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Reisebericht Nordindien 1989 Agra

Dienstag 17.10.1989

Indienkarte Karte mit Agra Hotel Taj Deluxe in Agra Aufstehen 5:00 und Fahrt mit den Taj Express nach Agra um 7:05, Ankunft in Agra 9:50. Der Zug war für indische Verhältnisse sehr gepflegt und zudem klimatisiert, deshalb ließen sich leider die Fenster nicht öffnen und die getönten Scheiben machten das Fotografieren nach draußen unmöglich. Die Fahrt war dennoch recht kurzweilig, denn hunderte von Indern nahmen die Bahnstrecke als Zeitungsersatz. Sie hockten der Bahn zugewandt an der Strecke und erledigten ihr Morgengeschäft, nun ja wenn man keine Zeitung hat...
Bei der Ankunft in Agra "griff" uns gleich am Bahnhof ein Taxifahrer mit dem üblichen Gequatsche von Hotel und very cheep. Er war ziemlich unsympathisch (gräßliche Betelzähne), aber wir nahmen ihn dann trotzdem. Eigentlich hatte ich ja zwei Hotels ausgeguckt, aber er behauptete es sei alles voll. Wir glaubten ihm natürlich nicht, denn das erzählen sie alle, jeder hat ja seine persönlichen Hotels, wo er Kommission bekommt. Also bestanden wir auf unser Hotel Mayur, aber es war tatsächlich voll, was sehr schade war, denn der Garten der Bungalowanlage war so hübsch, wie ich ihn in Erinnerung hatte. Abendstimmung am Taj Mahal in Agra Also ging's weiter zu einem vom Taxifahrer vorgeschlagenen Hotel, war aber auch voll, dann zum Hotel Safari, das erst ab dem nächsten Tag ein Zimmer frei hatte; Bernd bestellte vorsichtshalber das Zimmer schon mal vor. Weiter zum Hotel Amar, dann zum Clarks, ebenso erfolglos, und so landeten wir im vom Taxifahrer vorgeschlagenen Hotel Taj Deluxe. Wieso "deluxe" blieb uns verborgen; eine finstere Bude mit gruseligem Bad und das ganze für den Luxuspreis von 400 Rs. Zudem war unser Zimmer noch nicht fertig, es wurde gerade mit Teppichboden ausgelegt, also tranken wir erstmal ein Bier auf der Terrasse. Das Bier mußte der Wirt jedoch erst vom Kaufmann um die Ecke holen.
Nachdem das Zimmer betretbar war, konnten wir uns etwas frisch machen und machten uns danach auf den Weg zum Tourist-Office und zum Basar. Leider hatten alle Geschäfte geschlossen, auch fand ich das Restaurant nicht wieder, wo Christian und ich so ausnehmend gut gegessen hatten. Wir fanden ein anderes Restaurant, das noch den Vorteil hatte, dass man draußen sitzen konnte. Mein Omelett war ein Reinfall, aber Bernds Butter Chicken war köstlich. Rückmarsch zum Hotel und um 16:00 Fahrt zum Taj Mahal mit unserem Spezial Driver. Leider war es dort völlig überfüllt und wir zogen ziemlich schnell wieder ab. Da das Zimmer abscheulich war, setzten wir uns auf die Terrasse und ließen die Hotel-Athmosphäre und deren Umgebung auf uns wirken.

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Mittwoch 18.10.1989

Itmad ud Daulah in AgraNach spätem Aufstehen zogen wir um 10:30 in das Hotel Safari in ein sehr hübsches sauberes Zimmer, tolles gefliestes Bad mit richtig funktionierender Dusche. Es roch alles noch ziemlich neu und das Ganze ebenfalls für 400 Rs, hier war es jedoch angemessen.
Nachdem wir eingezogen waren, holte uns wieder uns Spezialdriver zur Sight-Seeing Tour ab, diesmal jedoch mit einem Scooter. Unsere Fahrt ging zunächst zum Grabmal Itmad-ud-Daulah am anderen Ufer des Yamuna. Dazu mußten wir über eine schmale zweistöckige Brücke, die nur für Fahrräder, Fußgänger und Rikschas (incl. Scooter) und Ochsenkarren gedacht ist.
Das Itmad-ud-Daulah ist das Grabmal des Mirza Ghiyas Beg. Die Tochter dieses Persers heiratete den Herrscher Jehangir und ging als Nur Jahan (Licht der Welt) in die Geschichte ein. Ihre Nichte wiederum wurde berühmt als Mumtaz Mahal, die im Taj Mahal ihre letzte Ruhestätte fand. Das Grabmal für ihre Eltern ließ Nur Jahan in den Jahren 1622 - 1628 errichten. Das Itmad-ud-Daulah war das erste Bauwerk der Mogulzeit, das völlig aus Marmor geschaffen wurde. Das Mausoleum ist, verglichen mit dem Taj Mahal klein und niedrig. Auch dieser Bau besitzt filigrane Gitterfenster aus Marmor, die das Licht dosiert in das Innere einwirken lassen. Am Bau sind zwei Neuerungen für diese Zeit festzustellen: die Verwendung von Marmorverkleidungen und die pietra-dura-Einlegearbeiten, Techniken, die von den Architekten und Künstlern der nächsten Regierungszeit dann häufig angewendet wurden. Der Schmuck verbindet rein persische Themen mit indo-moslemischen Elementen. Von der Terrasse des Grabmals hatten wir einen schönen Blick auf das Leben und Treiben am Fluß, wo ein paar Jugendliche versuchten mit einem Sari Fische zu fangen.
Rotes Fort in Agra Nach dem Grabmal ging es weiter zum Roten Fort von Agra . Mit dem Bau dieses Forts wurde 1565 unter der Herrschaft von Akbar begonnen. Die Fertigstellung der Anbauten zog sich aber noch bis zur Regentschaft seines Enkels Shah Jahan hin. Während unter Akbar das Fort für rein militärische Zwecke gedacht war, legte Shah Jahan bereits mehr Wert darauf, es in einen Palast umzuwandeln. Shah Jahan, der Erbauer des Taj Mahal, wurde in diesem Fort von seinem Sohn gefangen gehalten und starb in einem Zimmer, von wo aus er einen Blick auf sein Meisterbauwerk hatte.
Blick vom Roten Fort auf Taj Mahal in Agra Viele schöne Bauwerke kann man im Innern des Forts bewundern. Sie sind umgeben von einer 20 m dicken und 2,5 km langen Mauer, an deren äußerer Seite auch noch ein 10 m breiter Graben verläuft. Auch das Fort liegt am Ufer des Yamuna River. Lediglich das Amar Singh Gate im Süden kann als Eingang benutzt werden. Innerhalb der Mauern kommt man sich vor wie in einer besonderen Stadt.
Nachfolgende Gebäude sind im Fort-Gelände zu bewundern:
1.) Moti Masjid: Diese Perlenmoschee im Fort entstand während der Herrschaft von Shah Jahan in den Jahren 1646-1653. Sie ist die bedeutendste Moschee der Welt aus Marmor, und man bescheinigt ihr nahezu perfekte Proportionen. Eine Inschrift in der Moschee vergleicht sie mit einer fehlerfreien Perle. Der Innenhof der Moschee ist umgeben von einem Kreuzgang. In der Mitte ruht ein Marmorsarkophag.
2.) Diwan-i-Am: Diese Halle der öffentlichen Audienzen wurde ebenfalls unter der Herrschaft von Shah Jahan gebaut. Sie ersetzt einen früheren Holzbau. Mit dem Bau waren allerdings schon die Vorfahren von Shah Jahan beschäftigt. Mit Sicherheit geht aber der Thronsaal mit seinen Intarsienarbeiten auf Shah Jahan zurück. Auf diesem Thron nahm er bei Audienzen Platz, um seine Ratgeber anzuhören, oder Bittstellern sein Ohr zu leihen. Neben dieser Halle liegen die kleine Najina Masjid (Juwelen Moschee) sowie der Basar für die Damen am kaiserlichen Hof.
Im Roten Fort in Agra 3.) Diwan-i-Khas: Auch diese Halle der Privataudienzen ließ Shah Jahan erbauen (1636-37). In ihr empfing er Würdenträger und Botschafter fremder Länder. Die Halle besteht aus drei Räumen, die durch drei Bogen miteinander verbunden sind. Hier stand der berühmte Pfauenthron bevor ihn Aurangzeb nach Delhi transportieren ließ.
4.)Musamman Burj: Nahe der Diwan-i-Khas und der kleinen Mina Masjid steht dieser achteckige Turm. Er wird auch Saman Burj genannt. Gebaut wurde er von Shah Jahan für seine Lieblingsfrau Mumtaz Mahal. Sieben Jahre saß er im Musamman Burj gefangen und starb dort 1666.
5.) Der Palast Jehangirs: Man nimmt an, dass Akbar diesen Palast für seinen Sohn bauen ließ. Er ist die größte private Residenz im Fort. Der Palast war das erste Gebäude innerhalb des Forts, als mehr und mehr Wert auf private Nutzung des ursprünglich militärischen Bauwerks gelegt wurde. Interessant ist dieser Palast im Hinblick auf seine architektonischen Stilrichtungen mit Einflüssen des Hinduismus und aus Zentralasien. Dies steht völlig im Gegensatz zu dem Mogulstil, der sich unter Shah Jahan entwickelte.
Nach dem Besuch des Forts drängelte uns der Fahrer einen Spezial Shop für Teppiche auf. Wir waren zuerst etwas widerwillig, aber die Teppiche waren wirklich sehr schön und wir haben zwei Brücken gekauft, sicherlich für indische Verhältnisse überteuert, für uns aber preiswert.
Vorm Abendessen im Hotel nutzten wir noch einmal das schöne Bad. Den Abend verbrachten wir mit Kartenschreiben.

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Donnerstag 19.10.1989

Heute war der Tag des Sonnenaufgangs am Taj. Also hieß es um 5:30 aufstehen und dann Fahrt mit einem Scooter. Die Menschenansammlung am Taj Mahal war zwar für diese Uhrzeit auch ganz beachtlich, aber kein Vergleich mit dem Gewühl, das wir schon erlebt hatten. Die Ausbeute vieler gleichartiger Photos (jetzt sieht es noch schöner aus!) war wirklich enorm.
Taj Mahal: Shah Jahan ließ dieses berühmte Bauwerk zum Gedenken an seine geliebte Frau Mumtaz Mahal errichten. Er war 17 Jahre mit ihr verheiratet, als sie im Jahr 1629 bei der Geburt des 14. Kindes starb. Mit dem Bau begann er 1632, aber erst 21 Jahre später wurde es vollendet. Mehr als 20.000 Arbeiter waren am Bau beteiligt, die Arbeiter kamen nicht nur aus Indien, sondern auch aus Zentralasien. Die Experten holte man sich noch viel weiter her, der Franzose Austin aus Bordeaux, der Italiener Veroneo, der Architekt Isa Khan aus Shiraz im Iran.

Taj Mahal in Agra im Taj Mahal in Agra

Das Taj Mahl steht auf einer erhöhten Marmorplatte mit Minaretten an deren vier Ecken. Das Hauptgebäude besitzt vier kleine Kuppeln, die die mächtige Hauptkuppel umgeben. Die Särge von Mumtaz Mahal und Shah Jahan sind in einer tiefer gelegenen Gruft aufgestellt, die beiden Särge im oberen Raum sind Nachbildungen, eine durchaus gängige Praxis bei indischen Mausoleen.
Obwohl das Taj Mahal aus fast jedem Blickwinkel sehr schön ist, so liegt doch die besondere Kunst diese Bauwerks im Detail. Man legte Halbedelsteine in Marmor ein, durch die die schönsten Motive geschaffen wurden.
Diese besondere Fertigkeit der Handwerker ging als "Pietra dura" in die Geschichte ein. Die Präzision und die Sorgfalt, die bei diesem Bau angewandt wurden, lassen die Entscheidung schwer fallen, ab man es besser von Weitem oder aus der Nähe betrachtet.
Nachdem der Sonnenaufgang vorbei war, fuhren wir zurück zum Hotel um zu frühstücken (9:00): etwas staubige Sandwiches mit Tomaten, Käse und Vegetables. Danach machten wir uns auf den Weg zum Büro von Indian Airlines im Clarks Hotel, um für den nächsten Tag einen Flug nach Khajouraho zu buchen, aber wir hatten keinen Erfolg. Also warteten auf uns 3 Stunden Zug- und 5 Stunden Busfahrt.

Grab des Shaik Salim Chisti in Fatehpur Sikri Grab des Shaik Salim Chisti in Fatehpur Sikri

Um 11:00 machten wir uns auf den Weg nach Fatehpur Sikri, wieder mit unserem persönlichen, wenn auch unsympathischen Fahrer.
Zwischen 1570 und 1586, das war die Zeit der Herrschaft von Akbar, war Fatehpur Sikri die Hauptstadt des Mogulreiches. Die Stadt liegt 40 km westlich von Agra. Aber genauso plötzlich und übereilt, wie sie gebaut wurde, gab man sie auch wieder auf. Heute ist es eine nahezu perfekt erhaltene Mogulstadt, so wie sie zur Blütezeit der Mogulherrschaft existiert haben mag.
Die Legende berichtet, dass Akbar ohne männliche Erben war. Um dies zu ändern, pilgerte er zu dem Heiligen Shaik Salin Chisti in Sikri. Dieser verhieß ihm die Geburt eines Sohnes, des späteren Herrschers Jehangir. Aus Dankbarkeit verlegte Akbar die Hauptstadt seines Reiches nach Sikri und stampfte eine neue Stadt aus dem Boden. Später wurde sie jedoch wieder aufgegeben, angeblich wegen Schwierigkeiten bei der Wasserversorgung.

Fatehpur Sikri Fatehpur Sikri

Wir betraten das Gebäude durch die Buland Darwaza, das Siegestor. Es erinnert an Akbars Sieg in Südindien. Dieses beachtliche Tor erreichten wir über eine nicht weniger beeindruckende Treppe. Eine Inschrift im Torbogen besagt: "Die Welt ist eine Brücke, überschreite sie, aber baue keine Häuser auf ihr. Wer eine einzige Stunde des Glücks erhofft, mag die Ewigkeit erhoffen" Hinter dem Tor öffnet sich ein weiter Platz mit der Dargah Moschee.
Diese Moschee soll eine Nachbildung der Moschee von Mekka darstellen. In der Moschee ist das Grab (dargah) des Shaik Salim Chisti, umgeben von Gitterfenstern aus Marmor. Noch heute kommen, genauso wie Akbar vor vier Jahrhunderten, kinderlose Frauen zu dem Grab des Heiligen, um Kindersegen zu erflehen.
Fatehpur Sikri Wir verließen das Moscheegelände durch das östliche Tor, und kamen zunächst zum Jodh Bai-Palast: Bis heute ist nicht ganz geklärt, wer in diesem Palast, nordöstlich der Moschee gelegen, eigentlich wohnte. War es Jodh Bai, die Frau Jehangirs, oder vielleicht Akbars Frau, die Hinduistin war? Auch hier besteht die Architektur wieder aus einer Mischung hinduistischer Säulen und moslemischer Kuppeldächer. Der Palast der Winde ist eine grandiose Schöpfung, die Wände diese vorspringenden Raumes bestehen vollständig aus steinernen Gittern.
Wir bogen dann in westliche Richtung ab und kamen zunächst zum Bhirbal Bhawan: Dieser besonders elegante, aber kleine Palast wurde entweder für oder von Raja Birbal, dem wichtigsten Hofbeamten Akbars, gebaut. Victor Hugo, der französische Schriftsteller aus viktorianischer Zeit, beschrieb diesen Bau als entweder sehr kleinen Palast oder sehr großen Schmuckkasten.
Fatehpur Sikri Zum Palast gehören ausgedehnte Stallungen mit fast 200 Boxen für Pferde und Kamele. Steinringe zum Festmachen der Tiere sind noch immer zu sehen.
Karawan Sarai und Hiran Minar: Die Karawan Sarai (Karawanserei) war ein großer Innenhof, umgeben von Unterkünften, die von Kaufleuten benutzt wurden. Der Hiram Minar (Wildminarett) soll der Überlieferung nach unter sich das Grab von Akbars Lieblingselefanten beherbergen. Tatsache ist aber, dass der Elefant außerhalb des Forts beerdigt wurde. Aus dem 21 m hohen Turm schauen steinerne Elefantenzähne heraus.
Haus der Miriam: Unweit des Jodh Bai Palastes steht dieses Haus, das früher von der Mutter Jehangirs bewohnt wurde. Damals sah es aber wesentlich prächtiger aus, denn es war über und über mit Gold belegt, daher wird es auch das goldenen Haus genannt.
Panchab Mahal: dieser kleine fünfstöckige Palast wurde vermutlich früher von den Hofdamen benutzt. Ursprünglich waren die Seiten zugemauert, aber die Wände wurden entfernt, um die offenen Kolonnaden innen sichtbar werden zu lassen. Jedes der fünf Stockwerke ist kleiner und versetzt auf das untere Stockwerk gebaut worden, also wie eine Pyramide, so dass oben nur noch Platz für einen kleinen Kiosk bleibt. Die Kuppel wird von vier Säulen getragen. Im unteren Stockwerk stehen 56 Säulen, von denen nicht zwei gleich sind.
Ankh Michauli: Will man diesen Namen übersetzen, bedeutet er etwa "Verstehen und Suchen". Man vermutet, dass dieser Bau als Archiv für Schriftstücke benutzt wurde. In einer Ecke befindet sich ein Platz, der mit einem Baldachin überzogen ist. Dort lebte Akbars Hindu-Guru, der ihm weissagte und ihn unterrichtete.
Diwan-i-Khas: das Äußere dieser Halle für Privataudienzen ist schlicht, aber die Zusammenstellung ist einzigartig. Eine Steinsäule in der Mitte des Gebäudes stützt einen flachen Thron. Von den vier Ecken des Raumes führen Stege quer durch den Raum bis zum Thron. Man nimmt an, dass Akbar auf diesem Mittelsitz Platz nahm, während seine vier wichtigsten Minister in den vier Ecken Platz hatten.
Diwan-i-Am: Hinter den Toren, am Nordosten der Geisterstadt liegt die Halle der öffentlichen Audienzen. Zu ihr gehört ein großer offener Innenhof, umgeben von Kreuzgängen. Neben der Diwan-i-Am ist der Pakchisi-Garten, der wie ein gigantisches Brettspiel angelegt wurde. Angeblich spielte Akbar auf diesen Mustern Schach, wobei Sklavinnen die Schachfiguren darzustellen hatten.
Fatehpur Sikri Wir streiften 2 Stunden lang durch das Geisterstadt-Gelände und wurden sogar von Indern auf Deutsch angesprochen, was doch deutlich für eine Zunahme des deutschen Tourismus spricht. Gegen 15:00 waren wir wieder im Hotel.
Zum Abendessen beschlossen wir uns etwas Besonderes zu leisten und fuhren ins Clarks Hotel. Da es noch nicht 19:00 war, mußten wir noch ein wenig in der Halle warten, bis das Dachrestaurant geöffnet wurde. Wir hörten deutsche Laute, und da die Leute sympathisch aussahen, quatschte Bernd sie an. Ingrid und Bernhard Koch aus Münster. Er war frischer Rentner und so waren die beiden auf einer Asienreise, die ein dreiviertel Jahr dauern sollte. Pakistan hatten sie schon hinter sich. Nach dem köstlichen gemeinsamen Abendessen wollten wir mit einer Rikscha zurückfahren, aber von den Rikscha-Kulis wollte keiner so recht. Als wir dann schon ein Stück weg waren, kam uns ein ca. 15 jähriger Bengel hinterhergefahren und bot uns seine Dienste an. Jeder wollte den anderen zuvorkommend das Fahrzeug überlassen, aber der Junge meinte, er nähme auch alle vier mit. Zu unseren Erstaunen klappte das ganz einfach, die Frauen hinten, die Männer vorne. Unter viel Gekicher traten wir die Rückfahrt an.

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letzte Änderung: 20.11.2017 · Copyright © 2003 - 2017 by Angelika Rosenzweig