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Reisebericht Südostasien 1991
Krabi

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Montag 08.04.1991

Thailand Karte mit Krabi Wir fuhren um 8:40 im Taxi zum Flughafen, weil man bei dem chaotischen Verkehrsverhältnissen nie weiß, wie lange man braucht, also werden 2 Stunden bis zum Abflug einkalkuliert, wir waren auf diese Weise um kurz nach 9:00 viel zu früh da, denn unser Flieger nach Phuket startete erst um 10:40. Polizeistation in Ao Nang Nach einstündigem Flug waren wir am Ziel und versuchten dann rauszukriegen, wie es nach Krabi weiterging. Der Busfahrer für den Bus nach Phuket-Stadt wollte uns bis zum Bus nach Krabi mitnehmen, nach 10-minütiger Fahrt wurden wir in den nicht klimatisierten Public-Bus "umgeladen" , der erst noch eine ganze Weile rumstand, was ein fast völliges Zerfließen unsererseits zur Folge hatte. Als er endlich losfuhr, wurde es durch die geöffneten Fenster etwas luftiger, aber dafür waren wir nach kurzer Zeit völlig durchgeschüttelt und von dem Getöse stocktaub. Gegen 15:30 kamen wir in Krabi an, und wurden dann vom Taxifahrer für die Fahrt zum Krabi-Beach-Resort nach Ao Nang kräftig übers Ohr gehauen. Wir bekamen angeblich das letzte Bungalow, wörtlich genommen stimmte es sogar, die ganze Hotelanlage lag zusätzlich am Ende der Welt.
Nur ein paar Restaurants, ein paar Touristenkrempelbuden und Strand, sonst nichts. Wobei die Hotelanlage selbst sehr hübsch angelegt war, aber der geplante einwöchige Aufenthalt schien übertrieben, außerdem gab's den Bungalow nur für drei Tage.

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Dienstag 09.04.1991

Spätes Aufstehen und verlängertes Frühstück mit Überlegungen, was zu tun sei, und anschließendes Rumlungern am sehr schönen Swimming Pool, spätes Mittagessen in einem der Restaurants am Strand, kleiner Strandspaziergang und dann kühles Zimmer.

Der Strand von Ao Nang Die Strasse von Ao Nang

Abends thailändisches Fondue mit Fisch, Fleisch und diversen Gemüsen im Hotelrestaurant. Sehr lecker und interessant. Anschließend haben wir noch bei einem Bierchen dort rumgesessen, wobei sich erstaunlicherweise auch auf dieser Terrasse direkt am Meer kein Lüftchen rührte, es also auch keine Abkühlung gab.

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Mittwoch 10.04.1991

Aufstehen um 6:30 und nach kurzem Kaffee fuhren wir mit dem Taxi nach Krabi und dann mit einem Minibus nach Phang Nga (Touristen-Ausflug, vom Hotel aus gebucht). Die Gegend um Phang Nga ist eine der markantesten von ganz Thailand. Zu allen Seiten erheben sich schroffe, bizarre Kreidefelsen, die zum Teil dicht bewachsen sind. Diese Felsen sind das untrügliche Erkennungszeichen dieser Gegend. Nach ca. zweistündiger Fahrt kamen wir zur Bootsanlegestelle in Phang Nga und starteten zu einer Bootsfahrt durch die vorgelagerte Inselwelt mit zahllosen bizarren Felsen, die überall schroff aus dem Wasser ragen. Die Bootsfahrt führte zunächst durch einen schmalen Kanal, den Klong Khao Thalu. Danach fuhren wir an einer winzigen bewohnten Insel vorbei und dann kamen dann schließlich nach Ko Phingan, die besser unter dem Namen "James Bond Island" bekannt ist.

James Bond Island James Bond Island

Hier wurden Teile des James Bond Films "The Man with the Golden Gun" gedreht, und seither sonnt sich die Insel, die in dem Film allerdings in der Nähe von Hongkong liegt, in diesem Ruhm, unser Boot war auch nicht das einzige und Hundertschaften schlecht gekleideter Touristen wimmelten auf dem Inselchen herum. Der Insel vorgelagert ist wohl der markanteste Fels Thailands, der "Nagelberg", Khao Tapu.
Wir hatten 30 Minuten Zeit auf der Insel, und dann legte unser Boot wieder ab.

Ko Pannyi Ko Pannyi

Wir steuerten wieder auf die kleine von Moslems bewohnte Insel namens Ko Pannyi zu, und diesmal hielt unser Boot dort auch an. Wir wurden in ein kantinen-ähnliches Restaurant geführt, und dort wurde uns dann ein mittelmäßiges Mittagessen aufgetischt. Das gesamte Dorf besteht aus dicht aneinander gedrängten, auf Stelzen ins Wasser, besser Schlamm, gebauten Holzhäusern. Die Insel ist aber mittlerweile auf Tourismus eingestellt und zahlreiche Textilgeschäfte lauern auf Kunden, aber es war trotzdem recht sehenswert, wenn man sich etwas weiter in das Dorf hineinwagte, wo es keine Geschäfte und Restaurants mehr gab, dort ließ dann auch der Touri-Strom etwas nach, weil viele wohl auch Angst hatten sich in diesen Irrgarten aus Holzhäuschen zu verirren.
Nach dieser Mittagspause stiegen wir wieder in unser Boot, das uns zu unseren Bus zurückbrachte, der allerdings etwas auf sich warten ließ. Wahrscheinlich hatte der Fahrer mit uns noch nicht gerechnet, da wir ein absolutes Rennboot erwischt hatten.

Somdet Phrase Nakharin Park Somdet Phrase Nakharin Park

Unser Bus fuhr uns dann zur Khuha Sawan-Höhle, die zahlreiche Buddhafiguren beherbergt. Wir schenkten uns die Besichtigung der Höhle, da es Eintritt kostete, dafür in der Höhle fürchterlich stank, denn vor der Höhle tummelten sich hunderte von Affen, die auch die Höhle mit bevölkerten. Unser Bus war auch nicht der Einzige und so schauten viele Affen die Affen an. Wir setzten uns dann doch lieber noch etwas unter einen großen Baum in den Schatten.
Die Fahrt ging weiter zum letzten Programmpunkt, dem Somdet Phrase Nakharin Park, der nach der Mutter König Bhumipols benannt ist, und der um einige sehenswerte Kalksteinhöhlen angelegt ist. Der Park war sehr hübsch, und wir hätten auch in einem kühlen See an einer der Höhlen baden können, aber ohne Handtuch ließen wir es doch lieber sein. Unser Bus fuhr nun zurück nach Krabi und wir nahmen diesmal ein Sammeltaxi zum Hotel Krabi Beach, wo wir dann gegen 18.00 ankamen. Nach dem köstlichen Fondue des Vorabends freuten wir uns richtig auf unser Abendessen, wurden aber diesmal bitter enttäuscht.

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Donnerstag 11.04.1991

Nach dem Frühstück nahmen wir wieder ein Sammeltaxi nach Krabi-Stadt, um dort ein wenig bummeln zu gehen.
Krabi (17.000 Einwohner) ist eine angenehme kleine Provinz-Hauptstadt, in der es allerdings nichts weiter zu sehen gibt. Der Ort ist eigentlich mehr ein Transitpunkt für einige sehr attraktive Strände, auch wenn sie nicht mehr so einsam und ruhig sind wie früher. In einem Musikladen erwarben wir endlich unsere Kassette mit dem thailändischen Sänger, dessen Namen ich nicht weiß, der aber ein doch über Thailand hinaus bekannt gewordenes Lied gesungen hat: Made in Thailand, wo die "Originalprodukte" aus Thailand aufs Korn genommen werden.

Krabi Krabi


Es war wahnsinnig heiß, und so flüchteten wir zum Abkühlen in ein kleines Kaufhaus, wo Bernd endlich seine lang ersehnte dünne Baumwollhose erstehen konnte, die dort auch direkt, innerhalb von Minuten ohne Zusatzkosten gekürzt wurde. Noch während des Hosenaussuchens fiel uns an der laufenden Musik auf, dass sie uns bekannt vorkam.
Auf die Frage, ob das der Sänger sei, von dem wir kurz zuvor die Kassette erworben hatten (die Frage fand mehr durch Zeigen der Kassette statt), war die Begeisterung der Verkäuferin groß, und es sprach sich in Windeseile in dem kleinen Kaufhaus herum, und alle Verkäufer wollten die Touristen sehen, die einheimische Musik gekauft hatten.

Krabi Resort Krabi Resort


Irgendwann wurde es uns dann doch zu warm in Krabi, richtig los war auch nichts und unser Hotelpool erschien verlockend vor unserem geistigen Auge, und so fuhren wir wieder zum Hotel zurück. Der Tag brachte dort außer Pool, Essen am Strand, kurzem Meerbad und abendlichem rumsitzen im Hotelrestaurant keine bemerkenswerten Ereignisse mehr.

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letzte Änderung: 17.04.2016 · Copyright © 2003 - 2017 by Angelika Rosenzweig