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Reisebericht China Philippinen 1994
Banaue

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Sonnabend 09.04.1994

Philippinen Karte mit Banaue Wieder einmal frühes Aufstehen, denn wir wurden um 7:30 abgeholt. Das Auto war so eine Art VW-Bus japanischer Art, und wir vier hatten gut darin Platz.
Auf der Fahrt nach Banaue Wir schlängelten uns durch den Großstadtverkehr mit einer kleinen Tankpause und verließen Manila in Richtung Norden. Zunächst auf einer Art Autobahn (gebührenpflichtig), um dann aber bei Guiguinto die Autobahn wieder zu verlassen und weiter auf der Landstraße zu fahren. Die Fahrt führte uns über Baliuag, San Idefonso, San Miguel, Cabanatuan City, Talavera, Munoz zunächst nach San José, wo wir in einer Raststätte zu Mittag aßen. Das Essen war sehr einfach aber wohlschmeckend und versöhnte uns ein bißchen mit der philippinischen Küche.
Kurz hinter San José begannen die Berge und wir fuhren über Aritad, Bayombong, Solano und Lagawe nach Banaue, wo wir um 17:00 ankamen. Dort hatten wir die Übernachtung im Banaue Hotel gebucht, das beste Haus am Platze, aber wohl auch das einzige, was für uns zumutbar war.
Tanzveranstaltung im Hotel in Banaue Wir erkundeten noch ein bißchen den Garten des Hotels und trafen uns dann um 19:00 zum Abendessen, ein einigermaßen akzeptables Buffet. Unser Driver Guide hatte uns gewarnt, das Hotel nach Einbruch der Dunkelheit zu verlassen, da die Ifugao, das dort lebende Bergvolk, wohl etwas locker mit dem Messer hantierte, wenn genug Tanduay im Spiel war. Also nichts mit kleinem Abendspaziergang nach dem Essen. Dafür wurde in der Hotelhalle eine Tanzveranstaltung für Touristen angeboten. Man konnte sich die Ifugao-Tänze und Musik anschauen und hören, was nicht gerade zu Begeisterungsstürmen veranlaßte, beides wirkte eher eintönig.
Banaue: Vor etwa 2000 Jahren, so nehmen Wissenschaftler an, flüchteten die Vorfahren der heutigen Ifugao vor Eroberern in die Berge von Luzon und schufen in jahrhundertelanger, mühseliger Handarbeit diese einzigartige Kulturlandschaft. Die von einem einzigen Fluß bewässerten Reisterrassen bedecken die Fläche von über 250 qkm, ihre Wälle würden aneinandergereiht den halben Erdball umspannen. Hauptunterschied zu den Terrassen von Bontoc und Sagada mit ihren durchweg steinernen Stützwällen: die Ifugao benutzten als Baumaterial vorwiegend Lehm.
Mit Ausnahme des farbenprächtigen Samstagsmarktes (ca. 6-12 Uhr) hat Banaue keine Attraktionen zu bieten; sehr reizvoll dagegen sind Ausflüge in die Umgebung des Städtchens. Im Schatten des luxuriösen Banaue Hotels (vom Swimmingpool führen exakt 240 Stufen hinab) liegt das natürlich sehr auf Touristen eingestellte Ifugao Dorf Tam-an.

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Sonntag 10.04.1994

Reisterrassen bei Banaue Unsere Abfahrt war für 7:30 angesetzt, also hieß es mal wieder früh aufstehen. Wir wurden pünktlich von einem privaten Jeepney, einer ziemlichen Klapperkiste abgeholt. Warum Arnold nicht mit seinem Bus fahren wollte, wurde uns sehr schnell klar, die Straße war eigentlich nur ein Feldweg und ein ziemlich schlechter obendrein. Wir wurden in unseren Jeepney ganz schön durchgeschüttelt.
Ab und zu sprangen auf das hinterer Trittbrett Fahrgäste auf, die ein Stück mitfuhren und dann irgendwann wieder absprangen. Einem gelang es sogar, während der Fahrt die Tür aufzumachen und richtig einzusteigen. Unsere Fahrt dauerte ungefähr eine Stunde, dann waren wir oberhalb des Dorfes Banga-an, das wir von oben schon inmitten der Reisterrassen sehen konnten. Wir wagten also den Abstieg, zum Teil etwas wackelig auf den Terrassenrändern. Unten gab es nur ein paar armselige Hütten zu sehen, sehr winzig und kaum vorstellbar, dass darin Menschen leben. Wir haben allerdings kaum welche gesehen, aber es stellte sich dann heraus, dass alle in der Kirche waren (mehr Kapelle), denn es war ja schließlich Sonntag. Wir machten uns dann wieder auf den Rückweg, der so steil bergauf doch wesentlich anstrengender war.

philippinische Hochzeitsfeier So brauchten wir nicht wie hinab 20 Minuten, sondern schätzungsweise das Doppelte. Nach einer kleinen Erfrischung mit süßer Brause oder Cola, fuhren wir wieder nach Banaue zurück.
Nun stiegen wir wieder in Arnolds Bus, und er brachte uns zum Banaue Viewpoint, von wo aus man einen sehr guten Ausblick auf die Reisterrassen hat. Dann gab es noch einen Abstecher zu einer einheimischen Hochzeit, wo sich Himmel und Menschen herumtrieben, und es wurde auch getanzt. So konnten wir sehen, dass die abendliche Vorführung im Hotel wirklich echt gewesen war, die Leute tanzten wirklich so eintönig.
In Banaue kaufte Arnold dann noch eine Flasche weißen Rum, den wir im Hotel dann auch gleich probieren mussten.
Das Abendessen fand gegen halb acht wieder im Banaue Hotel statt. Danach verfolgten wir an der Bar noch die sehr beeindruckende Karaoke-Darbietung von Arnold und zwei anderen Fahrern.

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letzte Änderung: 17.04.2016 · Copyright © 2003 - 2017 by Angelika Rosenzweig