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Reisebericht China Philippinen 1994
Bangkok

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Sonntag 24.04.1994

Thailand Karte mit Bangkok Aufstehen 7:00, packen, Fahrt zum Flughafen 10:45, Abflug nach Manila 12:00, Ankunft dort am Domestic Airport um 12:50. Wir wurden wieder von Rajah Tours empfangen und man brachte uns zum International Airport. Ankunft dort um 13:45. Einchecken und Abflug mit Thai um 15:05. Ankunft in Bangkok um 17:05. Es war ein schöner, ruhiger und gepflegter Flug.
Als wir in Bangkok durch die Paßkontrolle durch waren, war auch unser Gepeike schon da und wir fuhren mit einem Taxi direkt ins Nana Hotel. Dort erst mal ein kleiner Schreck, denn man hatte unsere Zimmerbuchung mit unbekannten Grund storniert.. Aber es gab noch Zimmer und so war das Problem nicht allzu groß. Vom Zimmer aus riefen wir dann bei unserem Berliner Reisebüro an, sie wollte sich des Zimmerproblems annehmen. In dem ungemütlichen Coffee Shop nahmen wir ein Bier und schlenderten dann noch ein wenig die Sukhumvit Road entlang. Es war aber nichts los, wahrscheinlich weil Sonntag war. So nahmen wir noch ein kleines Abendessen in der Pizzeria ein.
Bangkok (5,7 Mill. Einwohner) - Paradies oder Katastrophe? Ein Einkaufsparadies ist es sicherlich, ein Eßparadies dazu, und für viele männliche Besucher ein Sexparadies, obwohl der Sex durch harte Münze erkauft werden muß.
Angeblich quälen sich 1,7 Millionen Fahrzeuge durch Bangkoks verstopfte Straßen, 150.000 kommen jedes Jahr dazu. Statistiker haben errechnet, dass alle Fahrzeuge aneinandergereiht 15 mal die Gesamtlänge aller Straßen Bangkoks ergeben würden. Von Bangkok gibt es nur zwei Meinungen: entsetzlich oder großartig. Eine Meinung dazwischen habe ich noch nie gehört. Für viele Reisende ist Bangkok nur Durchgangsstation, das feucht heiße Klima und die schlechte Luft durch den Straßenverkehr sind auch kaum zu ertragen. Aber andererseits ist Bangkok faszinierend, interessant und obwohl die Stadt im herkömmlichen Sinn nicht schön ist, finde ich es wunderbar und könnte eigentlich immer wieder kommen: Ein Thailandurlaub ohne Aufenthalt in Bangkok ist undenkbar. Abendstimmung in der Sukhumvit
Bangkok heißt übersetzt »Dorf der Oliven» und war zunächst ein unbedeutendes Dorf, in dem sich einige chinesische Händler angesiedelt hatten. Rama I. beschloß 1782 die Hauptstadt von Thonburi auf die andere Flußseite nach Bangkok zu verlegen, da Bangkok strategisch günstiger in einer Flußschleife lag und durch das Graben einiger Kanäle wäre die gesamte Stadt von Wasser umgeben. Der Königspalast wurde an einer Stelle gebaut, die als einzige niemals von Hochwasser erreicht wurde. Hunderte von Tempeln wurden errichtet, die den Glanz des alten Ayuthaya wieder aufleben lassen sollten und Kanäle gezogen, die mangels Straßen als Transportwege dienten. 1855 unterzeichnete König Mongkut (Rama IV) ein Handelsabkommen mit England, Verträge mit anderen europäischen Staaten folgten. Botschaften und Handelsniederlassungen wurden errichtet und Hunderte von Fremden ließen sich in Bangkok nieder. 1861 ließ der König die erste Straße der Stadt bauen. Die New Road sollte vom Süden Bangkoks entlang des Flusses bis zum Palast führen und wurde 1864 fertiggestellt und weitere folgten. Bangkoks wurde zu einer bedeutenden Handelsstadt, um die Jahrhundertwende war die Bevölkerung auf 1/2 Millionen angewachsen. Die alten Wasserstraßen, die Klongs, sind mittlerweile fast verschwunden. Nur in Thonburi, das inzwischen mit Bangkok zusammengewachsen ist, dienen sie noch als Transportwege für Menschen und Materialien.
Bangkok heißt heute offiziell Krung Thep Mahanaklon oder »die große Stadt der Engel». Der volle Name der Stadt ist wohl der längste Städtename der Welt:
Krungthepmahankhombowomrattanakosinmahintarayutthayamahadilokpopnop paratchathaniburiromudomratchhaniwetmahasathan !

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Montag 25.04.1994

Bootsanlegstelle Um 8:00 war frühstücken angesagt und anschließend machten wir in der Hotelumgebung eine kleine Runde und kamen dabei durch kleine Straßen, wo offensichtlich nicht die reichsten Leute wohnen. Von 11 bis 12 waren wir bei unserem Schneider und gaben unsere Bestellungen auf. Mittagspause wieder in der Pizzeria. Gegen 14:00 nahmen wir ein Taxi zum Wat Phra Keo, aber wegen meines Hosenrocks wurde ich nicht reingelassen, obwohl ich zwei Jahre vorher genau dieses Teil auch angehabt hatte.
Der Wat Phra Kaeo beherbergt den "Emerald Buddha" oder "smaragdenen Buddha", der aber wahrscheinlich aus Jade besteht. Im Jahre 1434 schlug der Blitz in die Pagode des Wat Phra Kaeo in Chiang Rai ein und hat einen Gipsbuddha zerstört. Unter dem gebrochenen Gips kam plötzlich ein grün leuchtender Buddha zum Vorschein. Der Herrscher von Chiang Mai brachte die Statue 1486 in sein Reich, und in einer Kette von Ereignissen landete der Buddha schließlich in Vientiane, wo er 215 Jahre verblieb. 1778 wurde Vientiane von einer Thai - Armee eingenommen und der Buddha kam zurück nach Thailand. Zunächst brachte man ihn nach Thonburi, später nach Bangkok in den Wat Phra Kaeo, das gleichzeitig mit der Stadt 1782 erbaut wurde.
Der Königspalast wird heute nicht mehr als Residenz für die königliche Familie genutzt, sondern nur für einige zeremonielle Ereignisse. Im königlichen Wat auf dem Gelände des Palastes leben im Gegensatz zu anderen Tempeln keine Mönche.
Strasse am Ta Tien Pier Trotz seiner unscheinbaren Größe (66 cm hoch und 45 cm breit) gilt der "Emerald Buddha" als d a s religiöse Symbol Thailands. In einer königlichen Zeremonie wird dreimal im Jahr das Gewand des Buddhas gewechselt. In der Regenzeit legt man ihm eine goldene Mönchsrobe an, in der folgenden kühlen Jahreszeit ein ihn von Kopf bis Fuß bedeckendes goldenes Gewand und zur heißen Vormonsunzeit schließlich einen mit Diamanten und Edelsteinen besetzten Umhang aus Gold. Dieser Smaragd-Buddha hat jedoch noch eine weitergehende Vorgeschichte. Im Jahr 43 v. Chr. wurde er von einem indischen Abt in Patna hergestellt. In Indien blieb er bis 457 n. Chr. Um ihn vor den drohenden Hunneneinfällen nach Nordindien zu schützen, brachte man ihn übers Meer in das heutige Kambodscha. Die folgenden Stationen hießen Ayuthaya, Kampaeng Phet und Lopburi. Während der vielen Kriege zwischen Burmesen und Thai wurde der Smaragd-Buddha mit der schon erwähnten Stuckschicht überzogen und geriet bis zu dem Blitzschlag von 1434 in Vergessenheit.
Wir liefen also durch die angrenzenden Straßen über den Markt und schauten uns dort ein bißchen um. Schließlich wollten wir mit einem Tuk Tuk wieder zurück fahren, aber fast allen war es zu weit, oder uns zu teuer. Schließlich nahm uns doch einer auf, aber nachdem er mit uns eine halbe Stunde im Stau gestanden hatte, schmiß er uns raus und machte kehrt. Mit viel Mühe fanden wir dann wieder ein Tuk Tuk, der uns dann auch bis zum Nana Hotel fuhr, aber auch er stand im Stau, und wir brauchten endlos lange.
Am Abend schlenderten wir wieder die Sukhumvit entlang, um dann bei einem Essensstand ausgesprochen köstlich und darüber hinaus preiswert zu Abend zu essen.

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Dienstag 26.04.1994

Thonburi Frühes Aufstehen und Fahrt mit dem Taxi zum Hotel Shangri La. Dort mieteten wir uns ein Boot zum Floating Market und zur Fahrt durch die Klongs von Thonburi.
Thonburi: Die Schwesterstadt von Bangkok westlich des Flusses wurde 1767 nach der Zerstörung von Ayuthaya die erste Zufluchtstätte der zersprengten Armee unter König Taksin, bis Rama I. 1782 nach Bangkok übersiedelte. Obwohl mittlerweile ständig verstopfte Schnellstraßen Thonburi durchziehen, bewegt sich ein großer Teil des Verkehrs immer noch auf Wasserwegen, den Klongs. Schnellboote transportieren adrett gekleidete Büroangestellte und Schulkinder, auf breiten Lastkähnen wird Zement und Holzkohle durch die schmalen Kanäle manövriert, und der schwimmende Supermarkt versorgt die Daheimgebliebenen mit dem Notwendigsten. Wat Arun

Alles orientiert sich zum Wasser hin, schwimmende Tankstellen ebenso wie Geschäfte, die ihre Waren am Ufer feilbieten. Der ehemalige schwimmende Markt nahe Wat Leo hat so sehr unter den Touristenmassen gelitten, dass mittlerweile die angeblichen Marktfrauen mit 30 Booten nur für die Kameras der Touristen ein paar Andenken auf und ab paddeln.
Nachdem wir nun eine ganze Weile uns durch die Klongs hatten fahren lassen, machten wir unseren ersten und einzigen Stop beim Tempel Wat Arun.
Tempel Wat Arun: Arun ist das Sanskrit Wort für Morgenröte und am beeindruckendsten soll der 86m hohe Prang bei Sonnenaufgang sein. Jeder der drei Könige der Chakri-Dynastie erweiterte und erhöhte die Tempelanlage, und heute stellt der Wat Arun ein bekanntes Wahrzeichen der Stadt dar. Außenliegende Treppen führen recht weit nach oben, die sehr steilen Treppen, z. T. ohne Geländer. Oben bietet sich, als Entschädigung für die anstrengende Kraxelei in der prallen Sonne, eine großartige Aussicht über den Fluß hinüber zum Königspalast und Wat Phra Kaeo. Wat Arun symbolisiert das buddhistische Universum: Der große Prang stellt den Berg Meru dar, auf dem die Welt ruht, die ihn umgebenden vier kleineren Prangs verkörpern die vier Weltmeere.
An der unteren Terrasse des Hauptprangs befinden sich vier Pavillons, die die vier Höhepunkte aus dem Leben Buddhas versinnbildlichen: Geburt, Erleuchtung, erste Bekehrung und Tod. Alle Prangs sind mit Plättchen aus verschiedenfarbigem chinesichen Porzellan verziert. Chinesischen Stil zeigen auch die vielen Granitfiguren im Innenhof zwischen Vihara und Bot. Es handelt sich dabei um Schiffsbalast aus China. Blick vom Wat Arun

Thai-Reis wurde früher mit großen Schiffen ins Reich der Mitte exportiert, und um einen ausreichenden Tiefgang der zurückkehrenden Schiffe zu gewährleisten, brachte man Figuren und Porzellanscherben nach Thailand.
Nach unserer Bootsfahrt machten wir uns auf den Rückweg zum Hotel, um dort ein wenig den Swimmingpool zu genießen. Danach hatten wir wieder einen Anprobetermin bei unserem Schneider.
Nachdem wir dort fertig waren, fuhren wir mit einem Taxi zu Diethelm Travel, um doch noch die Sache mit unserer Zimmerbuchung zu klären. Dort erfuhren wir, dass Morgenstern nicht bezahlt hatte, deshalb war unser Zimmer storniert worden. Aber jetzt sei alles in Ordnung.
Da wir nun schon auf halbem Weg in Richtung Indra Regent Hotel waren, entschlossen wir uns in dieser Gegend noch ein wenig bummeln zu gehen, aber das Angebot war nicht viel anders als in der Sukhumvit Road. Gegen 17:30 waren wir wieder im Nana, wieder völlig problemlos im klimatisierten Taxi mit "Meter".
Um kurz nach 19:00 fand die nächste Anprobe statt, danach aßen wir wieder bei unserem Essenstand. Zurück im Hotel traf mich die große Übelkeit, woran es gelegen hatte, ist allerdings nicht ganz klar.

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Mittwoch 27.04.1994

Ancient Village Ich blieb noch etwas geschwächt länger im Bett, später dann am Pool, während Bernd an der Ancient Village Tour teilnahm:
Ancient City: Etwa 6 km südlich von Samut Prakan (im Südosten von Bangkok) liegt ein riesiges Freilichtmuseum - Thailand in Miniaturausgabe, Ancient City, das wie ein geschrumpftes Thailand wirkt und sogar die Form des Landes hat, ist mit 80 Hektar ein weitläufiges Gelände. Etwa 80 berühmte thailändische Gebäude wurden originalgetreu verkleinert oder gar in Originalgröße an ihrem entsprechenden Platz in der Anlage aufgebaut. In diesem ungewöhnlich schönen und keineswegs überlaufenen Areal kann man inmitten von viel Grün all die Sehenswürdigkeiten erwandern, die man auf der Reise durch Thailand aus Zeitmangel auslassen mußte.
Bernd war so gegen 13:00 zurück, den Rest des Tages verbrachten wir mit diversen Anproben (13:00, 16:00, 19:30 - 20:30) und Rumlungern und den Rest des Abends mit packenden Szenen.

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Donnerstag 28.04.1994

Aufstehen um 6:00, Frühstück um 7:00, Abfahrt mit dem Taxi zum Flughafen 8:00, Abflug pünktlich um 10:40, Ankunft in Hongkong um 13:10. Vom Flughafen fuhren wir mit einem Taxi zum Imperial, um dann erst zum Biergarten zu gehen, wo ich meinen ersten Eßversuch, ein köstliches Käsebrot, startete. Danach liefen wir noch etwas lustlos in Hongkongs Straßen herum, erwarben noch zwei T-Shirts, aber der richtige Kaufrausch überfiel uns nicht mehr. Abends Abschiedstrunk im Biergarten.

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Freitag 29.04.1994

Aufstehen 6:00, Frühstück 7:00, Abflug etwas verspätet um 11:00, Ankunft in Kopenhagen um 17:30. Weiterflug nach Frankfurt mit einem Jumbo der Singapore Airlines, mit ca. noch 20 weiteren Passagieren. Ankunft in Frankfurt um 20:10. Wir waren etwas ungeduldig, weil unser Zug nach Bonn um 21:02 abfahren sollte, um 10 vor 9 kam unser Gepeike, aber leider auch die Tasche ohne Henkel von Wolfgang und Manuela, die ja nach Berlin sollte, also rannten wir zur Information, wurden dort die Tasche bei einer freundlichen Frau los, schnappten unser Gepäck, rannten runter zum Bahnhof, sprangen in den dort stehenden Zug, dieser fuhr dann auch sofort los. Als wir schon fuhren, erkundigten wir uns dann, wohin der Zug denn fahre, unsere Abteilungsgenossin wollte nach Dortmund, also war es der richtige Zug. Ankunft in Bonn pünktlich um 22:43

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letzte Änderung: 17.04.2016 · Copyright © 2003 - 2017 by Angelika Rosenzweig