die Nerven gehen? Wird dann endlich eine Abwasserbeseitigung in Angriff genommen werden?
Die obige Beschreibung von Patong ist mit freundlicher Genehmigung des Verlages Reise Know How einem Reisebuch dieses Verlages entnommen: Phuket und Umgebung von Rainer Krack, erschienen 1996 im Peter Rump Verlag. siehe auch www.reise-know.de
Unser Ausflug nach Patong zeigte uns doch sehr deutlich wie gut und schön wir es in Karon getroffen hatten.
Unser Abendessen nahmen wir in einem kleinen Restaurant in Karon ein. Das "Grüne Hühnercurry" war die absolute Überraschung, es schmeckte ganz genauso wie mein Hühnercurry, also ist das Rezept wohl ziemlich originalgetreu. Nach dem Abendessen konnten wir Brigitte nun noch das Vergnügungsviertel zeigen, ein Bier inbegriffen.

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Sonnabend 26.12.1998

chinesischer Tempel in Phuket Town chinesischer Tempel in Phuket Town Um 10:00 trafen wir uns mit Moni und Jürgen an der "Bushaltestelle" - dort wo man steht und eindeutig Zeichen gibt, dass man mit will - hält auch der Bus, bzw. in unserem Fall ein "Songthaews", was sich irgendwie so spricht wie "songtäo".
Eines von Thailands ureigensten Nahverkehrsmitteln sind diese Songthaews, umfunktionierte Last- oder Kombiwagen, auf deren Ladefläche zwei Sitzreihen gegenüber stehen (song thäo = zwei Reihen), auf denen die Passagiere Platz nehmen. Diese Songthaews können bedrückend eng sein, auf Phuket sind sie jedoch ausgesprochen groß und haben bis zu 30 Sitze - das heißt, wenn man etwas nachhilft: Sind die zwei Sitzreihen voll belegt, so wird eine dritte, eine Art Behelfsbank eingesetzt, die normalerweise auf dem Dach des Fahrzeugs aufbewahrt wird, das song thäo wird somit zu einem saam thäo, d.h. einem Gefährt mit 3 Sitzreihen. Zu den Hauptverkehrszeiten werden die Passagiere zudem dicht an dicht gedrängt, und so mancher verbringt die Fahrt stehend auf dem Trittbrett, was bei den Temperaturen durchaus angenehmer sein kann als in dem überfüllten Innenraum.
Geisterhaus mit Kirche  in Phuket Town Phuket Town (ca. 70.000 Einwohner) - meist kurz Phuket genannt - ist die Hauptstadt der Provinz Phuket, der flächenmäßig kleinsten Provinz Thailands. Bis Mitte des 19. Jahrhunderts war Thalang die Hauptstadt der Insel, doch schon zu jener Zeit hatten sich zahlreiche wohlhabende chinesische Minenarbeiter in Phuket angesiedelt. Sie hatten sich in den Zinnminen des Distriktes Kathu einen sorglosen Wohlstadt erarbeitet und ließen sich lieber im ruhigen und noch unbedeutenden Phuket nieder als in der Nähe der Minen. Allmählich wuchs Phuket zu einem lebendigen Handelszentrum heran, und König Rama 4. (er regierte 1851-1868) ernannte sie schließlich zum Sitz der Provinzregierung.
In der Regierungszeit des weitsichtigen Gouverneurs Korsimbi na Ranong, dem später der Titel Phraya Rasada verliehen wurde, entwickelte sich Phuket zu einer modernen Stadt. Phraya Rasada (er regierte 1890-1909) ließ ein funktionierendes Kanalisationssystem bauen und förderte die Errichtung von neuen, ansehnlichen Wohnhäusern. Diese wurden im sino-portugiesischen Stil erbaut, ein charmantes, attraktives Stilgemisch, das man Penang oder Malacca her kannte. Die meist zweistöckigen Häuser wurden mit geschwungenen und verzierten Fensterbögen versehen.
in Phuket Town Vor die Fenster kamen hölzerne Fensterläden, die zwar meist geschlossen blieben, zwischen den Holzleisten aber noch genügend kühlenden Wind hindurchließen. Die Türen wurden mit chinesischen Motiven verziert, und durch einen überhängenden zweiten Stock schuf man einen schattigen Bürgersteig. Dieser überhängende zweite Stock wurde zumeist von zwei Säulen getragen, die Reihen der Häuser bildeten so eine Art schattigen Säulengang. Die alten Wohnhäuser stehen noch immer und sind unter Denkmalschutz gestellt. Wer heute die Yaowarat Rd. Krabi Rd., Thalang Rd. oder Dee Buk Rd. entlangspaziert, fühlt sich leicht in das Phuket der Jahrhundertwende zurückversetzt. Viele der Häuser sind in sanften Pastelltönen gestrichen, und Nachbarn scheinen darin zu wetteifern, einen möglichst ansehnlichen Farbkontrast zu ihrem Nebenhaus zu schaffen.
Doch Phuket Town ist nicht mehr nur ein open-air Architektur Museum. Heute präsentiert die Stadt eine harmonische Mischung aus Neu und Alt, und hochmoderne Shopping Center fügen sich nahtlos zwischen den würdigen Altbauten ein. Dieser "Stil-Cocktail" macht Phuket zu einer der schönsten Städte Thailands - auch wenn die überdachten Bürgersteige mittlerweile viel zu schmal geworden sind und der Bevölkerung nicht mehr genügend Gehraum bieten können. Oder wenn sie von Dutzenden von Motorrädern blockiert werden, an deren Parkraum der ehrwürdige Phraya Rasad noch nicht hatte denken können. Trotz allem - oder gerade deswegen - ist Phukets Flair so unverwechselbar, eigentümlich und charmant.
unser Bus in Phuket Town Die obige Beschreibung von Phuket ist mit freundlicher Genehmigung des Verlages Reise Know How einem Reisebuch dieses Verlages entnommen: Phuket und Umgebung von Rainer Krack, erschienen 1996 im Peter Rump Verlag. siehe auch www.reise-know.de
Wir brauchten bis Phuket Town ungefähr eine dreiviertel Stunde und die Fahrt endete am Morgenmarkt in der Ranong Road. Kurz nach unsere Ankunft in Phuket Town fing es fürchterlich an zu regnen und wir flüchteten vor dem Regen in einen Optikerladen. Als der Regen nachließ machten wir uns wieder auf den Weg und kamen zu eine hübschen Kaffeehaus, wo es einen durchaus brauchbaren Kaffee gab. Moni und Jürgen nannten es das Düdelüt-Cafe und wir wußten zunächst damit nichts anzufangen, bis dann Düdelüt einsetzte: Von der Decke ließ sich ein "Speiseaufzug " in Form eines großen runden Tabletts herab und dabei dudelte eine Melodie, die Küche des Cafés ist im Obergeschoß. Wir gingen dann weiter durch die malerischen Straßen zum Metropole Hotel, wo eigentlich ein Mittagsbüffet angesagt war, nur leider hatten Rolf und ich noch überhaupt keinen Hunger und so überließen wir die andern drei ihrem Essensschicksal und machten uns wieder auf den Weg. Jürgen hatte uns ein Kaufhaus empfohlen, wir dachten auch wir hätten es gefunden und waren sehr enttäuscht, es war ziemlich ramschig, wie sich später herausstellte war es das falsche. Wir gingen also zurück und machten schräg gegenüber vom Metropole einen Abstecher in einen kleinen chinesischen Tempel. Ansonsten ließen wir die Stadt auf uns wirken und liefen einfach so herum. Schließlich packte uns doch der Hunger und wir fanden ein kleines nettes Restaurant, aßen dort eine Kleinigkeit, sehr lecker für wenig Geld. Schließlich machten wir uns auf den Rückweg und fuhren um 17:00 mit dem Bus zurück nach Karon.
Den Abend verbrachten wir mit Kartenspielen

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Sonntag 27.12.1998

Essenstand in Karon Über den Sonntag gibt es eigentlich nichts zu berichten. Gegen halb elf fanden wir uns am Strand ein, aßen bei Lamai zu Mittag, wahrscheinlich Noodle Soup. Nach Duschen und umziehen fanden wir uns um 18:00 in Kata beim Schneider zur Anprobe ein, bummelten noch eine wenig herum, aßen auch in Kata zu Abend und waren gegen 22:00 wieder in unserem Hotel.

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Montag 28.12.1998

Dino Park in Kata Um mal was anders als Strand zu machen, beschlossen wir den in Kata liegenden Dino Park zu besuchen. Dieser Park besteht nicht aus einem Park und einer Minigolf Anlage, wie wir zuerst dachten, sondern der Park ist die Minigolfanlage. recht weitläufig und malerisch angelegt mit vielen Dinos, die zum Teil auch irgendwelche Geräusche machen, wenn man das richtige Loch trifft. Wir spielten also eine Runde Minigolf, es machte wirklich Spaß und die Anlage ist wirklich hübsch angelegt. Es war noch nicht viel los, das lag wohl doch an der frühen Stunde, denn wir fingen um 10:00 an.
Holzbrücke am Strand von Karon Anschließend statteten wir den kleineren Teil des Kata Strandes einen Besuch ab. An der Straße, die zum Strand führt sind ähnlich wie an unserem Teil des Strandes mehrere Essensbuden und wir beschlossen dort zu Mittag zu essen und mal eine andere Strandbude als Lamai zu versuchen, aber wir wurden enttäuscht, das Essen war nicht besonders.
Wir hatten immer noch keine Lust auf Strand und so wanderten wir zurück und weiter nach Karon, immer die Uferstraße entlang, wir dachten erst es sei weit, aber als Spaziergang war es sehr schön und überhaupt nicht weit. Wir bogen dann noch in die Straße ein, die vom Strand wegführte an der noch jede Menge Geschäfte und Restaurants lagen. Am Ende der Straßen konnten wir schon einen Tempel sehen und den wollten wir auch noch besichtigen. Irgendwie wirkte alles noch nicht ganz fertig, der Tempel wirkte in manchen Ecken etwas unaufgeräumt und in einer Ecke brüllte ein Fernseher. Auf dem Rückweg, wieder an der Uferstraße kehrten wir zum Essen ein, aber auch hier kein Vergleich mit Lamai.
Um 22:00 holten wir unser kleines Mietauto beim Karon Hut ab, denn am nächsten Tag wollten wir die Insel erkunden. Die Verhandlung über die Mietbedingungen gestalteten sich recht einfach, der Besitzer des Karon Hut und gleichzeitiger Autovermieter ist ein Deutscher aus Hamburg.

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Dienstag 29.12.1998

Blick auf Kata Karon Wir brachen um 8:00 auf, denn wir wollten schließlich an einem Tag die ganze Insel erkunden. Unser erster Stop war der "View Point" auf einem Hügel mit einem schönen Blick auf Kata und Karon. Unser nächstes Ziel war die Nai Harn Beach. Sie liegt in einer sanft gewölbten Bucht, die an ihren Seiten von Hügeln flankiert wird, an diese sind diverse Unterkünfte gebaut. So richtig beeindruckend fanden wir den Strand nicht und so hielten wir uns nicht auf, sondern fuhren weiter Richtung Rawai Beach. Der Strand von Rawai, 17 km südwestlich von Phuket Town, war der erste auf der Insel, der für den einheimischen Tourismus entdeckt wurde. Rawai war in den Siebzigern ein beliebtes Ziel für thailändische Wochenendausflügler, und auch später faßte der ausländische Massentourismus dort nie richtig Fuß. Der Grund ist sicherlich die Beschaffenheit des Strandes, ein schmaler Streifen, der zwar von schattigen Kasuarina-Bäumen, aber auch von einer Straße gesäumt wird. Der schmale Strand war den sonnenhungrigen Westlern wohl zu eng.
Schönes Geisterhaus unterwegs

Auch uns beeindruckte der Strand nicht besonders und wir fuhren weiter zum Kap Panwa, 7 km südlich von Phuket zum Town Marine Biological Research Center & Phuket Aquarium, was etwas mühsam zu finden war.
Das Biological Research Center hat sich die Aufzucht der vom Aussterben bedrohten Meeresschildkröten zur Aufgabe gemacht. Das Fleisch der Schildkröten und deren Eier gelten bei vielen Asiaten als Delikatesse - was sich auf die Population der Gattung nicht sehr günstig ausgewirkt hat. Die vom Research Center aufgezogenen Schildkröten werden zum Songkran Fest (13. April), dem thailändischen Neujahr, am ausgesetzt.
Dem Center ist ein Aquarium angeschlossen, in dem hauptsächlich die in den Gewässern um Phuket anzutreffenden Fische vorgestellt werden. Die verschiedenen Fischarten werden in separaten Aquarien gehalten, die jeweils eine Umgebung schaffen, die der natürlichen Umgebung der Tiere ähnelt. Die Besichtigungsräume sind abgedunkelt, so dass die gut beleuchteten Aquarien mit ihren bunt schillernden Bewohnern wunderbar zur Geltung kommen.
Tempel bei Phuket Town Wir fuhren wieder zurück Richtung Phuket Town, irrten ein wenig herum und fanden mehr durch Zufall den Khao Rang (Rang Hill). Auf dem Weg hinauf sahen wir einen riesigen goldenen Buddha, den wir auf dem Rückweg ansehen wollten. Der Khao Rang an der Nordseite der Stadt ist ein beliebtes Ausflugsziel der Bewohner von Phuket. Die Luft ist hier ausgesprochen gut und aufgrund des dichten Waldes merklich kühler als unten. Außerdem ist die Aussicht auf Phuket recht schön. Wir fuhren wieder hinunter und parkten an der Straße die den Hügel hinauf führt, um den großen Buddha zu Fuß zu suchen. Wir kamen auch an einen Tempel, aber der hatte keinen großen Buddha. Unsere Frage danach wurde nicht so richtig verstanden, also ließen wir es sein und versuchten es noch mal die Straße hinauf mit dem Auto. Wir fanden auch einen Tempel, aber wieder ohne großen Buddha, dafür sehr idyllisch im Wald gelegen. Wie der Tempel heißt, habe ich leider nicht herausbekommen. Wir trafen dort keine Menschenseele, alles wirkte irgendwie verlassen.
Auf unsere Karte von Phuket war ein Orchideengarten eingezeichnet, diesen wollten wir nun als nächstes besuchen. Wir fuhren 2 mal die Straße entlang, an der der Garten laut Karte liegen sollte, aber kein Hinweisschild deutete auf einen Orchideengarten hin. Wir entdeckten nur einen Hinweis auf den Kathu Wasserfall, also fuhren wir dorthin. Dieser Wasserfall befindet sich im Bereich der Distriktshauptstadt Kathu, die einst Zentrum des Zinnabbaus war. Rechts vom Becken des Wasserfalls führt ein Pfad den Hügel zum eigentlichen Wasserfall hinauf, den Brigitte und ich uns aber schenkten, denn es wirkte ziemlich steil und glitschig und man muß ja auch wieder runter. Rolf erklomm den Hügel, während wir uns auf einer Bank niederließen.
Nach diesem Wasserfall hatten wir irgendwie genug von den Sehenswürdigkeiten der Insel, außerdem hatten wir Hunger. Wir hofften unterwegs noch ein nettes Restaurant zu finden, fanden es aber nicht und fuhren zurück nach Karon, und aßen die gewohnten Köstlichkeiten bei Lamai. Den späteren Nachmittag lungerten wir herum, gegen Abend gaben wir das Auto im Karon Hut ab und aßen dort auch gleich zu Abend. Den Abend beschlossen wir mit einem Spaziergang nach Kata.

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Mittwoch 30.12.1998

am Strand von Kata/Karon Der Mittwoch brachte keine großen Ereignisse. Wir legten wieder einen Strandtag ein, der nur dadurch hervorstach, dass das ruhige Wasser durch sehr hohe Wellen abgelöst worden war. Um 18:00 Uhr hatten wir mal wieder eine Anprobe beim Schneider und trafen uns mit Moni und Jürgen zum Essen in deren Hotelrestaurant.

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Donnerstag 31.12.1998

Strasse in Phuket Town Wir nahmen wieder um 10:00 den Bus nach Phuket Town, aber dieses Mal war es wirklich ein Bus und keine Songthaew, die Fahrt dauerte aber genauso lange. Bei Thai Airways wollten wir uns erkundigen, ob wir unseren Flug nach Bangkok um zwei Tage vorverlegen könnten, aber leider waren die Computer nicht in Betrieb, also war nichts zu machen. Also machten wir uns auf den Weg und schlenderten durch die Stadt und deren Geschäfte. Diese Mal fanden wir auch das Robinson Kaufhaus. Irgendwann packte uns der Hunger und wir entschieden uns für ein kleines Restaurant, in dem auch viele Thais saßen und aßen. Leider war das Essen etwas enttäuschend, denn es war ziemlich fade, dafür kostete das Vergnügen für uns drei mit Getränken nur 120,- Baht, etwas über 6,- DM. Nach dem Essen liefen wir weiter durch die Straßen Phukets, schon langsam in Richtung Bus Station. Wir fanden uns dann wieder bei Thai Airways ein. Dort sagte man uns umbuchen zwei Tage früher sei kein Problem, so mußten wir nur noch klären, ob das auch noch mit dem Hotel in Bangkok klar ginge. Telefonieren außerhalb der Stadt war aber nicht so einfach, wir mußten dazu zum Telefonamt, das natürlich ungefähr in der Gegend befand, wo wir gerade hergekommen waren.
Wat Kachorn Rangsan in Phuket Town Also nahmen wir ein Tuk Tuk, ich telefonierte mit dem Hotel, da war auch "no problem" und so buchten wir dann bei Thai unseren Flug um. Durch das ganze Hin und Her war natürlich der 15:00 Uhr Bus nach Karon über alle Berge. Zuerst versuchten wir einen Besuch des Marktes, aber die Geruchsbelästigung war doch etwas stark. Nahe Thai Airways ist noch ein kleiner Tempel, der Wat Kachorn Rangsan und so schauten wir uns diesen an.
Um 16::00 fuhren wir wieder zurück, diesmal wieder in ein Songthaew, das etwas überfüllt wirkte, war wohl sowas wie Rush Hour. Es wurde eigentlich erst kurz vor Karon etwas leerer. Wir stiegen schon vorher aus, weil Brigitte noch die deutsche Bäckerei versuchen wollte, war aber wohl ein Flop.
Um 20:00 trafen wir uns mit Monika und Jürgen bei Lamai zu unserem Sylvester-Essen. Es war wie immer köstlich.
Um 23:30 gingen wir hinüber zum Strand, zündeten Kerzen an und warteten auf den Jahreswechsel. Irgendwie war es schon seltsam am 31. Dezember leicht bekleidet am Strand auf Mitternacht zu warten. Schon vor Mitternacht wurde geknallt, so hatten wir das Gefühl, dass um Mitternacht das meiste Pulver schon verschossen war, aber es gab doch noch ein hübsches Feuerwerk.

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Freitag 01.01.1999

Strand von Kata Karon Der Neujahrstag blieb auch ohne größere Ereignisse. Wir standen spät auf, frühstückten erst kurz vor 10:00 und machten dann mal was ganz anderes und gingen zum Strand. Kurz vor 17:00 fing es ziemlich stark an zu regnen und entgegen sonstiger Gewohnheit von einem Regen einer halben Stunde regnete es sich ein und wir beschlossen im Hotel zu essen, was aber leider einer Fehler war. Das Essen war teuer und schlecht. Eigentlich hatten wir es uns besser vorgestellt, denn das Weihnachtsbüffet war doch ziemlich gut. Bei Regen herumzulaufen lockte uns auch nicht so sehr, also verbrachten wir den Neujahrsabend mit Uno spielen.

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Sonnabend 02.01.1999

Strand am Phuket Island View Auch dieser Tag blieb wieder ohne größere Ereignisse: Strand, Mittagessen bei Lamai, gegen 17:00 zurück , duschen umziehen und ein Spaziergang nach Kata. Dort fing es mal wieder en zu regnen und wir aßen diesmal in einer Pizzeria zu Abend. Die Pizza schmeckte nur annähernd wie eine solche. Gegen 21:30 waren wir wieder im Hotel.

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Sonntag 03.01.1999

Felsen bei Phang Nga Frühes Aufstehen war angesagt, denn wir wurden mit einem Minibus schon früh um 7:15 abgeholt zu unserem Ausflug nach Phang Nga. Zunächst fuhren wir nach Patong, um die anderen Tourteilnehmer abzuholen. Wir sammelten einen zuerst mal unsympathisch wirkenden, aber sich später als ganz nett herausstellenden englischsprachigen männlichen Menschen mit seiner Urlaubs-Thai-Freundin und eine Mutter mit Tochter, Tochter etwa Mitte zwanzig, also Mutter dementsprechend alt, ein. Die Mutter wirkte etwas überdreht, der Tochter war das Verhalten der Mutter jedoch ziemlich peinlich. Die Fahrt mit unserem Minibus dauerte dann gar nicht mehr so lange, und wir kamen gegen 9:00 Uhr zu einem kleinen Hafen, mehr eine Ansammlung von ein paar Häusern mit einer Bootsanlegestelle.
Vor unsere Fahrt mit dem Bötchen wollten wir noch mal auf die Toilette und man wies uns den Weg zu einem der Wohnhäuser, wo man uns 5 Baht abknöpfte und irgendwie unbestimmt nach hinten zeigte. Wir gingen also durch das Wohnhaus dieser Leute, die sich durch die Vermietung ihrer Toilette ein kleines Zubrot verdienten.

James Bond Island Das Klo war einigermaßen sauber, wir mußten nur aufpassen, dass wir nicht auf die Kröte traten, die sich unter der Tür hidurchdrängelte. Das Haus war sehr spartanisch eingerichtet und ich hätte gerne fotografiert, aber es war mir dann doch nicht angenehm, ich würde es auch nicht wollen, dass Touristen durch meine Wohnung latschen und fotografieren. Unser Boot war ein kleineres Holzboot und durch die geringe Zahl der Teilnehmer, hatten wir alle mehr als genug Platz. Wir fuhren zunächst durch eine Art Fluß hin zum Meer an beiden Ufern mit einem dichten Mangrovenwald bewachsen.
Die Fahrt ging weiter auf dem Meer und von weitem konnten wir schon die bizarren Kreidefelsen sehen, die überall schroff aus dem Wasser ragen und zum Teil dicht bewachsen sind. Je näher wir den Felsen kamen, desto beeindruckender sahen sie aus. Unser Boot hielt an einem dieser Felsen und wir sollten aussteigen und sie uns näher ansehen, das Inselchen hat den Namen Ko Pannah. Wir liefen ein wenig herum, machten ein paar Fotos und fuhren weiter nach Ko Hong ein Felsenring, der nur bei Niedrigwasser die Einfahrt mit einem Boot erlaubt.

James Bond Island Schließlich kamen wir nach Khao Phingan, die besser unter dem Namen "James Bond Island" bekannt ist. Hier wurden Teile des James Bond Films "The Man with the Golden Gun" gedreht, und seither sonnt sich die Insel, die in dem Film allerdings in der Nähe von Hongkong liegt, in diesem Ruhm.
Unser Boot war auch nicht das einzige und Hundertschaften schlecht gekleideter Touristen wimmelten auf dem Inselchen herum. Der Insel vorgelagert ist wohl der markanteste Fels Thailands, der "Nagelberg", Khao Tapu. Dieser sieht aus wie ein Nagel, den irgendwer mit überdimensionalen Hammer in den Meeresboden gerammt hat. Khao Phingan wir tagtäglich von Hunderten von Touristen besucht, und Dutzende von Souvenir und Getränkehändlern sorgen für ein extrem kommerziell geprägtes Flair. Sucher von Ruhe und Einkehr sind hier Fehl am Platze. 1991 wurde die Insel durch Sandaufschüttung sogar noch vergrößert, um noch mehr Verkaufsständen und Touristen Platz bieten zu können, es wurde sogar eine Bootsanlegestelle gebaut, die weit in Wasser hinausragt. Wir hatten 30 Minuten Zeit auf der Insel, und dann legte unser Boot wieder ab.

Ko Pannyi Wir steuerten auf die kleine von Moslems bewohnte Insel namens Ko Pannyi zu, und unser Boot legte dort auch an. Wir wurden in ein kantinen-ähnliches Restaurant geführt, und dort wurde uns dann ein recht schmackhaftes Mittagessen aufgetischt. Das gesamte Dorf besteht aus dicht aneinander gedrängten, auf Stelzen ins Wasser (bei Flut) sonst Schlamm, gebauten Holzhäusern. Die Insel ist aber mittlerweile auf Tourismus eingestellt und zahlreiche Textilgeschäfte lauern auf Kunden, aber es war trotzdem recht sehenswert, wenn man sich etwas weiter in das Dorf hineinwagte, wo es keine Geschäfte und Restaurants mehr gab, dort ließ dann auch der Touri-Strom etwas nach, weil viele wohl auch Angst hatten sich in diesen Irrgarten aus Holzhäuschen zu verirren. Wir trafen auf einen Bewohner mit einem Äffchen auf dem Arm, der wohl seinen Lebensunterhalt mit affigen Fotos verdiente, also nahm jeder von uns das Tierchen auf den Arm und so entstanden 3 Affenfotos. Bei 10 Baht zog er ein Gesicht, also gaben wir 20, aber es war den Spaß schon wert. Wir kamen bis zur Moschee am Ende des Dorfes, dies war aber nur von außen nett anzusehen., von innen nicht bemerkenswert.

Ko Pannyi Nach dieser Mittagspause stiegen wir wieder in unser Boot, und wir fuhren wieder zurück in Richtung Phuket, machten aber noch eine Stunde Pause auf einer kleinen Insel mit schönen Strand und herrlichem Wasser, aber in Ermangelung von Badezeug saßen wir nur an der "Bar" und tranken eine Bier. Auf dem Rückweg durch den Fluß waren die Mangroven besser als solche zu erkennen, dann das Wasser war gefallen und wir konnten die seltsamen Wurzeln gut erkennen.
Nun stand noch der Bang Pae Wasserfall auf dem Programm, der in einem idyllischen kleinen See mündet. Neben dem See ging ein steiler Pfad nach oben zum Wasserfall. Durch die Feuchtigkeit war die Wärme fast unerträglichen und bei unserem kleinen Aufstieg zum Wasserfall floß unser Schweiß auch wasserfallähnlich.
Gleich hinter dem See, neben dem Parkplatz, befindet sich das 1991 vom amerikanischen Zoologen T.D. Morin gegründete Gibbon Rehabilitation Center. Das Center macht es sich zur Aufgabe, Gibbons, die von den Thais gerne als Haustiere gehalten werden, wieder an die Freiheit zu gewöhnen. Leider hatte das Center schon geschlossen, es wäre bestimmt interessant zu besichtigen gewesen.

kleine Insel mit schönem Strand Unser letzter Punkt der Tour war eine "Cashew Nut Factory", wo uns gezeigt wurde wie die Cashew Nüsse verarbeitet werden, und endlich gab es auch den obligatorischen Shop einer jeden Tour, wo man Cashew Nüsse, aber auch alles mögliche andere kaufen konnte.
Die Cashew Nuß ist im Grunde gar keine Nuß, sondern der Samenkern der Cashew Frucht. Er befindet sich aber merkwürdigerweise aber nicht inmitten der Frucht, wie man erwarten sollte, sondern außerhalb. Für diese Absonderlichkeit hat die Thai Folklore eine logische Erklärung bereit: Der Legende nach trat einst ein wandernder Mönch auf eine am Boden liegende Cashew Frucht, der Samenkern wurde herausgedrückt. Von der Spirituellen Kraft des Mönches beeinflußt, wuchsen von nun an alle Cashew Früchte mit ihrem Kern nach außen. Botaniker mögen berechtigte Zweifel an dieser Version hegen. Sicher ist, dass die Frucht im 16. Jahrhundert von den Portugiesen aus ihrer südamerikanischen Heimat auf die malaiische Halbinsel gebracht wurde. Dort erwies sich die Cashew als eine ideal Frucht in Gebieten, in denen auf Grund von nährstoffarmen Böden nichts anderes zu gedeiht. Auf Phuket wird die Cashew heute kaum in kommerziellen Plantagen angebaut, viel eher in kleinen Privatgärten, die das Haushaltsgeld aufbessern helfen. Der Ertrag von nur jeweils einer Nuß pro Frucht rechtfertigt keinen großangelegten Anbau. Der Thai Name der Cashew Frucht ist übrigens ma muang himaphon, was soviel wie "Mango des Waldes" bedeutet. Tatsächlich sind Mango und Cashew eng miteinander verwandt, nur ist bisher auf die Mango noch keine Mönch getreten.
Wir waren gegen 17:00 Uhr wieder in unserem Hotel und beendeten diesen wunderschönen Tag mit einem Abendessen bei Lamai.

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Montag 04.01.1999

Frühstück schon um halb acht, dann Strand bis wieder ca. 17:00. Zum Abendessen schlenderten wir wieder in Richtung Kata und beschlossen es diesmal deutsch zu probieren und das "Münchhausen" zu testen, zufällig trafen wir Monika und Jürgen, die die gleiche Idee gehabt hatten also aßen wir dort gemeinsam. Anschließend mußten wir zur Anprobe beim Schneider. Nichts paßte so richtig nur der Blazer war ok.

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Dienstag 05.01.1999

Show im Simons Cabaret Wieder ein Strandtag. Für abends hatten wir uns Karten für Simons Cabaret gekauft und wurden mit dem Bus abgeholt. Im Rahmen unserer Möglichkeiten hatten wir uns fein gemacht. Gegen halb sieben wurden wir mit einem Bus abgeholt und nach Patong gebracht. Die Show der Herren-Damen war ganz nett, am besten gefiel mir der Halb Mann-Frau kostümierte, der sich zuerst nur immer zur Hälfte zeigte, durch den Vorhang war die andere Hälfte verdeckt und wir dachten zuerst es wechseln sich zwei Personen, die Frau im weißen Kleid und der Mann im schwarzen Anzug miteinander ab. Bis er dann ganz aus dem Vorhang hervortrat und wir sehen konnte, dass es sich wirklich nur um eine Person handelte. Nach der Show konnte man sich noch mit den wirklich hübschen Männern fotografieren lassen, worauf wir aber verzichteten.
Vor dem Cabaret war es zum Essen noch zu früh, danach eigentlich zu spät, aber wir hatten Hunger, aßen in Karon noch einen Happen und machten dann noch unseren täglichen Spaziergang zum Schneider nach Kata dieses Mal war schon die Hose fertig und paßte auch.

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Mittwoch 06.01.1999

Phuket Island View Den Vormittag verbrachten wir weitgehendst mit dem Versuch Geld zu tauschen, erst waren die Computer ausgefallen, danach war es überall voll und bei der umständlichen Prozedur des Tauschens von Reiseschecks dauerte es entsprechend lange, bis alle abgefertigt waren. Zum Mittagessen fanden wir uns wieder bei Lamai ein und gingen am Nachmittag doch noch zum Strand.
Das Abendessen fand wieder in einem Restaurant in Karon statt, das wir bisher wegen allzu touristischer Wirkung wegen der vielen bunten Lämpchen mit Nichtachtung gestraft hatten, man saß dort aber wirklich sehr nett und das Essen war auch sehr gut. Anschließend der gewohnte Gang zum Schneider, diesmal war alles fertig, alles paßte und wir haben dann auch alles mitgenommen.

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Donnerstag 07.01.1999

Korean BBQ Unser letzter Tag auf Phuket wurde wieder ein Strandtag. Unser Abend/Abschiedsessen fand bei Lamai statt, wir wollten keine Experimente machen. Bei anderen hatten wir schon mal das "Korean BBQ" gesehen und es hatte uns so gut gefallen, dass wir es zu unserem Abschiedsessen erklärten und für uns fünf vorbestellten. Korean BBQ ist ein Kreuzung zwischen Grill und Fondue, das Gerät wirkt ähnlich wie eine umgedrehte Gugelhupf Form in der Mitte ist ein Rost unter dem eine Feuer schwelt und dort wird das Fleisch, der Fisch und die Tintenfische gegrillt, in die gewölbte Umrandung wird Brühe gegossen, worin das Gemüse gart. Dazu gibt es den obligatorischen Reis. Es war ausgesprochen köstlich und ein würdiger Abschluß der schönen Tage auf Phuket.

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letzte Änderung: 20.11.2017 · Copyright © 2003 - 2017 by Angelika Rosenzweig